Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:30 Wadephul: Russland muss mit "Konsequenzen leben" +++

02.09.2026, 00:01 Uhr

Bundesaußenminister Johann Wadephul weist die die Kritik des russischen Präsidenten Wladimir Putin an deutschen Sanktionen nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen zurück. "Russland hat eskaliert (...) und Russland muss jetzt mit diesen Konsequenzen leben", sagt der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen in Irland. Die EU-Außenminister beraten über weitere Sanktionen gegen Russland. Wadephul will dazu umfangreiche Vorschläge machen. Er gehe davon aus, dass die EU "eine große Zahl von Personen" zusätzlich auf die Sanktionsliste setzen könne. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sowie mehrere EU-Staaten bestellten russische Gesandte und Botschafter ein. 

+++ 10:10 Sachsens Innenmister sieht in Drohnen-Vorfall "Staatsterrorismus" +++

Sachsens Innenminister Armin Schuster ordnet den gescheiterten Angriff mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle als "Staatsterrorismus" ein. "Die deutschen Sicherheitsbehörden haben angesichts der Häufigkeit und Intensität von Angriffen wie am Leipziger Flughafen eine neue Gefährdungslage zu bewältigen, weil diese Anschläge eine gänzlich neue terroristische Bedrohung darstellen, die man klar als Staatsterrorismus benennen und bekämpfen muss", sagt der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe. 

+++ 09:55 Medwedew droht Deutschland mit direkten Angriffen +++

Der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, droht Deutschland wegen der Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig mit Bestrafung. "Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik", schreibt der für seine scharfen Äußerungen bekannte Kremlpolitiker bei Telegram. Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten - und "durchaus auch einige andere Orte in Berlin". Medwedew wirft den deutschen Behörden vor, den Angriff auf dem Flughafen erfunden zu haben. Zudem beschimpft Medwedew die "derzeitige deutsche Führung" als "neonazistisch" und "extrem russophob".  

+++ 09:38 Kallas bestellt Russlands EU-Gesandten ein +++

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bestellt wegen des versuchten Sprengstoffanschlags am Leipziger Flughafen den russischen EU-Gesandten in Brüssel ein. Der Vorfall weise "alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus" auf, sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenministerinnen und -Außenminister in Irland. Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt sagte am Dienstag, in Leipzig seien Tatmittel verwendet worden, die aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt seien - wie die Drohnenkonfiguration, diverse Bauteile, Sprengstoff und Zündtechnik. 

+++ 09:29 Frankreich bestellt russischen Diplomaten wegen Leipzig-Angriffs ein +++

Frankreich beordert wegen des versuchten Drohnenangriffs auf den Flughafen Leipzig/Halle einen Vertreter der russischen Botschaft in Paris ins Außenministerium. Er habe den russischen Geschäftsträger einbestellt, um zu protestieren, sagt der französische Außenminister Jean-Noël Barrot bei einem Treffen der EU-Außenminister in Irland. Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall Anfang August verantwortlich und hat als Reaktion unter anderem die Schließung eines Konsulats sowie eines russischen Kulturzentrums in Berlin angeordnet.  

+++ 09:16 Ukraine wirft Russland "heimtückische" Angriffe auf Feuerwehrleute vor +++

Der ukrainische Katastrophenschutz wirft dem russischen Militär "heimtückische" Angriffe auf Rettungskräfte in der Region Kiew vor. Gestern Abend habe Russland drei Lagerhallen im Bezirk Butcha angegriffen, daraufhin seien Brände ausgebrochen, schreibt der Staatliche Dienst für Notfallsituationen. Während der Löscharbeiten habe das russische Militär zwei weitere Angriffe auf die Lagerhallen durchgeführt. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt und die Brände sind gelöscht. Das russische Verteidigungsministerium schreibt auf Telegram, am Abend ein Logistikzentrum der Alfa Development Group in der Region Kiew mit Drohnen attackiert zu haben. In dessen Lagerhallen würden ausländische Güter mit doppeltem Verwendungszweck gelagert und verteilt, darunter Komponenten für Drohnen.  

