Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:54 In Wohnhof abgestürzte Drohne verletzt mehrere Menschen +++

15.10.2026, 00:01 Uhr

Ein russischer Drohnenangriff hat in Kiew mehrere Verletzte und Schäden an Wohnhäusern zur Folge. Bürgermeister Vitali Klischko zufolge stürzte eine Drohne in einen Hof ab. Ob die Drohne zuvor von der Flugabwehr abgeschossen wurde, bleibt dabei unklar. Sechs Menschen seien verletzt worden, schreibt Klitschko bei Telegram. Es gebe Schäden an einem Dach, sowie an drei Häuserfassaden, zudem sei ein Auto ausgebrannt. Fotos zeigen einen Krater im Hof.  

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(Foto: REUTERS)

+++ 14:21 Das würde Starshield-Abschaltung für Ukraine bedeuten +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj kündigt in einem Interview an, russische Ölraffinerien erneut anzugreifen. Davon dürfte sich US-Präsident Trump provoziert fühlen, berichtet ntv-Reporterin Kavita Sharma, und erklärt, was eine Starshield-Abschaltung für die Ukraine bedeuten würde.

+++ 13:54 EU-Außenbeauftragte befürwortet ukrainische Angriffe auf Ölanlagen +++

Kaja Kallas unterstützt die Fortsetzung ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien. "Der Großteil der russischen Kriegsfinanzierung stammt aus Öleinnahmen", sagt die EU-Außenbeauftragte und frühere estnische Regierungschefin beim EU-Gipfel in Brüssel. Natürlich wolle die Ukraine, dass der Krieg ende. Deshalb sei es der richtige Weg, Russland dessen Finanzierung abzuschneiden. "Wir müssen Russland unter Druck setzen, damit es den Krieg beendet - und nicht die Ukraine, damit sie kapituliert." Selenskyj hatte zuvor trotz der Kritik von US-Präsident Trump neue Angriffe auf russische Ölraffinerien angekündigt.

+++ 13:30 Ukraine beklagt blutigen Angriff auf Supermarkt +++

In der Region Odessa ist nach ukrainischen Angaben bei einem russischen Drohnenangriff ein Supermarkt getroffen worden. Drei Menschen wurden verletzt, wie Selenskyj bei X schreibt. "Was derzeit geschieht, ist Russlands gezielte Reaktion auf die Signale, die es aus Amerika erhält." Der ukrainische Präsident bittet darum, die Sanktionen gegen Russland nicht zu lockern. "Was wir brauchen, ist Stärke, und Amerika ist stärker als der russische Terror."

+++ 13:02 "Ein Bier weniger im Jahr für EU-Bürger rettet Leben" +++

Mit Blick auf die weitere Unterstützung der Ukraine fordert Lettlands Regierungschef Kulbergs die EU-Staaten auf, weniger an den eigenen Komfort zu denken. Die finanzielle Belastung sei überschaubar: Für jeden Europäer gehe es um ein Bier weniger im Jahr. Das Geld werde in der Ukraine dringend gebraucht. Vor dem Land liege ein harter Winter. "Wenn die Ukraine stark bleibt, bleibt auch Europa stark", sagt Kulbergs. Was für Europäer den Verzicht auf ein Bier bedeute, könne dort Leben retten. "Wenn wir weniger trinken, werden ihre Leben gerettet. So einfach ist das."

+++ 12:49 Merz trommelt für mehr EU-Gelder für Ukraine +++

Bundeskanzler Merz wirbt zum Auftakt des EU-Gipfels für eine weitere Aufstockung der Mittel für die Ukraine. "Ich habe heute Morgen in verschiedenen kleineren Treffen dafür plädiert, dass wir alles tun, um der Ukraine auch über den Winter zu helfen, auch im nächsten Jahr zu helfen", sagt der CDU-Vorsitzende in Brüssel. "Wir werden hier auch noch einmal die Mittel aufstocken müssen, um der Ukraine wirklich dauerhaft zu helfen." Der ukrainische Finanzminister Martschenko hatte im September bei einem Besuch in Brüssel erklärt, dass im regulären Haushalt seines Landes für nächstes Jahr umgerechnet 29,1 Milliarden Euro fehlten. Die Lücke für die Verteidigungsausgaben bezifferte er auf 40,1 Milliarden Euro.

