Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 21:14 Der Papst verurteilt Trumps Drohungen +++

07.04.2026, 22:00 Uhr
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Papst Leo sagt, Drohungen gegen das iranische Volk seien "inakzeptabel". Angriffe auf zivile Infrastruktur seien gegen internationales Recht, fügt er hinzu. Leo, der zuvor schon den Iran-Krieg kritisiert hat, ruft Bürger in aller Welt auf, ihre politischen Vertreter aufzufordern, sich für Frieden einzusetzen.

+++ 20:51 Masala: Bundesregierung müsste Trump-Ankündigung verurteilen +++

Der Politikwissenschaftler Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr in München sieht die Bundesregierung in der Pflicht, die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Angriffe auf die zivile Infrastruktur des Iran zu verurteilen. "Angriffe auf zivile Ziele sind letzten Endes Kriegsverbrechen", sagt Masala dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Diese seien zwar auch von den USA schon begangen worden, sie hätten die Verbrechen aber nie angekündigt. "Wenn es dazu kommt, kann auch eine Bundesregierung mit ihrem ,Wir sind jetzt mal ganz ruhig‘-Kurs nicht einfach fortfahren. Sie müsste das vielmehr sehr eindeutig und klar verurteilen. Und das bedeutet: Wir laufen auf den endgültigen Bruch der Nato zu."

+++ 20:29 Israel will "Schaden für den Iran noch einmal vergrößern" +++

Die israelische Armee will die Gangart im Krieg mit dem Iran noch einmal verschärfen. Der Generalstabschef des Militärs, Eyal Zamir, erklärt, den "dem Regime zugefügten Schaden" bei der gemeinsamen Offensive mit der US-Armee "vergrößern" zu wollen. Gleichzeitig lobt Zamir in der Erklärung die bisher erzielten "erheblichen Fortschritte". Nun stehe die Offensive gegen den Iran vor einem "strategischen Scheideweg". Zuvor hatte das israelische Militär erklärt, acht Brücken im Iran attackiert zu haben, die den iranischen Streitkräften "zum Transport von Waffen und militärischer Ausrüstung" gedient hätten.

+++ 20:08 Iran droht mit Angriff auf israelische Gasfelder +++

Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden droht mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: "3.30 Uhr Teheraner Zeit (2.00 MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!"

+++ 19:37 Weltbank-Chef: Iran-Krieg bremst Weltwirtschaft +++

Der Iran-Krieg wird nach Einschätzung von Weltbank-Präsident Ajay Banga das globale Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation anheizen. Dies gelte unabhängig davon, wie schnell der Konflikt ende, sagt Banga bei einer Veranstaltung der Denkfabrik Atlantic Council. Die Weltbank habe über ihre Krisenfonds bereits rasch Milliardenhilfen für betroffene Länder bereitgestellt. Bei der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) kommende Woche in Washington dürften Hilfen für Staaten im Mittelpunkt stehen, die unter kriegsbedingten Energiepreissteigerungen und gestörten Lieferketten litten, erklärt er weiter.

+++ 19:05 Trump zu Fox-News-Moderator: Iran-Ultimatum "findet statt" +++

US-Präsident Donald Trump sagt Fox-News-Moderator Bret Baier nach dessen Worten in einem Telefonat: "20 Uhr [2.00 Uhr MESZ] findet statt", wobei er sich auf das von ihm gesetzte Ultimatum gegenüber dem Iran bezog. Trump habe jedoch auch betont, offen für eine Einigung zu sein. "Ich habe gerade mit dem Präsidenten telefoniert", sagt Baier live im Fernsehen. "Ich habe gefragt: 'Wenn Sie die Chancen einschätzen müssten, wie wahrscheinlich ist es, dass das Ganze in einem ausgehandelten Deal endet?" Er sagte, er wolle keine Wahrscheinlichkeiten nennen. Aber er sagte: '20 Uhr findet statt.' Er sagte: 'Wenn wir an diesen Punkt kommen, wird es einen Angriff geben, wie sie ihn noch nicht gesehen haben.' ... Er sagte, wenn die Verhandlungen heute vorankommen und es etwas Konkretes gibt, könnte sich das ändern."

