Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:52 Ukrainischer Bahnchef: Russland will mit Angriffen Landesteile abschneiden +++

04.02.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Bahnchef hat Russland bei seinen Angriffen auf das Schienennetz Kalkül vorgeworfen, um ganze Regionen vom Rest des Landes zu trennen. "Das Ziel ist sehr klar: Wenn man die jüngsten Angriffe auf der Karte betrachtet, fällt deutlich auf, dass versucht wird, bestimmte Regionen der Ukraine effektiv abzuschneiden", sagt der ukrainische Bahnchef Oleksandr Perzowskyj. Die ukrainische Bahn sei stolz darauf, dass ihre Züge "trotz des Krieges fahrplanmäßig verkehren", sagt der Bahnchef weiter. Doch vor die Wahl gestellt würde das staatliche Unternehmen auf "Nummer sicher" gehen und "anhalten und das Personal evakuieren" anstatt weiterzufahren. Moskau hat in den vergangenen Monaten seine Angriffe auf die Bahn-Infrastruktur der Ukraine verstärkt. Bei den Angriffen wurden Zivilisten getötet und Zugstrecken unterbrochen, die zur Evakuierung von Menschen aus dem Frontgebiet genutzt wurden.

+++ 21:31 Grüne werfen Bundesregierung Untätigkeit bei russischer Schattenflotte vor +++

Die Bundesregierung kann nach eigenen Angaben nicht beziffern, wie viele Schiffe der russischen Schattenflotte seit 2022 die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone durchquert haben. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Demnach soll der Anteil sogenannter "Substandard-Vessels" "nicht ermittelbar" sein, da diese Schiffe Häfen mit Hafenstaatkontrollen gezielt meiden würden, wird aus der Antwort des Verkehrsministeriums zitiert. Mit "Substandard-Vessels" gemeint sind jene Schiffe, die internationale Sicherheits-, Umwelt- oder Sozialstandards nicht erfüllen. Bis einschließlich November seien die Behörden nur in einem einzigen Fall gegen ein Schiff der Schattenflotte tätig geworden. Im Dezember gab es einen zweiten Fall. "Die Bundesregierung toleriert durch ihr ausbleibendes Handeln die Finanzierung des russischen Angriffskrieges über den Export russischen Öls durch die Ostsee, der zudem mit einer massiven Gefahr für die Umwelt einhergeht", kritisiert der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Anton Hofreiter, im "Spiegel" , der die Anfrage initiiert hat.

+++ 21:04 Tass: Moskau liefert zwei Millionen Munitionseinheiten an russische Armee +++

Rund 2 Millionen Munitionseinheiten und mehr als 10.000 Waffen wurden im vergangenen Monat bei den russischen Streitkräften in Dienst gestellt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, Tass, unter Berufung auf eine Erklärung des russischen Verteidigungsministers Andrej Beloussow. Im gesamten Jahr 2026 sollen demnach mehr als 310.000 Ausrüstungsgegenstände und rund 21 Millionen Munitionseinheiten an die russische Armee geliefert werden.

+++ 20:34 Russland: Gespräche mit Frankreich auf Arbeitsebene laufen +++

Zwischen Russland und Frankreich laufen russischen Angaben zufolge Gespräche auf Arbeitsebene. Zu einem möglichen Telefonat zwischen Präsident Wladimir Putin und seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron gebe es derzeit jedoch nichts anzukündigen, teilt das Präsidialamt in Moskau mit. Macron hatte am Dienstag erklärt, er prüfe eine Wiederaufnahme des Kontakts mit Putin. Zwar sehe er wenig Bereitschaft in Moskau für Verhandlungen zu einem Waffenstillstand, es würden aber Diskussionen auf technischer Ebene stattfinden.

+++ 19:57 Melnyk: "Das ganze Land steht vor einem Kollaps" +++

Während sich aktuell in Abu Dhabi ukrainische und russische Vertreter unter US-Vermittlung zu Friedensgesprächen treffen, hat Andrij Melnyk, Ständiger Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen, ein schlimmes Bild der Lage in seinem Land gezeichnet. Wegen der Zunahme der russischen Angriffe sei die Lage in der Ukraine "desaströs", sagt er im Fernsehsender phoenix. Seit über einem Jahr hätten sich die USA aus der militärischen Hilfe immer mehr zurückgezogen, Europa seine Unterstützung aber nicht erhöht, wohingegen Russland seinen Beschuss der Ukraine um das dreißigfache gesteigert habe, meinte der ukrainische UN-Botschafter. "Deshalb steht das ganze Land vor einem Kollaps. Und das wird für ganz Europa Folgen haben", appellierte Melnyk an die EU-Staaten, die Zeichen der Zeit zu erkennen, und "den Himmel über der Ukraine zu schließen".

