Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:25 Selenskyj: Terror für Russland wichtiger als Diplomatie - Ukraine braucht mehr Flugabwehr +++
Vor einer neuen Verhandlungsrunde für ein Ende des Ukraine-Kriegs hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj neue russische Angriffe auf Energieobjekte beklagt. Für Russland sei es wichtiger, die kältesten Tage des Winters zu nutzen, um Menschen zu terrorisieren, als sich der Diplomatie zuzuwenden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Neun Menschen wurden seinen Angaben nach bei den Angriffen verletzt. Er forderte abermals Druck auf Russland und eine rechtzeitige Lieferung von Raketen für Flugabwehrsysteme.
+++ 10:59 Nato-Chef Mark Rutte ist in Kiew +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Wie ein von Selenskyj veröffentlichtes Video zeigt, legen Rutte und Selenskyj Blumen an einem Mahnmal in Kiew nieder, das an die während des russischen Angriffskrieges getöteten ukrainischen Soldaten erinnert:
+++ 10:21 Putin beleidigt wegen entfernter Sowjet-Symbole? Riesiges Mahnmal angegriffen +++
Bei einem nächtlichen russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben ein monumentales Weltkriegs-Mahnmal beschädigt worden. Kulturministerin Tetjana Bereschna bezeichnet die Beschädigung der "Mutter-Heimat"-Statue in Onlinenetzwerken als "symbolisch und zynisch". Die 62 Meter hohe Stahl-Statue einer Frau, die ein Schwert und einen Schild in die Höhe reckt, war 1981 zur Erinnerung an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden. Sie ist Teil des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg. 2023 wurden Hammer und Sichel von der kolossalen Statue als Teil einer Kampagne entfernt, Sowjetsymbole und russische Kultur aus dem öffentlichen Raum der Ukraine zu verbannen. Russlands Invasion im Februar 2022 hatte diesen Prozess sehr zum Missfallen Moskaus beschleunigt.
+++ 09:47 Russland greift mit 450 Drohnen und mehr als 60 Raketen an - ukrainische Luftwaffe informiert über Abschüsse +++
Das russische Militär hat nach Angaben der ukrainischen Regierung in der Nacht mit 450 Drohnen angegriffen. Zudem seien mehr als 60 Raketen abgefeuert worden, teilt Außenminister Andrij Sybiha auf X mit. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden 38 Raketen und 412 Drohnen eliminiert. Darunter vier Raketen vom Typ Zirkon/Onyx, elf ballistische Raketen vom Typ Iskander M/S-300, drei Marschflugkörper vom Typ X-22/X-32 und 20 Marschflugkörper vom Typ X-101/Iskander-K. Mindestens 27 Raketentreffer und 31 Drohnenangriffe an 27 Standorten sowie der Absturz von Trümmerteilen an 17 Standorten seien registriert worden. Der russische Präsident Wladimir Putin habe auf sinkende Temperaturen gewartet, um das ukrainische Energiesystem anzugreifen, erklärt Sybiha. "Weder die erwarteten diplomatischen Bemühungen in Abu Dhabi in dieser Woche noch seine Versprechen gegenüber den Vereinigten Staaten haben ihn davon abgehalten, den Terror gegen die Zivilbevölkerung im härtesten Winter fortzusetzen."
+++ 09:15 Zu Kriegsbeginn noch abgewehrt: "Russen rücken auf 'Heldenstadt' vor" +++
Die ganze Nacht hindurch ist in Kiew lautes Knallen der Luftabwehr zu hören, wie ntv-Reporterin Nadja Kriewald aus der ukrainischen Hauptstadt berichtet. Noch schlimmer allerdings sei die Lage in Charkiw. Russland macht Druck auf die Millionenstadt im Nordosten, deren Einnahme zu Kriegsbeginn noch abgewehrt wurde:
+++ 08:51 Shmyhal über russische Angriffe: "Versuch des Völkermords im Winter" +++
Laut dem ukrainischen Energieminister Denys Shmyhal wurden acht Regionen der Ukraine angegriffen. "Dies war ein weiteres Verbrechen Russlands gegen die Menschlichkeit – ein Versuch des Völkermords im Winter. Russland setzte ballistische Raketen und Marschflugkörper sowie Drohnen ein, um Hochhäuser, Wärmekraftwerke und Heizkraftwerke anzugreifen, die ausschließlich dazu dienten, Gemeinden in Kiew, Charkiw und Dnipro mit Wärme zu versorgen", schreibt Shmyhal auf X. "Dies waren keine militärischen Ziele. Es handelte sich um rein zivile Ziele. Hunderttausende Familien, darunter auch Kinder, wurden während der härtesten Winterbedingungen mit Temperaturen von bis zu −25 Grad absichtlich ohne Heizung gelassen."
