Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:53 Selenskyj warnt: Russland bereitet "massiven Angriff" vor +++
Russland bereitet dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge einen massiven Angriff auf die Ukraine vor. "Es liegen aktuelle Geheimdienstinformationen vor, die darauf hindeuten, dass Russland einen massiven Angriff vorbereitet", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Die ukrainischen Sicherheitsdienste und unsere Luftwaffe sind bereit, im Rahmen unserer verfügbaren Verteidigungsmittel darauf zu reagieren."
+++ 19:37 Microsoft-Bericht: Ukraine ist eines der weltweiten Hauptziele für Cyberangriffe +++
Die Ukraine belegt - gemessen an der Anzahl der Cyberangriffe auf Staaten, Organisationen und Nutzer - europaweit den ersten und weltweit den dritten Platz. Zu dem Ergebnis kommt der neue "Microsoft Digital Defense Report 2026". Demnach waren lediglich die USA und Israel häufiger Ziel von Angriffen. Auf die Ukraine entfielen im ersten Halbjahr 2026 dem Bericht zufolge 4,8 Prozent aller registrierten Angriffe.
+++ 18:58 Russische Drohne schlägt in Polizeiauto ein in Ostukraine - Beamter stirbt +++
Beim Einschlag einer russischen Drohne in ein Polizeiauto in Kramatorsk in der Ostukraine ist ein Polizist ums Leben gekommen. Drei weitere Polizeibeamte seien bei dem Angriff verletzt worden, teilt der regionale Polizeichef Olexander Biloschizkyj auf Facebook mit. "Es fällt schwer, Worte zu finden, wenn man einen der Seinen verliert", schrieb er. Kramatorsk liegt im Osten der Ukraine. Die Stadt gehört zu dem sogenannten ukrainischen Festungsgürtel, der seit Monaten schweren Angriffen der russischen Militärs widersteht.
+++ 18:20 Ukrainisches Fahrzeug fährt auf Mine - Radfahrerin hilft Militärroboter bei Bergung +++
Im Nordosten der Ukraine fährt ein ferngesteuertes Bodenfahrzeug auf eine Mine und hängt fest. Auch ein Bergungsroboter schafft es nicht, das Bodenfahrzeug zu befreien - bis eine Radfahrerin auftaucht und dem Roboter beim Ankoppeln hilft. Die Seniorin war sich wohl nicht bewusst, wie gefährlich die Situation war. Aufnahmen, die das ukrainische Militär veröffentlicht hat, zeigen, wie die Frau beherzt eingreift:
+++ 17:55 Nach russischen Angriffen: Versorger ruft Menschen in Kiew zum Stromsparen auf +++
Nach russischen Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Ukraine ist in Teilen von Kiew die Stromversorgung unterbrochen worden. Das private Energieunternehmen DTEK teilt bei Telegram mit, in der ukrainischen Hauptstadt werde es auf Anordnung des staatlichen Stromnetzbetreibers Ukrenergo zur Stabilisierung des Stromnetzes bis zum Abend Stromabschaltungen geben. Angaben zu den betroffenen Stadtteilen machte DTEK nicht. Die Menschen in Kiew wurden zudem zum Stromsparen aufgerufen. Damit könnten die Netzbelastung verringert und "Notabschaltungen" vermieden werden, teilt das Unternehmen auf seiner Website mit.
