Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 07:49 Außenminister: Iran wird Raketenangriffe "so lange wie nötig" fortsetzen +++
Der Iran wird seine Raketenangriffe nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi "so lange wie nötig" fortsetzen. Araghtschi sagt im US-Fernsehsender PBS News, die Angriffe auf sein Land dauerten an, der Iran sei aber darauf "vorbereitet". "Wir sind bestens darauf vorbereitet, sie so lange wie nötig und so lange es dauert, mit unseren Raketen anzugreifen", so Araghtschi. Neue Gespräche mit den USA schließt der iranische Außenminister aus. Teheran habe zuletzt eine "sehr bittere Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht". Er gehe daher nicht davon aus, "dass Gespräche mit den Amerikanern noch auf unserer Tagesordnung stehen werden".
+++ 07:22 Mehrere Trump-Berater sollen auf Ausstiegsplan drängen +++
Einige Berater von US-Präsident Donald Trump drängen ihn hinter verschlossenen Türen, öffentlich einen Ausstiegsplan aus dem Iran-Krieg zu formulieren. Dies berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf anonyme Quellen. Trump soll demnach darlegen, dass das Militär seine Kriegsziele im Iran weitgehend erreicht habe. Zwar haben US-Beamte zeitweise unterschiedliche Listen mit Kriegszielen vorgelegt, doch im Allgemeinen geht es dabei um die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms, die Zerstörung der iranischen Marine, die Beendigung der Unterstützung für andere Teheran-treue Kämpfer in der Region und die Verhinderung des Erwerbs von Atomwaffen. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, weist den Bericht der Zeitung allerdings entschieden zurück: "Dieser Bericht ist voller Unsinn von anonymen Quellen, die, das kann ich garantieren, nicht mit Präsident Trump im selben Raum sitzen. Die wichtigsten Berater des Präsidenten konzentrieren sich rund um die Uhr darauf, sicherzustellen, dass die Operation 'Epischer Zorn' weiterhin ein großer Erfolg ist, und das Ende dieser Operationen wird letztendlich vom Oberbefehlshaber bestimmt werden."
+++ 07:00 Hisbollah soll Ziele in Syrien angegriffen haben +++
Die libanesische Hisbollah-Miliz feuert der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zufolge Artilleriegranaten auf syrisches Territorium ab. Die Granaten seien in der Nacht bei Serghaja westlich von Damaskus gelandet, berichtet Sana unter Berufung auf die Armee. Ziel der Hisbollah-Angriffe seien syrische Armeestellungen gewesen. Die syrische Armee wirft der libanesischen Miliz vor, ihre Stellungen an der syrisch-libanesischen Grenze auszubauen. Die Armee erklärt, sie werde Angriffe auf Syrien nicht tolerieren. Die Hisbollah hatte den früheren syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützt, der im Dezember 2024 von Kämpfern unter Führung der islamistischen HTS-Miliz gestürzt wurde.
+++ 06:44 Trump: Nehmen jetzt Irans Drohnenproduktion ins Visier +++
Die USA gehen nach Angaben von Präsident Donald Trump nun gegen die Drohnenproduktion des Irans vor. Die Drohnenstarts seien um 83 Prozent zurückgegangen, sagt er vor Journalisten. Trump spricht von 51 zerstörten iranischen Kriegsschiffen, zuvor bezifferte das US-Militär die Zahl mit 50. Man sei dem ursprünglichen Zeitplan weit voraus, sagt Trump.
++ 06:23 IAEA: Fast die Hälfte des iranischen Urans wohl noch in Isfahan +++
Der Iran lagert nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) fast die Hälfte seines auf bis zu 60 Prozent angereicherten Urans in einer unterirdischen Anlage in Isfahan. Der Tunnelkomplex sei das einzige Ziel, das bei den Angriffen Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni offenbar nicht schwer beschädigt worden sei, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi in Paris. Diplomaten zufolge wird Isfahan schon länger als Lagerstätte für das Material genutzt, das vergleichsweise einfach waffenfähig gemacht werden könnte. Grossi bezifferte den Bestand in Isfahan auf "etwas mehr als 200 Kilogramm".
+++ 06:10 29-Jährige bei Angriff in Bahrein getötet - mehrere Verletzte +++
einem iranischen Angriff auf Bahrain kam nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau ums Leben. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilt das Innenministerium mit. Irans Präsident Massud Peseschkian hatte zuletzt ein Ende der Luftangriffe auf die regionalen Nachbarländer in Aussicht gestellt, wenn von diesen keine Attacken auf den Iran ausgingen. Dennoch melden mehrere Golfstaaten weiterhin Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran. Teheran attackiert dabei auch US-Einrichtungen in der Region und Energieanlagen. In den Golfstaaten wurden den dortigen Behörden und der US-Armee über 20 Menschen getötet. Bahrain meldete bisher zwei Tote.
