Panorama

Polizei vermutet Gasleck Zwei Tote bei Bäckerei-Explosion in Paris

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Überall liegen Schutt und Scherben.

(Foto: 053ae2b1fbcdb3cfb15b4a5d921a09e2.jpg)

In Paris sind die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft, weil neue Proteste der Gelbwesten bevorstehen. Dann kommt es zu einer heftigen Explosion, doch offenbar handelt es sich um ein Unglück.

Bei der schweren Explosion in einer Bäckerei mitten in Paris sind nach neuesten Angaben der Behörden zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um zwei Feuerwehrleute, hieß es von Polizei und Innenministerium. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner hatte zuvor von vier Toten gesprochen. Zehn Menschen seien schwer, weitere 37 leichter verletzt worden, sagte der Minister dem Fernsehsender BFMTV.

Gegen 9 Uhr war es nach Angaben einer Polizeisprecherin in der Rue de Trévise zu einer starken Explosion gekommen. Zu diesem Zeitpunkt war die Feuerwehr bereits vor Ort, sie war wegen des Austretens von Gas an den Ort der späteren Explosion gerufen worden.

Die Explosion ereignete sich rund einen Kilometer Luftlinie entfernt von der Pariser Oper. Auf Bildern, die bei Twitter veröffentlicht wurden, ist zu sehen, dass das Gebäude auf der gesamten Breite des Erdgeschosses brennt. Auch geparkte Autos wurden durch die Explosion beschädigt. Die Feuerwehr ist im Einsatz, die Polizei bat Anwohner darum, die Gegend zu meiden, um die Arbeiten nicht zu stören. Inzwischen sei die Lage unter Kontrolle, hieß es am Mittag.

Die Journalistin Emily Molli berichtete als Augenzeugin vor Ort, dass sie eine "gewaltige Explosion" gehört habe. "Ich rannte hin und sah, was passiert war." Überall seien Rauch und Glassplitter gewesen. "Ich hörte Leute schreien, es gab viele Verletzte." Zum Zeitpunkt der Explosion seien viele Menschen zum Frühstücken in und vor der Bäckerei gewesen.

Ein Anwohner aus einem nahe gelegenen Haus sagte dem Fernsehsender BFMTV: "Ich habe gespürt, wie mein Haus für eine oder zwei Sekunden in seinen Grundfesten schwankte. Ich habe mich gefragt, ob es ein Attentat gab, ich hatte ein bisschen Angst."

Die Behörden in Paris sind wegen angekündigter Demonstrationen der "Gelbwesten" in Alarmbereitschaft. Rund 5000 Sicherheitskräfte sind in der Hauptstadt im Einsatz, um die Proteste abzusichern. Bei den Demonstrationen war es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Gewalt und Ausschreitungen gekommen. Paris war besonders davon betroffen.

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

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