+++ 17:16 Ukraine: Südkorea hat Russland mit Treibstoff-Lieferungen de facto geholfen +++
Die Ukraine kritisiert Südkorea wegen der Lieferung von Treibstoff an Russland scharf. Die Lieferungen stünden "in scharfem Kontrast" zur Sanktionspolitik Südkoreas, sagte der ukrainische Präsidentenberater Wladyslaw Wlasjuk. Seoul habe Moskau damit geholfen, die durch ukrainische Angriffe ausgelöste Treibstoffknappheit auszugleichen. Laut einem Bericht des britischen "Guardian", der sich auf Angaben von Häfen und Schiffstracking-Daten stützt, wurden im Juli und August 176.000 Tonnen Ölprodukte von Südkorea nach Russland verschifft. Aus den Unterlagen geht demnach nicht hervor, wem der Treibstoff gehörte oder wer ihn verkaufte. Die Lieferungen machten dem Bericht zufolge im August fast ein Drittel der russischen Treibstoff-Importe auf dem Seeweg aus. Drei der sieben eingesetzten Tanker sind demnach mit westlichen Sanktionen belegt. "Diese Lieferungen begannen genau zu dem Zeitpunkt, als ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien die Verarbeitungskapazitäten verringerten und in der Russischen Föderation einen Treibstoffmangel verursachten", sagte Wlasjuk, der den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Sanktionsfragen berät. "Mit anderen Worten: Importe aus Südkorea haben Russland de facto dabei geholfen, die Folgen des Verlustes seiner eigenen Raffineriekapazitäten auszugleichen."
+++ 16:39 Schutz vor Drohnen: Kiew hängt Netze an wichtige Brücken +++
Nach wiederholten russischen Drohnenangriffen sind an einer zentralen Brücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew neue Schutzvorrichtungen angebracht worden. An beiden Seiten der Nordbrücke wurden große Netze zum Schutz vor Drohnen aufgehängt, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten. Damit kommen solche Netze, die im Osten und Süden der Ukraine bereits weit verbreitet sind, erstmals in Kiew zum Einsatz. Russland hatte zuletzt seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt deutlich intensiviert und dabei in den vergangenen Tagen auch die Nord- und die Südbrücke ins Visier genommen, was zu langen Staus führte. Die Nordbrücke wurde auch am Sonntag während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU in Kiew von einer Drohne getroffen.
+++ 16:02 Schweden verlegt Patriot-Systeme zu Nato-Drehkreuz in Polen +++
Schweden verlegt Patriot-Luftabwehrsysteme zur Absicherung eines Nato-Logistikdrehkreuzes nach Polen. Der Einsatz soll im Dezember beginnen und eine Einheit aus den Niederlanden ablösen, gibt Ministerpräsident Ulf Kristersson bekannt. Rund 100 Personen einer Luftabwehreinheit aus Halmstad werden dafür nach Polen geschickt, wie die Regierung mitteilt. In der vergangenen Woche hatte das Land zudem die Verlegung von Gripen-Kampfjets angekündigt. Die Aufgabe beider Einsätze sei es, das Nato-Logistikdrehkreuz an einem polnischen Flughafen zu schützen, erklärt Kristersson. Zur genauen Anzahl der Patriot-Systeme macht die Regierung keine Angaben. Über das Nato-Logistikzentrum wird die Ukraine mit Waffen versorgt.
+++ 15:18 Ukraine greift mit Hunderten Drohnen an: Behörden melden zwei Tote bei Angriff auf Moskau +++
Bei einem ukrainischen Angriff mit hunderten Drohnen auf die Region Moskau sind nach russischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Andrej Worobjow bei Telegram. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte auf Telegram, in der Nacht seien 650 Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt abgefeuert worden. Die meisten von ihnen seien von der russischen Luftabwehr in großer Entfernung zerstört worden. Gouverneur Worobjow erklärte, 185 Drohnen seien in der Nacht über 16 Gemeinden in der Region zerstört oder unschädlich gemacht worden .Wie die Nachrichtenagentur Tass berichtete, war es der zweitschwerste Angriff auf die russische Hauptstadt und ihr Umland innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Moskau liegt hunderte Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
+++ 14:35 Russen schießen Drohne über befahrener Straße in der Region Moskau ab +++
Russland rüstet seine Hauptstadt Moskau und die Region zunehmend mit mobilen Flugabwehrsystemen auf. Die Ukraine findet dennoch Wege, die Verteidigung zu durchbrechen - so zum Beispiel mitten im russischen Verkehr, als ein Soldat zur Schulterrakete greift und eine Drohne vom Himmel holt.
