Iran-Krieg im Liveticker+++ 14:52 "Iraner befürchten eine neue riesige Hinrichtungswelle" +++
Nach Bekanntgabe der Feuerpause berichtet der deutsch-iranische Journalist Bamdad Esmaili über die Stimmung im Land. Viele würden sich vor einem neuen Massaker der Mullahs fürchten und alleine gelassen fühlen. Die Pause werde vermutlich auch genutzt, um Ali Khamenei in einer großen Inszenierung zu begraben.
+++ 14:36 Trump will verschüttetes Uran im Iran bergen +++
Die USA werden nach den Worten ihres Präsidenten Donald Trump das unter Trümmern vergrabene angereicherte Uran des Iran bergen. Dabei handelt es sich um eine riskante Operation, bei der sich US-Personal über Tage oder Wochen tief im Inneren des Irans aufhalten könnte. Er behauptet zudem, der Iran werde in Zukunft kein Uran mehr anreichern - ein Vorhaben, an dem Teheran erklärtermaßen festhalten will. "Es wird keine Urananreicherung mehr geben, und die Vereinigten Staaten werden in Zusammenarbeit mit dem Iran den tief vergrabenen... nuklearen 'Staub' ausgraben und entfernen", schreibt er auf Truth Social. "Wir führen und werden Gespräche mit dem Iran über Zoll- und Sanktionserleichterungen führen."
+++ 14:16 Europäische Regierungschefs bieten Hilfe bei Sicherung der Straße von Hormus an +++
Europäische Staats- und Regierungschefs haben erleichtert auf die Waffenruhe zwischen Israel, den USA und dem Iran reagiert. "Wir begrüßen den heute zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran vereinbarten zweiwöchigen Waffenstillstand. Wir danken Pakistan und allen beteiligten Partnern für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung." Die unter anderem von Emmanuel Macron, Friedrich Merz und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichnete Erklärung stellt allerdings auch nachdrücklich Forderungen an die Kriegsparteien. "Das Ziel muss nun sein, in den kommenden Tagen ein rasches und dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies kann nur auf diplomatischem Wege erreicht werden. Wir drängen nachdrücklich auf rasche Fortschritte hin zu einer substanziellen Verhandlungslösung. Wir rufen alle Seiten dazu auf, den Waffenstillstand umzusetzen, auch im Libanon. Unsere Regierungen werden dazu beitragen, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten."
+++ 14:01 Trump kündigt Strafzölle für Waffenlieferungen an den Iran an +++
US-Präsident Donald Trump kündigt Strafzölle für Staaten an, die den Iran mit Waffen versorgen. Der Aufschlag gelte ab sofort und werde 50 Prozent für alle in die USA eingeführten Güter dieser Länder betragen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social.
+++ 13:42 Bundesregierung erwartet gebührenfreie Hormus-Passage +++
Die Bundesregierung fordert für die Straße von Hormus einen unbehinderten Schiffsverkehr auf Grundlage internationaler Abkommen. Die Meerenge sei nicht nur iranisches Seegebiet, sondern es gelte auch das UN-Seerechtsübereinkommen, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. "Und deswegen ist es erforderlich, dass bei der Wiederaufnahme ein freier, sicherer und auch gebührenfreier Seeschiffsverkehr sichergestellt wird. Das ist die deutsche Position, die sich aus dem internationalen Recht, was hier anwendbar ist, herleitet", sagt er weiter. Eine ganze Reihe von Ländern sei weltweit von den Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus betroffen. Aus Sicht Deutschlands seien die Vereinten Nationen der richtige Rahmen, um sich mit dem Problem zu befassen.
+++ 13:25 Libanesische Armee warnt Menschen vor Rückkehr in den Süden +++
Die libanesische Armee warnt die Bevölkerung davor, in den Süden des Landes zurückzukehren. Es bestehe die Gefahr weiterer Angriffe durch Israel, teilt die Armee mit. Zuvor hatte Israel erklärt, die Waffenruhe mit dem Iran gelte nicht für den Konflikt mit der Hisbollah. Auch ein libanesischer Regierungsvertreter sagt der Deutschen Presse-Agentur, der Libanon habe bisher keine offizielle Mitteilung über eine Waffenruhe erhalten, die das Land einschließe. Israels Armee hatte am Morgen und Vormittag für mehrere Gegenden im Libanon, darunter die südlichen Vororte von Beirut, ihre Fluchtaufrufe vor anstehenden Angriffen auf Ziele der Hisbollah erneuert. Laut Angaben des israelischen Militärs gehen auch die Bodeneinsätze gegen die vom Iran unterstützte Miliz im Süden des Nachbarlandes weiter.