+++ 19:26 Verhandlungen in Abu Dhabi sollen fortgesetzt werde - kein Durchbruch in Sicht +++

In Abu Dhabi sollen die Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern unter Vermittlung der USA fortgesetzt werden, ohne dass es Anzeichen für einen Durchbruch gibt. Die Arbeit sei substanziell und produktiv gewesen, teilt der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Rustem Umerow, nach Ende des ersten Verhandlungstages auf X mit. An den zweitägigen Beratungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten nehmen auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, teil. Insidern zufolge sollen die Beratungen am Donnerstag weitergehen. Die US-Regierung drängt beide Seiten zu einem Kompromiss, um den seit vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Die Positionen liegen jedoch weit auseinander.

+++ 18:46 Ukraine registriert 217 Angriffe auf Energiesektor seit Jahresbeginn +++

Seit Jahresbeginn werden 217 russische Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor registriert, berichtet die ukranische Premierministerin Julia Swyrydenko. "Die Beschäftigten der Energie-, Versorgungs- und Eisenbahnbranche sind weiterhin mit den Aufräumarbeiten nach den massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur beschäftigt. Allein seit Jahresbeginn wurden insgesamt 217 russische Angriffe auf unseren Energiesektor registriert", schrieb sie auf Telegram.

+++ 18:05 Kiewer Verhandlungschef nennt Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi "produktiv" +++

Die erneuten direkten Ukraine-Gespräche zwischen Moskau und Kiew unter US-Vermittlung sind aus Kiewer Sicht produktiv verlaufen. "Die Arbeit war inhaltsreich und produktiv mit einer Orientierung auf konkrete Schritte und praktische Lösungen", schreibt der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow in sozialen Medien. Nach dem Dreiertreffen seien die Verhandlungen in Arbeitsgruppen fortgesetzt worden. Die Gespräche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen am Donnerstag fortgesetzt werden, meldeten mehrere Medien unter Berufung auf den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine.

+++ 17:42 Russland verurteilt Komiker wegen Witzes über Kriegsveteranen zu langer Haft +++

In Russland ist ein Komiker unter anderem wegen eines Witzes über einen Kriegsveteranen zu fast sechs Jahren Straflager verurteilt worden. Ein Moskauer Gericht befand den Stand-up-Comedian Artemi Ostanin wegen "Anstiftung zum Hass" sowie wegen "Beleidigung von Gläubigen" im Zusammenhang mit einem anderen Witz über Religion für schuldig. Die Gesamtstrafe belaufe sich auf fünf Jahre und neun Monate Haft in einer Strafkolonie, zitiert die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti die Richterin Olesja Mendelejewa. Der Komiker wurde zudem zu einer Geldstrafe in Höhe von 300.000 Rubel (umgerechnet etwa 3300 Euro) verurteilt. Bei einer Stand-up-Show im März 2025 hatte Ostanin einen Witz über einen Kriegsveteranen erzählt: Er sei in der U-Bahn von einem "beinlosen Skateboarder" angerempelt worden, einem "Idioten, der auf eine Mine getreten ist", sagte Ostanin, ohne die Ukraine oder den dortigen Konflikt direkt zu erwähnen.

+++ 17:22 EU-Staaten einigen sich auf Konditionen für Ukraine-Darlehen +++

Die EU-Staaten haben sich nach schwierigen Verhandlungen auf die Konditionen für das neue riesige EU-Darlehen für die Ukraine verständigt. Die in Brüssel erzielte Einigung sieht vor, dass die Ukraine mit dem Geld nur dann Rüstungsgüter in Ländern wie den USA kaufen können soll, wenn diese auf dem europäischen Binnenmarkt und in der Ukraine entweder gar nicht oder nicht zeitnah verfügbar sind, wie die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mitteilt. Für das Nicht-EU-Land Großbritannien ist eine Sonderregelung geplant. Insgesamt will die EU die von Russland angegriffene Ukraine bis Ende 2027 mit weiteren 90 Milliarden Euro unterstützen - 60 Milliarden Euro davon sind für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. "Die neue Finanzierung wird dazu beitragen, dass das Land der russischen Aggression weiterhin mit großer Entschlossenheit standhält", sagte der zyprische Finanzminister Makis Keravnos.

