Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:36 Vitali Klitschko: Wir werden nie kapitulieren +++

20.10.2026, 00:01 Uhr

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko appelliert mit eindringlichen Worten an die Solidarität in Europa im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Wir wollen nie wieder Krieg in Europa. Frieden braucht unsere gemeinsame Verantwortung. Freiheit braucht Menschen, die füreinander einstehen", sagt Klitschko in einer Videobotschaft bei einer Preisverleihung in Berlin. Ursprünglich hatte er vor, seine Auszeichnung, den European Future Award, in Berlin persönlich entgegenzunehmen, wie er weiter sagte. Doch die Situation in Kiew habe sich dramatisch zugespitzt, so dass er vor Ort bleiben müsse. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Er erlebe gerade Tag und Nacht, wie dramatisch der Beschuss geworden sei, auf Brücken, Kraftwerke, Schulen, Kindergärten, Kranken- und Wohnhäuser. Der ehemalige Weltklasse-Boxer sagte in seiner Videobotschaft, für die er lauten Applaus und Standing Ovations bekam, Kremlchef Wladimir Putin wolle "uns kaputt bomben und dafür sorgen, dass die Menschen aus den Städten fliehen". Er wolle "für Millionen Flüchtlinge in Europa sorgen" und dass "Europa uns deshalb im Stich lässt und wir kapitulieren. Aber das wird nie passieren". 

+++ 04:43 Starlink-Anschlag: Litauen verstärkt Schutz kritischer Infrastruktur +++

Litauen verstärkt nach einem versuchten Brandanschlag auf Starlink-Ausrüstung den physischen und technischen Schutz an Standorten von kritischer Infrastruktur. Nach Angaben von Regierungschef Mindaugas Sinkevicius sollen die Sicherheitsvorkehrungen an mehr als 15 Einrichtungen erhöht werden. Nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius spricht er von zusätzlichen Kräften und Ressourcen. 

+++ 03:55 Papst Leo XIV. spricht nach Telefonat mit Putin auch mit Selenskyj +++

Wenige Tage nach seinem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Papst Leo XIV. auch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj gesprochen. "Der Heilige Vater erinnerte an die ernste Lage in der Stadt Oleschky in der Region Cherson und bezog sich auf seine Bitte um eine humanitäre Waffenruhe, die er dem Präsidenten der Russischen Föderation unterbreitet hatte", teilt der Vatikan mit. Am Freitag, drei Tage nach seiner Operation wegen Lungenkrebs, hatte Leo noch vom Krankenhaus aus mit Putin telefoniert und um eine Waffenruhe in Oleschky gebeten. Die umkämpfte Stadt liegt am Ufer des Dnjepr in der Region Cherson im von Russland besetzten Süden der Ukraine und wird von beiden Armeen in die Zange genommen."Seine Heiligkeit äußerte die Hoffnung, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe erlauben wird, sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung", teilt der Vatikan weiter mit. Selenskyj erklärt im Onlinenetzwerk Facebook, er habe Leo "detailliert über die Lage angesichts der russischen Eskalation und der anhaltenden Angriffe Russlands auf ukrainische Städte und Gemeinden" informiert.

+++ 02:41 Insider: Trump-Gesandte reisen zu Ukraine-Gesprächen nach Norwegen +++

Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der Nahost-Gesandte Steve Witkoff reisen Insidern zufolge in dieser Woche zu einer neuen Verhandlungsrunde über ein Ende des Krieges in der Ukraine nach Norwegen. Zwei der drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen sagten, sie erwarteten auch die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Zeitplan sei jedoch vorläufig und könne sich noch ändern. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

+++ 01:56 Lawrow in Teheran: Iran hofft auf Diplomatie +++

Angesichts der militärischen Spannungen zwischen Teheran und Washington hofft der Iran auf einen diplomatischen Ausweg. "Die gemeinsame Auffassung Irans, Russlands und vieler anderer Länder besteht darin, dass die Probleme der Region keine militärische Lösung haben und durch Diplomatie und politische Lösungsansätze angegangen werden müssen", sagt Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in der iranischen Hauptstadt. Der russische Außenminister sprach laut einer Übersetzung von "ergebnisreichen, offenen und aufrichtigen Verhandlungen". 

