Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:22 Haushaltsausschuss billigt vier Rüstungsvorhaben unter anderem zu Drohnenabwehr +++
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat grünes Licht für weitere Beschaffungsgroßprojekte der Bundeswehr gegeben, darunter Systeme zur Drohnenabwehr und zur Stärkung des Patriot-Luftabwehrsystems. Die Abgeordneten stimmten für vier genehmigungspflichtige Vorlagen, die den Umfang von 25 Millionen Euro übersteigen, wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilt. Eines der genehmigten Projekte betrifft so genannte Netzwerfer-Drohnensysteme. Aufgrund der steigenden Bedrohungslage durch Klein- und Kleinstdrohnen, auch für Ausspäh- und Sabotageversuche, benötigt die Bundeswehr laut Ministerium effektive Abwehrmittel, um ihre Liegenschaften im In- und Ausland zu schützen.
+++ 23:09 Explosion im Schwarzen Meer: Feuer auf Handelsschiff +++
Nahe der Ukraine ist auf einem Handelsschiff in rumänischen Gewässern Feuer ausgebrochen. Noch sei unklar, ob ein Treffer durch eine Drohne die Ursache gewesen sei, sagt Verteidigungsminister Radu Miruta dem rumänischen Sender "Digi24". Die rumänische Luftabwehr habe auf ihrem Radar keine Drohne registriert, die sich auf dieses Schiff zubewegt habe. Zuletzt häufen sich im Schwarzen Meer die Drohnen-Angriffe auf Handelsschiffe. Vor neun Tagen war ein türkisches Handelsschiff nahe dem rumänischen Ort Sfantu Gheorghe gesunken. Betroffen waren in den letzten Tagen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlands Bulgarien.
+++ 22:13 Geködert und verheizt: 20 Bangladescher an der Front im Ukraine-Krieg gefallen +++
Mindestens 20 Staatsangehörige Bangladeschs, die vorher unter falschen Arbeitsversprechen nach Russland gelockt worden sein sollen, sind als lebende "Köder" im Ukraine-Krieg getötet worden. Das berichtet eine Spezialeinheit der bangladeschischen Polizei in Dhaka. Die Special Response Battalion (SRB) in dem südasiatischen Land ermittelt in Fällen von Menschenhandel. Vorläufige Untersuchungen ergeben demnach, dass die eigentlich kriegsuntauglichen Personen als "Köder" an die Front geschickt wurden, um feindliche Positionen ausfindig zu machen. Mitglieder eines international operierenden Schleusernetzwerks hätten mit Hilfe lokaler "Agenten" die Betroffenen als Bauarbeiter angeworben, heißt es weiter. Nach ihrer Ankunft seien sie jedoch gedrängt worden, ein dreiwöchiges Training zu absolvieren, das sie für den Kriegseinsatz vorbereiten sollte. "Sie wurden an das russische Militär übergeben, ihre Pässe und Mobiltelefone wurden ihnen unmittelbar nach der Ankunft auf russischem Boden abgenommen", erläutert der SRB.
+++ 21:35 Musk: Satelliten-Kontrolle liegt bei US-Regierung und letztlich bei Trump +++
Nach Kritik der Ukraine verweist der US-Unternehmer Elon Musk darauf, dass der Satellitennetzwerk Starshield Eigentum der US-Regierung sei und von dieser auch kontrolliert werde. Jegliche Beschränkungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung werde vom US-Militär und letztlich vom US-Präsidenten festgelegt, erklärt Musk. Starshield ist der militärische Teil des Satellitennetzwerks, dessen ziviler Arm "Starlink" heißt. Zu Starlink sagt Musk, dieses System sei auf zivile oder defensive Aktivitäten beschränkt und könne nicht für offensive militärische Zwecke genutzt werden.
Die Ukraine hatte zuvor Musks Unternehmen SpaceX, zu dem Starshield und Starlink gehören, vorgeworfen, die Satelliten-Nutzung für die Ukraine eingeschränkt und dadurch die ukrainische Drohnenabwehr und Luftverteidigung im Kampf gegen Russland geschwächt zu haben. Das hatte Sorgen geschürt, US-Präsident Donald Trump könne die Unterstützung der Ukraine auf dem Schlachtfeld reduzieren, um Kiew zu Zugeständnissen an Russland oder die USA zu zwingen.
+++ 21:04 Le Pen: Frankreich kann Ukraine nicht weiter finanzieren +++
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen sagt, Frankreich könne die Ukraine nicht weiter finanziell unterstützen. "Wir können die Ukraine nicht mehr finanzieren", sagt sie vor Journalisten in Brüssel. Frankreich sei in einer äußerst problematischen wirtschaftlichen Lage. Das Haushaltsdefizit sei hoch und das Wirtschaftswachstum schwach. Aktuellen Umfragen zufolge könnte Le Pen im kommenden Jahr die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewinnen und Nachfolgerin von Emmanuel Macron werden.
+++ 20:31 Starlink wieder funktionstüchtig? Selenskyj appelliert an Elon Musk +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Technologieunternehmer Elon Musk aufgefordert, den Satelliten-Kommunikationsdienst Starlink in der Ukraine wiederherzustellen. "Wenn die Angriffe weitergehen und Starlink nicht funktioniert, werden natürlich Menschen sterben", sagt Selenskyj während eines Besuchs in Großbritannien in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. Die Störung des Dienstes sei "ein großer Fehler". Derweil erklärt der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow auf X: "Der Starlink-Betrieb bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h wurde wiederhergestellt. Angriffsdrohnen und Abfangdrohnen sollten wieder fliegen können. Jetzt müssen wir daran arbeiten, die Beschränkungen für Starshield vollständig aufzuheben." Für den militärischen Dienst Starshield ist das US-Verteidigungsministerium verantwortlich. Fedorow bedankt sich ausdrücklich bei Musk für die Unterstützung.
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