Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:21 Strack-Zimmermann über Musk: "Wie krank und verroht muss man sein?" +++
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann reagiert empört auf US-Medienberichte, wonach der Tech-Milliardär Elon Musk persönlich hinter der Drosselung des wichtigen Satelliten-Internetdienstes Starlink in der Ukraine stecken soll. Musk spiele sich auf als Herr über Leben und Tod, sagt die FDP-Politikerin den Funke-Zeitungen "Wie krank und verroht muss man sein?". Es sei dringend nötig, dass Europa rasch eigene leistungsfähige Kommunikationssysteme aufbaue, so Strack-Zimmermann weiter. "Auch wenn es nicht von jetzt auf gleich sein wird. Es ist unser Ziel, schnellstmöglich unabhängiger von der Technologie der USA zu werden. Tempo, Tempo, Tempo ist angesagt."
+++ 04:05 Heftige Raketenangriffe auf Kiew +++
Aus Kiew werden in der Nacht mehrere Wellen heftiger Raketenangriffe gemeldet. Mindestens 25 Raketen vom Typ Iskander, Zirkon und Onyx seien auf die ukrainische Hauptstadt und ihre Vororte abgefeuert worden, meldet der Telegram-Kanal War-Monitor. Das ganze Ausmaß der Schäden ist unklar, Bilder und Videos zeigen zerstörte Gebäude und brennende Autos. Über mögliche Opfer gibt es noch keine weiteren Informationen, Bürgermeister Klitschko hatte am späten Abend von sechs Verletzten gesprochen.
+++ 02:03 Russland meldet Toten bei Drohnenangriff auf AKW Saporischschja +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das russisch besetzte Atomkraftwerk Saporischschja soll nach Angaben der dortigen Verwaltung ein Fahrer getötet worden sein. Die von Russland eingesetzte Verwaltung des größten europäischen Atomkraftwerks teilt mit, Busse mit Mitarbeitern seien zwei Tage in Folge angegriffen worden. Die Angriffe seien gezielt und stellten eine direkte Bedrohung für das Personal dar. Eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor. Beide Seiten werfen sich seit der Besetzung des Kraftwerks durch russische Truppen im Februar 2022 gegenseitig vor, die Sicherheit der Anlage zu gefährden.
+++ 01:12 Grüne an Merz: Alles dransetzen für US-Freigabe der Abwehrraketen +++
Angesichts stockender militärischer Hilfsleistungen für die Ukraine fordern die Grünen Kanzler Friedrich Merz auf, mehr Einfluss auf die US-Administration zu nehmen. "Friedrich Merz und die anderen europäischen Staaten müssen jetzt alles daransetzen, dass die Abwehrraketen zur Verteidigung der Ukraine freigegeben werden und der dauerhafte Zugriff auf Starlink garantiert bleibt", sagt Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann den Funke Medien. US-Präsident Donald Trump breche Zusagen und schwäche die Ukraine in unverantwortlicher Weise. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte kürzlich beklagt, dass Washington Waffenlieferungen zurückhalte.
+++ 00:05 Selenskyj will schnell mit Russland und USA an einen Tisch kommen +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht sich für schnellstmögliche Verhandlungen mit den USA und Russland aus. "Wir haben erfahren, dass Russland einem trilateralen Treffen zwischen unseren Teams positiv gegenübersteht", so Selenskyj vor Journalisten in Kiew. "Die amerikanische Seite schlägt vor, dieses Treffen so bald wie möglich zu organisieren. Wir sind dafür", fügt er hinzu. Moskau hatte sich nach einem Treffen des Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, mit Kreml-Chef Wladimir Putin am Mittwoch in St. Petersburg zur Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Washington und Kiew bereiterklärt.
+++ 22:46 Russische Raketen treffen Kiew +++
Kiew wird von Russland erneut mit ballistischen Raketen beschossen. Nur zwei Minuten nachdem die höchste Alarmstufe ausgelöst wurde, meldete die ukrainische Luftwaffe schon den Anflug mehrerer Raketen. Medien berichten von lauten Explosionen über der Stadt. Laut Bürgermeister Klitschko wurden Wohnhäuser und eine Tankstelle durch herabfallende Trümmer beschädigt. Es gebe mindestens einen Verletzten. Es sei nicht auszuschließen, dass noch Menschen aus beschädigten Gebäuden gerettet werden müssen. In der vergangenen Woche hatte es mehrere Angriffe ballistischer Raketen aus Russland gegeben, bei denen in Kiew verspätet Luftalarm ausgelöst wurde. Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte, es haben keine vorherigen Warnungen ausländischer Verbündeter gegeben.
+++ 22:02 Trump über Kriegsende: "Vielleicht so nah dran wie noch nie" +++
US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich über ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges geäußert. "Vielleicht sind wir jetzt so nah dran wie noch nie", sagt er am Mittwoch in Washington. Jedenfalls sei eine Einigung seiner Einschätzung nach näher gerückt.
+++ 21:13 Politologe Lange: Putin will Trump zur Ukraine-Kapitulation drängen +++
Der Politologe Nico Lange zweifelt an den angekündigten Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine. "Der Kreml sagt seit dem ersten Tag, wir sind zu Verhandlungen bereit und die Verhandlungen müssen darin bestehen, dass die Ukraine alle unsere Forderungen erfüllt", sagt Lange in einem WDR-Interview. Man dürfe nicht schlussfolgern, dass der russische Präsident Wladimir Putin zu Kompromissen oder einem Waffenstillstand bereit sei. Putin setze darauf, dass US-Präsident Donald Trump die Ukraine durch Druck zur Kapitulation bewege. Dies werde jedoch wie im vergangenen Jahr zu keinem Ergebnis führen, analysiert der Politologe Lange.
+++ 20:39 Selenskyj: "Wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben bereit, im Ukraine-Krieg die derzeitigen Frontlinien zu akzeptieren und damit den langjährigen Konflikt zu beenden. "Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren", sagt er im Gespräch mit dem US-Sender Fox News und ergänzt: "Ich denke, das ist ein echter Weg, diesen Krieg zu beenden." Selenskyjs Position ist nicht neu. Die Ukraine hat mehrfach das Einstellen der Kämpfe entlang des Frontverlaufs vorgeschlagen. Russland lehnt dies bisher mit der Begründung ab, die Ukraine nutze die Atempause zur vermeintlichen Wiederaufrüstung.
+++ 20:05 Witkoff: Putin-Gespräche "konstruktiv", aber gibt noch "wichtige Arbeit" +++
Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, hat seine Gespräche mit Kreml-Chef Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Krieges als "konstruktiv" bezeichnet. "Es gibt noch wichtige Arbeit zu erledigen, aber Präsident Trump bleibt entschlossen, sich weiter für ein Ende dieses Krieges einzusetzen", sagt Witkoff.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.