+++ 08:55 Putin: Ukraine hat 100 russische Schiffe beschädigt +++

Der russische Präsident Wladimir Putin räumt Schäden an etwa 100 Schiffen des Landes durch ukrainische Drohnenangriffen ein. Zugleich betont der Kremlchef, dass die Ukraine nicht in der Lage sei, Russland mit ihren Attacken kritische Schäden zuzufügen. "Ich denke, dass sie uns einen realen Schaden verursacht haben", sagt Putin am Dienstag in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Journalisten. "Es sind Menschen gestorben, Seeleute, darunter auch ausländische", sagt er. Der Gesamtschaden der Attacken liege nach vorläufigen Berechnungen bisher bei einem Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts, sagt Putin. "Das ist kein kritischer Schaden für uns. Und sie können uns auch keinen kritischen Schaden zufügen", behauptet der Präsident. Die Ukraine hatte insbesondere im Schwarzen und dem benachbarten Asowschen Meer Öltanker und Getreidefrachter attackiert. 

+++ 08:16 SPD-Generalsekretär rechnet mit weiteren Attacken auf Deutschland +++

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf erwartet nicht, dass die von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen Russland von weiteren Angriffen auf Deutschland abschrecken. "Ganz im Gegenteil. Wir müssen uns darauf einstellen, dass auch weitere solche Attacken zu erwarten sind", so Klüssendorf im ntv-Frühstart. Die hybride Kriegsführung Russlands in Europa und Deutschland werde weitergehen. Deutschland müsse zeigen, dass es in der Lage ist, sich zu verteidigen, erklärt Klüssendorf. Dazu gehörten die Schließung des russischen Konsulats und des Russischen Hauses sowie Einschränkungen für die russische Schattenflotte. "Das sind, glaube ich, jetzt die richtigen Maßnahmen." Zugleich müsse die Bundesregierung verhindern, dass die Lage weiter eskaliere. 

+++ 07:53 Moskau "wird mit spiegelähnlichen Maßnahmen reagieren" +++

Die russische Führung empört sich über den deutschen Vorwurf, hinter dem Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen zu stecken. Die Gegenreaktionen sind schon jetzt vorhersehbar. ntv-Reporter Rainer Munz zählt auf, was jetzt zu erwarten ist. 

+++ 07:29 Deutsche Reaktion auf Drohnenangriff laut Mitbegründerin russischer Menschenrechtsgruppe unzureichend +++

Die in Berlin lebende Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, Irina Scherbakowa, hält die Antwort der Bundesregierung auf den Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle für unzureichend. Sie erklärt: "Ich glaube nicht, dass es in Moskau Beunruhigung erzeugt, wenn der russische Botschafter herbeizitiert und das Generalkonsulat in Bonn geschlossen wird. Und das Russische Haus gehört schon seit langem geschlossen." Bei den Einreiseverschärfungen sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht die russischen Dissidenten treffen und die Bürokratie wachsen lassen, fügt Scherbakowa hinzu. Sie hofft auf weitere Maßnahmen. "Gegen diesen hybriden Krieg benötigt man ernsthafte Maßnahmen wie die Verstärkung der Sicherheitsbehörden und einen besseren Schutz der Infrastruktur. Dazu braucht die Regierung Spezialisten, Professionalität und Geld. Und sie braucht die Unterstützung der Bevölkerung." Die Bundesregierung macht Russland für den misslungenen Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Airport in Leipzig/Halle verantwortlich.  

+++ 07:03 Acht Menschen bei Angriffen auf Odessa verletzt +++

Russland hat nach ukrainischen Angaben erneut die Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa attackiert. Dabei seien mindestens acht Menschen verletzt worden, teilt der Leiter der Militärverwaltung der Stadt, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Zudem seien Infrastruktur und Wohngebäude beschädigt worden. So sei ein 24-stöckiges Hochhaus getroffen worden. Das russische Verteidigungsministerium schreibt bei Telegram, in Odessa und Umgebung seien in der Nacht vier Anlagen der Energieinfrastruktur für den Betrieb ukrainischer Häfen beschädigt worden. Genannt werden unter anderem Lagerhallen mit militärtechnischer Ausrüstung und sechs Treibstofftanks für das Militär im Hafen von Odessa. In den vergangenen Monaten hat Russland die Zahl und Intensität seiner Drohnenangriffe auf die Region Odessa deutlich erhöht. Das Gebiet ist einer der wichtigsten Knotenpunkte für den ukrainischen Außen- und Binnenhandel. 

