Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:27 Haushaltsdefizit: Polen investiert massiv in Verteidigung +++
Polen rechnet damit, dass sein gesamtstaatliches Defizit im Jahr 2027 unverändert bei 7,1 Prozent des BIP bleiben wird, dem gleichen Niveau, das nun für dieses Jahr geplant ist. Grund dafür seien Rekordlieferungen von Militärausrüstung, sagt Finanzminister Andrzej Domanski. "Die für das nächste Jahr prognostizierten Lieferungen militärischer Ausrüstung werden absolut rekordverdächtig sein", erklärt Domanski bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr. " Polens Verteidigungsausgaben sind seit Russlands Einmarsch in die benachbarte Ukraine vor drei Jahren sprunghaft angestiegen.
+++ 02:54 Angst vor Rekrutierung? Hunderttausend Russen überqueren Grenze zu Georgien +++
Mehr als 113.000 Russen sind letzte Woche über den Grenzübergang Ober-Lars nach Georgien eingereist, während in Russland die Befürchtung wächst, der Kreml bereite eine neue Mobilisierungswelle vor. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf einen Politico-Bericht. Der sprunghafte Anstieg der Grenzübertritte erfolgt zu einer Zeit, in der der Kreml zunehmend aggressive Rekrutierungsmaßnahmen ergreift, die Datenerfassung über Militärreservisten ausweitet und das Mandat der Nationalgarde erweitert, was alles Spekulationen über eine unmittelbar bevorstehende Einberufung angeheizt hat.
+++ 00:46 Geheimdienst: Russland lockt Indonesier mit Versprechen an die Front +++
Der ukrainische Geheimdienst meldet, dass Russland versucht, indonesische Staatsbürger für den Kampf im Krieg gegen die Ukraine zu rekrutieren. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Telegram-Post der Behörde. "Der Auslandsgeheimdienst hat Dokumente erhalten, die mindestens acht indonesische Staatsbürger betreffen, die in die Reihen der russischen Besatzungsarmee rekrutiert wurden", heißt es darin. Laut dem Geheimdienst wirbt Russland Ausländer mithilfe eines etablierten Systems an, indem es hohe Gehälter, Positionen ohne Kampfeinsatz, eine beschleunigte Einbürgerung und verschiedene Sozialleistungen anbietet. Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes haben die Russen dieses Schema bereits genutzt, um Bürger aus Nepal, Kuba, Kenia und Indien anzuwerben.
+++ 23:23 Drohenangriff in Leipzig: Experten wollen Nato einschalten +++
Sicherheitsexperten fordern eine Befassung der Nato mit dem Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen Anfang August. "Alles spricht dafür, Artikel 4 des Nato-Vertrages zu aktivieren. Auch vor dem Hintergrund der quantitativen und qualitativen Zunahme der hybriden Angriffe in ganz Europa ist es eigentlich zwingend", sagt der frühere BND-Vizepräsident und spätere beigeordnete Generalsekretär der Nato, Arndt Freytag von Loringhoven, der "Süddeutschen Zeitung". Artikel 4 des Nato-Vertrages sieht Konsultationen vor, wenn nach Auffassung eines Alliierten "die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist". Anders als Artikel 5 löst er nicht den Bündnisfall aus. Auch im Bundestag findet die Forderung Anhänger. "Die Ausrufung von Konsultationen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags ist angesichts der Serie von Sabotageakten, Anschlägen auf Munitionsfabriken und Drohnenvorfällen auf europäischem Boden ein absolut naheliegender und folgerichtiger Schritt", sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter der SZ.
+++ 21:45 Russland: Starten Massenproduktion eines Systems, das Starlink-Kommunikation stört +++
Russland startet offenbar die Massenproduktion eines Systems der elektronischen Kampfführung, das zur Störung des von der Ukraine eingesetzten Starlink-Systems dienen soll. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, nutzt das System Volna Kupol Garant ein Funksignal, um Empfangsantennen der Satelliten zu "blenden" und so die Kommunikation zu der Starlink-Stationen am Boden zu beeinträchtigen. Wie effektiv das System wirklich ist, ist unklar. Erste Berichte über das Volna Kupol Garant kursieren seit diesem Sommer.
+++ 20:50 Ukrainischer Ex-Minister Fedorow erhält Job in Italien +++
Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Berater für militärische Innovationen im italienischen Verteidigungsministerium. Dies teilt das Ministerium in Rom mit. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte dem Ukrainer den Posten nach dessen Entlassung im Juli angeboten. Fedorow erklärt auf der Plattform X, er wolle Italien bei der Einführung moderner Kriegstechnologien unterstützen und den Verteidigungssektor stärken. Der 35-Jährige war in seiner Heimat nach Konflikten mit der Militärführung und politischen Rivalen über Reformen bei der Beschaffung und Mobilisierung entlassen worden.
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