+++ 12:55 Bundesregierung: Iran muss Straße von Hormus wie angekündigt öffnen +++
Nach der angekündigten Waffenruhe fordert die Bundesregierung Iran auf, "die Straße von Hormus nun wie angekündigt zu öffnen". Der Iran dürfe den internationalen Seeverkehr nicht weiter bedrohen, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. Das Land müsse zudem von weiteren Angriffen auf Israel und die Staaten am Golf absehen. Die Bundesregierung begrüße die Waffenruhe im Iran-Krieg: "Die Verständigung ist eine sehr gute Nachricht für die Region und weit darüber hinaus," sagt der Sprecher.
+++ 12:33 US-Vize Vance stuft Waffenruhe mit Iran als "zerbrechlich" ein +++
US-Vizepräsident JD Vance stuft die Waffenruhe mit dem Iran als "zerbrechlich" ein und fordert die Führung in Teheran zu "aufrichtigen Verhandlungen" auf. "Wenn die Iraner bereit sind, aufrichtig mit uns zu arbeiten, können wir meiner Meinung nach eine Vereinbarung erzielen", sagt Vance bei einem Besuch in Budapest. Sollte die iranische Führung jedoch nicht an den Verhandlungstisch kommen, "werden sie herausfinden, dass man sich nicht mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten anlegen sollte", fügt der Vizepräsident hinzu. Trump sei "ungeduldig, Fortschritte zu erzielen".
+++ 12:13 Kuwait und Emirate melden Beschuss aus dem Iran +++
Trotz der Waffenruhe melden die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilt die kuwaitische Armee mit und habe 28 iranische Drohnen abgefangen. Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht. Das Verteidigungsministerium der Emirate teilt auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden. Im iranischen Staatsfernsehen wurden die Angriffe mit Raketen und Drohnen bestätigt. Sie erfolgten in Reaktion auf Bombardierungen iranischer Ölanlagen am Persischen Golf kurz zuvor, heißt es in einer Nachrichtensendung (Eintrag 11:09 Uhr).
+++ 11:43 Iran: Finger bleibt während der Gespräche "am Abzug" +++
Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Irans teilt mit, dass der zweiwöchige Waffenstillstand mit den USA und Israel kein Ende des Krieges bedeute und Teherans "Finger am Abzug" bleibe. Der Rat warnt zudem laut Staatsmedien, dass es auf "jeden Fehler des Feindes eine umfassende Antwort" geben werde. Er fügt hinzu, dass die Entscheidung, am Freitag Verhandlungen in Pakistan aufzunehmen, auf der "Anleitung" des obersten Führers des Landes, Mojtaba Khamenei, basiere, der seit dem Angriff, bei dem sein Vater getötet wurde, nicht mehr öffentlich aufgetreten ist. Der Iran werde die Gespräche "mit völligem Misstrauen gegenüber der amerikanischen Seite" führen, so der Rat laut Staatsmedien.
+++ 11:31 Iran: Militär wird Durchfahrt der Schiffe in Straße von Hormus koordinieren +++
Das iranische Militär wird während der Waffenruhe die Durchfahrt von Schiffen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus koordinieren, teilt der iranische Außenminister, Abbas Araghchi, auf X mit. Demnach werde "die sichere Durchfahrt" durch die Meerenge für einen Zeitraum von zwei Wochen möglich sein. Die Wiedereröffnung der wichtigen Handelsroute hatte US-Präsident Donald Trump zuvor als eine zentrale Bedingung des Waffenstillstandsabkommens bezeichnet. In einem Post auf Truth Social schreibt zudem Trump, dass die USA "bei dem Verkehrsstau in der Straße von Hormus helfen" und in der Region "herumhängen" werden, um "sicherzustellen, dass alles gut verläuft" (Eintrag 07:23 Uhr).