+++ 06:37 Putin bezeichnet Gerüchte über weitere Mobilisierung als "völligen Unsinn" +++

Kreml-Chef Wladimir Putin weist Spekulationen, Russland sei gezwungen eine weitere Mobilisierung anzuordnen, als "völliger Unsinn" zurück. Das sei ein "Informationsangriff auf Russland", sagt Putin am Dienstag nach einem Gipfeltreffen in Kirgistan vor Reportern. Zudem erklärt Putin, Russland mache Fortschritte auf dem Schlachtfeld. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass der Feind zusammenbrechen wird", sagt er. Nach Einschätzung der Ukraine plant Russland die Mobilisierung von 300.000 weiteren Soldaten nach den Parlamentswahlen im September. Zudem könnte Russland demnach 2027 Hunderttausende weitere Soldaten einziehen, um den Rest der ostukrainischen Region Donezk zu erobern. 

+++ 05:57 Russland: Dreiertreffen von Putin, Trump und Xi bei Apec-Gipfel möglich +++

Der russische Präsident Wladimir Putin, sein US-Kollege Donald Trump und das chinesische Staatsoberhaupt Xi Jinping kommen der Regierung in Moskau zufolge beim nächsten Apec-Gipfel möglicherweise zu einem Dreiertreffen zusammen. "Darüber wurde gesprochen, ja", sagt der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, im russischen Staatsfernsehen. Alle drei Staatschefs werden zu dem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen erwartet. Eine Stellungnahme des Weißen Hauses liegt zunächst nicht vor. 

+++ 05:20 Putin wirft Ukraine "Staatsterrorismus" vor +++

Nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, den russischen Luftraum zu nutzen, beklagt sich Russlands Machthaber Putin über "Staatsterrorismus". "In Russlands Luftraum werden sich Drohnen in einem Ausmaß befinden, das berücksichtigt werden muss", hatte Selenskyj gesagt. "Wenn dies laut ausgesprochen wurde, dann ist das schlichtweg eine Erklärung des Staatsterrorismus", kommentiert das Putin in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. "Sie fordern uns auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen", so der Kremlchef weiter. "Aber mit Terroristen verhandelt man nicht."

+++ 05:01 Macron für verschärfte EU-Sanktionen gegen Russland +++

Nach dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Anfang August spricht sich der französische Präsident Emmanuel Macron für ein verschärftes Vorgehen gegen Moskau aus. Frankreich "unterstützt die Verabschiedung neuer europäischer Sanktionen gegen Russland", so Macron auf X. Er sei "voll und ganz solidarisch mit Deutschland". Macron spricht von einer Zunahme "dieser hybriden Angriffe" in Europa. "Sie können nicht unbeantwortet bleiben", betont er.

+++ 04:35 Sachsens Innenminister wirft Russland "Staatsterrorismus" vor +++

Sachsens Innenminister Armin Schuster spricht mit Blick auf den Anschlagsversuch auf den Leipziger Flughafen von "Staatsterrorismus" und warnt vor einer "neuen terroristischen Bedrohung" gewarnt. "Die deutschen Sicherheitsbehörden haben angesichts der Häufigkeit und Intensität von Angriffen wie am Leipziger Flughafen eine neue Gefährdungslage zu bewältigen, weil diese Anschläge eine gänzlich neue terroristische Bedrohung darstellen, die man klar als Staatsterrorismus benennen und bekämpfen muss", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei deshalb "immens wichtig, dass wir in Sachsen, aber auch bundesweit den eingeschlagenen Weg fortsetzen und Polizei und Nachrichtendienste mit den richtigen Befugnissen und angemessenen technischen Mitteln ausstatten", erklärt Schuster weiter.