+++ 12:18 Munz: Russland kann sich weitere Angriffe auf Energieanlagen leisten +++

Die Ukraine trifft Russland mit Angriffen auf Energie-Infrastruktur teils empfindlich. Doch die gegenseitigen Attacken bleiben ungleich verteilt. Russland-Korrespondent Rainer Munz erklärt, warum der Kreml auf Kurs bleibt und wie Weidels Diesel-Deal einzuordnen ist.

+++ 12:02 Russland baut in sechs Wochen großen neuen Drohnen-Stützpunkt an Grenze +++

Russland steht kurz vor der Fertigstellung eines großen neuen Stützpunkts für den Start von düsengetriebenen Drohnen in der südwestlichen Region Rostow nahe der ukrainischen Grenze. Dies geht aus Satellitenbildern hervor. Wo am 31. August noch ein unbebautes Feld war, steht inzwischen eine Anlage, die etwa 126 Fußballfelder groß ist, wie Aufnahmen der Satellitenbild-Dienstleister Planet Labs und Airbus zeigen. Die Bauzeit betrug lediglich sechs Wochen.

+++ 11:46 Ukraine meldet Treffer auf sechs russische Kampfjets auf Flugplatz +++

Die Ukraine will sechs russische Kampfflugzeuge des Typs Suchoi Su-34M auf einem Flugplatz in Westrussland beschädigt haben. Dabei seien "Neptun"-Marschflugkörper eingesetzt worden, teilt die ukrainische Marine in sozialen Netzwerken mit. Attackiert wurde demnach der mehr als 340 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte Militärflugplatz Borissoglebsk im russischen Gebiet Woronesch. Russische Militärblogger bestätigten den Angriff samt Schäden. 

+++ 11:30 Starlink-Dienst funktioniert wieder uneingeschränkt +++

Der für das ukrainische Militär wichtige Satelliten-Internetdienst Starshield funktioniert bei Bewegung wieder uneingeschränkt, wie aus Kreisen des ukrainischen Verteidigungsministeriums verlautet. Am Mittwoch war die Verbindung bei Geschwindigkeiten von mehr als 160 Kilometern pro Stunde gedrosselt worden, was Drohneneinsätze an der Front behindert. Das Ministerium bemüht sich den Angaben zufolge weiter um Aufklärung über die Gründe für die Störung. Starshield ist der militärische Teil des Satellitennetzwerks, dessen ziviler Arm "Starlink" heißt.

+++ 11:20 Merz weist US-Vorschlag zu russischem Staatsvermögen zurück +++

Bundeskanzler Merz weist US-Pläne zur Verlagerung von in Europa eingefrorenen russischen Staatsgeldern zurück. "Das sind Assets, die in Europa eingefroren sind, und die sollten auch in Europa eingefroren bleiben", sagt Merz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. "Das ist unsere Angelegenheit, und darüber entscheiden wir." Die "Financial Times" hatte unter Berufung auf Insider berichtet, die USA hätten den europäischen Staaten vorgeschlagen, einen Teil der eingefrorenen russischen Vermögenswerte freizugeben und in ein von Washington beaufsichtigtes Instrument zu übertragen. 

+++ 11:05 Ukraine beklagt zehnstündigen Angriff mit mehreren Toten +++

Infolge russischer Drohnenangriffe sind im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad mindestens drei Menschen getötet worden. Sechs Menschen seien verletzt worden, teilt der ukrainische Zivilschutz bei Telegram mit. Demnach dauerten die Angriffe mehr als zehn Stunden. Einschläge habe es in der Gebietshauptstadt Kropywnyzkyj in Logistikzentren, Lagerhallen und Wohnhäusern gegeben. In der Region sei auch die Transportinfrastruktur angegriffen worden. Brände brachen aus.

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Feuerwehrleute löschen einen Brand in einem Unternehmen. (Foto: Press service of the State Emergency Service of Ukraine via REUTERS)

+++ 10:52 Russland nimmt Schweden fest, der für Ukraine gekämpft haben soll +++

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB meldet die Festnahme eines angeblich für die Ukraine kämpfenden schwedischen Staatsangehörigen. Der Mann habe als Kommandeur einer Drohnen-Einheit an der Seite von Kiews Truppen gekämpft und sei beim illegalen Grenzübertritt im Gebiet Pskow im Westen Russlands festgenommen worden, teilt der FSB mit. Geprüft werde nun, ob er sich der Organisation terroristischer Handlungen schuldig gemacht habe.