+++ 11:09 Teheran meldet Explosionen an Raffinerie auf Insel am Persischen Golf +++
Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel meldet der Iran neue Explosionen am Persischen Golf. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtet. Die Ursache sei unbekannt. Auch auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter berichtet. Auf jede Aggression werde der Iran mit einer "Reue bringenden Antwort" reagieren, heißt es in dem Bericht.
+++ 10:56 China hofft auf normalen Schiffsverkehr durch Straße von Hormus +++
China begrüßt die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA. Die Volksrepublik habe die Vermittlungsbemühungen durch Pakistan und andere Länder unterstützt, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. China habe sich stets für eine Feuerpause sowie eine Lösung der Streitigkeiten durch diplomatische Kanäle eingesetzt und hoffe, dass alle Seiten zusammenarbeiten, um eine baldige Wiederaufnahme des normalen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, China habe den Iran ermutigt, offen für einen Weg zu einer Feuerpause im Konflikt mit den USA und Israel zu sein. Mao bestätigte dies nicht direkt und verwies darauf, dass China weiter eine konstruktive Rolle für Frieden im Nahen Osten spielen wolle. Zuvor hatte auch US-Präsident Trump gesagt, er glaube, China habe den Iran zu einer Einigung mit den USA gedrängt (Eintrag 06:22 Uhr).
+++ 10:31 Sharma zur Stimmung unter Exilern: Iraner "starrten die ganze Nacht auf ihre Telefone" +++
In der Nacht läuft Trumps mehrfach verschobenes Ultimatum für den Iran ab, doch eine Eskalation bleibt aus. Für viele Menschen "war es eine wahnsinnig lange und angespannte Nacht", berichtet ntv-Reporterin Kavita Sharma. Doch die Erleichterung ist brüchig. Die nun anstehenden Verhandlungen sind von tiefem Misstrauen geprägt.
+++ 10:18 Macron: Rund 15 Länder wollen Passage durch Straße von Hormus erleichtern +++
Frankreich will mit rund 15 weiteren Staaten den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus wieder ermöglichen. Durch die Meerenge geht normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öltransportes. Rund 15 Länder seien derzeit mobilisiert und beteiligten sich unter der Führung Frankreichs an der Planung, sagt Präsident Emmanuel Macron in Paris. Ziel sei die Umsetzung einer "rein defensiven Mission" in Abstimmung mit dem Iran, um den Schiffsverkehr nach der vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wieder aufzunehmen.
+++ 09:46 Fischer: "Trumps Drohung mit der Bombe schießt uns in neue Ära" +++
Nach Trumps maximaler verbaler Eskalation hatten die USA keine Rückzugsmöglichkeit mehr, wäre es nicht zu einer Einigung mit dem Iran gekommen. Dennoch sieht Experte Klemens Fischer die Welt durch Trumps "Drohung mit der Bombe" in einer neuen Ära. Die Nato und Europa seien indes der große Verlierer.
+++ 09:30 Militärexperte Masala zweifelt an Sieg der USA +++
Der Militärexperte Carlo Masala sieht nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg und der Öffnung der Straße von Hormus keinen richtigen Sieg für die USA und Israel. "Das, was jetzt erreicht worden ist, sieht eher nach einer strategischen Niederlage der Vereinigten Staaten von Amerika aus", sagt der Experte der Bundeswehr-Universität München im Deutschlandfunk. Der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Plan für eine Beendigung des Krieges, der laut Trump eine sehr gute Basis für Verhandlungen sei, "da ist ja wenig iranisches Entgegenkommen gegenüber den amerikanischen Forderungen von Beginn an drin". Deswegen könnten die USA nicht von einem vollumfänglichen Sieg reden.
+++ 08:59 Fritz mahnt zur Vorsicht: Iran legt Plan vor - "Fast alle Punkte sind schwierig" +++
Trump und Teheran bestätigen eine Waffenruhe - doch die entscheidenden Fragen bleiben offen. Der Iran legt einen Zehn-Punkte-Plan vor. Dabei könnte ein Verhandlungspunkt alles zum Kippen bringen, meint ntv-US-Korrespondent Gordian Fritz. Derweil sieht er für "die iranische Opposition eine sehr schlechte Nachricht".
