Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:50 Wadephul fordert Ende der Debatte über Zerfall der Nato +++

25.01.2026, 00:01 Uhr

Nach der Annäherung zwischen den USA und Europa im Grönland-Konflikt fordert Außenminister Johann Wadephul ein Ende der Debatte über einen möglichen Zerfall der Nato und betont, das Band sei "felsenfest". Die Europäer sollten "nicht Diskussionen über ein Ende dieses Bündnisses beginnen, die in Washington überhaupt nicht geführt werden", sagt der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Die Alliierten sollten sich nun wieder auf die Verteidigungsfähigkeit gegenüber Russland konzentrieren, sagt Wadephul der Zeitung.

+++ 03:50 Witkoff bewertet Gespräche in Abu Dhabi als "sehr konstruktiv" +++

In der kommenden Woche sind nach US-Angaben weitere Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schreibt der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien "sehr konstruktiv" gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, "die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen."

+++ 02:22 Russland meldet Einnahme von Dorf Staryzja in Region Charkiw +++

Russland meldet die Einnahme des Dorfes Staryzja in der nordostukrainischen Region Charkiw. Der ukrainische Generalstab bestätigt dies nicht, spricht aber von sechs russischen Angriffen in dem Gebiet. Das russische Verteidigungsministerium meldet zudem nächtliche Angriffe auf ukrainische Drohnen-Standorte und Energieanlagen. Die Angaben lassen sich zunächst nicht überprüfen.

+++ 00:45 Spionage: EU-Meldepflicht für russische Diplomaten in Kraft getreten +++

Zur Abwehr vor Spionage und Desinformation gilt in der EU ab heute eine Meldepflicht für russische Diplomaten und Konsularbeamte sowie für ihre Mitarbeiter und Familienangehörigen. Sie müssen ab nun ihre Reisen zwischen Mitgliedstaaten mindestens 24 Stunden vorab in den Ziel- und Durchreiseländern anmelden. Letztere können zudem auch eine Genehmigungspflicht für die Einreise oder Durchreise einführen, um Reisen im Zweifelsfall verbieten zu können. Als Begründung für die Einschränkung der Bewegungsfreiheit heißt es, die betroffenen Personen würden zum Teil eingesetzt, um nachrichtendienstliche Operationen zur Verteidigung der russischen Aggression gegen die Ukraine durchzuführen. Solche Maßnahmen umfassten in erster Linie die Beteiligung an geheimen Aktivitäten wie Spionage und die Verbreitung von Desinformation über den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, um die öffentliche Meinung zu verzerren.

+++ 23:51 Kiew: 41 mobile Küchen versorgen Bürger ohne Gas +++

In Kiew richtet der staatliche Katastrophenschutzdienst der Ukraine (SES) auf Anweisung der Regierung 41 mobile Küchen ein, um Bewohner von Gebäuden ohne Gasversorgung mit warmen Mahlzeiten zu versorgen. Das berichtet die ukrainische Premierministerin Julia Swyrdenko auf Facebook. "Da in Gebäuden ohne Gasanschluss die Heizung ausfällt, können die Menschen keine warmen Mahlzeiten zubereiten.“ Innerhalb einer Woche seien mehr als 26.000 Portionen warmes Essen ausgegeben worden, fügt Swrydenko laut Ukrinform hinzu.

+++ 22:24 Schmyhal: Russlands ständige Angriffe verhindern Stabilisierung des ukrainischen Stromnetzes +++

Die anhaltenden russischen Angriffe verhindern die Stabilisierung der ukrainischen Stromversorgung, berichtet Energieminister Denys Schmyhal bei Telegram. "Über Nacht wurde die Ukraine erneut Opfer eines massiven russischen Angriffs. Der Feind griff Energieanlagen, Fernwärmenetze und andere zivile Infrastruktur in den Regionen Kiew, Charkiw, Tschernihiw und weiteren Gebieten an", so Schmyhal.

+++ 21:45 Behörden melden Raketenangriff auf russische Grenzregion +++

Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden. "Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods (seit Kriegsbeginn)", schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu. Russland beschießt seit Kriegsbeginn systematisch die Infrastruktur der benachbarten Ukraine. Das Energienetz dort ist inzwischen so geschwächt, dass vielerorts die Menschen täglich stundenlang ohne Strom und Heizung auskommen müssen. Aber auch die Russen selbst spüren zunehmend die Folgen des Kriegs. Belgorod ist in Russland eine der am stärksten betroffenen Regionen. Wegen ukrainischer Angriffe ist dort ebenfalls die Stromversorgung eingeschränkt.

+++ 21:08 Wasserversorgung in Kiew nach russischem Angriff wieder hergestellt +++

Die Wasserversorgung in Kiew ist nach den schweren russischen Angriffen vollständig wiederhergestellt. Dies teilt das Wasserversorgungsunternehmen Kyivvodokanal laut Ukrinform mit. Demnach haben Spezialisten die Wasserversorgung im nahezu gesamten rechten Teil der Stadt wiederhergestellt. Im Petscherskyj-Bezirk ist jedoch weiterhin ein reduzierter Wasserdruck zu verzeichnen. "Das städtische Wasserversorgungssystem wird in Kürze wieder voll funktionsfähig sein", heißt es darin.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.