+++ 03:40 Schweden bestellt russischen Botschafter ein +++

Die schwedische Regierung bekundet wegen des versuchten Anschlags auf dem Leipziger Flughaften ihre Solidarität mit Deutschland und kündigt diplomatische Konsequenzen an. "Wir werden den russischen Botschafter in Stockholm einbestellen, um den scharfen Protest Schwedens gegen das Verhalten Russlands zum Ausdruck zu bringen", sagte der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson bei einer Pressekonferenz. "Schweden steht an der Seite Deutschlands, und Schweden steht an der Seite der Ukraine", fügte er hinzu.

+++ 03:09 Gabriel: Maßnahmen werden Putin nicht beeindrucken +++

Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hält die Sanktionen Deutschlands gegen Russland in Reaktion auf den versuchten Anschlag am Leipziger Flughafen für angemessen. Das sei zumindest eine Antwort, die man geben könne, ohne dass man selber eskaliere, sagt der SPD-Politiker in der ARD-Talksendung "Maischberger": "Wir haben ja kein Interesse, mit Russland in einen Überbietungswettbewerb zu kommen." Allerdings werde das Russlands Präsidenten Wladimir Putin nicht beeindrucken. "Es wird ihn hoffentlich beeindrucken, wenn wir in der Nato und in Europa zusammenhalten." Die Einigkeit könne die Nato zum Beispiel dadurch zeigen, "dass man Drohnen-Überflüge über ein Land der Nato nicht einfach hinnimmt, sondern sie runterholt oder auch ein Jagdflugzeug nicht einfach vorbeifliegen lässt, das Nato-Gebiet überfliegt", so Gabriel.

+++ 02:37 Deutsche Marine testet erfolgreich weitreichendes Raketensystem +++

Die deutsche Marine hat im Nordatlantik einen zuvor geheim gehaltenen Test des israelischen Raketensystems Lora erfolgreich abgeschlossen. Die Erprobung zeige, dass sich das Waffensystem von deutschen Schiffen aus einsetzen lasse "und die mögliche Reichweite übersteigt alles, was wir bisher kannten", sagt Marineinspekteur Jan Christian Kaack. Jetzt sollen Pläne für eine Beschaffung der Waffen mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern vorangebracht werden. Der Kauf des Systems wäre Teil der Rüstungsprogramme, die nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aufgelegt wurden und die dazu dienen sollen, Russland abzuschrecken. Mehr dazu hier.

+++ 02:08 Wadephul: Nichtreaktion auf Drohnen-Vorfall wäre Einladung an Russland +++

Eine ausbleibende Reaktion auf den Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen hätte Außenminister Johann Wadephul zufolge von der Regierung in Moskau als Einladung zu weiteren Schritten gegen Deutschland verstanden werden können. Dieses Risiko sei deutlich größer gewesen als die Gefahr einer weiteren russischen Eskalation, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Russland wird dann einzugrenzen sein und wird dann auf einen vernünftigen Weg zu bringen sein, wenn es weiß, dass es eine klare Reaktion gibt, auch von Ländern wie Deutschland."

+++ 01:20 Putin behauptet: Russische Truppen rücken in Donezk vor +++

Im Krieg gegen die Ukraine kommen die russischen Truppen laut Darstellung von Kremlchef Putin immer schneller voran. Russische Einheiten seien im Donezker Gebiet bis auf wenige Kilometer an die Städte Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka herangerückt, behauptet er in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Vertretern staatlicher Medien. Die Stadt Swjatohirsk sei erneut unter russischer Kontrolle; und in Dobropillja gebe es bereits Straßenkämpfe. Putins Angaben zu angeblichen Erfolgen an der Front widersprechen den Einschätzungen ukrainischer und westlicher Beobachter, die zuletzt übereinstimmend eine Verlangsamung des russischen Vormarsches feststellten. 