+++ 18:50 Iran: Internet-Blackout bis Kriegsende +++

Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani schließt einen freien Zugang der Bevölkerung zum globalen Internet vorerst aus. Sie sagt im staatlichen Fernsehen Irib, die Regierung verfolge zwar das Ziel eines freien Internetzugangs, aber im Krieg gelten andere Überlegungen. Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die 90 Millionen Iraner haben bis auf Ausnahmen seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

+++ 18:23 Jäger: Iran setzt verbliebene Machtmittel effektiv ein +++

Nach der jüngsten Drohung Trumps gegen den Iran stellt sich die Frage, ob er sie diesmal wahr machen wird, sollte Teheran seinen Forderungen nicht nachkommen. In den Verhandlungen setze der Iran seine wenigen restlichen Machtmittel effektiv ein, so Politikexperte Thomas Jäger.

+++ 18:09 Israel: Stationierung entlang "Verteidigungslinie" im Südlibanon abgeschlossen +++

Israels Armee schließt im Zuge ihres Militäreinsatzes gegen die pro-iranische Hisbollah im Libanon nach eigenen Angaben die Stationierung von Bodentruppen im Süden des Nachbarlandes ab. Zum derzeitigen Zeitpunkt hätten die Soldaten ihre Posten "entlang der Verteidigungslinie gegen Panzerabwehrraketen" bezogen, erklärt die Armee. Beirut zufolge wurden seit Beginn des Iran-Krieges und der damit wiederaufgeflammten Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah mehr als 1500 Menschen im Libanon getötet.

+++ 17:44 Berichte: Iran stoppt diplomatische Gespräche mit den USA +++

Die Führung Irans stoppt die Verhandlungen über zentrale Gesprächskanäle zu den USA. Das berichtet das "Wall Street Journal". Laut "New York Times" hat Teheran den Vermittler Pakistan darüber informiert, nicht länger für Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand verfügbar zu sein. Die Zeitung beruft sich dabei auf drei hochrangige Quellen in Iran.

+++ 17:30 Katar warnt vor Kontrollverlust im Iran-Krieg +++

Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg warnt Katar eindringlich vor einem Kontrollverlust in der Region. Man stehe unmittelbar vor einem Punkt, an dem die Gewaltspirale nicht mehr zu stoppen sei, sagt Katars Außenamtssprecher Madschid al-Ansari in der Hauptstadt Doha. "Wir haben seit 2023 davor gewarnt, dass eine ungebremste Eskalation uns in eine Situation führen wird, die unkontrollierbar ist. Wir sind diesem Punkt nun sehr nahe." Er fordert alle beteiligten Parteien auf, den Krieg zu beenden, bevor er vollständig eskaliere.

+++ 17:02 CDU-Wehrexperte sieht in Trump-Drohungen "keine Strategie" +++

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), sieht in den Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur Zerstörung von Brücken im Iran keine nachvollziehbare militärische Strategie. Die Situation sei "unabgesprochen in der Nato, unabgesprochen auch mit uns als Partner", sagt Röwekamp dem Nachrichtensender Welt TV. "Zumindest können wir dahinter keine Strategie erkennen." "Wir werben als deutsche Bundesregierung sehr intensiv darum, dass diese Kampfhandlungen eingestellt werden und es möglichst schnell zu einer Vereinbarung kommt", sagt der CDU-Verteidigungsexperte. Klar sei aber auch, dass der Iran daran mitwirken müsse. "Insbesondere muss sichergestellt sein, dass künftige militärische Angriffe - sei es aus dem Iran selbst oder über seine Proxys, insbesondere auf Israel - sowie eine Bedrohungslage auch in Europa aufgegeben werden."

+++ 16:30 Iran-Krieg lässt Millionen im Globalen Süden hungern +++

Im globalen Süden sind Millionen von Menschen auf Hilfslieferungen angewiesen, um zu überleben. Doch durch die Sperrung der Straße von Hormus stecken Lieferungen fest, die Lage in Ländern wie Somalia oder dem Sudan verschärft sich.  

+++ 16:07 Iran ruft zu Menschenketten um Brücken und Kraftwerke auf +++

Ein iranischer Beamter ruft die Jugend des Landes und andere Bevölkerungsgruppen dazu auf, sich um Kraftwerke und andere kritische Infrastruktureinrichtungen zu versammeln. Damit sollen diese vor den Drohungen von US-Präsident Donald Trump geschützt werden, wichtige Infrastrukturen zu sprengen, falls der Iran einem Waffenstillstand nicht zustimmt. "Morgen werden Menschenketten aus jungen Menschen um Kraftwerke im ganzen Land gebildet", sagt Alireza Rahimi, der im Staatsfernsehen als Sekretär des Nationalen Rates für Jugend und Heranwachsende identifiziert wurde. Irans Botschaft in Pakistan teilt in einer Nachricht auf X mit, dass sich Iraner an Brücken, Kraftwerken und anderen wichtigen Standorten versammeln würden, wobei diese Informationen nicht unabhängig überprüft werden konnten. 