+++ 08:41 Ministerium meldet Explosionen in Bahrain: "Iranische Aggression" +++
Wenige Stunden nach der Verkündung einer Feuerpause im Iran-Krieg sind aus Bahrain erneut Explosionen gemeldet worden. Eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete am Morgen von Explosionen und Rauch, der über der bahrainischen Insel Sitra aufstieg, auf der sich Ölförderanlagen befinden. Zuvor seien Warnsirenen zu hören gewesen. Das Innenministerium teilt bei X mit: "Der Zivilschutz hat einen Brand in einer Anlage gelöscht, der durch die iranische Aggression verursacht wurde." Es seien keine Verletzten gemeldet worden.
+++ 08:31 Wadephul zu Iran-Einigung: "Endlich eine frohe Botschaft" +++
Außenminister Johann Wadephul begrüßt die Einigung der USA mit dem Iran auf eine Waffenruhe. "Endlich eine frohe Botschaft auch in der Politik! Ich begrüße die Entscheidung der Kriegsparteien für eine Waffenruhe im Iran-Krieg", schreibt der CDU-Politiker auf X. Der Dank gelte allen, die die Vereinbarung unterstützt hätten - insbesondere dem Vermittler Pakistan. "Dies muss der entscheidende erste Schritt auf dem Weg hin zu einer dauerhaften Befriedung sein, denn die Folgen einer Fortsetzung des Krieges wären unübersehbar", so der Minister. Diesen Weg der Diplomatie werde Deutschland nach Kräften unterstützen.
+++ 08:06 Merz fordert "Verhandlungen für dauerhaftes Ende des Kriegs" +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Einigung auf eine Feuerpause im Iran-Krieg begrüßt und Verhandlungen für ein "dauerhaftes Ende des Krieges" gefordert. "Die Bundesregierung begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe, auf die sich die Vereinigten Staaten und Iran in der Nacht verständigt haben", heißt es in einer Mitteilung des Kanzlers. "Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln", heißt es weiter. "Dies wird sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen." Entsprechende Verhandlungen dienten "dem Schutz der iranischen Zivilbevölkerung und der Sicherheit in der Region" und könnten "eine schwere weltweite Energiekrise abwenden", teilt Merz weiter mit. Die Bundesregierung unterstütze die diplomatischen Bemühungen und sei dazu im Austausch mit den USA und anderen Partnern. Deutschland danke zudem Pakistan "für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung".
+++ 07:42 IATA-Chef: Erholung bei Kerosin könnte Monate dauern +++
Auch nach der Öffnung der Straße von Hormus wird es dem Weltverband der Fluggesellschaften IATA zufolge Monate dauern, bis die Versorgung mit Kerosin sich erhole. Er rechne zwar mit einem Rückgang der Rohölpreise, sagt IATA-Chef Willie Walsh in Singapur. Die Kosten für Flugbenzin blieben wegen der Auswirkungen auf die Raffinerien aber wahrscheinlich auf einem leicht erhöhten Niveau. Das treffe nicht nur auf Kerosin, sondern auch auf andere Produkte zu.
+++ 07:23 Trump will bei Stau-Bewältigung in Straße von Hormus helfen +++
US-Präsident Donald Trump hat in einem Post auf Truth Social in der Nacht zum Mittwoch erklärt, dass die USA "bei dem Verkehrsstau in der Straße von Hormus helfen" und in der Region "herumhängen" werden, um "sicherzustellen, dass alles gut verläuft". Der Post des Präsidenten ging nicht auf die Möglichkeit ein, dass der Iran weiterhin von bestimmten Schiffen eine Gebühr für die Durchfahrt durch die Meerenge verlangen könnte. Trump pries den Tag als einen "großen Tag für den Weltfrieden!". Er prognostizierte ein "Goldenes Zeitalter des Nahen Ostens" und fügte hinzu: "Es wird viel Geld verdient werden." Gespräche sollen laut Iran am Freitag in Islamabad, der Hauptstadt Pakistans, beginnen.
