Panorama

Strecke komplett gesperrtZug entgleist wegen Schnee und Eis in Sachsen

12.01.2026, 14:45 Uhr
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Die Regionalbahn steht am Bahnhof Glashütte zwischen den Gleisen. (Foto: picture alliance/dpa)

Skiurlauber in Sachsen kommen jetzt nur schwerlich an ihr Ziel: Zwischen Heidenau und dem Kurort Altenberg ist ein Zug entgleist. Die Bergung stellt die Deutsche Bahn und den Verkehrsverbund vor eine Herausforderung.

Am Bahnhof Glashütte in Sachsen ist am Morgen eine Regionalbahn entgleist. Die 25 Fahrgäste an Bord seien unverletzt geblieben, teilte die Bundespolizei mit. Die Strecke ist voll gesperrt. Die Polizei ermittelt zur Unglücksursache.

Laut Bundespolizei sprang der Triebwagen, der auf dem Weg von Altenberg nach Heidenau war, kurz vor 8 Uhr komplett aus den Gleisen. Er stellte sich leicht schräg. Auch die erste Achse des zweiten Wagens sei entgleist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschten winterliche Bedingungen mit Eis und Schnee. Der Verkehrsverbund VVO sprach von einer "witterungsbedingten Entgleisung".

Der Zugverkehr zwischen dem Skiort Altenberg und dem Dresdner Vorort Heidenau ist unterbrochen. Es handelt sich nach Angaben der Bundespolizei um eine eingleisige Strecke. Nur der Bahnhof in Glashütte verfügt über mehrere Gleise.

Strecke bis Ende des Monats beeinträchtigt

Die Deutsche Bahn rechnet derzeit mit einer kompletten Streckensperrung bis in die Nacht zum Mittwoch. "Der Abschnitt Glashütte bis Kurort Altenberg ist voraussichtlich bis Ende Januar beeinträchtigt", so die Bahn in einer Mitteilung. Es seien auch Weichen gebrochen. Zur Schadenshöhe macht die Deutsche Bahn auf Anfrage keine Angaben. Der Verkehrsverbund teilte mit, dass versucht werde, einen Ersatzverkehr mit Bussen einzurichten.

Nach Informationen der "Sächsischen Zeitung" (SZ) ist seit dem Vormittag ein Notverkehr eingerichtet. Dabei handelt es sich um Busse im Pendelverkehr ohne feste Fahrpläne. Am Dienstag soll es dann einen regulären Ersatzverkehr nach Bahn-Fahrplan geben.

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) will den Unfall aufarbeiten und wird für den Nachmittag in Glashütte erwartet. Die Experten würden dann entscheiden, wie der Zug geborgen werden kann. Zur Bergung des Zuges wurde ein Kran aus Leipzig erwartet, wie Bundespolizeisprecher Frank Rehbein sagte. Allerdings ist die Unglücksstelle schwer erreichbar. Das stellt das Unternehmen und den Verkehrsverbund vor Herausforderungen.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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