+++ 15:37 Macron: Zwei im Iran inhaftierte Franzosen sind frei und unterwegs nach Paris +++

Zwei lange im Iran inhaftierte Franzosen sind frei und haben das Land verlassen. "Cécile Kohler und Jacques Paris sind nach dreieinhalb Jahren Haft im Iran auf dem Weg nach Frankreich", schreibt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X. Er dankt dem Oman für seine Vermittlung.

+++ 15:16 Irans Botschafter: Golfstaaten sollen "Tragödie" verhindern +++

Irans Botschafter in Kuwait ruft die Golfstaaten auf, angesichts der jüngsten von US-Präsident Donald Trump geäußerten Drohungen eine "Tragödie" zu verhindern. "Wir hoffen, dass die Länder in der Region alle ihre diplomatischen und politischen Möglichkeiten nutzen werden, um zu verhindern, dass solch eine Tragödie die Region befällt," sagt Mohammed Tutunidschi der Nachrichtenagentur AFP. Laut dem iranischen Botschafter in Pakistan, das zwischen dem Iran und den USA vermittelt, nähern sich die Bemühungen, den Krieg zu beenden, einer entscheidenden Phase.

+++ 14:54 Sharma: "Iraner fühlen sich von der Welt im Stich gelassen" +++

An der türkisch-iranischen Grenze berichten Menschen von großer Angst vor einer militärischen Eskalation im Iran. Viele fühlen sich von der Welt im Stich gelassen. Drohungen der USA verstärken existenzielle Sorgen und Wut, nicht nur gegen das Regime, sondern auch gegen US-Präsident Trump, wie ntv-Reporterin Kavita Sharma berichtet.

+++ 14:17 Trump droht: Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation untergehen +++

Angesichts des endenden Ultimatums des US-Präsidenten legt Donald Trump verbal noch einmal nach: "Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schreibt er auf Truth Social. Er möchte nicht, dass das geschieht, aber es werde wahrscheinlich so kommen, so der US-Präsident. "Doch nun, da wir einen vollständigen und totalen Regimewechsel haben, bei dem andere, klügere und weniger radikalisierte Köpfe die Oberhand gewinnen, kann vielleicht etwas revolutionär Wunderbares geschehen – Wer weiß das schon?" Man werde es heute Nacht erfahren. "47 Jahre Erpressung, Korruption und Tod werden endlich ein Ende finden. Gott segne das großartige Volk des Iran!"

+++ 13:55 Iran meldet landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur +++

Der Iran hat landesweite Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur gemeldet. Neben der Bombardierung einer Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Autobahnen Ziel von Luftangriffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. In der Provinz Ost-Aserbaidschan etwa sei eine Autobahn nach Einschlägen von Geschossen gesperrt worden. Das Krisenmanagement der Provinz forderte die Bevölkerung auf, nicht notwendige Reisen bis auf weiteres zu unterlassen. In derselben Provinz sei außerdem eine Autobahnbrücke auf der Strecke zwischen der Millionenstadt Tabris und der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Sandschan attackiert worden, berichtete die Zeitung "Etemad". Nahe der Pilgerstadt Ghom südlich von Teheran meldeten iranische Medien unterdessen einen Angriff auf eine Brücke an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Die staatliche und englischsprachige Zeitung "Tehran Times" meldete Angriffe auf das Schienennetz in Karadsch, einer Millionenstadt westlich von Teheran. In Karadsch kam es laut der Nachrichtenagentur Isna in einigen Stadtteilen zu Stromausfällen, nachdem ein Umspannwerk von Geschossen getroffen wurde. Die mächtigen Revolutionsgarden drohten mit Vergeltung und kündigten Raketenangriffe auf Industrie, Infrastruktur und Militärziele in Israel an, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

+++ 13:40 Israel macht Drohung offenbar wahr: Angriff auf Eisenbahnbrücke im Iran mit Toten +++