+++ 16:57 Berichte: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi für heute beendet +++

Unterhändler Russlands und der Ukraine haben ukrainischen Berichten zufolge ihre Verhandlungen unter US-Vermittlung in Abu Dhabi beendet. Die Gespräche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen am Donnerstag fortgesetzt werden, melden mehrere Medien unter Berufung auf den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine. Inhaltliches ist bisher nicht bekannt gegeben worden. Der ukrainische Verhandlungschef Rustem Umjerow hatte zuvor von einem möglichen Gefangenenaustausch gesprochen.

+++ 16:36 Putin-Vertrauter dementiert Epstein-Verbindungen nach Moskau +++

Der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, hat Verdächtigungen einer Verstrickung des russischen Geheimdienstes in den Epstein-Skandal als Lüge zurückgewiesen. "Die verzweifelten, verkommenen und verlogenen linken Eliten verfallen in Panik und versuchen, in die Irre zu führen", schreibt er auf bei X. Die Welt sei der Lügen "satanistischer liberaler Eliten" aber überdrüssig und durchschaue sie. Damit kommentierte er Vermutungen des polnischen Regierungschefs Donald Tusk, dass der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Verbindungen zum russischen Geheimdienst hatte.

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Kirill Dmitrijew ist auch Wirtschaftsgesandter von Kreml-Chef Wladimir Putin. (Foto: picture alliance / dpa)

+++ 16:23 Xi Jinping bekundet Solidarität zu Putin +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat in einem Videogespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Rückendeckung für seine Außenpolitik erhalten. Beide Länder seien ein stabilisierender Faktor in der internationalen Politik und "demonstrieren Entschlossenheit" bei der Sicherung von Gerechtigkeit und der Wahrung der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs, sagt Xi russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Demnach ist zuletzt der Sekretär des russischen nationalen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, zu einem "Uhrenvergleich" nach Peking gereist. Schoigu, der als Verteidigungsminister auch jahrelang für den Krieg in der Ukraine verantwortlich war, habe den chinesischen Außenminister Wang Yi über die aktuellen Entwicklungen in Kenntnis gesetzt, teilt Xi mit.

+++ 15:35 Historiker übt scharfe Kritik an Russland-Umgang: "Kohl hätte Plan gehabt" +++

"Das kann ganz, ganz bitter enden", sagt Historiker Sönke Neitzel mit dem Blick auf Russlands Aggressionen. Europa bescheinigt er viel Potenzial, jedoch müsse die Politik endlich Handeln, statt immer nur zu Reden.

+++ 15:16 Merz will in Abu Dhabi nicht bei Ukraine-Gesprächen vorbeischauen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz will am Rande seiner Reise in die Golfregion nicht persönlich bei den Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland vorbeischauen, die am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi stattfinden. Im Mittelpunkt der Reise stünden andere Themen, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. "Insofern gehe ich nicht davon aus, dass der Bundeskanzler vor Ort an diesen Gesprächen teilnehmen wird." Man sei aber "über verschiedene Kanäle" sehr eng beteiligt. Grundsätzlich sei es gut, dass die Gespräche, die zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung der USA stattfinden, jetzt fortgesetzt werden, so Meyer. "Wir unterstützen die Ukraine und begleiten sie in diesem Prozess. Wir stimmen uns da auch sehr eng ab. Wir setzen uns weiter intensiv mit europäischen und amerikanischen Partnern dafür ein, diesen Krieg wirklich zu einem Ende zu bringen." Man bezweifle allerdings weiter, wie ernsthaft die Bemühungen Russlands seien, wirklich Schritte in Richtung Frieden zu gehen.