+++ 10:26 Beide Seiten melden Angriffe auf Energieanlagen +++

Sowohl in der Ukraine als auch in Russland soll in der Nacht Energieinfrastruktur angegriffen worden sein, wie Sky News berichtet. Der ukrainische staatliche Öl- und Gaskonzern Naftogaz teilte demnach mit, seine Gasförderanlage in der Region Poltawa südöstlich von Kiew sei durch einen russischen Drohnenangriff beschädigt worden und in Brand geraten. In Russland brach nach Angaben des regionalen Gouverneurs nach einem groß angelegten ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer in der Ölraffinerie von Rjasan aus. Dort hatte Russland bereits gestern Abend einen ukrainischen Angriff gemeldet.

+++ 09:44 Ukraine meldet massive russische Angriffe mit 580 Drohnen +++

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland seit gestern Abend mit 580 Drohnen angegriffen. 536 davon seien abgewehrt worden, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform. Vom Schwarzen Meer aus seien zudem zwei Raketen abgefeuert worden.

+++ 09:09 Acht Vermisste nach Brand auf Schiff im Schwarzen Meer +++

Rumänischen Angaben zufolge werden nach dem Ausbruch eines Feuers auf einem Schiff im Schwarzen Meer acht Menschen vermisst. "Es waren zwölf Menschen an Bord des Schiffes. Vier von ihnen sind in Sicherheit, acht werden noch vermisst", teilt die rumänische Schifffahrtsbehörde mit. Den Angaben zufolge fuhr das Schiff unter der Flagge San Marinos. Infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist das Schwarze Meer immer wieder Schauplatz von Drohnenvorfällen. Seit der vergangenen Woche trafen mutmaßliche russische Drohnen mehrere Schiffe vor der Küste Rumäniens und des Nachbarlandes Bulgarien.

+++ 08:41 Klingbeil fordert von Ukraine mehr Reformeifer +++

Bundesfinanzminister Klingbeil verlangt von der Ukraine weitere Reformen. "Unsere Unterstützung für die Ukraine ist klar, da wird auch nicht gewackelt", sagt der SPD-Chef am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds. Dennoch gebe es die klare Erwartung, dass die von Russland angegriffene Ukraine trotz des Krieges Reformen vorantreiben müsse. Sie dürfe dabei nicht nachlassen. "Ich glaube, da geht es noch besser." Konkrete Beispiele nennt Klingbeil nicht, erwähnt aber, dass er die milliardenschwere Finanzierung der Ukraine in Deutschland rechtfertigen müsse. Korruption ist seit langem ein großes Problem in der Ukraine. Klingbeil ergänzt, Russland habe die Angriffe auf die Ukraine zuletzt noch verstärkt. Er werbe dafür, eine ausreichende Finanzierung der Ukraine für 2026 und 2027 zu sichern.

+++ 08:05 Selenskyj warnt vor weiteren Deals zwischen USA und Russland +++

Nachdem die Ukraine nach Trumps Verkündung einer "Energie-Waffenruhe" ihre Angriffe auf russische Energieinfrastruktur eingestellt hatte, kündigt Selenskyj ein Ende dieser Pause an. Denn Russland habe weiter angegriffen sowie zahlreiche Zivilisten getötet. Ein Stopp der Angriffe auf russische Energieanlagen berge zudem die Gefahr, die USA und Russland zu weiteren Abkommen zu ermutigen. "Die Frage wird sein: Wann kommt das nächste Abkommen?", sagte der ukrainische Präsident im Interview mit der "Financial Times". Dabei würde es dann sicherlich um Gas gehen. Die USA und Russland hatten sich auf russische Diesel-Lieferungen geeinigt.

+++ 07:34 Musk: Es ist Zeit, dass Selenskyj geht +++

Nachdem die Ukraine Starlink wieder nutzen können soll, legt Elon Musk verbal nach. Für Selenskyj sei es Zeit zu gehen, schreibt Musk bei X als Antwort auf einen Post, in dem Selenskyj unterstellt wird, er wolle den Krieg aus persönlichen Interessen nicht beenden. Selenskyj hatte Musk zur Wiederherstellung des Satelliten-Kommunikationsdienstes in der Ukraine aufgefordert. Kurz darauf meldete das ukrainische Verteidigungsministerium eine Verbesserung der Verbindungen. Musk hatte auf die Verantwortung der US-Regierung für das militärisch genutzte Satellitensystem Starshield verwiesen.

