Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:54 Zwei russische Gerichte verhandeln gegen Anti-Kriegs-Partei Jabloko +++
Das Oberste Gericht Russlands verhandelt am Montag erneut über den Ausschluss der liberalen Anti-Kriegspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September. Die Partei hat Berufung gegen den vor einer Woche beschlossenen Ausschluss eingelegt – die Aussichten auf Zulassung gelten als gering. Auslöser war eine Klage der kremltreuen ultranationalistischen Partei Rodina. Fast zeitgleich will das Stadtgericht in Pskow sein Urteil gegen Jabloko-Vizechef Lew Schlosberg verkünden. Die Staatsanwaltschaft fordert zwölf Jahre und einen Monat Straflager wegen angeblicher Verunglimpfung der russischen Streitkräfte. Beobachter vermuten, dass der Kreml mithilfe der Gerichtsverfahren auf eine vollständige Auflösung der Partei abzielt.
+++ 19:02 Russland leitet Strafverfahren gegen FAZ-Korrespondenten ein +++
Russland hat nach Angaben der Staatsagentur Tass ein Strafverfahren gegen einen Korrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eingeleitet. Ermittelt wird wegen des angeblichen "Schürens von Hass und Feindseligkeit". Aktuell werde geprüft, ob der Reporter international zur Fahndung ausgeschrieben wird. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu sechs Jahre Straflager – Urteile werden in Russland auch in Abwesenheit gesprochen. Auslöser war eine Frage des Journalisten auf einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Belgrad, bei der er fragte, was Europäer tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten. Die Frage löste breite Kritik aus; die FAZ räumte ein, sie sei "missverständlich formuliert" gewesen. Zugleich verteidigte die Zeitung ihren Mitarbeiter und kündigte juristische Schritte gegen Drohungen an.
+++ 18:17 Video: Kiewer Büchermarkt brennt nach Angriff nieder +++
In der Nacht greift Russland mehrere Regionen in der Ukraine an, darunter auch die Heimatstadt von Selenskyj. In der Hauptstadt Kiew steigen auf einem Büchermarkt Rauchschwaden auf, verkohlte und durchnässte Bücher liegen zwischen zerstörten Ständen. Händler berichten von hohen Verlusten.
+++ 17:40 Ukrainischer Generalstab: 1510 Russen binnen 24 Stunden außer Gefecht gesetzt +++
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs hat die Ukraine binnen 24 Stunden 1510 russische Soldaten außer Gefecht gesetzt. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 belaufen sich die russischen Gesamtverluste demnach auf rund 1.467.320 Soldaten, 12.270 Panzer, 25.151 gepanzerte Fahrzeuge sowie 463.404 Drohnen. Die Angaben stammen vom ukrainischen Militär und können nicht unabhängig überprüft werden.
+++ 16:45 Nato: Abgeschossene Drohne über Rumänien war wohl russisch +++
Der Sprecher des Nato-Oberkommandos in Europa, US-Colonel Martin O'Donnell, erklärt, dass die über Rumänien abgeschossene Drohne (siehe Eintrag von 05:34 Uhr) "allem Anschein nach" russischer Herkunft ist. Die Untersuchung des Vorfalls dauere noch an. Das rumänische Verteidigungsministerium hatte sich bislang nicht zur Herkunft geäußert.
+++ 16:05 Videos zeigen riesiges Wildberries-Lager nahe Moskau in Flammen +++
Nach dem Angriff der ukrainischen Armee auf ein 200.000 Quadratmeter großes Wildberries-Logistikzentrum in der Stadt Podolsk in der Region Moskau zeigen Aufnahmen die Folgen der Attacke.
+++ 15:23 Ukraine will schon sieben von zehn Wildberries-Standorten lahmgelegt haben +++
Das ukrainische Verteidigungsministerium meldet, sieben von zehn Wildberries-Lager zerstört zu haben. "Die russische Logistik spürt die Folgen des Kriegs, den Russland in die Ukraine gebracht hat", erklärt das Ministerium in sozialen Netzwerken. In der vergangenen Nacht griff Kiew den größten Standort von Wildberries an: Vor den Toren der russischen Hauptstadt Moskau stand die rund 200.000 Quadratmeter große Halle nach starken Drohnenangriffen in Flammen (siehe Eintrag von 08:57 Uhr).
