Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:37 Ukraine ernennt neuen Kommandeur des Dritten Armeekorps +++
Dmytro Rohoziuk ist Kommandeur des Dritten Armeekorps der Ukraine und löst damit Brigadegeneral Andrii Biletskyi ab, der nun die zentrale Streitkräftegruppe des ukrainischen Militärs leitet. Biletskyi gab die Ernennung während einer Pressekonferenz bekannt, auf der er die Ergebnisse der Operation "Vivaldi" vorgestellt wurden. Die Brigade ist eine der Schlüsseleinheiten bei der Rückeroberung von ukrainischem Territorium.
+++ 09:04 Streit um Gefangene - Südkorea zieht weiteres Botschaftspersonal aus Kiew ab +++
Südkorea zieht wegen eines Streits über nordkoreanische Kriegsgefangene weiteres Botschaftspersonal aus der Ukraine ab. Das Außenministerium in Seoul wirft der Regierung in Kiew mangelnde Kooperationsbereitschaft vor. Hintergrund ist die Erklärung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor den Vereinten Nationen, dass die Ukraine zwei gefangene nordkoreanische Soldaten an Südkorea übergeben habe. Seoul sieht darin einen Verstoß gegen eine Vertraulichkeitsvereinbarung zum Schutz der Soldaten und deren Familien in Nordkorea. Der Geschäftsträger und das Konsularpersonal sollen in Kiew bleiben, um die diplomatischen Kontakte aufrechtzuerhalten, teilt Ministeriumssprecher Park Doo Soon mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha betont dagegen, Kiew betrachte die Angelegenheit als erledigt.
+++ 08:33 Trump offen für Treffen mit Xi und Putin +++
US-Präsident Donald Trump zeigt sich offen für ein Treffen mit den Staatschefs von Russland und China, um über eine Denuklearisierung zu beraten. Trumps Äußerungen folgen auf einen Bericht des “Wall Street Journal”, wonach der russische Präsident Wladimir Putin ein Treffen mit Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im kommenden Monat vorgeschlagen haben soll. Ziel sei es, über die Ukraine zu sprechen und ein für Moskau vorteilhaftes Ende des vierjährigen russischen Angriffskriegs auszuhandeln. "Wir würden ein Treffen auf Grundlage der Denuklearisierung anberaumen, und das ist eine sehr positive Sache für die Welt", sagt Trump vor Journalisten. "Ich habe gerade erst davon erfahren. Wenn sie es durchführen möchten, fände es meiner Ansicht nach in China statt."
+++ 08:07 Finnlands Präsident Stubb: Treffe Selenskyj in Norwegen +++
Finnlands Präsident Alexander Stubb trifft sich nach eigenen Angaben am Dienstag in Norwegen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Störe. Bei den Gesprächen soll es um den Ukraine-Krieg gehen, teilt Stubb mit. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider gemeldet, dass der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der Nahost-Gesandte Steve Witkoff in dieser Woche für Verhandlungen über ein Kriegsende nach Norwegen reisen sollen. Die Diplomatie steht unter dem Eindruck schwerer Spannungen zwischen Washington und Kiew. Selenskyj wirft der US-Regierung vor, die Unterstützung gezielt zu verlangsamen. Trump wirft dem ukrainischen Präsidenten wiederum vor, Friedensgespräche zu verweigern.
+++ 07:29 Iran: Zusammenarbeit mit Russland so eng wie nie zuvor +++
Die Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Russland ist nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi enger denn je. "Noch nie in unserer Geschichte haben der Iran und Russland so eng zusammengearbeitet wie jetzt", erklärt Araghtschi nach einem Besuch seines russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Teheran im Onlinedienst X. Bei den gemeinsamen Gesprächen seien "alle Themen von Europa bis Westasien" besprochen worden, erklärt er. Es sei "um den Libanon, Palästina, die Ukraine und den Jemen gegangen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der wirtschaftlichen und nuklearen Zusammenarbeit", schreibt Araghtschi.
+++ 06:52 Ukraine: Drei Tote bei russischem Luftangriff in Region Kiew +++
Bei einem russischen Luftangriff in der Region um Kiew sind in der Nacht nach örtlichen Angaben drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Die russischen Streitkräfte haben ein Produktions- und Lagergebäude im Umland der ukrainischen Hauptstadt getroffen, woraufhin ein Brand ausgebrochen ist, wie der örtliche Rettungsdienst auf Telegram mitteilt. Das Feuer sei inzwischen gelöscht.
