Panorama

Vier Männer schwer verletzt Zwei Haftbefehle nach Schießerei in Berlin

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Schwer bewaffnete Polizisten untersuchen den Tatort in der Stresemannstraße.

(Foto: imago images/Jürgen Held)

In der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtstag fallen mitten in Berlin-Kreuzberg Schüsse. Vier Männer werden getroffen. Die Polizei vermutet einen Streit im Bereich der Organisierten Kriminalität. Nun erlässt die Generalstaatsanwaltschaft zwei Haftbefehle.

Nach der Schießerei in Berlin-Kreuzberg im Milieu der Organisierten Kriminalität hat ein Gericht Haftbefehle gegen zwei Männer erlassen. Diese ergingen gegen einen 30-Jährigen wegen versuchten Mordes in drei Fällen sowie gegen einen 39-Jährigen wegen unerlaubten Führens und Besitzes einer Schusswaffe, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Abend auf Twitter mitteilte. Beide Tatverdächtige seien schwer verletzt im Krankenhaus.

Am Samstag waren am frühen Morgen Schüsse in der Stresemannstraße in unmittelbarer Nähe der SPD-Parteizentrale gefallen. Die Staatsanwaltschaft geht bei der Schießerei von einem Verbrechen im Milieu der Organisierten Kriminalität aus. Vier Männer im Alter von zweimal 30 sowie 39 und 42 Jahren wurden dabei schwer verletzt. Nach derzeitigem Kenntnisstand alarmierten Anwohner die Polizei. Die Einsatzkräfte fanden drei Verletzte noch am mutmaßlichen Tatort. Ein vierter Verletzter sprang in den nahen Landwehrkanal, aus dem ihn Rettungskräfte herauszogen.

In Berlin gibt es immer wieder Auseinandersetzungen auch zwischen einzelnen Gruppen oder Familien. Zuletzt hatte es in Kreuzberg nach Schüssen auf einen 29-Jährigen eine Attacke von etwa zehn Männer auf eine Erdgeschosswohnung und ein Auto gegeben. Im Februar hatte eine Schießerei am Berliner Tempodrom in der Möckernstraße, nicht weit vom aktuellen Tatort entfernt, mit einem Toten und vier Verletzten für Aufsehen gesorgt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, Mordkommission inklusive. Gegen einen 48-jährigen Mann, der einen 42-Jährigen erschossen haben soll und bei der Auseinandersetzung selbst schwer verletzt wurde, wurde damals Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa