Panorama

Heimlicher Haarschnitt im Keller Polizei entdeckt illegale Friseurgeschäfte

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Haareschneiden in Zeiten von Corona: Ein Friseur in Indonesien.

(Foto: picture alliance/dpa)

Noch dürfen die Friseure gar nicht öffnen, aber die Polizei in Bayern entdeckt gleich zwei illegale Salons. Die Betreiber haben sie in Kellern von Wohnhäusern versteckt.

Gleich zwei illegale Friseurgeschäfte hat die Polizei im bayerischen Landkreis Miltenberg aufgedeckt. Die Kunden saßen in Kellern von Wohnhäusern, die beiden Friseure waren professionell ausgestattet.

In einem Keller in Elsenfeld warteten zwei Personen auf ihre Haarschnitte. In Mömlingen ertappten die Ermittler am Freitag einen Kunden im Keller. Anwohner hatten ihre Beobachtungen der Polizei gemeldet. Gegen die drei mutmaßlichen Kunden wird nun ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, in Corona-Zeiten gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen zu haben. Die Ermittler überprüfen auch, ob die Friseure ein angemeldetes Gewerbe haben und ob für die Leistungen Geld gezahlt wurde.

*Datenschutz

Friseure dürfen ihre Salons unter strengen Schutzstandards ab dem 4. Mai wieder öffnen. Verpflichtend ist demnach für Friseure und Kunden unter anderem das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung oder einer Alltagsmaske. Der Betrieb muss außerdem ein Verfahren festlegen, um Verdachtsfälle abzuklären - etwa bei Fieber. Beschäftigte und Kunden, die an einer Atemwegserkrankung leiden, dürfen den Betrieb vorerst generell nicht betreten.

Um das Ansteckungsrisiko weiter zu minimieren, dürfen Friseure zudem keine anderen Dienstleistungen in ihren Salons wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege anbieten. Zwischen jedem Kunden müssen sie Kämme, Bürsten und andere Arbeitsutensilien mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger desinfizieren. Für Hausbesuche und mobile Friseurangebote gelten die gleichen Vorgaben wie für Salons.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa