Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:55 Seeblockade: Ukrainische Agrarexporte haben sich halbiert +++
Aufgrund der durch Russland blockierten Schwarzmeerhäfen haben sich die ukrainischen Agrarexporte mehr als halbiert. "Das bedeutet, dass wir im laufenden Wirtschaftsjahr (2026/2027) etwa 30 Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (rund 26 Milliarden Euro) nicht exportieren können", sagte Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj Journalisten gemäß einer Meldung von Interfax-Ukraine. Im September seien die Exporte auf 2,4 Millionen Tonnen oder 46 Prozent der geplanten Ausfuhren gefallen. Davon waren 1,4 Millionen Tonnen Getreide.
+++ 23:41 Militär: Ukrainer legen russischen Mehrfachraketenwerfer lahm +++
Das ukrainische Militär will einen russischen Mehrfachraketenwerfer getroffen und zerstört haben. Das teilt das 413. Regiment der Streitkräfte der Ukraine der Einheit "Raid" in sozialen Netzwerken mit. Es handle sich um ein Mehrfachraketenwerfersystem BM-27 "Hurricane", dass die Kreml-Kräfte in der besetzten Region Saporischschja stationiert hätten, heißt es. Dieses schieße 220-Millimeter-Raketen ab.
+++ 22:28 Selenskyj sicher: Putin wird Angriffe wegen US-Zwischenwahlen intensivieren +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass Russland die Angriffe auf die Ukraine vor den US-Zwischenwahlen verstärken wird. "Putins Taktik besteht darin, den Konflikt so weit wie möglich zu eskalieren, und genau das tut er. Und angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen unter Trump wird er dies noch verstärken", so Selenskyj in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El País". "Der Kreml will, dass die Ukrainer die Hauptstadt verlassen." Schon zu Kriegsbeginn im Jahr 2022 sei dies der Plan von Putin gewesen, "um zu zeigen, dass man ohne Hauptstadt kein Land hat", ist Selenskyj überzeugt. "Sie (die Russen, Anm. d. Red.) greifen an, um die Stadt lahmzulegen und die Menschen daran zu hindern, zur Schule oder zur Arbeit zu gehen, weil ihre Kinder wegen all dieser Angriffe nicht in den Unterricht oder in den Kindergarten gehen können. Sie versuchen, die Ukraine ins Chaos zu stürzen."
+++ 21:50 Geheimdienst: Russland bereitet Sabotage in EU vor +++
Russische Geheimdienste seien beauftragt worden, ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Europäischen Union und der Nato-Staaten zu verstärken. Davon ist der ukrainische Geheimdienst GUR überzeugt. Einer Mitteilung zufolge sollen die russischen Geheimdienste hybride Operationen vorbereiten, die darauf abzielen, die Hilfe für die Ukraine zu untergraben und die Fähigkeiten des Verteidigungsbündnisses zu schwächen. Russische Agenten sollen dabei auch Sabotageaktionen durchführen, heißt es. Vor allem militärische Einrichtungen, kritische Infrastruktur und Kommunikationssysteme stünden im Fokus des Kreml. Der GUR habe seine Partner in der EU und den Nato-Staaten bereits über die Erkenntnisse informiert.
+++ 21:21 "Keine Regeln mehr": Tote und Verletzte bei russischem Luftangriff auf Charkiw +++
Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 28 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilt der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow mit. Möglicherweise befänden sich noch weitere Opfer unter den Trümmern getroffener Wohnhäuser. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft dem russischen Militär vor, auf Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin die Städte der Ukraine zu zerstören. "Aus Geheimdienstinformationen und von einigen Personen aus Putins Umfeld wissen wir, dass Putin Anfang September gesagt hat: 'Jetzt gibt es keine Regeln mehr'", so Selenskyj. Russland habe die Ukraine nicht besetzen können. "Deshalb führen sie nun massive Angriffe durch und töten in großem Umfang."
+++ 20:55 EU zahlt Ukraine Milliardensumme aus +++
Die Ukraine bekommt von der EU weitere Finanzhilfen in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro. "Mit der heutigen Auszahlung tragen wir dazu bei, die finanzielle Stabilität der Ukraine zu sichern und Investitionen zu unterstützen, die die Grundlage für ihren künftigen Wiederaufbau schaffen werden", teilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Das Land setze trotz des andauernden russischen Angriffskriegs weiter umfassende Reformen um. Zuletzt hatten in Brüssel Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Aufregung gesorgt, wonach es für dieses Jahr eine neue Finanzierungslücke in der Ukraine im Umfang von 27 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 24 Mrd. Euro) gebe. Nach Gesprächen teilte die EU dann allerdings am Donnerstag gemeinsam mit der Ukraine mit, dass Mittel identifiziert worden seien, um den Haushalts- und Verteidigungsbedarf des Landes für 2026 zu decken.
+++ 20:12 Bangen vor dem Winter: "Russland will Kiew unbewohnbar machen" +++
Die russische Armee nimmt neben der Energieversorgung auch zunehmend Tankstellen oder Supermärkte ins Visier. Politikjournalist Denis Trubetskoy lebt in Kiew und erlebt die Angriffe regelmäßig mit. Für ihn ist klar: Kiew soll zerbombt und das Leben der Zivilbevölkerung erschwert werden.
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