+++ 08:18 "Interesse an konstruktiven Gesprächen gleich null" - Russland kommt nicht zu Sicherheitskonferenz +++
Die russische Regierung hat nach Angaben der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) bisher kein Interesse signalisiert, an dem Treffen von Spitzenpolitikern und Experten in der kommenden Woche teilzunehmen. "Vonseiten der russischen Botschaft, die vor 2022 regelmäßig Einladungswünsche präsentierte, gab es keinerlei Kontaktaufnahme", sagt der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger. "Das zeigt mir: Das Interesse an konstruktiven Gesprächen ist gleich null." Ischinger rechnet aber damit, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wie in den vergangenen beiden Jahren nach München kommt. "Davon gehe ich fest aus." Die Konferenz findet vom 13. bis 15. Februar im Hotel Bayerischer Hof statt und gilt als wichtigstes Expertentreffen zur Sicherheitspolitik weltweit.
+++ 07:45 Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew - 1170 Wohngebäude ohne Heizung +++
Dem staatlichen Rettungsdienst der Ukraine zufolge wurden drei Menschen bei den nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew verletzt. Die Bezirke Dniprovskyi, Desnianskyi, Darnytskyi, Pecherskyi und Shevchenkivskyi seien ins Visier genommen worden und alle Brände gelöscht. "Die Informationen über die Opfer werden noch präzisiert. Rettungskräfte und entsprechende Dienste sind vor Ort im Einsatz." Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge sind 1170 Wohngebäude ohne Heizung. Das russische Militär habe die Energieinfrastruktur angegriffen.
+++ 07:08 Bericht: Ukraine, Europäer und USA einig über militärische Reaktion bei Bruch von möglicher Waffenruhe +++
Die Ukraine hat sich einem Medienbericht zufolge mit westlichen Partnern auf eine koordinierte militärische Reaktion für den Fall verständigt, dass Russland ein künftiges Waffenstillstandsabkommen dauerhaft verletzen sollte. Dies berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Der Plan sei bei mehreren Gelegenheiten im Dezember und Januar zwischen ukrainischen, europäischen und US-Vertretern besprochen worden und sehe eine mehrstufige Reaktion vor. Demnach soll auf jeden russischen Bruch eines Waffenstillstands innerhalb von 24 Stunden reagiert werden, beginnend mit einer diplomatischen Warnung und notfalls einem Einsatz der ukrainischen Armee. Sollten die Kampfhandlungen andauern, kämen in einer zweiten Phase Kräfte einer "Koalition der Willigen" zum Einsatz, zu der viele EU-Mitglieder, Großbritannien, Norwegen, Island und die Türkei gehörten. Bei einem ausgeweiteten Angriff solle 72 Stunden nach dem ursprünglichen Bruch eine koordinierte Reaktion unter Einbeziehung des US-Militärs erfolgen.
+++ 06:32 Schwere russische Luftangriffe auf die Ukraine laufen - Kampfjets in Polen aufgestiegen +++
Auf dem Telegram-Kanal der ukrainischen Luftwaffe werden im Takt von wenigen Minuten Warnungen herausgegeben. Den Mitteilungen zufolge sind immer noch diverse russische Raketen und Drohnen in Teilen des Landes unterwegs. Auch Apps, die vor Luftangriffen warnen, zeigen alle Regionen der Ukraine in Rot – das heißt, es sind überall Einschläge möglich. Laut dem Medium Kyiv Independent teilte die polnische Luftwaffe in der Nacht mit, dass sie angesichts des großangelegten Angriffs Kampfflugzeuge zum Schutz des polnischen Luftraums eingesetzt habe.
+++ 06:07 Russland terrorisiert Kiew - Flammen schlagen aus Hochhaus +++
Nach einem kurzen Verzicht auf Angriffe auf Energieanlagen terrorisiert Russland Kiew erneut. Einwohner zeigen Bilder eines Hochhauses, in dem Wohnungen in Flammen stehen. Mehrere weitere Gebäude sollen ebenfalls getroffen worden sein. Nach unbestätigten Medienberichten wurden zudem zwei Wärmekraftwerke angegriffen. In Kiew liegen die Temperaturen aktuell bei -20 Grad.