+++ 07:06 Albanese: Entwicklungen könnten zu dauerhaftem Ende des Konflikts beitragen
Australiens Premierminister Anthony Albanese hat die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie die geplante Wiedereröffnung der Straße von Hormus begrüßt. Die Entwicklungen könnten zu einem dauerhaften Ende des Konflikts beitragen, der rund 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung beeinträchtigt und die Treibstoffpreise stark steigen ließ. "Das sind positive Nachrichten. Wir haben seit einiger Zeit zu einer Deeskalation aufgerufen", sagt Albanese dem Sender Sky News. "Wir sehen bereits erhebliche Auswirkungen eines Krieges, der auf der anderen Seite der Welt stattfindet - hier in Australien wie für Menschen weltweit."
+++ 06:43 UN: Waffenruhe muss eingehalten werden +++
Nach der Verkündung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran fordern die Vereinten Nationen die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf. Dies sei nötig, "um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen", teilt der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres mit. Guterres begrüße zwar die zweiwöchige Waffenruhe - zugleich fordere er "alle Konfliktparteien im Nahen Osten auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen", sagt UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Neben den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Iran ist auch Israel direkt am Krieg beteiligt.
+++ 06:22 Trump glaubt: China hat Iran zu Einigung mit USA gedrängt +++
US-Präsident Donald Trump glaubt, die chinesische Regierung habe den Iran zu einer Einigung gedrängt. "Soweit ich höre, ja", sagte der US-Präsident in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP auf die Frage, ob Peking daran beteiligt gewesen sei, seinen engen Verbündeten Teheran zu Verhandlungen über eine Waffenruhe zu bewegen. Trump soll Mitte Mai nach Peking reisen, um den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu treffen. China ist der wichtigste Abnehmer iranischen Öls, von dem der Großteil durch die Straße von Hormus transportiert wird.
+++ 06:05 Trump erklärt Einigung mit Iran zum "totalen und vollständigen Sieg" für USA +++
Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ein "totaler und vollständiger Sieg" für Washington. "100 Prozent, daran besteht kein Zweifel" sagt Trump am Dienstag (Ortszeit) in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP. Teheran hatte sich im Gegenzug für die Feuerpause bereiterklärt, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen. Auf die Frage, was mit dem angereicherten Uran Teherans geschehen werde, antwortet Trump: "Darum wird sich bestens gekümmert, sonst hätte ich der Vereinbarung nicht zugestimmt." Ein 10-Punkte-Vorschlag aus Teheran sieht nach Angaben iranischer Staatsmedien vor, dass die USA dem Iran die Anreicherung von Uran erlauben. Der Westen wirft dem Iran seit Jahren vor, an einer Atombombe zu arbeiten.
+++ 05:44 Regierungsanhänger in Teheran jubeln über Waffenruhe +++
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Verkündung der Feuerpause zahlreiche Menschen auf die Straßen geströmt. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich jubelnde Regierungsanhänger mitten in der Nacht, wie der iranische Sender SNN TV berichtet. US-Präsident Donald Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagt der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht.
+++ 05:29 Israel: Feuerpause im Iran-Krieg gilt nicht für den Libanon +++
Die zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg gilt nach Angaben der israelischen Regierung nicht für den Libanon. Israel unterstütze zwar die Feuerpause im Iran, diese umfasse jedoch "nicht den Libanon", erklärt das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Zuvor hatte der Vermittler Pakistan erklärt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon. Netanjahus Büro erklärt zudem, Israel unterstütze die Bemühungen Washingtons, "sicherzustellen, dass der Iran keine atomare, Raketen- und Terrorbedrohung mehr für die USA, Israel, Irans arabische Nachbarn und die Welt darstellt".
+++ 05:05 Bericht: Israel stimmte sich mit USA über Iran-Waffenruhe ab +++
Israel hat sich einem Bericht zufolge mit den USA im Vorfeld über die zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran abgestimmt. Einem ranghohen israelischen Beamten zufolge öffnet der Iran die Straße von Hormus, ohne jegliche seiner Forderungen vorab erfüllt zu bekommen, berichtet die "Times of Israel". Dazu gehöre unter anderem die Zusage eines endgültigen Kriegsendes, Reparationszahlungen und die Aufhebung der Sanktionen, heißt es unter Berufung auf eine schriftliche Stellungnahme des israelischen Beamten.