Der Iran hat nach israelischen Angriffsdrohungen (siehe Eintrag von 08:55 Uhr) die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke gemeldet. Bei dem Luftangriff nahe der Kulturstadt Kaschan seien zwei Menschen ums Leben gekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Drei Menschen seien verletzt worden. Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Bei der Strecke handelt es sich um die Nord-Süd-Verbindung. Die Wüstenstadt Kaschan, ein beliebtes Touristenziel, liegt etwa drei Autostunden von der Hauptstadt Teheran entfernt. Am Morgen hatte Israels Militär mit Angriffen auf das Schienennetz im Iran gedroht. Wer mit dem Zug reist oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufhält, gefährde sein Leben, hieß es in einem persischen Post auf X. In der nordöstlichen Millionenmetropole Maschhad stellten Züge folglich aus Sicherheitsgründen ihren Betrieb ein. Später berichteten die israelischen Streitkräfte über umfassende Angriffe auf iranische Infrastruktur, ohne die genauen Ziele zu nennen.

+++ 13:28 Revolutionswächter drohen mit Angriffen außerhalb der Golfregion +++

Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen außerhalb der Golfregion, sollten die USA rote Linien überschreiten. In einer Erklärung kündigen sie zudem an, die Infrastruktur der USA und deren Partner in der Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, heißt es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran eine Frist bis Mittwoch, 02.00 Uhr MESZ gesetzt, um die Straße von Hormus wieder freizugeben. Anderenfalls will er Brücken und Kraftwerke in der Islamischen Republik zerstören lassen.

+++ 13:15 Frankreich warnt vor Angriffen auf zivile Infrastruktur im Iran +++

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hat vor von US-Präsident Donald Trump angedrohten Angriffen auf zivile Infrastruktur im Iran gewarnt. "Wenn wir uns alle gegen Angriffe auf zivile und energetische Infrastrukturen aussprechen, dann vor allem, weil sie nach den Regeln der Kriegsführung und dem Völkerrecht ausgeschlossen sind, und zweitens, weil sie im Falle des Krieges im Iran zweifellos eine neue Phase der Eskalation und Vergeltungsmaßnahmen einleiten würden", sagte Barrot dem Sender France Info. Diese würden die Region und die Weltwirtschaft in einen beunruhigenden Teufelskreis stürzen. "Wir erleben bereits einen sprunghaften Anstieg der Kraftstoffpreise. Würden die Energieinfrastrukturen im Iran angegriffen, ist mit Vergeltungsmaßnahmen des iranischen Regimes zu rechnen, die eine ohnehin schon besorgniserregende Lage weiter verschärfen würden", sagte Barrot. Trump droht mit der "völligen Zerstörung" aller Brücken und Kraftwerke im Iran, falls Teheran nicht bis Mittwochnacht 2.00 Uhr MESZ die Straße von Hormus wieder öffnet.

+++ 12:55 Flughafen im Westen Irans Ziel von Angriffen +++

Im Westen Irans ist ein Flughafen Ziel von Luftangriffen geworden. In der Stadt Chorramabad sei der Flughafen bombardiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan. Bei dem Angriff gab es seinen Worten zufolge keine Todesopfer. Das Ausmaß der Schäden blieb unklar.

+++ 12:30 Experte: USA können Iran nicht in einer Nacht "ausschalten" +++

Die Behauptung von US-Präsident Donald Trump, dass der Iran "in einer Nacht ausgeschaltet" werden könne, stimmt laut einem Militärexperten nicht mit den militärischen Fähigkeiten der USA und Israels überein. Der US-Sender CNN fragte Peter Layton, Ex-Offizier der australischen Luftwaffe, was die USA und Israel aufbieten könnten, um innerhalb von 24 Stunden hunderte iranische Kraftwerke und möglicherweise hunderttausende Brücken zu zerstören. Laut Laytons Analyse bräuchte man für eine solche Mission mehr als 900 Kilogramm schwere Bomben, von denen die US-israelische Streitmacht bei einem Einsatz nur rund 330 abwerfen könne. Selbst wenn jede Bombe ihr Ziel träfe, würde diese Anzahl bei Weitem nicht ausreichen, so der Militäranalyst. Dennoch würde eine Verwirklichung der Drohung des US-Präsidenten großen Schaden im Iran anrichten, räumte Layton bei CNN ein.