+++ 14:39 Russische Behörden: Fünf Tote in Rostow am Don +++
In Gebiet Rostow am Don im Süden Russlands sind bei einem ukrainischen Drohnenangriff laut russischen Behörden mindestens fünf Menschen gestorben. Gouverneur Juri Sljussar hatte erst von drei Toten gesprochen. Insgesamt seien drei Städte des Gebiets von Attacken betroffen gewesen, am meisten die Stadt Kamensk-Schachtinski. Kiew räumte einen Angriff eine Anlage zur Herstellung von Raketentreibstoff in der russischen Region Rostow ein (siehe Eintrag von 12:14 Uhr).
+++ 13:57 Haus zerbombt: Mann nach dreitägiger Suche tot geborgen +++
Nach russischen Angriffen auf einen fünfstöckigen Wohnblock in Kramatorsk am Donnerstag haben Rettungskräfte nun die Leiche eines Bewohners geborgen. "Drei Tage lang führten die Rettungskräfte Such- und Bergungsarbeiten durch", teilt der Katastrophenschutz mit. "Beim Aufräumen der Trümmer entdeckten und bargen sie die Leiche eines Mannes, der 1966 geboren wurde." Insgesamt hätten die Retter 107 Tonnen an Trümmern beseitigt. Jetzt sind die Arbeiten an dem Gebäude abgeschlossen. Der Katastrophenschutz fordert die Anwohner Kramatorsks auf, die Stadt, die "unter ständiger Beschussgefahr steht", zu verlassen.
+++ 13:18 Unternehmen nennt Details zu tödlichem Angriff in Selenskyjs Heimatstadt +++
Die Angriffe in Krywyj Rih, der Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, galten offenbar einem Bergbauunternehmen. "ArcelorMittal Kryvyi Rih" teilt mit, dass "infolge des feindlichen Angriffs 13 Mitarbeiter des Unternehmens und Auftragnehmer verletzt" worden seien. "Leider kam eine Person ums Leben. Rettungs- und Suchmaßnahmen dauern an." Die Verletzten befänden sich bereits in Krankenhäusern. Durch den Angriff seien die "Hauptproduktionsanlagen des Energie- und Hochofenwerks beschädigt und die Produktionsprozesse teilweise eingestellt" worden. Experten seien vor Ort, um die Schäden zu begutachten und zu beheben. ArcelorMittal betonte, dass es ein Unternehmen aus dem zivilen Bereich sei. Es verurteilte den Angriff aufs Schärfste.
+++ 12:49 Selenskyj: Tote und Verletzte nach russischen Attacken +++
Bei russischen Luftangriffen in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens drei Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Allein in der südlichen Industriestadt Krywyj Rih gibt es nach einer Attacke mit ballistischen Raketen zwei Tote und 14 Verletzte, wie Selenskyj, der von dort stammt, mitteilt. Ein Mensch sei auch in Sumy im Nordosten des Landes getötet worden. In der Hauptstadt Kiew und Umgebung seien sechs Menschen verletzt worden bei den russischen Angriffen. Getroffen wurde in der ukrainischen Hauptstadt auch ein Büchermarkt. "Überall, wo die Russen mit ihren Raketen hinreichen, greifen sie die zivile Infrastruktur an", erklärt der Präsident.
+++ 12:14 Ukraine meldet Angriff auf russische Produktionsanlage für Raketentreibstoff +++
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Anlage zur Herstellung von Raketentreibstoff in der russischen Region Rostow angegriffen. "Das Unternehmen stellt Feststoffraketentreibstoff für Mehrfachraketenwerfer sowie für eine Reihe von Raketensystemen und luftgestützten Waffensystemen her", teilt das ukrainische Militär mit.
+++ 11:48 Russland will über 800 ukrainische Drohnen in einer Nacht abgeschossen haben +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau landesweit 822 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie viele gegnerische Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel erreicht haben, teilt Russland nicht mit. Etwa 45 Kilometer südlich von Moskau ist eine große Rauchwolke über dem getroffenen Wildberries-Lager in Koledino zu sehen, wie Videos zeigen (siehe Eintrag von 08:57 Uhr). Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen verstärkt den Onlinehändler Wildberries ins Visier genommen. Sie wirft dem Unternehmen vor, Militärgüter zu vertreiben.