+++ 14:43 Angriffe nach temporärer Feuerpause - Munz: "Das ist Russlands neueste Strategie" +++

Kurz vor einer neuen Gesprächsrunde in Abu Dhabi intensiviert Russland seine Angriffe auf die Ukraine. Dabei verfolgen die russischen Streitkräfte eine neue Taktik - "das sagt man hier auch ganz offen", berichtet ntv‑Reporter Rainer Munz aus Moskau. Ziel sei es, ein Entgegenkommen der Ukraine zu erzwingen.

+++ 14:21 Viele Tote in der Ostukraine nach russischem Angriff +++

In der ostukrainischen Stadt Druschkiwka sind mindestens sieben Menschen durch russischen Beschuss getötet worden. Weitere acht wurden verletzt, teilt der Gouverneur des Gebiets Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Den Angaben nach schlugen Streubomben auf dem Marktgelände ein. Auf das Industriegebiet der Stadt habe das russische Militär zudem zwei Bomben abgeworfen und mehrere Gebäude beschädigt. Filaschkin fordert die verbliebenen Einwohner erneut auf, in sichere Gebiete zu fliehen. Von zu Kriegsbeginn fast 54.000 Stadtbewohnern sollen nach Schätzungen noch etwa 19.000 geblieben sein. Die Frontlinie befindet sich nur rund 15 Kilometer von der Stadt entfernt.

+++ 13:42 EU-Kommission: Putin missbraucht Friedensgespräche für Angriffe +++

Der russische Präsident Wladimir Putin missbraucht nach Ansicht der EU-Kommission die laufenden Waffenstillstands-Gespräche für Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine. "Putin kann diesen Krieg sofort beenden", sagt eine Sprecherin der Brüsseler Behörde. Er zeige jedoch keinerlei Anzeichen dafür. Stattdessen nutze er sogar die Diskussionen über eine Feuerpause, um weiter zivile Ziele anzugreifen und unschuldige Menschen zu töten.

+++ 13:04 Mangott zu Ukraine-Gesprächen: "US-Rückzug würde Verhandlung zum Scheitern verurteilen" +++

Russlandexperte Gerhard Mangott sieht angesichts der großen Streitpunkte zu Territorialfragen und Sicherheitsgarantien derzeit kein Ergebnis der Friedensgespräche in absehbarer Zeit. Die USA nähmen eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen ein, sollten sie sich zurückziehen, wäre der Prozess zum Scheitern verurteilt.

+++ 12:33 Kreml-Sprecher: Russlands Verhandlungs-Position unverändert +++

Die Regierung in Moskau hält zu Beginn einer neuen Runde von Friedensgesprächen in Abu Dhabi an ihren Forderungen fest. Russische Truppen würden so lange weiter in der Ukraine kämpfen, bis die Regierung in Kiew Entscheidungen zur Beendigung des Krieges treffe, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die russische Position sei unverändert. Die Ukraine lehnt die russische Forderung ab, auf die gesamte östliche Region Donezk zu verzichten. Dort hat die Ukraine eine ihrer stärksten Verteidigungslinien aufgebaut.

+++ 11:57 Trilaterale Gespräche in Abu Dhabi starten +++

Die Verhandlungen zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten von Amerika und Russland über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten begonnen. Das teilt Rustem Umerow, der den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine leitet, auf den sozialen Medien mit. Zum zweiten Mal in diesem Jahr sprechen Vertreter der Staaten in Abu Dhabi miteinander. Nach Dreiergesprächen treten getrennte Gruppen zusammen, um sich abzustimmen, wie Umerow schreibt. Dem ukrainischen Unterhändler zufolge soll es daraufhin noch einmal eine "Synchronisation" der Verhandlungspartner der drei Staaten geben. "Wir arbeiten im Rahmen der klaren Richtlinien von Präsident Wolodymyr Selenskyj, um einen würdevollen und dauerhaften Frieden zu erreichen."

+++ 11:24 Bericht: Russische Streitkräfte treffen ukrainisches Munitionsdepot +++

Die russischen Streitkräfte zerstörten ein ukrainisches Munitionsdepot in der Region Dnipropetrowsk. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, Tass, unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. Dazu veröffentlicht die Tass ein Video, indem dieser Treffer dokumentiert sein soll. Russische Drohnenpiloten des russischen Verteidigungsministeriums sollen ein Munitionsdepot der ukrainischen Streitkräfte in der Region Dnipropetrowsk zerstört haben. Dabei soll es zu einer Sekundärdetonation der Munition gekommen sein, wie Tass schreibt.