+++ 12:10 Flugverkehr in Asien zunehmend von Iran-Krieg betroffen +++

In Asien kämpfen Fluggesellschaften zunehmend mit der stockenden Kerosinversorgung aufgrund des Iran-Krieges. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran kappt rund ein Fünftel der weltweiten Kerosinversorgung auf dem Seeweg, vor allem in Richtung Asien. Airlines in importabhängigen Ländern wie Vietnam, Myanmar und Pakistan arbeiten bereits im Krisenmodus, auf den sich bei längerer Kriegsdauer auch die Europäer einstellen müssen. Fluggesellschaften in Asien streichen wegen eines knappen Angebots an Kerosin Flüge, nehmen zusätzlichen Treibstoff mit oder legen Tankstopps ein. Dies erhöht den Druck auf eine Branche, die bereits von einem starken Anstieg der Treibstoffkosten betroffen ist. "In meinen Gesprächen mit Fluggesellschaften stelle ich fest, dass sie sehr besorgt über die Zukunft sind", sagte Shukor Yusof, Gründer der Luftfahrtberatung Endau Analytics. "Denn wir wissen nicht, wann der Krieg enden wird und wann die Lieferkette, die Rohstoffe aus der Golfregion, wiederhergestellt sein werden." China und Thailand stellten Kerosinexporte bereits ein, Südkorea begrenzt die Mengen.

+++ 11:50 Bericht: Modschtaba Chamenei kann wegen medizinischem Problem nicht regieren +++

Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist einem Bericht zufolge bewusstlos und wird wegen eines "schweren" medizinischen Problems in der iranischen Stadt Qom behandelt. Die Zeitung "Times of Israel" schreibt unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, dass der neue iranische Führer nicht in der Lage sei, das Land zu regieren. "Modschtaba Chamenei (...) kann an keiner Entscheidungsfindung des Regimes beteiligt sein", zitiert die Zeitung aus einem diplomatischen Memo, das auf US-israelischen Geheimdienstinformationen basiere. Es sei das erste Mal seit Beginn des Iran-Krieges, dass ein solcher Bericht Chameneis Aufenthaltsort offenlegt. Es wird vermutet, dass der Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei bei den Eröffnungsangriffen durch die USA und Israel am 28. Februar, bei denen sein Vater starb, schwer verletzt wurde.

+++ 11:30 Ärzte warnen: Israel nimmt Gesundheitssystem im Libanon ins Visier +++

Ärzte, Menschenrechtsgruppen und Zivilisten warnen davor, dass die israelische Armee im Libanon die Gesundheitsinfrastruktur des Landes zerstört. "Ich habe das schon einmal durchlebt", zitiert die Nachrichtenagentur AP einen Chirurgen, der in einem Krankenhaus der libanesischen Hafenstadt Sidon tätig ist und in den vergangenen Jahren im Gazastreifen gearbeitet hat. Dem Bericht zufolge hat das israelische Militär bei einer Beschreibung seiner Strategie im Libanon auf die Verwüstung verwiesen, die es nach der Hamas-Terrorattacke vom 7. Oktober 2023 im Gazastreifen angerichtet hat. Im März hätten israelische Kampfflugzeuge Flugblätter über Beirut abgeworfen, in denen gewarnt wurde, dass nach dem "großen Erfolg in Gaza auch eine neue Realität im Libanon" bevorstehe. Seit dem erneuten Ausbruch des Kriegs zwischen der Hisbollah und Israel sind laut libanesischem Gesundheitsministerium mindestens 57 Gesundheitsfachkräfte bei israelischen Angriffen getötet worden. Israel wirft der Hisbollah vor, Krankenhäuser und Krankenwagen für militärische Zwecke zu nutzen.

+++ 11:10 Iran greift Tel Aviv wieder mit Streumunition an +++

Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv hat der Iran nach israelischen Militärangaben erneut international geächtete Streumunition eingesetzt. Am Morgen heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören. Der israelische TV-Sender berichtete, es habe etwa zehn Einschlagsorte gegeben. Dabei sei Sachschaden an Gebäuden und Fahrzeugen verursacht worden. Berichte zu Verletzten gab es zunächst nicht. Auch die Hafenstadt Eilat an der Südspitze Israels wurde nach Medienberichten mit Streumunition angegriffen. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem großen Gebiet. Die kleinen Geschosse können von der israelischen Luftabwehr kaum abgefangen werden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Bevölkerungszentren zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht.

