Iran-Krieg im Liveticker+++ 08:50 "Hisbollah ist noch lange nicht geschlagen" +++
Auch wenn das israelische Militär jeden Tag Erfolge vermeldet: Die Menschen vor Ort spüren noch nicht viel davon, wie ntv-Reporterin Elke Büchter berichtet. Der Alltag ist geprägt von Angst und Unsicherheit. Ein schnelles Ende des Krieges ist aktuell nicht in Sicht.
+++ 08:22 Iran droht mit "noch vernichtenderen Maßnahmen" +++
Das iranische Militär droht nach neuen Angriffsankündigungen von US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik eine "vernichtende" Reaktion. "Rechnet mit unseren noch vernichtenderen, umfassenderen und zerstörerischen Maßnahmen", erklärte das zentrale Einsatzkommando des iranischen Militärs, Chatam al-Anbija, an die USA und Israel gerichtet. "Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird dieser Krieg so lange andauern, bis ihr gedemütigt, entehrt, von dauerhaftem und sicherem Bedauern erfüllt seid und euch ergebt."
+++ 07:51 Hisbollah: Neue Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israels Norden +++
Die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon hat nach eigenen Angaben neue Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Sie habe israelische Soldaten im Grenzgebiet mit Raketen angegriffen, teilt die pro-iranische Miliz mit. Zudem habe sie eine israelische Ortschaft mit Drohnen attackiert, heißt es in einer separaten Hisbollah-Erklärung. Nach Angaben des israelischen Heimatfrontkommandos wurde im Norden Israels Luftalarm ausgelöst. Die Hisbollah ist Teil der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands" an, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Außer der Miliz im Libanon gehören dazu pro-iranische Milizen im Irak, die Huthis im Jemen und die Hamas im Gazastreifen, die mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gaza-Krieg ausgelöst hatte.
+++ 07:25 Nato-Chef Rutte nächste Woche in Washington +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird in der kommenden Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Der Besuch in der US-Hauptstadt sei bereits seit längerer Zeit geplant gewesen, sagt seine Sprecherin Allison Hart. Details zum Programm sollten in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden. Für Rutte dürfte das Treffen mit Trump eine Gelegenheit sein, sich im bündnisinternen Streit um den Iran-Krieg um Entspannung zu bemühen.
+++ 06:53 Israels Botschafter Prosor macht Steinmeier schwere Vorwürfe +++
Israels Botschafter Ron Prosor wirft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Blick auf den Iran-Krieg eine Verletzung der deutschen Staatsräson für die Sicherheit seines Landes vor. Zu Steinmeiers Bewertung des amerikanisch-israelischen Kriegs als Völkerrechtsbruch sagt Prosor dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Seine Worte laufen letztlich darauf hinaus, das Recht Israels zur Selbstverteidigung infrage zu stellen. Das ließe sich nur schwer mit der Aussage vereinbaren, wonach 'die Sicherheit Israels' deutsche Staatsräson sei." Die Mullahs wollten Israel vernichten. "Bevor wir uns gewehrt haben, habe ich keinen deutschen Politiker gehört, der dieses Verhalten Irans als völkerrechtswidrig kritisiert hat", sagt der Botschafter. Europa sehe die Bedrohungslage für Israel offenbar nicht. "Israels Recht auf Selbstverteidigung existiert auf dem Papier - aber alles, was wir konkret tun, wird kritisiert. Leider oft auch aus Deutschland."
+++ 06:25 Bei Annäherung an Uran-Lager: Trump droht Iran mit "sehr harten" Raketenangriffen +++
US-Präsident Donald Trump spielt die Bedeutung des wohl im Iran verschütteten hochangereicherten Urans herunter. Irans Atomanlagen seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen worden, dass es Monate dauern würde, um auch nur in die Nähe des Urans zu gelangen, sagt er. Man beobachte dies mit Hilfe von Satelliten intensiv. Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, würden sie "sehr hart" mit Raketen getroffen werden, sagt Trump im Weißen Haus in einer Rede an die Nation. Die USA hielten alle Karten in der Hand, die Iraner hätten keine Handlungsmöglichkeiten, sagt er.
+++ 05:58 Israel meldet drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran +++
Die israelische Armee meldet drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran. Die dritte Angriffswelle erfolgt kurz nachdem US-Präsident Donald Trump in Washington eine Ansprache an die Nation zum Iran-Krieg gehalten hatte. Israelische Medien berichten von mehreren leicht verletzten Menschen. Nach dem ersten Angriff teilt die israelische Polizei mit, Einsatzkräfte seien zu "mehreren" Einschlagsorten im Zentrum Israels gerufen worden. Israelische Medien beziffern die Zahl der Einschläge auf neun. Vier Menschen seien dabei leicht verletzt worden, berichten Medien unter Berufung auf Sanitäter. In Medienberichten werden die Schäden in einem relativ weiten Gebiet auf den Einsatz von Streumunition zurückgeführt.
+++ 05:25 Trumps Rede zu Iran-Krieg verunsichert Asiens Börsen +++
Die Unsicherheit über das Ende des Iran-Krieges belastet die asiatischen Börsen. US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Stunden zwar ein baldiges Erreichen der strategischen Ziele angekündigt, gleichzeitig aber "extrem harte" Angriffe in den kommenden zwei bis drei Wochen auf Energieanlagen in Aussicht gestellt - was die Börsen in Asien teils verunsichern, wie erste Daten aus Japan zeigen.