+++ 00:56 Selenskyj: US-Entscheidungen im Krieg "schwer zu erklären" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert Entscheidungen der USA im Krieg gegen Russland. Verzögerungen bei Waffenlieferungen und Einschränkungen beim Austausch von Geheimdienstinformationen seien "unter Freunden schwer zu erklären", sagt er bei einem Treffen mit einer US-Kongressdelegation. In einem Video auf Telegram beklagt er zudem fehlende Erklärungen für die eingeschränkte Nutzung des Satellitennetzwerks Starshield. Darüber hinaus habe die Ukraine zuletzt dreimal keine Warnungen vor russischen Angriffen von ihren Partnern erhalten. Das Pentagon verzögere außerdem die Lieferung bereits bezahlter Raketen. "All dies deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zu drosseln", sagt Selenskyj. 

+++ 00:10 Merz beunruhigt wegen Sorglosigkeit gegenüber Russland +++

Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich besorgt darüber, dass die von Russland ausgehende Bedrohung in Deutschland nicht ernst genug genommen wird. Der Krieg in der Ukraine sei dabei nur ein Teil des Gesamtbildes, sagt Merz in einem Bloomberg-Interview. "Das große Bild ist, dass Russland dabei ist, die gesamte politische Ordnung unseres europäischen Kontinents zu destabilisieren. Und das wird offensichtlich von vielen Menschen auch in meinem Land unterschätzt." Die Menschen sähen nicht, was das eigentliche Ziel Russlands sei. "Und das ist nicht nur territorialer Gewinn in der Ukraine. Das geht weit darüber hinaus", betont der CDU-Politiker. Er sagt mit Blick auf die Machthaber in Moskau: "Sie fürchten die Demokratie, sie fürchten offene Gesellschaften, sie fürchten den Erfolg der europäischen Integration, und sie wollen diesen Erfolg untergraben, und sie sind auf dem Weg, das zu tun."

+++ 23:05 Trump: Selenskyj sollte Verhandlungen anderen überlassen +++

Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump sollte anstelle des ukrainischen Staatsoberhaupts Wolodymyr Selenskyj jemand anderes die Friedensverhandlungen mit Russland führen. "Vielleicht ist es für Selenskyj an der Zeit, jemand anderen verhandeln zu lassen", sagt Trump vor Journalisten. Er hatte im Oktober eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs gefordert. Die USA stellten der Regierung in Kiew weiterhin Geheimdienstinformationen zur Verfügung. 

+++ 22:04 Trump zeigt sich interessiert an Treffen mit Putin und Xi - und macht unfassbare Aussage +++

US-Präsident Donald Trump zeigt sich offen für einen Dreiergipfel zur Ukraine mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping. "Ich würde das tun", sagt Trump in Washington. Laut "Wall Street Journal" hat Putin das Treffen vorgeschlagen, das am Rande des Apec-Gipfels in China im November stattfinden soll. Aus der Ukraine kommt scharfe Kritik, da Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht eingeladen ist. Trump sagt zudem, dass Russland in der Ukraine bislang gut zurechtgekommen sei. "Sie haben nicht besonders viel gemacht." Russland hat seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 in der Ukraine Kriegsverbrechen in unvorstellbarem Ausmaß begangen und dabei massenweise Zivilisten getötet.

+++ 21:33 Litauen: Abgestürzte Drohne hatte Sprengsatz und flog aus Polen ein +++

Eine in Nordosten Litauens abgestürzte Drohne ist nach Angaben der Regierung in Vilnius mit Sprengstoff bestückt gewesen. Der unbemannte Flugkörper, der am Sonntag im Bezirk Pasvalys explodierte, sei ukrainischer Herkunft gewesen und aus Polen in das baltische EU- und Nato-Land eingeflogen, sagt Regierungschef Mindaugas Sinkevicius nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. Daran gebe es keine Zweifel. Die Drohne war am Sonntagmorgen in den litauischen Luftraum eingedrungen und zu Boden gegangen. Die Explosion beschädigte nach Angaben der litauischen Behörden ein ziviles Fahrzeug. Verletzt wurde dabei niemand.

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