+++ 06:00 Trump: Haben der Ukraine viel gegeben - und sie uns nichts +++
US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine fehlende Gegenleistungen für die Unterstützung der USA vorgeworfen. "Wir haben der Ukraine viel gegeben - sie hat uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht", sagt er in Washington. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor angedeutet, Trump stehe mit seinem kremlfreundlichen Kurs auf der falschen Seite der Geschichte. Trump sagt dazu: "Selenskyj weiß nicht, wovon er spricht." Der ukrainische Präsident sei bei den Friedensbemühungen "keine echte Hilfe", sagt Trump.
+++ 05:36 Vitali Klitschko: Wir werden nie kapitulieren +++
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko appelliert mit eindringlichen Worten an die Solidarität in Europa im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Wir wollen nie wieder Krieg in Europa. Frieden braucht unsere gemeinsame Verantwortung. Freiheit braucht Menschen, die füreinander einstehen", sagt Klitschko in einer Videobotschaft bei einer Preisverleihung in Berlin. Ursprünglich hatte er vor, seine Auszeichnung, den European Future Award, in Berlin persönlich entgegenzunehmen, wie er weiter sagte. Doch die Situation in Kiew habe sich dramatisch zugespitzt, so dass er vor Ort bleiben müsse. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Er erlebe gerade Tag und Nacht, wie dramatisch der Beschuss geworden sei, auf Brücken, Kraftwerke, Schulen, Kindergärten, Kranken- und Wohnhäuser. Der ehemalige Weltklasse-Boxer sagte in seiner Videobotschaft, für die er lauten Applaus und Standing Ovations bekam, Kremlchef Wladimir Putin wolle "uns kaputt bomben und dafür sorgen, dass die Menschen aus den Städten fliehen". Er wolle "für Millionen Flüchtlinge in Europa sorgen" und dass "Europa uns deshalb im Stich lässt und wir kapitulieren. Aber das wird nie passieren".
+++ 04:43 Starlink-Anschlag: Litauen verstärkt Schutz kritischer Infrastruktur +++
Litauen verstärkt nach einem versuchten Brandanschlag auf Starlink-Ausrüstung den physischen und technischen Schutz an Standorten von kritischer Infrastruktur. Nach Angaben von Regierungschef Mindaugas Sinkevicius sollen die Sicherheitsvorkehrungen an mehr als 15 Einrichtungen erhöht werden. Nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius spricht er von zusätzlichen Kräften und Ressourcen.
+++ 03:55 Papst Leo XIV. spricht nach Telefonat mit Putin auch mit Selenskyj +++
Wenige Tage nach seinem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Papst Leo XIV. auch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj gesprochen. "Der Heilige Vater erinnerte an die ernste Lage in der Stadt Oleschky in der Region Cherson und bezog sich auf seine Bitte um eine humanitäre Waffenruhe, die er dem Präsidenten der Russischen Föderation unterbreitet hatte", teilt der Vatikan mit. Am Freitag, drei Tage nach seiner Operation wegen Lungenkrebs, hatte Leo noch vom Krankenhaus aus mit Putin telefoniert und um eine Waffenruhe in Oleschky gebeten. Die umkämpfte Stadt liegt am Ufer des Dnjepr in der Region Cherson im von Russland besetzten Süden der Ukraine und wird von beiden Armeen in die Zange genommen."Seine Heiligkeit äußerte die Hoffnung, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe erlauben wird, sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung", teilt der Vatikan weiter mit. Selenskyj erklärt im Onlinenetzwerk Facebook, er habe Leo "detailliert über die Lage angesichts der russischen Eskalation und der anhaltenden Angriffe Russlands auf ukrainische Städte und Gemeinden" informiert.
+++ 02:41 Insider: Trump-Gesandte reisen zu Ukraine-Gesprächen nach Norwegen +++
Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der Nahost-Gesandte Steve Witkoff reisen Insidern zufolge in dieser Woche zu einer neuen Verhandlungsrunde über ein Ende des Krieges in der Ukraine nach Norwegen. Zwei der drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen sagten, sie erwarteten auch die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Zeitplan sei jedoch vorläufig und könne sich noch ändern. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
+++ 01:56 Lawrow in Teheran: Iran hofft auf Diplomatie +++
Angesichts der militärischen Spannungen zwischen Teheran und Washington hofft der Iran auf einen diplomatischen Ausweg. "Die gemeinsame Auffassung Irans, Russlands und vieler anderer Länder besteht darin, dass die Probleme der Region keine militärische Lösung haben und durch Diplomatie und politische Lösungsansätze angegangen werden müssen", sagt Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in der iranischen Hauptstadt. Der russische Außenminister sprach laut einer Übersetzung von "ergebnisreichen, offenen und aufrichtigen Verhandlungen".
