Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:13 Putin: Kooperation mit Nordkorea "in allen Sektoren" +++

17.08.2026, 00:01 Uhr

Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea werde "in allen Sektoren" fortgesetzt, kündigt Putin an. "Die Geschichte des gemeinsamen Kampfes für Gerechtigkeit und die wertvollen Traditionen der Freundschaft" sollen demnach fortgeführt werden. Nordkorea hat sich zu einem bedeutenden militärischen Unterstützer Russlands entwickelt und liefert Truppen, Raketen und Artilleriemunition.

+++ 03:53 Ex-CIA-Chef warnt vor Putin: Nato muss "äußerst wachsam sein" +++

Nach Sabotageakten und Luftraumverletzungen in Europa warnt der ehemalige US-Verteidigungsminister Leon Panetta vor einer Ausweitung russischer Militäraktionen auf deutschem Boden. Putin reagiere auf Schwäche und teste systematisch die Verteidigungslinien und die Entschlossenheit der Nato bei der Beistandspflicht nach Artikel 5 aus, sagte der Ex-CIA-Chef in der "Bild"-Zeitung. Die Nato müsse daher "äußerst wachsam sein".

+++ 03:20 Kallas: EU will Russland-Sanktionen im Herbst ausweiten +++

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Die Welt". "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet."

+++ 01:31 Kulturministerin meldet von Russland gestohlene Museumsobjekte bei Interpol +++

Rund 600 von Russland aus ukrainischen Museen gestohlene Objekte sind inzwischen in der Interpol-Datenbank erfasst. Das teilt Kulturministerin Tetjana Berezhna mit. Russland habe Kulturgüter aus besetzten Museen brutal gestohlen und nach Moskau oder St. Petersburg gebracht. Nach Berechnungen der Weltbank hat Russland der ukrainischen Kultur direkte und indirekte Schäden von rund 22 Milliarden Euro verursacht.

+++ 00:06 Russland greift Postfilialen in Odessa und Kramatorsk an +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Postfiliale im Zentrum von Kramatorsk ist ein 19-jähriger Mitarbeiter getötet worden, sieben weitere Zivilisten wurden verletzt. Nach Angaben des Donezker Gebietsgouverneurs Wadym Filashkin handelt es sich dabei um eine Filiale des Postdienstleisters Nova Poshta. Auch ein Nova-Poshta-Lager in einem Einkaufszentrum im Großraum Odessa sei angegriffen worden.

+++ 22:11 Tausende demonstrieren in Kiew für Rückkehr von Verteidigungsminister Fedorow +++

In Kiew haben mehrere Tausend Menschen für die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow demonstriert. Die Demonstranten versammelten sich am Freiheitsbogen und zogen durch die Stadt. Fedorow war Mitte Juli im Zuge einer unübersichtlichen Kabinettsumbildung entlassen worden und gilt als Architekt von Ukraines Drohnenstrategie. Selenskyj hat auf die Forderungen bislang nicht direkt reagiert. Er soll Fedorow eine Position als Vize-Premier für militärische Innovationen oder als Chef des Rüstungskonzerns Ukroboronprom angeboten haben – Fedorow lehnte ab und besteht auf seiner Rückkehr als Verteidigungsminister. 

+++ 21:31 Browdi: Drohnenstreitkräfte setzen in zwei Wochen 5000 russische Soldaten außer Gefecht +++

Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für Drohnensysteme, Robert "Madyar" Browdi, meldet, dass seine Einheiten zwischen dem 1. und 15. August rund 5.000 russische Soldaten außer Gefecht gesetzt haben – durchschnittlich 333 pro Tag. Das schreibt er auf Facebook. Er zeigt sich zuversichtlich, dass im August die Marke von 10.000 getöteten und verwundeten Besatzern erreicht werde. Zugleich warnt Browdi vor wachsenden Herausforderungen: Russland baue Raketen- und Jet-Drohnenangriffe aus, und eine Mobilisierungswelle nach den russischen Parlamentswahlen zeichne sich ab. 

+++ 20:41 Bericht: Ukraine setzt britische Drohnen für Tiefschläge gegen Russland ein +++

Die Ukraine setzt nach einem Bericht der "Times" seit etwa sechs Monaten auch britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Hinterland ein. Darunter soll die strahlgetriebene Drohne "Nyan" des Rüstungskonzerns BAE Systems sein, die von der britischen Royal Navy erprobt wurde. Als Ziele nennt die Zeitung unter Berufung auf ukrainische Militärquellen Ölraffinerien nahe Moskau sowie in Jaroslawl und Wolgograd, außerdem die russische Grenzstadt Belgorod. Den Großteil der Tiefschläge führt die Ukraine mit eigenen Drohnen durch, doch hätten auch die britischen Systeme "erhebliche Erfolge" erzielt, sagte ein hochrangiger ukrainischer Militärvertreter. Als Reaktion könnte Russland seine Hybridkriegsführung gegen Großbritannien intensivieren, warnen namentlich nicht genannte Quellen gegenüber der Times. 

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