+++ 10:55 Mindestens 18 Tote bei Luftangriffen in iranischer Provinz - Hilfsorganisation: "Angriffe auf Zivilisten" +++

Nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind in einer angrenzenden Provinz mindestens 18 Menschen bei Luftangriffen getötet worden. Weitere 24 Bewohner der Provinz Albors seien bei den israelisch-amerikanischen Attacken verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die Bombardierungen trafen Wohngebiete, wie der Vizegouverneur in Albors erklärte. Rettungskräfte seien rund um die Uhr im Einsatz. Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds haben die USA und Israel heute bereits 17 zivile Ziele im Iran bombardiert. Auf X schreibt die Hilfsorganisation: "Es gibt keine Rechtfertigung für Angriffe auf Zivilisten; das internationale humanitäre Recht besagt ausdrücklich, dass Angriffe auf wehrlose Zivilisten ein Kriegsverbrechen sind."

+++ 10:35 US-General: Jeder Iraner mit Handfeuerwaffe hat auf uns geschossen +++

Nach Darstellung von US-General Dan Caine ist das US-Militär bei der erfolgreichen Rettungsaktion für einen im Iran abgestürzten Soldaten auf heftigen Widerstand der iranischen Bevölkerung gestoßen. Der Waffenoffizier sei von einem Schwarm aus Rettungshubschraubern aufgenommen worden, doch diese seien dann "von jeder einzelnen Person im Iran, die eine Handfeuerwaffe hat" beschossen worden, sagte Caine vor Journalisten in Washington. Eine der Flugmaschinen wurde demnach mehrmals getroffen, die Crew sei aber mit leichten Verletzungen davongekommen.

+++ 10:20 Berichte: Synagoge in Teheran bei US-israelischem Angriff "komplett zerstört" +++

In Teheran ist iranischen Staatsmedien zufolge eine Synagoge bei US-israelischen Angriffen "komplett zerstört" worden. Dies berichteten die Zeitung "Schargh" und die Nachrichtenagentur Mehr. Bei der Synagoge habe es sich um "einen der wichtigsten Versammlungsorte" für die Juden der Region gehandelt, schrieb "Schargh" weiter. Der überwiegende Teil der jüdischen Iraner war im Jahr 1979 nach der islamischen Revolution aus dem Iran geflohen, im Land verblieben sind nur wenige Tausend Juden. In Teheran und weiteren Städten gibt es noch mehrere Synagogen. Der schiitische Islam ist im Iran Staatsreligion. Die Verfassung gesteht jedoch auch dem sunnitischen Islam, dem Zoroastrismus, dem Judentum und dem Christentum die Rolle als "Minderheitsreligion" zu. Je ein Vertreter dieser religiösen Gruppen ist im Parlament vertreten.

+++ 10:05 Iranische Medien: Drei Kinder bei Luftangriff nahe Hauptstadt getötet +++

Bei einem Luftangriff nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind einem Bericht zufolge drei Kinder ums Leben gekommen. Bei der Attacke am frühen Morgen sei ein Wohnhaus in der Pendlerstadt Pardis getroffen worden, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Mehr. Insgesamt seien aus den Trümmern bislang sechs Leichen geborgen worden. Seit mehr als fünf Wochen nun führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran. Augenzeugen in Teheran berichteten ebenfalls von schweren Bombardierungen in der vergangenen Nacht. In Pardis östlich der Millionenmetropole wurden in den vergangenen 15 Jahren riesige Neubausiedlungen für Teherans wachsende Bevölkerung errichtet. Viele Menschen in der Mittelschicht erwarben dort in den Hochhäusern Eigentum, oft in der Hoffnung auf erschwinglichen Wohnraum und einen sozialen Aufstieg am Rand der Hauptstadt. Nutzer in den sozialen Medien berichteten über mehrere Raketeneinschläge in Pardis, davon mutmaßlich auch mit bunkerbrechenden Bomben. "Fenster und Häuser haben gezittert", zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid auf seinem Telegram-Kanal einen Bewohner aus der Stadt.