+++ 11:11 Polen regt neue EU-Armee an +++
Polen spricht sich für eine gemeinsame europäische Militäreinheit aus. Außenminister Radoslaw Sikorski sagt in einem Interview, es brauche eine "Europäische Legion". Er meint damit "eine spezialisierte, ständige Truppe, die erfahrene Fachkräfte aus dem gesamten europäischen Raum rekrutieren könnte, darunter auch kampferprobte ukrainische Veteranen nach dem Krieg", sagt er der Zeitung "Kathimerini". Sikorski: "Letztendlich muss Europa die Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen. Wir können nicht jedes Mal Washington anrufen, wenn es in unserer unmittelbaren Umgebung brennt - sei es eine konventionelle Bedrohung oder Moskaus Instrumentalisierung von Migrationsströmen aus Afrika und dem Nahen Osten gegen die EU." Der polnische Außenminister will dabei keine Parallelorganisation zur Nato schaffen: "Was wir brauchen, ist eine stärkere europäische Säule innerhalb einer stärkeren Nato. Unsere Interessen ergänzen sich, sie widersprechen sich nicht." Die USA würden seiner Vorstellung zufolge weiter "unverzichtbarer Anker unserer kollektiven Verteidigung" bleiben.
+++ 10:36 Ukraine will russische Raketenabschussanlage angegriffen haben +++
Die ukrainische Marine berichtet von einem Angriff auf einen Raketenkomplex auf der besetzten Krim-Halbinsel. Die Anlage mit dem Namen "Bastion" diene dem Kreml, um "Onyx"-Raketen und "Zirkon"-Hypersonikraketen auf die Ukraine abzufeuern. Mit Drohnen will Kiew in der zurückliegenden Nacht für "erhebliche Verluste an Waffen und Personal" gesorgt haben. Ein Video, das die Marine in sozialen Medien verbreitet, soll den Schlag zeigen. Genaue Angaben zu den Schäden machen die ukrainischen Marine-Soldaten bisher nicht.
+++ 09:40 Bericht: US-Militär geht Munition aus - "Aussichten sind düster" +++
Die Londoner "Sunday Times" zeigt sich besorgt über Probleme der USA beim Munitionsnachschub für ihre Streitkräfte: "Wer Amerika als die ultimative Supermacht betrachtet, überschätzt gewöhnlich die Stärke seines Militärs. Doch nun sehen wir, dass die Fähigkeit der USA, ihre militärischen Operationen im Iran fortzusetzen, geschweige denn zu eskalieren, durch einen Mangel an Munition beeinträchtigt wird", schreibt das Blatt. "Für aufmerksame Beobachter des Pentagon kommen die Probleme beim Munitionsnachschub nicht überraschend. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt: 'Wir haben weit mehr, als wir brauchen.' Doch Informationen, die kurz vor Beginn der Iran-Operationen im Februar an die Öffentlichkeit gelangten, deuteten bereits darauf hin, dass er von Generalstabschef Dan Caine vor der begrenzten Verfügbarkeit bestimmter hochmoderner Waffen gewarnt worden war. (...) Der Iran-Krieg könnte erneut aufflammen, und die Ukraine braucht dringend Patriot-Abwehrraketen. Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj werden rund 300 davon benötigt, um den kommenden Winter zu überstehen. Die Aussichten sind düster", konstatiert die "Sunday Times". Die Zeitung schätzt ein, dass es "höchst unwahrscheinlich" sei, dass die USA zeitnah ihre Produktionskapazitäten zugunsten der Ukraine umleiten werden. "Und die europäischen Staaten haben bereits so viele Raketen geliefert, dass die Patriot-Bestände der Niederlande und Deutschlands, wie man hört, auf 'ein paar Dutzend' geschrumpft sein sollen." Für Kiew sind das keine guten Winter-Vorboten.
+++ 08:57 Komplett in Brand gesetzt: Ukraine greift größtes Wildberries-Lager an +++
Das rund 200.000 Quadratmeter große Wildberries-Logistikzentrum in der Stadt Podolsk in der Region Moskau steht nach einem Angriff der Ukraine in Brand. Fotos und Videos in sozialen Netzwerken zeigen die Schäden an der riesigen Halle aus einiger Entfernung. Zwar sprach Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin davon, dass Drohnen über der Region zu sehen waren. Seinen Angaben nach seien diese allerdings entweder über Moskau oder bereits im Anflug zerstört worden. Das scheint, wie nun zu sehen ist, jedoch nicht immer der Fall gewesen zu sein. Konkrete Angaben zu Sach- oder Personenschäden liegen bisher nicht vor. Das Lager in Podolsk soll das größte von Wildberries sein.