+++ 14:01 Russland trifft weitere Brücke bei Kiew +++
Russische Truppen haben die Nordbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Drohnen angegriffen. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Die Brücke sei für den Transport von Militärpersonal genutzt worden, heißt es. Angaben zum genauen Zeitpunkt des Angriffs macht Tass nicht. Moskau greift seit Tagen vermehrt Brücken an (siehe Eintrag um 9.21 Uhr).
+++ 13:22 Kreml weist BND-Warnung vor Konflikt mit Russland zurück +++
Moskau hat Warnungen von BND-Chef Martin Jäger vor einem drohenden gewaltsamen Konflikt mit Russland zurückgewiesen. Die Äußerungen seien haltlos und dienten als Vorwand, um höhere Verteidigungsausgaben zu rechtfertigen, teilt das Präsidialamt in Moskau mit. Der Chef des Bundesnachrichtendienstes hatte am Montag erklärt, Deutschland sei in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten. Der Anschlagsversuch auf dem Flughafen Leipzig sei dafür nur ein Beispiel. Russland warf Jäger vor, einen zunehmend aggressiven "Schattenkrieg" gegen europäische Demokratien zu führen.
+++ 12:30 Ukraine stellt selbstschießende Gewehrtürme um Kiew auf +++
Zwölf automatische Maschinengewehrtürme sollen die kritische Infrastruktur der ukrainischen Hauptstadt Kiew schützen. Die KI-Systeme können Ziele eigenständig erfassen und verfolgen. Laut Militär haben sie bereits Kampfdrohnen abgeschossen.
+++ 11:47 Heißluftballons gegen Drohnen: Russland reaktiviert Weltkriegstaktik +++
Der "Kyiv Post" zufolge hat Russland hat mit dem Test einer neuen Abwehrmaßnahme gegen ukrainische Drohnen begonnen. Laut dem Bericht testet Moskau Heißluftballons, die über dem Boden schweben und durch Kabel miteinander verbunden sind, um anfliegende Fluggeräte einzufangen. Das System, das demnach diese Woche im staatlichen russischen Fernsehen vorgestellt wurde, nutzt Ballons, um Kabel in der Luft zu halten. An den Kabeln hängen Kevlar-Fäden, die eine Barriere bilden, die Drohnen zum Absturz bringen soll. Russische Entwickler behaupten, die Technologie sei serienreif. Doch laut dem Bericht wären für den Schutz einer einzigen großen Anlage mindestens zehn Ballons erforderlich. Die Vorrichtungen könnten ukrainische Drohnen dazu zwingen, höher zu fliegen und damit anfälliger für Flugabwehrraketen zu sein.
+++ 11:03 EU will russische Diplomaten weiter einschränken +++
Angesichts einer Welle hybrider Angriffe in Europa diskutieren die EU-Staaten dem Portal Euronews zufolge über strengere Auflagen und zusätzliche Kontrollen für russische Diplomaten. Die Gespräche, die sich demnach noch in einem frühen Stadium befinden, knüpfen an das 19. Sanktionspakets aus dem vergangenen Jahr an. Danach sind in der EU tätige russische Diplomaten verpflichtet, den Behörden ihre Absicht, in einen anderen Mitgliedstaat zu reisen oder durch einen Mitgliedstaat außerhalb ihres Gastlandes zu reisen, mindestens 24 Stunden vor ihrer geplanten Einreise mitzuteilen. Die Freiheit der Diplomaten könnte in Zukunft weiter eingeschränkt werden.