+++ 00:18 Ukraine begrüßt deutsche Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland +++

Die Ukraine hat die deutschen Maßnahmen gegen Russland nach dem misslungenen Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle positiv bewertet. "Ich begrüße die entschlossene Reaktion Deutschlands auf den russischen Angriff in Leipzig", schreibt der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, auf der Plattform X. Kiew stehe in engem Austausch mit Berlin bei der Sicherung kritischer Infrastruktur vor Drohnen, einem koordinierten Vorgehen gegen die russische "Schattenflotte" und weiteren Sanktionen gegen Russland.

+++ 23:30 Putin wirft Deutschland Beweisfälschung vor und nennt Sanktionen "schweren Fehler" +++

Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet die deutschen Strafmaßnahmen gegen sein Land nach dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig als "schweren Fehler". Er wirft Deutschland vor, Beweise fingiert zu haben, um Moskau dafür verantwortlich zu machen. Mit den Vorwürfen gegen Russland versuche die Bundesregierung, von innenpolitischen Problemen und den sinkenden Umfragewerten von Bundeskanzler Friedrich Merz abzulenken, sagt Putin auf einer Pressekonferenz in Bischkek in Kirgistan. Mehr dazu hier.

+++ 22:43 Russischer Botschafter nennt Drohnen-Vorwürfe "absurd" +++

Russlands Botschafter Sergej Netschajew weist die Anschuldigungen Deutschlands nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig als "absurd" zurück. Berlin habe seine Vorwürfe nicht belegt, sie widersprächen auch dem gesunden Menschenverstand, so Netschajew laut einer Mitteilung der Botschaft. Er war zuvor ins Auswärtige Amt einbestellt worden. Die von deutscher Seite angekündigten Maßnahmen stellten "eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen" dar und würden nicht ohne Folgen bleiben, so Netschajew weiter. Allein die Bundesregierung trage dafür die Verantwortung. 

+++ 22:11 Maßnahmen gegen Moskau: Deutschland ruft Nato-Rat an +++

Deutschland wird den Nato-Rat am morgigen Mittwoch mit dem gescheiterten Drohnen-Angriff auf den Leipziger Flughafen befassen. In dem Gremium, dem die Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten angehören, werde es eine Aussprache über die wachsende hybride Bedrohung durch Russland geben, erfährt dpa aus Regierungskreisen. Artikel 4 des Nato-Vertrags will die Bundesregierung aber nicht ziehen. Der sieht Beratungen der Verbündeten vor, wenn sich ein Nato-Staat für von außen gefährdet erklärt.

+++ 21:47 Leipziger Anschlagsversuch: AfD-Spitzenkandidat Siegmund fordert Diplomatie statt Sanktionen +++

Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat nach dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Anfang August Diplomatie statt neuer Sanktionen gegen Russland gefordert. "Diplomatie. Miteinander reden", sagt Siegmund dem Portal "The Pioneer" am Rande einer Wahlkampfveranstaltung auf die Frage, welche Maßnahmen die Bundesregierung nun gegen Russland ergreifen solle. Es müsse gefragt werden, was der bisherige Kurs des Westens gegenüber Moskau in den vergangenen Jahren gebracht habe. Siegmund äußerte Zweifel am bisherigen Umgang der Bundesregierung mit Russland. Man schicke Geld und Waffen in die Ukraine, habe Gesprächskanäle abgebrochen und Sanktionen verhängt. "Was hat das gebracht?" Der Punkt, an dem miteinander gesprochen werden müsse, sei "eigentlich überfällig".

+++ 21:19 "Himmel voller Drohnen": Selenskyj erklärt russischen Luftraum für geschlossen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat alle Fluggesellschaften vor Flügen über Russland gewarnt. "Der russische Luftraum wird vollkommen unsicher", sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine drohe dabei jedoch nicht der zivilen Luftfahrt oder einzelnen Flugzeugen. "Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss", erklärt der ukrainische Staatschef. Der russische Luftraum werde "faktisch" geschlossen. Erst vergangene Woche hatte er den Einsatz von bis zu 1000 weitreichenden Drohnen täglich angedroht.

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