+++ 07:12 Selenskyj fordert Patriots im Gegenzug für Stopp von Energie-Angriffen +++

Das "Minimum" für die Ukraine, um Angriffe auf russische Energieanlagen zu stoppen, wären mehr in den USA produzierte Patriot-Abwehrrakten. Das sagte Selenskyj der "Financial Times" auf eine entsprechende Frage mit Blick auf die schwer angeschlagenen Beziehungen zu den USA. Deren Reaktion auf seine Forderung nach mehr Luftabwehr habe darin bestanden, den Starlink-Dienst einzuschränken, ergänzte der ukrainische Präsident.

+++ 06:50 Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Ölinfrastruktur an +++

Nach Angaben von Präsident Selenskyj wird die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölinfrastruktur wiederaufnehmen. "Die Sperre ist aufgehoben - damit ist Schluss", sagte Selenskyj in einem Interview mit der "Financial Times" in London. Die Ukraine habe drei Tage lang keine Energieanlagen angegriffen, um dem Wunsch der USA nachzukommen. Russland habe währenddessen trotz der von US-Präsident Trump verkündeten "Energie-Waffenruhe" weiter ukrainische Energieinfrastruktur und Zivilisten angegriffen.

+++ 06:21 USA drängen Europa zu Teilfreigabe russischer Staatsvermögen +++

Die USA schlagen vor, dass europäische Staaten einen Teil der nach Moskaus Angriff auf die Ukraine blockierten russischen Staatsvermögen freigeben und in ein von Washington beaufsichtigtes Instrument übertragen. Damit sollten Friedensgespräche wiederbelebt werden, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Europäische Delegierte weisen den Plan demnach zurück, den die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner vorgelegt haben sollen.

+++ 06:06 Mützenich findet AfD-BSW-Antrag zu Russland-Sanktionen "schamlos" +++

SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich kritisiert den AfD-BSW-Antrag aus Sachsen-Anhalt zur Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland scharf. "Was AfD und BSW da veranstalten, ist schamlos", sagte Mützenich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Sie gaukeln den Menschen vor, dass es auf ein komplexes Thema einfache Antworten gibt." Es sei eine völkerrechtliche Notwendigkeit, ein Land, das angegriffen wird, zu unterstützen. "Das sieht die Charta der Vereinten Nationen ausdrücklich vor." Behauptungen etwa der AfD, durch die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland würden in Deutschland die Spritpreise sinken, seien "dummes Zeug". "Der Sprit würde nicht billiger, zumindest nicht nachhaltig", sagte Mützenich. "Russland richtet seine Energieinfrastruktur auf Asien aus. Es wäre außerdem falsch, Russlands Feldzug mitzufinanzieren." Für langfristig günstige Energie seien erneuerbare Energien und alternative Antriebsarten nötig.

+++ 05:40 Briten dringen auf schärfere Schifffahrtssanktionen gegen Russland +++

Großbritanniens Finanzminister John Healey fordert seine Amtskollegen beim Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds in Bangkok auf, Sanktionen gegen Russlands Schifffahrt zu verschärfen: "Meine Botschaft an die Finanzminister hier heute zur Ukraine lautet, bei harten Wirtschaftssanktionen gegen Russland Kurs zu halten, insbesondere bei einem strengeren Verbot von Schifffahrtsdiensten, die Putins sanktionsbrechender Schattenflotte den Betrieb ermöglichen." Großbritannien hat eine Reihe von Sanktionen gegen Schiffe und damit verbundene Dienstleistungen verhängt, die Russland nach britischer Einschätzung zur Finanzierung und Ausrüstung seines Krieges gegen die Ukraine nutzt. Ein US-Regierungsvertreter hatte dagegen erklärt, die Regierung von Präsident Donald Trump erwäge eine Lockerung von Strafmaßnahmen gegen Schiffe der sogenannten Schattenflotte, die Öl und Ölprodukte unter anderem aus Russland, dem Iran und Venezuela transportiert haben, um die rekordhohen globalen Frachtraten zu senken.