+++ 10:43 "Financial Times" berichtet von gefährlicher russischer Spionage im All +++

Russische Spionagesatelliten sollen wichtige europäische Satelliten abgefangen haben. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Aussagen von verschiedenen europäischen Beamten. Laut des Berichts glauben Sicherheitsbeamte aus Europa, dass zwei russische Raumfahrzeuge die Kommunikation von mindestens einem Dutzend wichtiger Satelliten über dem Kontinent abgefangen haben. Diese russischen Abfangmanöver würden laut der von der "Financial Times" zitierten Personen einerseits die von den Satelliten übertragenen sensiblen Informationen gefährden. Zudem sei Moskau durch derartige Spionageaktionen folglich in der Lage, die europäischen Satelliten zu manipulieren, sie zum Absturz zu bringen oder ihre Flugbahnen zu verändern. Seit mehreren Jahren verfolgen westliche Raumfahrtbehörden russische Satellitenspionage-Aktionen im Orbit, so die "Financial Times". Geheimdienst- und Militärbeamte seien zunehmend besorgt, dass der Kreml störende Aktivitäten im Weltraum weiter ausweiten könnte.

+++ 10:10 Jäger zu Gesprächen in Abu Dhabi: "Putin kann keine Erfolge verkünden, nur Kriegsverbrechen" +++

Kurz vor den Gesprächen in Abu Dhabi fordert US-Präsident Trump Putin auf, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Der sei allerdings gar nicht an einem Verhandlungserfolg interessiert und werfe den USA bloß weitere "Köder" hin, so Politologe Thomas Jäger. Der Friedensdialog dürfte also einmal mehr zur Farce verkommen.

+++ 09:41 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.243.070 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 780. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem vier Panzer, 60 Artilleriesysteme und 1355 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.637 Panzer, 36.915 Artilleriesysteme, 1293 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 347 Hubschrauber, 123.743 Drohnen, 28 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 09:02 Kriewald zu Kriegsentwicklungen: Ukrainer "haben keine Hoffnung in Trump" - aber in Musk +++

Nach einer vermeintlichen Feuerpause sollen die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland fortgesetzt werden. Laut ntv-Reporterin Nadja Kriewald glauben die meisten Ukrainer jedoch kaum an die Verhandlungen. Auf Trump würden sie erst recht nicht hoffen, dafür aber auf eine Entscheidung von Elon Musk.

+++ 08:19 Bericht: Russland drosselt Raumfahrtinvestitionen wegen Ukraine-Krieg +++

Der Krieg in der Ukraine hat Russland viele Möglichkeiten der friedlichen Erforschung des Weltraums beraubt. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf Angaben des Auslandsgeheimdiensts der Ukraine. "Internationale antirussische Sanktionen und die mangelnde Bereitschaft führender globaler Unternehmen, mit Russen bei der friedlichen Erforschung des Weltraums zusammenzuarbeiten, haben Russland aus dem globalen Wettlauf um die Kolonisierung des Mondes verdrängt", zitiert Ukrinform aus der Mitteilung des ukrainischen Auslandsdienstes. "Heute konkurrieren die Vereinigten Staaten und China um die Vorherrschaft." Die enormen Haushaltsausgaben Russlands für den Krieg gegen die Ukraine sowie der Mangel an Technologien und Ausrüstung haben die russische Raumfahrtindustrie zu einer Belastung für den Staatshaushalt gemacht.

+++ 07:51 Militärverwaltung: Zwei Tote nach russischem Drohnenangriff auf Dnipropetrowsk +++

Kurz vor neuen direkten Gesprächen zwischen Kiew und Moskau sind bei einem russischen Drohnenangriff nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Es handele sich um eine 68-jährige Frau und einen 38 Jahre alten Mann, erklärt der Leiter der örtlichen Militärverwaltung im Onlinedienst Telegram. Der Angriff ereignete sich in der Region Dnipropetrowsk. Die russische Attacke erfolgt kurz vor neuen direkten Gesprächen zwischen Unterhändlern aus Kiew und Moskau, die am Mittwoch in Abu Dhabi stattfinden sollen.