+++ 09:50 Ölkrise wiegt schwerer als die von 1973, 1979 und 2002 zusammen +++

Die aktuelle Öl- und Gaskrise, die durch die Blockade der Straße von Hormus ausgelöst wurde, ist dem Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2002 zusammen. "Die Welt hat noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung dieses Ausmaßes erlebt", sagt Fatih Birol im Interview mit der französischen Zeitung "Le Figaro". Europa, Japan, Australien und andere würden dadurch belastet, aber die am stärksten betroffenen Länder seien die Entwicklungsländer. Die IEA-Mitgliedsländer hatten sich im vergangenen Monat zur Entlastung darauf geeinigt, einen Teil ihrer strategischen Reserven freizugeben. Ein Teil davon sei bereits freigegeben worden, und der Prozess gehe weiter, sagte Birol. Der März war sehr schwierig, aber der April wird noch viel schlimmer", wenn die Straße von Hormus de facto geschlossen bleibe. Im Krieg seien zudem bereits 65 Energieanlagen angegriffen und beschädigt worden, ein Drittel davon schwer oder sehr schwer, fügte Birol hinzu. Sie wieder instandzusetzen, werde sehr lange dauern. Es gebe aber auch "Gründe für Optimismus": So werde die Energiekrise etwa den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen.

+++ 09:35 Wichtiger Ölindustrie-Komplex in Saudi-Arabien offenbar bei Angriffen beschädigt +++

In Saudi-Arabien ist laut einem Augenzeugenbericht in der Nacht ein bedeutendes Erdöl-Industriegebiet angegriffen und beschädigt worden. In den Industrieanlagen des Konzerns Saudi Basic Industries Corporation (Sabic) im ostsaudiarabischen Dschubail sei nach einem Angriff ein Brand ausgebrochen, es hätten sich "sehr starke Detonationen" ereignet, hieß es von einem Menschen vor Ort. Das Industriegebiet von Dschubail ist eines der größten der Welt. Dort befinden sich Stahlwerke, Erdölraffinerien und Fabriken für weitere Erdölprodukte, Schmieröl und Kunstdünger. Am Montag hatte die israelische Luftwaffe nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz einen "heftigen Angriff" auf das iranische Erdölindustriegebiet Asalujeh am Persischen Golf geflogen.

+++ 09:20 Iran soll Sicherheitsgarantien und Gebühren für Hormus-Passage fordern +++

Der Iran fordert für eine Feuerpause mit Israel und den USA laut einem Medienbericht Sicherheitsgarantien und ein Ende israelischer Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Südlibanon. Die "New York Times" schrieb unter Berufung auf zwei nicht namentlich genannte iranische Regierungsvertreter, Teheran wolle zudem Zusicherungen, künftig nicht Ziel weiterer Angriffe zu werden. Nach dem Bericht sieht ein von Teheran vorgeschlagener Plan vor, die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Iran wolle jedoch eine Gebühr von rund zwei Millionen Dollar (rund 1,7 Millionen Euro) pro Schiff erheben. Die Einnahmen würden demnach mit Oman geteilt, das an die Wasserstraße angrenzt. Iran wolle seinen Anteil an den Einnahmen für den Wiederaufbau von Infrastruktur verwenden, die bei US-israelischen Angriffen beschädigt worden sei, berichtete die "New York Times" weiter. Auf direkte Entschädigungsforderungen würde Teheran demnach verzichten. US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Vorschlag am Montag als "bedeutend", erklärte später jedoch, er sei nicht ausreichend.

+++ 08:55 Israel droht mit Angriffen auf iranisches Schienennetz +++

Das israelische Militär hat die Bevölkerung im Iran davor gewarnt, mit dem Zug zu reisen oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. Wer sich dort aufhalte, gefährde sein Leben, hieß es in einem auf Farsi formulierten Post auf der Plattform X. Die Warnung gelte ab sofort bis 21.00 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ). Die iranische Bevölkerung hat seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Die Iraner nutzen aber iranische Plattformen, die Telegram ähneln. Auf einer dieser Plattformen wurde die Warnung der Israelis sechs Minuten nach der Veröffentlichung auf X geteilt. Hintergrund sind die Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf Infrastruktur, die auch zivil genutzt wird oder zivilen Nutzen hat. Er hat dem Iran ein Ultimatum gestellt, die für den Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus zu öffnen, das kommende Nacht ausläuft. Derzeit ist keine Einigung in Sicht.

+++ 08:25 Rettungsaktion im Iran: "Trump zeigt James-Bond-Fähigkeiten des US-Militärs" +++

Das US-Militär rettet einen über dem Iran abgeschossenen Kampfjet-Piloten und bringt ihn in Sicherheit. Laut dem Politikwissenschaftler Klemens Fischer zeigt Trump dem Mullah-Regime mit dieser "James-Bond-Aktion", wozu die USA fähig sind. "Das Signal ist: 'Wollt ihr euch wirklich mit uns anlegen?!'"

