Politik

Ukrainischer Ex-MinisterGeschasster Fedorow erhält neuen Job in Italien

28.08.2026, 22:02 Uhr
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Mychajlo Fedorow war sechs Monate lang Verteidigungsminister der Ukraine. (Foto: picture alliance / Kyodo)

Nur sechs Monate ist Mychajlo Fedorow Verteidigungsminister in Kiew. Nun setzt Italien auf die Erfahrung des Ukrainers. Der 35-Jährige steht Rom künftig als Berater zur Seite - sein Hauptfokus liegt aber woanders.

Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Italien künftig bei Fragen der militärischen Innovationen beraten. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto teilte nach einem Treffen mit seinem Ex-Kollegen in Rom mit, Fedorow habe sein bereits zuvor unterbreitetes Angebot angenommen, ihn als Berater für Verteidigungsinnovationen zu unterstützen.

Fedorow verfüge über umfangreiche Erfahrung in diesem Bereich, sagte Crosetto. Sie hätten sich vor allem über Drohnen, unbemannte Systeme und Luftverteidigung unterhalten. Italiens Verteidigung soll angesichts des rasanten technologischen Wandels schneller und anpassungsfähiger gemacht werden. Fedorow soll in diesem Zusammenhang seine Erfahrungen einbringen, hieß es.

Fedorow bedankte sich bei X für das Angebot. Er wolle Italien dabei unterstützen, "moderne Technologien der Kriegsführung zu übernehmen, seinen Verteidigungssektor zu stärken und sich an neue globale sicherheitspolitische Herausforderungen anzupassen", schrieb der Politiker.

Er betonte, die Ukraine verfüge über einzigartige Erfahrungen, die das Land mit seinen Verbündeten teilen wolle. Fedorow stellte aber trotz des Beraterpostens für Italien klar: "Gleichzeitig bleibt mein Hauptfokus unverändert: Ich setze meine Arbeit in der Ukraine an zentralen Projekten fort, die unsere Verteidigung stärken und dazu beitragen, internationale Ressourcen zu gewinnen."

Fedorow ist in der Ukraine bereits der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn, der entlassen wurde. Der 35-Jährige war im Juli gerade einmal sechs Monate im Amt. Grund waren offenbar Spannungen zwischen dem Minister und der Armeeführung. In der Folge gingen tausende Ukrainer auf die Straße und verlangten Fedorows Wiedereinsetzung.

Laut Selenskyj sollen auch falsche Informationen, die er vom Verteidigungsministerium über die Absichten von US-Milliardär Elon Musk erhalten haben soll, eine Rolle gespielt haben. Anfang August forderte Fedorow Wahlen in der Ukraine, was das Verhältnis zu Selenskyj weiter eintrübte. Wegen des seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 geltenden Kriegsrechts sind Wahlen ausgesetzt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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