+++ 04:43 Leavitt: Zehn-Punkte-Plan Basis für weitere Verhandlungen +++
Der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges ist nach Ansicht von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt eine Grundlage für weitere Verhandlungen. "Die Worte von Präsident (Donald) Trump sprechen für sich: Dies ist eine praktikable Verhandlungsgrundlage, und diese Verhandlungen werden fortgesetzt", teilt sie auf Anfrage mit. Leavitt betont, dass die Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus Trump zu verdanken sei. Dieser habe gemeinsam mit dem US-Militär "den Iran dazu gebracht", die Meerenge wieder zu öffnen.
+++ 04:03 US-Vertreter: Israel stimmt zweiwöchiger Feuerpause mit dem Iran zu +++
Die israelische Regierung hat der zweiwöchigen Feuerpause mit dem Iran nach Angaben aus Washington ebenfalls zugestimmt. Ein Vertreter des Weißen Hauses bestätigt dies gegenüber der Nachrichtenagentur AFP unter der Bedingung der Anonymität. Die israelische Regierung reagiert bislang nicht auf die Einigung auf eine Feuerpause.
+++ 03:09 Ölpreise brechen nach Waffenruhe-Ankündigung ein +++
Nach der Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackt rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro) - der niedrigste Wert seit Mitte März. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fällt der Preisrückgang mit Auslieferung im Mai ähnlich aus. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.
+++ 02:32 Pakistan: Waffenruhe zwischen USA und Iran ab sofort +++
Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschließlich im Libanon und andernorts zugestimmt, schreibt Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Sharif lädt Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts aushandeln sollen. Beide Seiten hätten in den Gesprächen "bemerkenswerte Weisheit und Verständnis" bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt.
+++ 02:06 Teheran kündigt Verhandlungen mit Washington ab Freitag in Pakistan an +++
Die iranische Regierung hat Verhandlungen mit Washington zur Beendigung des Iran-Krieges ab Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad angekündigt. Die Gespräche seien zunächst für eine Dauer von zwei Wochen angesetzt, teilt der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran mit. Teheran werde einer dauerhaften "Einstellung der Kampfhandlungen erst zustimmen, wenn die Verhandlungen zum Erfolg geführt haben", heißt es weiter.
+++ 01:37 Irans Außenminister kündigt Öffnung der Straße von Hormus an +++
Irans Außenminister hat eine Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen einer Waffenruhe angekündigt. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schreibt Abbas Araghtschi in einer Erklärung.
+++ 01:30 Iran bestätigt zweiwöchige Waffenruhe +++
Der Iran hat einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Das berichtet die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim. Trump hatte die Öffnung der Straße von Hormus zur Bedingung für die Feuerpause gemacht.
+++ 00:50 Trump will Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen - tragfähiges Abkommen möglich +++
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilt Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Die USA hätten ihre militärischen Ziele erreicht, schreibt Trump weiter. Die Verhandlungen zu einem Friedensplan seien weit fortgeschritten. "Wir haben einen Zehn-Punkte-Vorschlag vom Iran erhalten und sind überzeugt, dass er eine tragfähige Verhandlungsgrundlage bietet. Fast alle Streitpunkte der Vergangenheit wurden zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran beigelegt, doch die zweiwöchige Frist ermöglicht die Finalisierung und Umsetzung des Abkommens", schreibt Trump.
+++ 00:35 Katar: Vier Verletzte nach iranischem Raketenbeschuss +++
Das Innenministerium von Katar teilt mit, vier Menschen, darunter ein Kind, seien nach einem iranischen Raketenbeschuss verletzt wurden. Die iranischen Raketen seien abgefangen worden, es seien aber Trümmer auf ein Haus im Gebiet Muraikh gefallen.