+++ 00:56 Selenskyj: US-Entscheidungen im Krieg "schwer zu erklären" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert Entscheidungen der USA im Krieg gegen Russland. Verzögerungen bei Waffenlieferungen und Einschränkungen beim Austausch von Geheimdienstinformationen seien "unter Freunden schwer zu erklären", sagt er bei einem Treffen mit einer US-Kongressdelegation. In einem Video auf Telegram beklagt er zudem fehlende Erklärungen für die eingeschränkte Nutzung des Satellitennetzwerks Starshield. Darüber hinaus habe die Ukraine zuletzt dreimal keine Warnungen vor russischen Angriffen von ihren Partnern erhalten. Das Pentagon verzögere außerdem die Lieferung bereits bezahlter Raketen. "All dies deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zu drosseln", sagt Selenskyj.
+++ 00:10 Merz beunruhigt wegen Sorglosigkeit gegenüber Russland +++
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich besorgt darüber, dass die von Russland ausgehende Bedrohung in Deutschland nicht ernst genug genommen wird. Der Krieg in der Ukraine sei dabei nur ein Teil des Gesamtbildes, sagt Merz in einem Bloomberg-Interview. "Das große Bild ist, dass Russland dabei ist, die gesamte politische Ordnung unseres europäischen Kontinents zu destabilisieren. Und das wird offensichtlich von vielen Menschen auch in meinem Land unterschätzt." Die Menschen sähen nicht, was das eigentliche Ziel Russlands sei. "Und das ist nicht nur territorialer Gewinn in der Ukraine. Das geht weit darüber hinaus", betont der CDU-Politiker. Er sagt mit Blick auf die Machthaber in Moskau: "Sie fürchten die Demokratie, sie fürchten offene Gesellschaften, sie fürchten den Erfolg der europäischen Integration, und sie wollen diesen Erfolg untergraben, und sie sind auf dem Weg, das zu tun."
+++ 23:05 Trump: Selenskyj sollte Verhandlungen anderen überlassen +++
Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump sollte anstelle des ukrainischen Staatsoberhaupts Wolodymyr Selenskyj jemand anderes die Friedensverhandlungen mit Russland führen. "Vielleicht ist es für Selenskyj an der Zeit, jemand anderen verhandeln zu lassen", sagt Trump vor Journalisten. Er hatte im Oktober eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs gefordert. Die USA stellten der Regierung in Kiew weiterhin Geheimdienstinformationen zur Verfügung.
+++ 22:04 Trump zeigt sich interessiert an Treffen mit Putin und Xi - und macht unfassbare Aussage +++
US-Präsident Donald Trump zeigt sich offen für einen Dreiergipfel zur Ukraine mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping. "Ich würde das tun", sagt Trump in Washington. Laut "Wall Street Journal" hat Putin das Treffen vorgeschlagen, das am Rande des Apec-Gipfels in China im November stattfinden soll. Aus der Ukraine kommt scharfe Kritik, da Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht eingeladen ist. Trump sagt zudem, dass Russland in der Ukraine bislang gut zurechtgekommen sei. "Sie haben nicht besonders viel gemacht." Russland hat seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 in der Ukraine Kriegsverbrechen in unvorstellbarem Ausmaß begangen und dabei massenweise Zivilisten getötet.
+++ 21:33 Litauen: Abgestürzte Drohne hatte Sprengsatz und flog aus Polen ein +++
Eine in Nordosten Litauens abgestürzte Drohne ist nach Angaben der Regierung in Vilnius mit Sprengstoff bestückt gewesen. Der unbemannte Flugkörper, der am Sonntag im Bezirk Pasvalys explodierte, sei ukrainischer Herkunft gewesen und aus Polen in das baltische EU- und Nato-Land eingeflogen, sagt Regierungschef Mindaugas Sinkevicius nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. Daran gebe es keine Zweifel. Die Drohne war am Sonntagmorgen in den litauischen Luftraum eingedrungen und zu Boden gegangen. Die Explosion beschädigte nach Angaben der litauischen Behörden ein ziviles Fahrzeug. Verletzt wurde dabei niemand.
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