+++ 10:06 Drohnenangriff auf zwei Schiffe im Schwarzen Meer vor Bulgarien - Crew vermisst +++
Infolge des Ukraine-Krieges ist das Schwarze Meer immer wieder Schauplatz von Drohnenvorfällen. So auch bei einem Drohnenangriff vor der Küste Bulgariens, bei dem zwei Handelsschiffe getroffen worden, von denen eines sank. Wie der Leiter des Seenotrettungszentrums in Warna, Rumen Nikolov sagt, werde die Besatzung des gesunkenen Schiffs vermisst. Die Crew des zweiten Schiffes konnte demnach gerettet werden. Die Regierung teilt mit, unverzüglich eine Krisensitzung einzuberufen. Wer konkret verantwortlich ist, ist noch unklar. Der Vorfall kommt einen Tag nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff vor der Küste Rumäniens, bei dem zwei Besatzungsmitglieder getötet wurden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte zwei russische Drohnen dafür verantwortlich. Laut der türkischen Handelskammer für Seefahrt wurden seit Beginn des Krieges 226 zivile und Handelsschiffe im Schwarzen Meer angegriffen, eine Mehrheit davon in diesem Jahr.
+++ 09:21 Moskau setzt Putins "neue Doktrin" um und trifft Brücke +++
Bei einem nächtlichen Angriff hat eine russische Drohne eine der Brücken über den Dnipro in Saporischschja getroffen. Nach Angaben des Stadtrats wurde die Brücke gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Moskau greift seit Tagen vermehrt Brücken an, zuletzt mehrere im Zentrum von Kiew. Selenskyj erklärte zuletzt, der ukrainische Geheimdienst habe Dokumente erhalten, aus denen hervorgehe, dass Putin eine "neue Doktrin" erlassen habe, die es den russischen Streitkräften erlaube, im kommenden Winter umfassendere Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine durchzuführen.
+++ 08:33 Russland attackiert mit über hundert Drohnen - Angriff läuft immer noch +++
Russland hat die Ukraine in der Nacht mit 137 Drohnen angegriffen. Laut Luftabwehr wurden 114 davon abgeschossen. An 17 Orten wurden demnach Einschläge registriert. "Der Angriff dauert noch an, da sich mehrere feindliche Drohnen weiterhin im ukrainischen Luftraum befinden", schreibt die Behörde. "Bitte beachten Sie die Sicherheitsmaßnahmen!"
+++ 07:55 Bericht: Südkorea liefert Russland im Geheimen Treibstoff +++
Südkorea hat einem Bericht des "Guardian" zufolge mithilfe von sanktionierten Tankern Treibstoff nach Russland transportiert. Das Blatt analysiert Hafenunterlagen und Schiffsverfolgungsdaten, die ergeben, dass im Juli und August über 176.000 Tonnen Treibstoff, hauptsächlich Diesel, in mehreren südkoreanischen Häfen auf sieben Tanker verladen wurde, die 14 Fahrten in den russischen Fernen Osten unternahmen. Drei der Schiffe stehen demnach unter Sanktionen Großbrittaniens und der EU, und eines nahm seine Ladung im Rahmen eines Schiff-zu-Schiff-Transfers in südkoreanischen Gewässern an. Mit dieser Methode, wird die Herkunft der Ladung verschleiert und das Anlaufen von Hafenterminals vermieden. Ein Experte sagt laut Bericht, Seoul "untergrabe" damit seine öffentliche Unterstützung der Ukraine.
+++ 07:20 Russland: Ein Toter bei Angriffen auf Moskau-Region +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau ist nach russischen Angaben ein Mensch getötet worden. Zudem seien sechs Personen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärt, die russische Luftabwehr habe den Großteil von insgesamt 650 in der Nacht auf die Hauptstadt zugesteuerten Drohnen abgeschossen (siehe Eintrag von 6.17 Uhr).