+++ 07:22 ISW: Russen rücken in Donezk und in Saporischschja vor +++

Die russischen Streitkräfte sollen an der Front in der Region Donezk und in der Region Saporischschja vorgerückt sein. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Demnach hat das russische Militär Gebiete in der Nähe der Städte Slowjansk und Pokrowsk in der Region Donezk sowie im Süden von Huljajpole, einer Stadt in der Region Saporischschja in der südlichen Zentralukraine, erobern können. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 06:44 Pistorius besucht Litauen-Brigade in Kaunas +++

Die Litauen-Brigade der Bundeswehr nimmt Form an: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius reist heute zur Unterstellung in Litauen stationierter Nato-Soldaten unter den offiziell als Panzerbrigade 45 bezeichneten Großverband. Am Mittag wohnt Pistorius in der Großstadt Kaunas dem Übergabe-Appell bei, mit dem die drei Kampfverbände der Multinational Battlegroup Lithuania unter die Verantwortung der Litauen-Brigade gebracht werden. Die Litauen-Brigade ist die erste dauerhaft im Ausland stationierte deutsche Brigade seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

+++ 06:11 BND-Analyse: Moskaus Militärausgaben höher als dargestellt +++

Die militärischen Ausgaben Russlands waren in den vergangenen Jahren nach einer Analyse des Bundesnachrichtendienstes (BND) bis zu 66 Prozent höher als im offiziellen Verteidigungshaushalt dargestellt. So seien etwa Bauvorhaben des Verteidigungsministeriums, IT-Projekte des Militärs oder Sozialleistungen für Angehörige der Streitkräfte nicht im Verteidigungs-, sondern in anderen Teilen des Etats aufgeführt worden, stellt der deutsche Auslandsgeheimdienst in einer seit Längerem laufenden Analyse fest. Dies liegt nach BND-Angaben etwa daran, dass die russische Auslegung von Verteidigungsausgaben stark von der Definition der Nato abweicht. Zudem würden Informationen zu Verteidigungsausgaben von offiziellen russischen Stellen oft verzerrt dargestellt und bedürften weiterer Einordnung.

+++ 05:41 Trotz neuer Angriffe: Ukrainer und Russen verhandeln in Abu Dhabi +++

Trotz schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine sollen Unterhändler aus Kiew und Moskau heute wieder in Abu Dhabi Möglichkeiten für ein Kriegsende ausloten. Beide Seiten, wie auch die USA als Vermittler, haben ein zweites Treffen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigt. Vorab wirft die ukrainische Regierung der russischen Seite vor, gegen eine von den USA vermittelte Teilwaffenruhe zu verstoßen und damit einen neuen Verhandlungsansatz nötig gemacht zu haben. US-Präsident Donald Trump mag hingegen keinen Wortbruch des Kremls erkennen.

+++ 04:46 Ischinger verspricht "Sicherheitskonferenz der Superlative" +++

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz rechnet in diesem Jahr mit einer Rekordbeteiligung von Staats- und Regierungschefs. "Das ist in allen Belangen eine Sicherheitskonferenz der Superlative", sagt Wolfgang Ischinger vor dem weltweit wichtigsten Expertentreffen zur Sicherheitspolitik, das vom 13. bis 15. Februar in der bayerischen Hauptstadt stattfindet. "Es kommen mehr Staats- und Regierungschefs als jemals zuvor, es kommen mehr US-Kongressmitglieder als je zuvor und auch mehr Außenminister." Der Andrang stelle "alles bisher Dagewesene in den Schatten".

+++ 03:50 Trump ruft Putin zu Beendigung des Krieges in der Ukraine auf +++

Nach der Wiederaufnahme der russischen Angriffe auf die Ukraine hat US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Krieges aufgerufen. "Ich will, dass er den Krieg beendet", sagt Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass Putin die einwöchige Feuerpause nicht verlängert habe, antwortet Trump: "Ich würde mir das von ihm wünschen." Zugleich äußert sich der US-Präsident anerkennend über Putin. Der Kreml-Chef habe "sein Wort gehalten", indem er die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte für den vereinbarten Zeitraum ausgesetzt habe. Eine Woche sei "viel", sagt Trump und fügt hinzu: "Wir nehmen alles, denn es ist dort wirklich sehr, sehr kalt."

