Panorama

Schwerer Unfall bei Tunis Zug reißt Bus in zwei Teile

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Tunesische Sicherheitskräfte sichern die Unglücksstelle ab.

(Foto: imago/Xinhua)

Die tunesischen Straßen sind berüchtigt für ihre Gefahren und tödlichen Unfälle. Auch der Zusammenstoß eines Zuges und eines Busses in einem Vorort der Hauptstadt Tunis endet für mehrere Menschen tödlich.

Beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug sind in Tunesien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und mehr als 50 weitere verletzt worden. Ein Autobus eines regionalen Verkehrsbetriebes sei am Mittwochmorgen bei Sidi Fathallah, einem Vorort südlich der Hauptstadt Tunis, von einem Zug gerammt worden, teilte das Innenministerium mit. Durch die Wucht des Zusammenpralls sei der Bus in zwei Teile zerrissen worden.

52 Verletzte wurden in mehrere Krankenhäuser gebracht, wie das Innenministerium weiter mitteilte. Zur Identität der Todesopfer, darunter ein Kind, wurden keine näheren Angaben gemacht.

Die nationale Bahngesellschaft teilte mit, sie habe eine Untersuchung eingeleitet, die den Hergang und die Verantwortlichkeiten bei dem Unglück klären solle. Ein Gerichtssprecher sagte dem Radiosender Mosaïque FM, eine erste Besichtigung des Unglücksortes habe ergeben, dass die Ampelanlage und die Schranken an dem Bahnübergang außer Betrieb gewesen seien.

24 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner

Ende August waren in der zentraltunesischen Stadt Kasserine bei dem Zusammenstoß von einem Sattelschlepper, einem Autobus sowie mehreren Autos 16 Menschen ums Leben gekommen. 85 weitere wurden verletzt.

Auf den Straßen von Tunesien sterben alljährlich mehr als tausend Menschen; im Schnitt gibt es mehr als 24 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner. Das ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation der zweithöchste Wert in Nordafrika, nur in Libyen liegt die Rate noch deutlich höher.

Quelle: ntv.de, chr/AFP