+++ 06:54 Wadephul: Klimaschutz schützt Ukraine +++
Wenn Russland in diesem Winter erneut gezielt die Energieinfrastruktur der Ukraine angreife, könnten dezentrale, erneuerbare Energiequellen zur Lebensversicherung werden, sagt Außenminister Johann Wadephul. Sie seien schwieriger zu zerstören und nicht vom Import fossiler Energieträger abhängig. Der Minister nannte Investitionen in Klimaschutz auch Investitionen in unsere Sicherheit.
+++ 06:17 Bürgermeister: Ukraine fliegt massiven Drohnenangriff auf Moskau +++
Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt Moskau nach Behördenangaben in der Nacht mit rund 650 Drohnen angegriffen. Die meisten seien von der Luftabwehr aus großer Entfernung unschädlich gemacht worden, schreibt der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin auf der Plattform Telegram. 105 Drohnen seien bei ihrem Anflug auf die Hauptstadt zerstört worden. Über Schäden oder Verletzte gibt es zunächst keine Informationen. Die Angaben aus Moskau können zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Sollten die russischen Angaben zur Zahl der abgeschossenen Drohnen zutreffen, würden sie auf einen großen Angriff der Ukraine hindeuten. Das Portal "Kyiv Independent" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Angriff sei eine Ölförderanlage rund 40 Kilometer entfernt von Moskau ins Visier genommen worden.
+++ 05:01 Russland wirft Ukraine Attacke auf AKW Saporischschja vor +++
Russland hat der Ukraine einen tödlichen Drohnenangriff auf das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja vorgeworfen. Bei dem Angriff sei ein Fahrer getötet worden, der Lebensmittel für die Mitarbeiter geliefert hat, sagt der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow. Ziele seien ein Labor und eine Anlage zur Verarbeitung radioaktiver Abfälle gewesen. Eine Gefahr für die nukleare Sicherheit bestehe laut dem Atomkonzern nicht.
+++ 04:27 Österreichs RBI erwartet keine Zwangsenteignung in Russland +++
Der Chef der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI), Michael Höllerer, sieht derzeit keine Anzeichen für eine drohende Zwangsenteignung des Russland-Geschäfts. Die RBI wolle das Land aber so schnell wie möglich verlassen. "Wenn ich morgen eine Opportunität hätte, aus Russland auszusteigen, würde ich es morgen machen", sagt Höllerer im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Die Bank prüfe seit Beginn des Krieges in der Ukraine einen Ausstieg. Ein solcher Schritt sei jedoch komplex und erfordere zahlreiche Genehmigungen, insbesondere von den russischen Behörden.
+++ 03:40 Angriffe auf Frachtschiff im Schwarzmeerhafen Piwdennji +++
Russland beschießt eigenen Angaben zufolge ein Frachtschiff im ukrainischen Schwarzmeerhafen Piwdennji. Das Schiff sei zur Versorgung des ukrainischen Militärs eingesetzt worden, teilt das russische Verteidigungsministerium mit.
+++ 02:09 Selenskyj hofft auf Friedensgespräche noch im Oktober +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz der verstärkten russischen Angriffe auf sein Land auf eine baldige Wiederaufnahme von Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs. "Ich gehe davon aus, dass es der amerikanischen Seite im Oktober gelingen wird, ein Dreiertreffen zu organisieren", sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. Das ukrainische Verhandlungsteam stehe bereit. "Diese Bereitschaft muss nun auch von Russland kommen." Die Diplomatie müsse nun auch in Russland zur Priorität werden. "Bislang konzentrieren sie sich ausschließlich auf Angriffe auf die Ukraine und auf destabilisierende Aktivitäten in Europa", so Selenskyj. Eine wichtige Aufgabe der USA und aller starken Partner der Ukraine sei es, Russland zur Diplomatie zu bewegen, "zu konkreten Schritten statt zu Tötungen". Russland hat seit Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine mehrfach angedeutet, zu Verhandlungen unter Bedingungen bereit zu sein, sich dann aber wieder distanziert.