+++ 04:36 Strack-Zimmermann: "Putin hält uns für komplette Weicheier" +++

Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnt davor, dass Russlands Strategie die Gesellschaft zu spalten aufgehen könnte. "Wladimir Putin spielt auf Zeit. Er hält uns für komplette Weicheier und sagt, wenn ich die nur lang genug penetriere, dann fällt die Gesellschaft auseinander", sagt die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das müssen wir ernst nehmen, weil da Ängste und Unsicherheit geschürt werden - und Angst ist immer ein ganz schlechter Ratgeber." Fortschritte der russischen Kräfte auf dem Schlachtfeld sieht Strack-Zimmermann nicht. "Russland ist zutiefst erfolglos in der Ukraine, die Front ist eingefroren, verliert aber nicht nur monatlich 30.000 Soldaten, sondern investiert alles."

+++ 03:24 Großbritannien: 17 Millionen Pfund für Reparaturen in Tschernobyl +++

Die britische Regierung stellt 17 Millionen Pfund für Reparaturen am Atomkraftwerk Tschernobyl in der Nordukraine bereit. Das Geld sei für wichtige Reparaturen an der Schutzhülle und dem Belüftungssystem bestimmt, teilt die Regierung in London mit. Ein russischer Drohnenangriff hatte im vergangenen Jahr den Schutzmantel des Kraftwerks beschädigt. Dort hatte sich 1986 der weltweit schwerste Atomunfall ereignet.

+++ 02:27 Wadephul: Schwarzes Meer immer mehr Kriegsschauplatz +++

Außenminister Johann Wadephul hat angesichts jüngster Angriffe auf zivile Schiffe vor der bulgarischen Schwarzmeerküste verlangt, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten und Moskau keine wirtschaftlichen Geschenke zu machen. "Geschenke bestärken Putin auf seinem Kurs. Nur Härte schafft Gesprächsbereitschaft", sagt der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seiner bulgarischen Amtskollegin Welislawa Petrowa-Tschamowa in Berlin. Den jüngsten Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin erwähnt Wadephul dabei nicht ausdrücklich.

+++ 01:42 US-Geheimdienste warnen Ukraine vor Angriffen auf russische Energieanlagen +++

Die USA drohen der Ukraine offenbar, sie von Geheimdienstinformationen abzuschneiden, wenn die Angriffe auf russische Raffinerien weitergehen. US-Geheimdienstmitarbeiter hätten eine entsprechende Warnung an die ukrainische Botschaft in Washington übermittelt, meldet die "Washington Post" unter Berufung auf einen Insider. Bislang seien die Informationen nicht eingestellt worden, zumindest nicht vollständig, heißt es. Die Drohung bestehe aber weiterhin. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat in einem Radiointerview bestätigt, dass das ukrainische Militär entsprechende Warnungen erhalten habe.

+++ 00:22 Haushaltsausschuss billigt vier Rüstungsvorhaben unter anderem zur Drohnenabwehr +++

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat grünes Licht für weitere Beschaffungsgroßprojekte der Bundeswehr gegeben, darunter Systeme zur Drohnenabwehr und zur Stärkung des Patriot-Luftabwehrsystems. Die Abgeordneten stimmten für vier genehmigungspflichtige Vorlagen, die den Umfang von 25 Millionen Euro übersteigen, wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilt. Eines der genehmigten Projekte betrifft so genannte Netzwerfer-Drohnensysteme. Aufgrund der steigenden Bedrohungslage durch Klein- und Kleinstdrohnen, auch für Ausspäh- und Sabotageversuche, benötigt die Bundeswehr laut Ministerium effektive Abwehrmittel, um ihre Liegenschaften im In- und Ausland zu schützen.

+++ 23:09 Explosion im Schwarzen Meer: Feuer auf Handelsschiff +++

Nahe der Ukraine ist auf einem Handelsschiff in rumänischen Gewässern Feuer ausgebrochen. Noch sei unklar, ob ein Treffer durch eine Drohne die Ursache gewesen sei, sagt Verteidigungsminister Radu Miruta dem rumänischen Sender "Digi24". Die rumänische Luftabwehr habe auf ihrem Radar keine Drohne registriert, die sich auf dieses Schiff zubewegt habe. Zuletzt häufen sich im Schwarzen Meer die Drohnen-Angriffe auf Handelsschiffe. Vor neun Tagen war ein türkisches Handelsschiff nahe dem rumänischen Ort Sfantu Gheorghe gesunken. Betroffen waren in den letzten Tagen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlands Bulgarien.