+++ 04:30 Umweltverband will "Mobilitätsgeld" statt Pendlerpauschale +++
Der Umweltverband BUND spricht sich angesichts der hohen Spritpreise für ein sogenanntes "Mobilitätsgeld" aus. Dieses solle die bestehende Regelung zur Pendlerpauschale ablösen. "Auch wenn die Kosten für Diesel und Benzin in nächster Zeit wieder sinken sollten, werden sie doch perspektivisch grundsätzlich eher steigen", sagt BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg. Der Lobbyverband wolle "sozial- und umweltverträgliche Mobilität" fördern.
+++ 03:25 Trump: US-Ziele im Iran-Krieg stehen "kurz vor der Vollendung" +++
Die USA sind nach Angaben von Präsident Donald Trump ihren strategischen Zielen gegenüber dem Iran sehr nahe. "Wir werden die Aufgabe beenden und wir werden sie sehr schnell beenden", sagt Trump bei seiner Rede an die Nation. Man sei fast am Ziel. "Der Iran ist im Grunde genommen zerstört, die harte Arbeit ist getan." Der Iran dürfe niemals Atomwaffen bekommen, betont der Präsident. "Wir werden sie extrem hart treffen in den nächsten zwei bis drei Wochen."
+++ 03:10 US-Militär: Bereits mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen +++
Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele in dem Land angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilt das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) bei X mit.
+++ 02:12 Lufthansa spürt Anzeichen von Kerosin-Knappheit in Asien +++
Die Lufthansa spürt erste Anzeichen, dass wegen des Iran-Krieges und der Blockade der Straße von Hormus in einzelnen Weltregionen Kerosin knapp werden kann. "Wenn Knappheiten bei der Kerosinversorgung auftreten, zeigen sie sich voraussichtlich zuerst außerhalb Europas", sagt der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die ersten Flughäfen in Asien nehmen laut Spohr "keine zusätzlichen Flüge mehr an." Flüge, die ohnehin im Plan stehen, sollen aber weiter durchgeführt werden.
+++ 01:24 Reiche: Trotz Iran-Krieg keine Versorgungsengpässe +++
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht trotz des Iran-Krieges und dessen Auswirkungen auf die Lieferketten keine Gefahr für Engpässe bei der Energieversorgung in Deutschland. "Diese Botschaft an die Bürgerinnen und Bürger ist mir wichtig: Die Versorgung mit Sprit und Gas ist gesichert", sagt die CDU-Politikerin dem "Focus".
+++ 23:55 "NYT": Iran laut US-Geheimdiensten gegen Verhandlungen +++
Die "New York Times" berichtet, mehrere US-Geheimdienste seien in den letzten Tagen zu der Einschätzung gelangt, dass die iranische Regierung derzeit nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen. Die US-Zeitung beruft sich auf US-Beamte.
+++ 23:25 Hersteller von Kunststoffverpackungen beklagen Lieferengpässe +++
Die Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien klagen über historische Engpässe bei erdölbasierten Rohstoffen infolge des Irankriegs. Die Unternehmen seien mit massiven Problemen bei der Beschaffung konfrontiert, teilt der Branchenverband Industrievereinigung Kunststoffverpackungen mit. Im Verein mit massiven Preisanstiegen seien Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit der überwiegend mittelständischen Betriebe massiv gefährdet. Viele Lieferanten beriefen sich mit Hinweis auf die militärische Eskalation im Nahen Osten auf höhere Gewalt und lieferten gar nicht mehr oder nur noch zu stark überhöhten Preisen. Diese Preiserhöhungen könnten nur wenige Unternehmen an die Kunden weitergeben, wie eine Verbandsumfrage ergeben habe. Die Kombination aus Lieferunterbrechungen und extremen Preisaufschlägen bringe viele mittelständische Unternehmen an ihre Belastungsgrenze.
+++ 22:11 Iranischer Präsident schreibt Brief an das amerikanische Volk +++
In einem offenen Brief an die amerikanische Nation kritisiert Irans Präsident Massud Peseschkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine absurde und für die USA kostspielige Operation. "Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je", schreibt der Präsident in seiner Botschaft. Der Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen. Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Peseschkian aber nur ein "Name der Schande". Zudem versichert er dem amerikanischen Volk, dass sein Land keine Feindschaft gegen einfache US-Bürger hege. Für iranische Verhältnisse ist ein offener Brief an das amerikanische Volk eher ungewöhnlich. Daher werten Beobachter ihn als Versuch des Irans, die amerikanische Öffentlichkeit von der Fehlentscheidung ihrer Regierung zu überzeugen und so indirekt eine Waffenruhe zu erzwingen.
+++ 21:29 Pentagon schickt weitere Kampfflugzeuge in den Nahen Osten +++
Angeblich steht ein Ende des Iran-Kriegs kurz bevor. Andererseits entsendet das Pentagon weitere Kräfte in den Nahen Osten. Wie die "New York Times" berichtet, verlegt das US-Verteidigungsministerium 18 Kampfflugzeuge des Typs A-10 in die Region. Die vorhandene Flotte vor Ort solle damit mehr als verdoppelt werden, wie es heißt. Etwa ein Dutzend A-10 befinden sich bereits auf Stützpunkten der Luftwaffe. Sie sollen genutzt werden, um iranische Boote und vom Iran unterstützte Milizen im Irak anzugreifen, sagen zwei Vertreter des Pentagons dem Bericht zufolge. Die Flugzeuge könnten auch eingesetzt werden, um US-Bodentruppen dabei zu unterstützen, Gebiete in der Nähe der Straße von Hormus oder der Insel Charg zu besetzen. Flugverfolgungsdaten und Angaben von Pentagon-Vertretern zufolge machen die A-10 auf ihrem Weg einen Zwischenstopp auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Lakenheath.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.