+++ 00:15 Chef der iranischen Justiz ruft Gerichte zu "beschleunigten" Todesurteilen auf +++
Der Chef der iranischen Justiz hat die Gerichte des Landes dazu aufgerufen, schneller Todesstrafen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die USA und Israel zu verhängen. "Sie müssen die Verhängung von Todesstrafen und die Beschlagnahmung von Besitztümern beschleunigen", sagt Gholam Hossein Mohseni Ejei während einer im Fernsehen übertragenen Versammlung von ranghohen Justizverantwortlichen. Es sei "notwendig, weiterhin und mit größerer Schnelligkeit Urteile gegen Elemente und Agenten des feindlichen Aggressors zu fällen," fügt er mit Hinblick auf die Gesetzgebung zur Spionage hinzu. Seit Beginn des Krieges Ende Februar wurden sieben Menschen gehängt.
+++ 23:44 USA melden iranischen Hackerangriff auf Infrastruktur +++
Hacker mit Verbindungen zum Iran führen laut der US-Behörde für IT-Sicherheit Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten durch. Die Gruppen griffen gezielt Industrieanlagen an, die über das Internet erreichbar seien, teilt die zuständige Behörde CISA mit. Demnach sind unter anderem Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors betroffen. In der Folge würden auf Bedienoberflächen häufig falsche Daten angezeigt. Es komme zu Störungen und finanziellen Schäden. Nähere Angaben zum Ausmaß sind zunächst nicht bekannt.
+++ 23:05 Iranischer Insider: Pakistans Vorschlag wird wohlwollend geprüft +++
Ein ranghoher Vertreter des Iran sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran prüfe wohlwollend den Vorschlag Pakistans für eine zweiwöchige Waffenruhe.
+++ 22:38 Weißes Haus: Antwort auf Pakistans Vorschlag wird kommen +++
Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagt dem Portal Axios, US-Präsident Donald Trump sei auf den Vorschlag Pakistans hingewiesen worden, das Ultimatum an den Iran um zwei Wochen zu verschieben. Eine Antwort werde kommen.
+++ 22:03 Mehrere Demokraten fordern Trumps Amtsenthebung +++
Mehrere Demokraten fordern angesichts der harschen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran, den Republikaber seines Amtes zu entheben. Bis zum frühen Nachmittag (Ortszeit) waren es nach Recherchen des "Wall Street Journal" mehr als zwei Dutzend Kongressmitglieder. Entsprechende Forderungen von Demokraten erreichten laut dem Nachrichtenportal "Axios" ihren Höhepunkt, nachdem Trump dem Iran Stunden vor Ende seines Ultimatums noch einmal auf besonders drastische Weise gedroht hatte: "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Neben einem regulären Amtsenthebungsverfahren im Kongress gibt es theoretisch noch einen schnelleren Weg, um Trump seine Präsidentschaft zu entziehen, auf den mehrere Demokraten nun explizit Bezug nehmen: den Zusatzartikel 25 der Verfassung. Dieser erlaubt es in Abschnitt vier, den Präsidenten für unfähig zu erklären, "die Rechte und Pflichten des Amtes auszuüben". Der Abschnitt wurde allerdings noch nie angewandt - die Hürden dafür sind sehr hoch.
+++ 21:46 Pakistan an Trump: Iran-Ultimatum um zwei Wochen verlängern +++
Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif ruft US-Präsident Donald Trump auf, seine Frist an den Iran um zwei Wochen zu verlängern. Im Gegenzug bitte er die "iranischen Brüder" aufrichtig, als Geste des guten Willens die Straße von Hormus für den entsprechenden Zeitraum zu öffnen. Die diplomatischen Bemühungen für eine friedliche Lösung des Krieges schritten stetig voran, so Sharif auf der Plattform X. Pakistan war zuletzt ein Mittler zwischen den USA und dem Iran.
+++ 21:14 Der Papst verurteilt Trumps Drohungen +++
Papst Leo sagt, Drohungen gegen das iranische Volk seien "inakzeptabel". Angriffe auf zivile Infrastruktur seien gegen internationales Recht, fügt er hinzu. Leo, der zuvor schon den Iran-Krieg kritisiert hat, ruft Bürger in aller Welt auf, ihre politischen Vertreter aufzufordern, sich für Frieden einzusetzen.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.