+++ 08:00 Polens Außenminister: "Russland hat uns den Krieg erklärt" +++
Polens Außenminister Radoslaw Sikorski spricht in einem Interview über russische Fake News. "Russland hat uns bereits den Krieg erklärt, nur eben ohne Panzer", sagt Sikorski zur "Kathimerini". Und weiter: "Der Kreml führt eine wütende Kampagne, um unsere Gesellschaften zu spalten. Sie verbreiten Desinformation, um Polen gegen Ukrainer aufzuhetzen, und inszenieren plumpe Provokationen, wie etwa das Werfen von Schweinsköpfen auf eine Moschee." Sikorski führt Mordkomplotte, Sabotageversuche an der Eisenbahn, Brandstiftungen und das Eindringen feindlicher Drohnen in den Luftraum von EU-Ländern auf russische Aktionen zurück. "Je schlechter Russland auf dem Schlachtfeld in der Ukraine abschneidet, desto aggressiver versucht der Kreml, den Westen zu destabilisieren, um unsere Solidarität mit dem Opfer seiner Aggression zu zerstören."
+++ 07:04 Hunderte Drohnen über Moskau +++
Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht mit rund 600 Drohnen angegriffen. Davon seien 201 in der Region Moskau von der Luftabwehr zerstört worden, schreibt Sobjanin auf Telegram. Die meisten Drohnen seien bereits vorher beim Anflug auf die Region abgewehrt worden, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Bürgermeister. Er spricht nun von drei Verletzten, machte jedoch keine Angaben zu möglichen Schäden.
+++ 06:22 Frau stirbt bei russischem Angriff in Krywyj Rih +++
In Krywyj Rih, der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, wurde bei einem russischen Luftangriff eine Frau getötet und 13 weitere Personen verletzt. Das teilt Gouverneur Oleksandr Ganzha mit. "Industrieanlagen wurden attackiert. Ein Feuer brach aus", schreibt Ganzha auf Telegram. "Alle Verletzten werden medizinisch versorgt."
+++ 05:34 Einsatz an Ostflanke: Nato-Jet schießt Drohne über Rumänien ab +++
Ein spanischer F-18-Kampfjet schießt im Rahmen einer Nato-Mission eine Drohne über Rumänien ab. Es soll bereits der vierte Vorfall dieser Art in diesem Jahr gewesen sein. Die Drohne habe den nationalen Luftraum illegal verletzt, teilt das rumänische Verteidigungsministerium mit. Zur Herkunft macht das Ministerium keine Angaben. Das Nato-Mitglied Rumänien grenzt an die Ukraine.
+++ 05:02 Moskauer Bürgermeister: Über 50 Drohnen in der Nacht abgewehrt +++
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin meldet in der Nacht bei Telegram, dass die Luftabwehr der russischen Hauptstadtregion mehr als 50 Drohnen abgewehrt habe. Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen der Trümmer im Einsatz. Sobjanin macht bisher keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten.
+++ 04:21 Raketen treffen Kiew - mindestens eine Person verletzt +++
Russische Streitkräfte greifen in der Nacht die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen an. Dabei wird nach Angaben der Militärverwaltung mindestens eine Person verletzt. Bürgermeister Vitali Klitschko sagt, in mindestens zwei Bezirken seien Brände ausgebrochen. Herabfallende Trümmer hätten zudem mehrere Autos in Brand gesetzt. Das russische Militär äußert sich zu dem Vorfall bisher nicht.
+++ 02:48 Klitschko meldet in Kiew nächtliche Raketen-Angriffe +++
In Kiew kommt es in der Nacht zu mehreren Explosionen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt bei Telegram, dass die Metropole mit ballistischen Raketen angegriffen werde. Er fordert die Bevölkerung der ukrainischen Hauptstadt auf, die Schutzräume aufzusuchen.