+++ 02:32 CDU-Außenpolitiker Hardt: Kreml hat kein Interesse an Frieden +++

Vor den geplanten Gesprächen zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern in Abu Dhabi warnt der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt vor zu großen Erwartungen. "Die Erfahrung lehrt, dass hohe Erwartungen an Friedensverhandlungen mit Putin unangebracht sind. Russland zeigt durch seine bewussten Angriffe auf Kiews Energieinfrastruktur, dass der Kreml kein Interesse an Frieden hat, sondern den kalten Winter nutzt, um die Moral des ukrainischen Volkes zu untergraben", sagt der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zweck der Verhandlungen sei für Russlands Präsidenten Wladimir Putin ein Zeit- und Punktgewinn, sein Ziel bleibe die Unterwerfung der Ukraine und die Schwächung des freien Europas.

+++ 01:26 Sieben Verletzte bei Angriff auf Wohnhaus in Charkiw +++

Sieben Menschen sind bei einem russischen Angriff auf ein Wohngebäude in Charkiw verletzt worden. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf die Polizei der Region Charkiw. "Laut aktualisierten Informationen suchten sieben Personen medizinische Hilfe. Ein 57-jähriger Mann und eine 84-jährige Frau erlitten Verletzungen. Vier weitere Frauen im Alter zwischen 84 und 90 Jahren sowie ein 28-jähriger Mann erlitten akute Stressreaktionen", so die Strafverfolgungsbehörden.

+++ 00:04 Empörung in Berlin über Moskaus Revanchismus-Vorwürfe +++

Der vom russischen Außenministerium gegen Deutschland erhobene Vorwurf des "Revanchismus" stößt in Berlin parteiübergreifend auf Empörung. "Es ist bizarr, dass ein Vertreter eines imperialistischen Regimes, welches schlimmste Kriegsverbrechen begeht, die Unterstützung europäischer Staaten für die Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung mit haltlosen Revanchismusvorwürfen zu diffamieren versucht", sagt der Grünen-Politiker Anton Hofreiter, der im Bundestag den EU-Ausschuss leitet, der "Süddeutschen Zeitung". Ähnlich äußerte sich der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt. "Die russischen Ablenkungsversuche erreichen immer neue Absurditäten", sagt der CDU-Politiker. Deutschland könne "eben wegen seiner Geschichte nicht wegschauen, wenn in Europa gemordet wird". Die Ukrainer hätten während des Zweiten Weltkriegs zu den größten Leidtragenden der NS-Verbrechen gehört. Das russische Außenministerium hatte die deutsche Unterstützung für die Ukraine zuvor als Revanche für frühere Niederlagen bezeichnet.

+++ 22:20 Ukraine soll Stellungen in Kupjansk zurückerobert haben +++

Die ukrainischen Streitkräfte sollen in der umkämpften Stadt Kupjansk in der Region Charkiw ihre Stellungen zurückerobert haben. Das berichtet das ukrainische Open-Source-Kartierungsprojekt DeepState. Zuvor hatten russische Truppen versucht, die Front mit schweren Offensivoperationen an mehreren Achsen zu überwinden. Moskau versucht, Kupjansk von Norden und Osten her einzukreisen, um seine Präsenz auf der Westseite des Flusses Oskil zu festigen.

+++ 21:54 Nato-Chef Rutte: Friedenslösung erfordert harte Entscheidungen +++

Ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges wird Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufolge harte Entscheidungen erfordern. Dies sagt Rutte bei einem Besuch in Kiew vor dem ukrainischen Parlament. 90 Prozent der ukrainischen Flugabwehrraketen stammten aus dem von der Nato ins Lebegerufenenne Beschaffungsprogramm PURL, führt er aus.

+++ 21:25 Selenskyj: Ansatz von Verhandlungsteam wird nach Angriffen angepasst +++

Die Ukraine wird den Ansatz ihres Verhandlungsteams nach den neuen russischen Angriffen auf die Energieversorgung des Landes anpassen. Dies kündigt Präsident Wolodymyr Selenskyj an. Es habe sich bei den Angriffen in der Nacht um einen gezielten Schlag mit einer Rekordzahl an ballistischen Raketen gehandelt. Russland habe den US-Vorschlag für eine Feuerpause missbraucht, um Raketen zu horten und auf die kältesten Tage des Jahres mit Temperaturen unter minus 20 Grad zu warten. In Abu Dhabi soll am Mittwoch die nächste Runde der Friedensgespräche beginnen.

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