+++ 05:56 Südkorea kann Verlegung von US-Patriot-Systemen in Nahen Osten nicht verhindern +++
Südkorea kann die Verlegung von US-Raketenabwehrsystemen aus dem Land nicht stoppen. Dies räumt Präsident Lee Jae Myung ein, nachdem Berichte über eine mögliche Verlegung von Patriot-Systemen in den Nahen Osten bekannt wurden. "Es scheint jüngst Kontroversen darüber zu geben, dass die US-Streitkräfte in Korea einige Waffen wie Artilleriebatterien und Luftabwehrwaffen aus dem Land verschiffen", sagt Lee bei einer Kabinettssitzung. Seoul habe zwar seinen Widerstand zum Ausdruck gebracht, sei aber nicht in der Position, Forderungen zu stellen.
+++ 05:41 Trump enttäuscht über neuen Obersten Führer des Iran +++
US-Präsident Donald Trump äußert sich enttäuscht über die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines getöteten Vaters Ajatollah Ali Chamenei als geistliches Oberhaupt des Iran. Dies werde dem Land nur weiter die bisherigen Probleme bereiten, sagt Trump in Florida. Vor der Ernennung Modschtabas hatte Trump gefordert, die USA müssten in der Sache mitreden. Der Iran hatte das aber zurückgewiesen.
+++ 05:13 Erdogan: "Angriffe auf Bruderländer müssen aufhören" +++
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach Angaben der Regierung in Ankara den Abschuss von zwei Raketen in Richtung Türkei dementiert. In einem Telefonat mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe Peseschkian beteuert, die im türkischen Luftraum angefangenen Raketen seien nicht iranischen Ursprungs, teilt das türkische Präsidialamt mit. Der Vorfall werde untersucht. Im Gespräch mit Peseschkian habe Erdogan sowohl die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran als auch die iranischen Attacken auf mehrere Länder in der Region verurteilt, teilt das Präsidialamt weiter mit. Die iranischen Angriffe "auf die Bruderländer" nützten niemandem und müssten aufhören, forderte Erdogan.
+++ 04:16 Revolutionsgarden: Wir entscheiden über Ende des Kriegs +++
Die iranischen Revolutionsgarden reagieren scharf auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."
+++ 03:33 Peseschkian telefoniert wegen Rakete über der Türkei mit Erdogan +++
Irans Präsident Massud Peseschkian hat iranischen Medien zufolge mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan telefoniert, nachdem zum zweiten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs eine Rakete aus dem Iran im türkischen Luftraum abgefangen worden war. Peseschkian habe seinem türkischen Amtskollegen die Einrichtung eines "gemeinsamen Teams" vorgeschlagen, um die "angeblichen iranischen Raketenangriffe" auf die Türkei zu untersuchen, melden mehrere iranische Medien. Sein Land sei "bereit, ein gemeinsames Team einzusetzen, um die Behauptungen der Iran feindlich gesinnten Länder und Regime zu untersuchen, um das Missverständnis bezüglich der angeblichen Raketenangriffe auszuräumen", sagt Peseschkian demnach. Er wirft den USA und Israel vor, "Zwietracht säen" zu wollen zwischen dem Iran und seinen Nachbarländern.
+++ 02:33 Trump: Große Gefahr seit drei Tagen vorüber +++
Der Iran-Krieg wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump nicht in dieser Woche enden. Trump antwortet mit "Nein" auf eine entsprechende Frage während einer Pressekonferenz. Dies werde jedoch "sehr bald" der Fall sein, sagt er. Ein konkretes Datum nennt er nicht. Die große Gefahr in dem Krieg sei seit drei Tagen vorüber, sagt Trump weiter, ohne dies weiter auszuführen.
+++ 01:24 US-Militär: Bislang über 5000 Ziele im Iran angegriffen +++
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seit Beginn seiner Angriffe am 28. Februar mehr als 5000 Ziele im Iran attackiert. Zudem seien 50 iranische Schiffe zerstört oder beschädigt worden, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit.
+++ 00:45 Revolutionsgarden: Freie Hormus-Passage gegen Bruch mit Israel +++
Die iranischen Revolutionsgarden stellen Bedingungen für die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus. Jedes arabische oder europäische Land, das die Botschafter Israels und der USA ausweise, erhalte ab morgen freie Durchfahrt, melden staatliche Medien unter Berufung auf die Eliteeinheit. Die Meerenge ist insbesondere für Öltransporte aus dem arabischen Raum von großer Bedeutung.
