Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:33 Telefonat mit Selenskyj: Kanadas Premier verurteilt Trumps Diesel-Deal mit Moskau +++
Der kanadische Regierungschef Mark Carney hat den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit Russland scharf kritisiert. "Dieses Abkommen steht in direktem Widerspruch zu den Bemühungen der Ukraine, Kanadas und unserer Verbündeten, Frieden und Stabilität in Europa zu schaffen", sagt Carney nach Angaben seines Büros in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Es wird Russland zusätzliche Einnahmen verschaffen und dazu beitragen, seinen illegalen und ungerechtfertigten Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren." Nach dem Telefonat mit Selenskyj telefoniert Carney auch noch mit Trump. Darin bekundet Carney einer Erklärung zufolge Unterstützung für eine "Energie-Waffenruhe" zwischen der Ukraine und Russland. Carney erinnert zudem an Selenskyjs "Appell" an Russland, sich an eine solche Vereinbarung zu halten. Alle Angriffe auf Energieinfrastruktur und Zivilisten müssten sofort eingestellt werden.
+++ 02:37 EU überlegt sich Reaktion auf Russlands hybride Angriffe +++
Die EU-Außenminister kommen an diesem Vormittag zu Gesprächen in Luxemburg zusammen. Ein Thema werden dabei die hybriden Angriffe Russlands auf Europa sein. Auch sollen weitere Sanktionen gegen das russische Militär und die russische Rüstungsindustrie beschlossen werden. Die Mitgliedstaaten hatten sich vergangene Woche auf Strafmaßnahmen gegen fast 1600 Verantwortliche und Organisationen geeinigt.
+++ 01:39 Drohnen unterbrechen Moskaus Flugverkehr +++
Die vier Moskauer Flughäfen haben am Abend den Flugbetrieb wegen ukrainischer Drohnen vorübergehend eingestellt. Auf den Flughäfen Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski wurden alle Landungen und Starts für kurze Zeit abgesagt, berichtet die Staatsagentur Tass. Mindestens 25 anfliegende Maschinen wurden auf andere Flugplätze umgeleitet. Der Alarm wurde am späten Abend an allen Airports aufgehoben. Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden mindestens 23 ukrainische Drohnen auf ihrem Weg in die russische Metropole noch vor den Stadtgrenzen abgeschossen. Auch in anderen russischen Städten wie Kostroma und Jaroslawl wurde der Flugbetrieb am Abend durch Drohnenalarm gestört.
+++ 00:27 Britischer Premier Burnham unterstützt Trumps "Appell" für Energie-Waffenruhe +++
Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu einer "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine hat der britische Premierminister Andy Burnham die Idee grundsätzlich unterstützt. "Russland hat am Wochenende seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur verstärkt", schreibt Burnham im Onlinedienst X. "Das ist ein Angriff auf ukrainische Zivilisten, der sie in Kälte und Dunkelheit stürzt." Großbritannien unterstütze daher "nachdrücklich den heutigen Appell von Präsident Trump für eine dauerhafte, sofort beginnende Energie-Waffenruhe". Trump selbst hatte mitgeteilt, Moskau und Kiew seien einverstanden, aus Moskau gibt es dafür bislang keine Bestätigung.
+++ 23:07 "Diesel-Deal rechtswidrig": Sieben Senatoren feuern gegen Trump +++
Demokratische und republikanische US-Senatoren kritisieren den von Präsident Donald Trump geplanten Import russischen Diesels als rechtswidrig. Der Kongress habe im Jahr 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt, damit die USA nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine finanzieren, heißt es in einem Schreiben von sieben Senatorinnen und Senatoren beider Parteien. "Präsident Trumps Entscheidung, russische Importe zu erlauben, steht im direkten Widerspruch zu diesem Gesetz." Die Vereinigten Staaten dürften Kremlchef Wladimir Putin keine Rettungsleine hinwerfen, solange er ukrainische Zivilisten töte, heißt es weiter. "Die Regierung muss ihren Kurs umgehend korrigieren." Hinter dem Schreiben stehen die demokratischen Senatoren Richard Blumenthal, Jeanne Shaheen und Ron Wyden sowie ihre republikanischen Kollegen Thom Tillis, Lisa Murkowski, John Curtis und Susan Collins. Trumps Regierung habe es versäumt, den Kongress bei der Entscheidung zu konsultieren oder eine Begründung vorzulegen, "wie es gesetzlich vorgeschrieben ist".
+++ 22:07 Kiesewetter: "Müssen aufpassen, dass Trump nicht Zukunft Europas verkauft" +++
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter wirft US-Präsident Donald Trump vor, die Zukunft der Ukraine und Europas zu gefährden. Anstatt die Ukraine durch die Bereitstellung von mehr Waffen und Geheimdienstinformationen für zukünftige Verhandlungen zu stärken, stärke Trump Russland, erklärt Kiesewetter gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform. Mit Blick auf die von Trump angekündigten russischen Diesel-Lieferungen sagt er: "Wir müssen aufpassen, dass Trump kurz vor den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten nicht die Zukunft Europas verkauft. Wir könnten Diesel in die Vereinigten Staaten liefern, aber wir können nicht hinnehmen, dass Trump Putin unterstützt. Die Vereinigten Staaten und Russland haben sich gegen die Zukunft der Ukraine sowie gegen Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung verbündet."
+++ 21:44 Drei Menschen bei Drohnenangriff in Westukraine getötet +++
Am Abend wird die westukrainische Großstadt Iwano-Frankiwsk von russischen Drohnen angegriffen. Drei Menschen seien getötet worden, sagt Gouverneurin Svitlana Onyshchuk. Mehrere Mehrfamilien- und Geschäftshäuser seien beschädigt - und es gingen weiterhin Meldungen ein, schreibt sie in sozialen Medien.
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