+++ 05:35 Karnevalswagen-Bauer Tilly will trotz russischer Drohung "business as usual" machen +++
Bildhauer und Karnevalist Jacques Tilly lässt sich von Russlands Justiz nicht einschüchtern. "Wir machen natürlich business as usual. Auch die Russen müssen begreifen, dass es uns nicht nur um Putin geht", sagt er dem Portal "Web.de News". Tilly hatte zuvor Karnevalswagen für den Düsseldorfer Rosenmontagszug mit Karikaturen von Kremlchef Putin gebaut. Laut Gericht muss er sich unter anderem wegen Verunglimpfung der russischen Staatsorgane verantworten.
+++ 04:53 Raketen treffen in der Nacht Großstadt Charkiw +++
Die Großstadt Charkiw im Nordosten der Ukraine steht unter Beschuss, wie Bürgermeister Ihor Terechow mitteilt. In der Region Saporischschja ist die Flugabwehr im Einsatz. Nach unbestätigten Medienberichten werden auch zwei Wärmekraftwerke angegriffen.
+++ 03:43 Nächtlicher Raketenangriff in Kiew +++
Russische Streitkräfte greifen die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Städte des Landes mit Raketen und Drohnen an. In Kiew werden nach Angaben der Militärverwaltung mehrere Wohnhäuser, eine Bildungseinrichtung und ein Geschäftsgebäude beschädigt. Bürgermeister Vitali Klitschko entsendet Rettungskräfte in die betroffenen Stadtteile.
+++ 02:56 Wadephul kontert Vorwürfe aus Moskau +++
Der Kreml wirft Deutschland vor, mit der Unterstützung der Ukraine Revanche für frühere Kriegsniederlagen zu nehmen. "Das ist ein billiger Ablenkungsversuch Russlands", kontert Außenminister Johann Wadephul bei einem Treffen mit seinem neuseeländischen Amtskollegen Winston Peters. Wadephul fügt hinzu, Deutschland habe "überhaupt keine Probleme damit, die eigene Vergangenheit kritisch zu beleuchten".
+++ 02:01 Selenskyj spricht mit US-Vertretern über Sicherheitsgarantien +++
Selenskyj kündigt mit Blick auf die geplanten Friedensverhandlungen in Abu Dhabi auch weitere bilaterale Gespräche mit den USA über Sicherheitsgarantien für die Ukraine an. Es sei wichtig, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten, damit es zu einer diplomatischen Lösung komme, mahnt Selenskyj.
+++ 00:19 Selenskyj meldet weniger russische Angriffe auf Infrastruktur +++
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist die Zahl der russischen Angriffe auf Energieanlagen in seinem Land zurückgegangen. Zwar seien in frontnahen Gebieten erneut Infrastrukturobjekte durch Beschuss getroffen worden, darunter auch lokale Energieerzeuger. Doch es habe im Tagesverlauf keine Angriffe mit Raketen und Shahed-Kampfdrohnen gegeben, sagt er in seiner abendlichen Videobotschaft. Er führt das auf US-amerikanischen Druck auf Moskau zurück. "Das zeigt, dass wenn in Amerika die Motivation da ist, die Lage zu ändern, dann kann sich die Lage auch ändern," sagt Selenskyj.
+++ 22:30 Moskau: Ausländische Streitkräfte in der Ukraine sind "legitime Ziele" +++
Moskau hat den Verbündeten der Ukraine einmal mehr gedroht. Russland würde den Einsatz ausländischer Streitkräfte oder Infrastruktur in der Ukraine als ausländische Intervention betrachten, erklärte Außenminister Sergej Lawrow laut seinem Ministerium, wie Reuters berichtet. Ausländische Streitkräfte würden als legitime Ziele behandelt. In der Stellungnahme lobte das Ministerium auch die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um eine Lösung des Konflikts.
+++ 22:02 Russland wieder auf Fußball-Bühne? Kiew zieht Vergleich zu Olympia 1936 +++
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiga reagiert empört auf den Vorstoß von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Russland möglicherweise wieder an internationalen Fußballwettbewerben teilnehmen zu lassen. "679 ukrainische Mädchen und Jungen werden nie wieder Fußball spielen können - Russland hat sie getötet", schreibt Sybiga auf X. Während Russland "weiterhin noch mehr Menschen tötet", würden "moralisch degenerierte Menschen vorschlagen, die Verbote aufzuheben, obwohl Russland sich weigert, den Krieg zu beenden", heißt es in dem Post weiter. "Zukünftige Generationen werden dies als Schande empfinden, die an die Olympischen Spiele 1936 erinnert."
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