Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:07 Kiew: Russland erwägt Offensiven in der Nordukraine +++

30.08.2026, 00:01 Uhr

Die russische Militärführung arbeitet an mehreren operativen Szenarien für eine Offensive in der Nordukraine. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Suspilne. Dabei seien Kiew und Tschernihiw als Schlüsselgebiete identifiziert worden, sagt laut dem Bericht der stellvertretende Leiter des Präsidialamtes, Pawlo Palisa. Laut Palisa wurden die Informationen verifiziert, das Präsidialamt habe sie von mehreren Geheimdienstquellen erhalten, ohne jedoch anzugeben, ob es sich um ukrainische oder ausländische Quellen handele. "Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hat mögliche Reaktionsszenarien entwickelt, einschließlich Maßnahmen zur Verteidigung, zum Schutz und zur Bekämpfung dieser Aktionen." Palisa erklärt zugleich, dass derzeit keine neuen offensiven Gruppierungen in Richtung Kiew und Tschernihiw festgestellt würden. Das Gebiet Kiew grenzt im Norden an Belarus, während das Gebiet Tschernihiw sowohl an Belarus als auch an Russland grenzt.

+++ 02:53 Stubb: Wirtschaftlicher Druck in Russland beendet Ukraine-Krieg nicht +++

Finnlands Präsident Alexander Stubb rechnet nicht damit, dass Russland wegen seiner wirtschaftlichen Probleme den Krieg in der Ukraine beenden wird. "Man sollte niemals die Fähigkeit der Russen unterschätzen, wirtschaftlich schwierige Zeiten durchzustehen", sagt Stubb der "Bild"-Zeitung. "Um das zu verstehen, müssen wir nur einen Blick zurück in die Sowjetzeit werfen." Den Krieg beenden werde weder der Kurs des Rubels noch ein Ansturm auf Banken, die Inflation oder das Zinsniveau. Stubb sagt: "Der Druck ist da, aber man muss verstehen, dass ein Land, das sich im Krieg befindet, viel mehr aushalten kann als ein Land, das sich nicht im Krieg befindet." 

+++ 01:51 Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann: Harte Reaktion auf Drohnenangriff von Leipzig ist gut +++

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann begrüßt Pläne der Bundesregierung, auf den Drohnenangriff von Leipzig mit Strafmaßnahmen gegen Russland zu reagieren. "Endlich sollen weitere Ziele für Sanktionen geprüft werden, darunter 800 Einzelpersonen beziehungsweise Unternehmen aus Russland", sagt die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der russische Machthaber Wladimir Putin ziehe inzwischen "alle Register, um die Bürger Europas zu verunsichern, um unsere Gesellschaft zu spalten", sagt Strack-Zimmermann. Die FDP-Politikerin betont: "Jetzt müssen wir in Europa - verdammt noch mal - alle Register ziehen und uns wehren. Das ist keine Eskalation der Lage, sondern das Ende der westlichen Naivität - und der Beginn, die Bürger Europas wirkungsvoll vor Putin und seinen Handlangern zu schützen." Auch die Nutzung des eingefrorenen russischen Staatsbankvermögens müsse jetzt wieder auf die Tagesordnung.

+++ 00:23 Finnischer Präsident: Glaube nicht an russischen Angriff auf die Nato +++

Der finnische Präsident Alexander Stubb geht nach eigenen Worten nicht davon aus, dass Russland die Nato attackieren wird. Er glaube nicht, dass Russland jemals das mächtigste Militärbündnis der Welt angreifen wollen würde, sagt Stubb der "Bild"-Zeitung. Die Abschreckung der Nato sei stärker "als die jeder anderen Militärmacht irgendwo auf der Welt". Sie beruhe auf Raketen, konventionellen Streitkräften und auf Atomwaffen. Für keine Macht der Welt ergebe es Sinn, die Entschlossenheit dieses Bündnisses auf die Probe zu stellen. Russland wolle aber Angst säen. "Russland will, dass wir Europäer hier sitzen und darüber diskutieren: Wird Russland eskalieren? Wird Russland Atomwaffen einsetzen? Wird Russland die Nato und Europa angreifen?" Das Einzige, womit Russland noch eskalieren könne, sei eine Mobilmachung, meint Stubb. Es sei wahrscheinlich, dass diese im Herbst komme.

+++ 23:13 IAEA: Akw Saporischschja seit mehr als einer Woche ohne externe Stromversorgung +++

Das russisch besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seit mehr als einer Woche von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Die Anlage werde derzeit mit Notstrom-Dieselgeneratoren versorgt, erklärt die Organisation. Der vorhandene Dieselvorrat reiche für etwa zehn Tage. Die externe Stromversorgung sei infolge militärischer Aktivitäten auf der Nordseite des Flusses Dnipro ausgefallen, berichtet die IAEA. Die Behörde bemühe sich um eine örtliche Waffenruhe, damit beschädigte Stromleitungen repariert werden könnten.

+++ 22:05 Geschasster Fedorow äußert sich zu neuem Italien-Beraterjob und Wohnort +++

Mykhailo Fedorov, der sechs Monate der Verteidigungsminister der Ukraine war, äußert erstmals Details zu seiner neuen Beraterrolle in Italien. Seine frühere Position im Kabinett hindere ihn nach eigener Aussage nicht daran, als Berater für die Regierungen anderer Länder tätig zu sein. Fedorov wolle weiterhin in der Ukraine leben. Sein Büro veröffentlichte eine Mitteilung. Darin versichert er, dass er keine Staatsgeheimnisse oder Fachinformationen weitergeben werde, die für die Entwicklung, Produktion oder Verwendung von Militärprodukten erforderlich sind.

+++ 21:25 Vermisstensuche nach Explosion eines Munitionslagers nahe Kiew +++

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten im westlich von Kiew gelegenen Myla dauern nach dem verheerenden russischen Angriff auf ein Munitionslager weiter an. Nach Angaben von Innenminister Iwan Wyhiwskyj werden in dem betroffenen Wohngebiet immer noch mindestens vier Menschen vermisst.

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