+++ 01:51 Frankreich weist Ex-Russia-Today-Mitarbeiterin Fedorova aus +++
Das französische Innenministerium ordnet die Ausweisung der russischen Propagandistin Xenia Fedorova an. Fedorova hat zuvor RT France geleitet, den französischsprachigen Ableger von RT - ehemals Russia Today - einem russischen, staatlich kontrollierten und vom Kreml finanzierten Nachrichtensender. Die französische Zeitung "Libération" berichtet, dass Fedorova beschuldigt werde, Desinformationskampagnen in Frankreich unterstützt zu haben, die von russischen Behörden organisiert seien. Das russische Ziel sei demnach, die öffentliche Ordnung zu destabilisieren.
+++ 00:04 Tusk: Polen wird bald größte Armee Europas haben +++
Polens Premierminister Donald Tusk kündigt beim Nationalfeiertag zum Tag der Streitkräfte an, dass Polen "bald die größte Armee Europas" haben werde. Derzeit zählt die polnische Armee 220.000 Soldaten - Ziel sind 300.000 Aktive und weitere 200.000 Reservisten. Zwischen 2014 und 2025 hat Polen seine Streitkräfte mehr als verdoppelt und ist damit nach den USA und der Türkei die drittgrößte Armee der Nato. Tusk betonte, Russland bleibe die größte Bedrohung für Polen, Europa und die Nato.
+++ 21:57 Zwei Schwerverletzte bei russischem Angriff auf Krywyj Rih +++
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Krywyj Rih im Südosten der Ukraine sind zwei Männer schwer verletzt worden. Ein 61-Jähriger erlitt Mehrfachverletzungen und befindet sich in schwerem, aber stabilem Zustand. Einem zweiten Mann musste ein Bein amputiert werden, er wurde notoperiert. Der Angriff verursachte zudem einen Brand und Stromausfälle, die inzwischen behoben wurden.
+++ 21:06 Russland greift Wohnblock in Cherson an +++
Bei einem russischen FPV-Drohnenangriff wurde ein Mehrfamilienhaus in der Großstadt Cherson im Süden der Ukraine getroffen. Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt. In der Region Cherson wurden bei russischen Angriffen außerdem fünf weitere Menschen verletzt.
+++ 20:18 Ukrainischer Offizier: Krieg könnte durch internen Umsturz in Russland enden +++
Ein ukrainischer Offizier und Unternehmer, Andrij Onytstrat vom Zentralen Innovationszentrum der ukrainischen Streitkräfte, hält ein plötzliches Kriegsende durch einen unerwarteten Machtwechsel in Russland für möglich. "Wir leben gerade in einer Zeit des Schwarzen Schwans", sagte er in einem Interview mit dem Youtube-Channel "Nasprawdi" - also einer Phase, in der ein einziges unvorhersehbares Ereignis die Lage grundlegend verändern könnte. Als Beispiel nennt er den Wagner-Aufstand von Prigoschin im Juni 2023. "Es könnte wieder ein Schwarzer Schwan kommen - ein FSB-Putsch, ein interner Umsturz, irgendetwas. Das lässt sich schwer vorhersagen - deshalb heißt es ja Schwarzer Schwan." An ein Kriegsende binnen eines Jahres glaubt er allerdings kaum, räumt aber ein, dass es derzeit mehr Anzeichen dafür gebe als noch vor einem Jahr.
+++ 19:45 Russland will Reisedaten seiner Bürger in Echtzeit überwachen +++
Russlands Verkehrsministerium plant, die Überwachung von Reisebewegungen der Bevölkerung deutlich auszuweiten. Künftig sollen Verkehrsunternehmen nicht nur geplante, sondern auch tatsächliche Reisedaten an staatliche Datenbanken übermitteln – bei Flügen und Zügen innerhalb von 15 Minuten nach Ankunft, bei Bus, Schiff und Fähre binnen 30 Minuten. Jeder Reise wird ein eindeutiger Identifikator zugewiesen, der alle Aktionen eines Passagiers vom Kauf bis zur Ankunft verknüpft. Gespeichert werden neben Passdaten auch E-Mail-Adressen, IP-Adressen und Zahlungsinformationen. Zugang zu den Datenbanken haben unter anderem Innenministerium und FSB. Experten gehen laut dem Recherchemedium Verstka davon aus, dass das System vor allem für Strafverfolgung eingesetzt wird – Verdächtige und Verurteilte könnten damit nahezu in Echtzeit verfolgt werden.
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