+++ 23:49 Trump: "Noch nicht genug gewonnen" +++
US-Präsident Donald Trump sieht die USA im Konflikt mit dem Iran auf der Siegerstraße. "Wir haben in vielerlei Hinsicht schon gewonnen, aber wir haben noch nicht genug gewonnen", sagt Trump auf der Konferenz in Florida. Man gehe entschlossener denn je voran, um einen endgültigen Sieg zu erringen. Dieser werde die langjährige Gefahr ein für alle Mal beenden.
+++ 23:28 Israel startet neue Angriffswelle gegen Teheran - Heftige Explosion zu hören +++
Die israelische Armee hat eine erneute Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. "Zum zweiten Mal heute" habe die Armee "eine umfassende Welle von Angriffen in Teheran begonnen", teilt das israelische Militär mit. Die Angriffe richteten sich gegen "terroristische Ziele". Zuvor hatte es eine besonders starke Explosion in Teheran gegeben. Zur gleichen Zeit waren auch Kampfjets über der Stadt zu hören gewesen. Die Explosion war an mehreren Orten zu spüren. Es ist noch unklar, was getroffen wurde.
+++ 23:11 Israelische Armee: Sechs Militärflugplätze im Iran angegriffen +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine "Angriffswelle gegen sechs große Militärflugplätze" im Iran abgeschlossen, die zur "Bewaffnung und Finanzierung" verbündeter Milizen wie der libanesischen Hisbollah gedient haben sollen. "Zahlreiche Flugzeuge wurden zerstört", darunter Flugzeuge der zu den Revolutionsgarden gehörenden Kuds-Brigaden und iranische Kampfhubschrauber, teilt die Armee mit. Zudem seien Startbahnen sowie Verteidigungs- und Meldesysteme getroffen worden, die gegen Flugzeuge der israelischen Luftwaffe eingesetzt werden sollten. Die Angaben beziehen sich offenbar auch auf bereits am Wochenende gemeldete Angriffe auf den Flughafen Mehrabad in Teheran, bei dem die israelische Armee nach eigenen Angaben 16 von den Revolutionsgarden genutzte Flugzeuge zerstörte.
+++ 22:56 Trump: Haben bei Iran "kurzen Abstecher" gemacht +++
US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Angriff auf den Iran als "kurzen Abstecher". "Wir haben einen kleinen Abstecher gemacht, weil wir das Gefühl hatten, dass wir das tun mussten, um etwas Böses loszuwerden", sagt Trump auf einer Konferenz der Republikaner im Bundesstaat Florida. Es werde sich zeigen, dass es sich um einen "kurzen Abstecher" handele.
+++ 22:19 Wadephul telefoniert mit Rubio +++
Außenminister Johann Wadephul hat am Abend nach mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert. "Es besteht gleichzeitig die Sorge in Bezug auf die wirtschaftlichen Folgen einer langfristigen Auseinandersetzung", teilt Wadephul danach mit. Man sei sich einig gewesen, dass Iran seine Angriffe auf die Nachbarländer stoppen müsse. Er habe Rubio auch für die US-Unterstützung bei der Ausreise des deutschen Botschaftspersonals aus Bagdad gedankt. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es dazu, dass das Personal der deutschen Botschaft in Bagdad aufgrund der Bedrohungslage temporär aus Irak verlegt worden sei. Die Erreichbarkeit der Botschaft sei weiterhin gewährleistet.
+++ 21:49 Trump erwägt Übernahme der Straße von Hormus +++
US-Präsident Donald Trump überlegt dem Sender CBS zufolge, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu übernehmen. Dem neuen geistlichen Oberhaupt Ajatollah Modschtaba Chamenei habe er nichts zu sagen, zitiert der US-Sender weiter aus seinem Interview mit Trump. Ihm schwebe jemand vor, der stattdessen den Iran führen könne. Einen Namen nennt Trump nicht. Der US-Präsident hat nach der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Luftangriffen ein Mitspracherecht bei der Neubesetzung des höchsten Amtes in der Islamischen Republik beansprucht. Die Regierung in Teheran hat dies zurückgewiesen.
+++ 21:19 Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe des Irans +++
Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen. Das teilt das Verteidigungs- und das Außenministerium dem Parlament in Den Haag mit. Die "Zr. Ms. Evertsen" werde zum Schutz von EU-Land Zypern und dem Nato-Partner Türkei eingesetzt. Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten. Die Regierung spricht von einem "begrenzten Einsatz defensiver Art". Es gehe um die Verteidigung "unser Verbündeter", sagt Verteidigungsministerin Dilan Yesilgöz. "Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein."
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