+++ 01:01 5800 Züge im September wegen Angriffsgefahr evakuiert +++
Im September sind in der Ukraine nach Angaben des Bahnbetreibers mehr als 5800 Züge wegen der Gefahr durch russische Drohnenangriffe evakuiert worden. Insgesamt 5831 Züge seien betroffen gewesen, durchschnittlich 205 Züge pro Tag, teilt der ukrainische Bahnbetreiber mit. Zugverbindungen werden demnach regelmäßig gestoppt, sobald russische Drohnen näher als 100 Kilometer herankommen. Im Falle eines drohenden Angriffs müssen die Passagiere aussteigen und auf Feldern oder am Gleisrand warten, bis die Gefahr vorüber ist. Der längste erzwungene Halt dieser Art im September dauerte sechseinhalb Stunden.
+++ 00:27 Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt in Deutschland an +++
Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt angesichts der wachsenden Spannungen zwischen der Nato und Russland und des neuen Wehrdienstes rasant an. "Im Zeitraum Januar bis August 2026 sind im BAFzA (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Anm. d. Red.) insgesamt 12.102 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung eingegangen", sagte eine Sprecherin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Im gesamten Jahr 2025 gab es laut dem Bundesamt lediglich 3879 Anträge, 2024 waren es 2249.
+++ 00:01 Geschoss trifft Bus an moldauisch-ukrainischer Grenze +++
In der Nähe des Grenzübergangs Palanca an der moldauisch-ukrainischen Grenze schlägt ein Geschoss ein. Es trifft einen am Kontrollpunkt geparkten Linienbus sowie die Grenzkontrollkabine. Ein Grenzpolizist erleidet dabei leichte Verletzungen, wie der moldauische Sender TV8 berichtet. Der Grenzübergang Palanca-Maiaky-Udobne ist vorübergehend geschlossen, wodurch der Verkehr in diesem Bereich zum Erliegen kommt. Ob es sich um ein russisches Angriffs- oder ein ukrainisches Abfanggeschoss handelt, ist bisher nicht bekannt.
+++ 22:50 Deutsche Flughäfen rüsten bei Drohnen-Erkennung auf +++
An den Flughäfen Hamburg und Stuttgart sind neue Systeme zur Erkennung von Drohnen in Betrieb genommen worden. Damit sollen solche Flugobjekte künftig frühzeitig identifiziert und mögliche Gefährdungslagen schneller bewertet werden können, um entsprechend reagieren zu können, teilt das Bundesverkehrsministerium mit. Der Flughafen Leipzig/Halle soll noch in dieser Woche folgen. "Damit sind dann alle acht großen deutschen Verkehrsflughäfen mit moderner Drohnendetektion im An- und Abflugbereich ausgestattet", sagt Bundesverkehrsminister Steffen Bilger. Anfang August wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt. Die Bundesregierung machte Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau wies die Vorwürfe zurück.
+++ 22:14 Estland verlegt wichtigste Brigade nahe an die russische Grenze +++
Estland verlegt seine wichtigste Brigade nach Jõhvi, das 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt, um sich auf eine mögliche russische Aggression vorzubereiten. Nach Angaben estnischer Regierungsvertreter verlegt das Land kontinuierlich Truppen näher an die Grenze zu Russland und beschafft Waffen, mit denen tief in russisches Territorium eingedrungen werden kann. Die "Financial Times" schreibt, dass estnische Militär- und Geheimdienstchefs nicht davon ausgehen, dass Russland einen umfassenden Krieg mit der Nato anstrebt, zumindest nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre. Gleichzeitig sind sie jedoch davon überzeugt, dass Moskau sich auf einen möglichen zukünftigen Konflikt mit Estland vorbereitet. Dies hat Estland, das über keine eigene Luftwaffe verfügt, dazu veranlasst, auf eine Strategie der "aktiven Verteidigung" umzustellen. "Wir müssen an der Grenze beginnen und schon die ersten Schlachten gewinnen", erklärt Oberst Tarmo Kundla, Kommandeur der Ersten estnischen Brigade. Seine Einheit wird dauerhaft nach Jõhvi verlegt, wo derzeit große neue Einrichtungen für die Unterbringung der Soldaten errichtet werden.