+++ 22:13 Geködert und verheizt: 20 Bangladescher an der Front im Ukraine-Krieg gefallen +++

Mindestens 20 Staatsangehörige Bangladeschs, die vorher unter falschen Arbeitsversprechen nach Russland gelockt worden sein sollen, sind als lebende "Köder" im Ukraine-Krieg getötet worden. Das berichtet eine Spezialeinheit der bangladeschischen Polizei in Dhaka. Die Special Response Battalion (SRB) in dem südasiatischen Land ermittelt in Fällen von Menschenhandel. Vorläufige Untersuchungen ergeben demnach, dass die eigentlich kriegsuntauglichen Personen als "Köder" an die Front geschickt wurden, um feindliche Positionen ausfindig zu machen. Mitglieder eines international operierenden Schleusernetzwerks hätten mit Hilfe lokaler "Agenten" die Betroffenen als Bauarbeiter angeworben, heißt es weiter. Nach ihrer Ankunft seien sie jedoch gedrängt worden, ein dreiwöchiges Training zu absolvieren, das sie für den Kriegseinsatz vorbereiten sollte. "Sie wurden an das russische Militär übergeben, ihre Pässe und Mobiltelefone wurden ihnen unmittelbar nach der Ankunft auf russischem Boden abgenommen", erläutert der SRB.

+++ 21:35 Musk: Satelliten-Kontrolle liegt bei US-Regierung und letztlich bei Trump +++

Nach Kritik der Ukraine verweist der US-Unternehmer Elon Musk darauf, dass der Satellitennetzwerk Starshield Eigentum der US-Regierung sei und von dieser auch kontrolliert werde. Jegliche Beschränkungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung werde vom US-Militär und letztlich vom US-Präsidenten festgelegt, erklärt Musk. Starshield ist der militärische Teil des Satellitennetzwerks, dessen ziviler Arm "Starlink" heißt. Zu Starlink sagt Musk, dieses System sei auf zivile oder defensive Aktivitäten beschränkt und könne nicht für offensive militärische Zwecke genutzt werden.

Die Ukraine hatte zuvor Musks Unternehmen SpaceX, zu dem Starshield und Starlink gehören, vorgeworfen, die Satelliten-Nutzung für die Ukraine eingeschränkt und dadurch die ukrainische Drohnenabwehr und Luftverteidigung im Kampf gegen Russland geschwächt zu haben. Das hatte Sorgen geschürt, US-Präsident Donald Trump könne die Unterstützung der Ukraine auf dem Schlachtfeld reduzieren, um Kiew zu Zugeständnissen an Russland oder die USA zu zwingen.

+++ 21:04 Le Pen: Frankreich kann Ukraine nicht weiter finanzieren +++

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen sagt, Frankreich könne die Ukraine nicht weiter finanziell unterstützen. "Wir können die Ukraine nicht mehr finanzieren", sagt sie vor Journalisten in Brüssel. Frankreich sei in einer äußerst problematischen wirtschaftlichen Lage. Das Haushaltsdefizit sei hoch und das Wirtschaftswachstum schwach. Aktuellen Umfragen zufolge könnte Le Pen im kommenden Jahr die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewinnen und Nachfolgerin von Emmanuel Macron werden.

+++ 20:31 Starlink wieder funktionstüchtig? Selenskyj appelliert an Elon Musk +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Technologieunternehmer Elon Musk aufgefordert, den Satelliten-Kommunikationsdienst Starlink in der Ukraine wiederherzustellen. "Wenn die Angriffe weitergehen und Starlink nicht funktioniert, werden natürlich Menschen sterben", sagt Selenskyj während eines Besuchs in Großbritannien in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. Die Störung des Dienstes sei "ein großer Fehler". Derweil erklärt der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow auf X: "Der Starlink-Betrieb bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h wurde wiederhergestellt. Angriffsdrohnen und Abfangdrohnen sollten wieder fliegen können. Jetzt müssen wir daran arbeiten, die Beschränkungen für Starshield vollständig aufzuheben." Für den militärischen Dienst Starshield ist das US-Verteidigungsministerium verantwortlich. Fedorow bedankt sich ausdrücklich bei Musk für die Unterstützung.

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