+++ 21:36 Zurückgetretener US-Heeresminister lobt ukrainisches Innovationstempo auf dem Schlachtfeld +++
Der ehemalige US-Heeresminister Dan Driscoll sieht erhebliche Defizite in der Fähigkeit des US-Militärs, sich an die moderne Kriegsführung anzupassen - insbesondere im Vergleich zu den rasanten Innovationen der Ukraine. "Als man sah, wie hoch das Budget der Ukraine war und wie gering es im Vergleich zu unserem war, und dass sie trotzdem über bessere Kriegswaffen verfügten, war das ein Weckruf", sagt Driscoll dem "Rolling Stone". "In gewisser Weise war es demütigend zu sehen, wie schnell sich eine Nation verändern kann, wenn es nötig ist", fügt Driscoll hinzu. Während seiner Zeit im Weißen Haus setzte sich Driscoll nachdrücklich für die Modernisierung der US-Armee ein - durch Investitionen in Anti-Drohnen-Systeme und die Gründung einer 600 Mann starken Einheit (Unmanned Assault Battalion), bei der Drohnen im Vordergrund stehen. Allerdings stießen Driscolls ehrgeizige Modernisierungspläne angeblich auf Widerstand seitens Hegseth. Dieser bevorzugte eine "Kriegskultur", die auf traditionellen Methoden und der körperlichen Fitness von Soldaten basiert. Nach Driscolls Rücktritt aus dem Weißen Haus ordnete die US-Armee an, dass das Unmanned Assault Battalion wieder zu einer regulären Luftlandeeinheit umgewandelt wird.
+++ 21:03 Sanktionierte Güter an Russlands Militär geliefert - Deutschrusse muss in Lettland in Haft +++
In Lettland ist ein Deutschrusse zu sieben Jahren Gefängnis und einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden, weil er Gelder und Güter an russisches Militärpersonal gesammelt und weitergegeben haben soll. Darunter sollen etwa Nachtsichtgeräte und Teleskope gewesen sein, meldet die lettische Nachrichtenagentur Leta unter Berufung auf das zuständige Gericht in Riga. Das Urteil gegen den Mann mit deutscher und russischer Staatsangehörigkeit ist noch nicht rechtskräftig. Es basierte auf Korrespondenz, Fotos und Videos, die auf dem Mobiltelefon sichergestellt wurde. Der Verurteilte bestritt die bewusste Lieferung sanktionierter Militärgüter. Nach eigenen Angaben transportierte er aus humanitären Gründen in seinem Fahrzeug Hilfsgüter wie Rollstühle, Krücken und Windeln. Vor Gericht sagte er einem Bericht des lettischen Rundfunks zufolge aus, er habe die Nachtsichtgeräte Jägern gegeben.
+++ 20:26 Ukraine will 100 Rafale-Jets in Frankreich kaufen - Piloten starten Training zeitnah +++
Präsident Selenskyj erklärt nach seinem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron: "Ukrainische Piloten werden bald in Frankreich mit der Ausbildung auf französischen Rafale-Flugzeugen beginnen. Dies ist ein bedeutender Schritt nach vorn für die ukrainische Kampfflugzeugflotte". Kiew hatte 2025 angekündigt, 100 Rafale-Jets erwerben zu wollen, um seine wachsende Flotte westlicher Flugzeuge zu verstärken. Die Rafale ist ein Mehrzweckkampfflugzeug und eines der modernsten europäischen Kampfflugzeuge. Selenskyj erklärt, beide Seiten würden zudem "weiterhin daran arbeiten, die Produktion französischer Raketen und Luftbomben in der Ukraine vor Ort zu etablieren".
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.