+++ 07:50 US-Abgeordnete fordert Amtsenthebung von Kriegsminister Hegseth +++

Die demokratische Kongressabgeordnete Yassamin Ansari hat eine Amtsenthebungsbeschwerde gegen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eingereicht, da sie die Rechtmäßigkeit des Kriegs gegen den Iran infrage stellt. "Was wir an diesem Wochenende von der Trump-Regierung gesehen haben, war absolut erschreckend und herzzerreißend", sagte Ansari, die iranischer Abstammung ist. "Die Drohungen gegen die zivile Infrastruktur Irans und das gesamte Land Iran sind unglaublich und apokalyptisch", so Ansari. "Der Iran ist ein Land mit 90 Millionen Menschen, und ihnen mit Vernichtung zu drohen, ist ein monströses Kriegsverbrechen." Sie bezeichnete Hegseth als "Ermöglicher" des Krieges und machte ihn verantwortlich für die Anordnung der "wahnsinnigen Militäraktion", die ihrer Aussage nach bereits Tausende von Zivilisten sowie mehrere US-Militärangehörige getötet hat. Die Abgeordnete aus Arizona fügte hinzu, dass Hegseth die Verfassung "wiederholt verletzt" habe, etwa indem er den Kongress ignoriert und "vorsätzliches Anvisieren" ziviler Infrastruktur angeordnet habe.

+++ 07:13 Von Straße von Hormus abhängig: Südkorea will Öllieferungen aus dem Nahen Osten absichern +++

Der südkoreanische Präsidialamtschef Kang Hoon-sik reist nach Kasachstan, Oman und Saudi-Arabien, um die Versorgung mit Rohöl und Naphtha sicherzustellen. Als Sondergesandter von Präsident Lee Jae Myung will er mit Regierungen, Energiefirmen und Reedereien über stabile Lieferungen verhandeln, teilt er mit. Südkorea bezieht 61 Prozent seiner Rohöl- und 54 Prozent seiner Naphtha-Importe über die Straße von Hormus. Derzeit warten 26 südkoreanische Schiffe in der Meerenge auf sichere Durchfahrt.

+++ 06:43 Iran entlässt japanischen Journalisten aus berüchtigtem Gefängnis +++

Ein seit Januar im Iran inhaftierter japanischer Staatsbürger ist der Regierung in Tokio zufolge freigelassen worden. Die japanische Botschaft im Iran habe bestätigt, dass der Japaner, der am 20. Januar festgenommen worden sei, am 6. April freigelassen worden sei, erklärte der Sprecher der japanischen Regierung, Minoru Kihara. Der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge handelte es sich bei dem Mann um den Leiter des Teheran-Büros des Rundfunksenders NHK. Der Journalist sei nach seiner Festnahme in das berüchtigte Evin-Gefängnis gebracht worden, hieß es in japanischen Medien. NHK antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Regierungssprecher Kihara sagte vor Journalisten lediglich, der japanische Botschafter im Iran habe sich mit dem Freigelassenen getroffen und sich vergewissert, "dass er bei guter Gesundheit ist". Erst im März hatte die japanische Regierung die Freilassung eines weiteren japanischen Staatsbürgers im Iran bekanntgegeben. Die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi teilte derweil mit, dass "Vorkehrungen" für ein Telefongespräch mit dem iranischen Präsidenten Masud Peseschkian getroffen würden. "Wir müssen sowohl mit den USA als auch mit dem Iran kommunizieren, daher streben wir Telefongespräche mit den Präsidenten beider Länder an", sagte sie vor dem japanischen Parlament.

+++ 06:23 Raketentrümmer fallen in Saudi-Arabien nahe Energieanlagen aus dem Himmel +++

Saudi-Arabien fängt nach eigenen Angaben sieben ballistische Raketen ab, die auf die östliche Region des Landes abgefeuert werden. Trümmer der abgefangenen Geschosse seien in der Nähe von Energieanlagen niedergegangen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Behörden prüfen mögliche Schäden. Wer die Raketen abgefeuert hat, teilt das Ministerium zunächst nicht mit.

+++ 06:03 Explosionen über Damaskus - Israel wehrt iranische Raketen ab +++

In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland sind Explosionen zu hören. Sie werden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht, meldet das syrische Staatsfernsehen. Weitere Details liegen zunächst nicht vor.

+++ 05:43 Nach Angriffen auf iranisches Akw Buschehr: IAEA warnt vor "sehr realer Bedrohung" +++

Angesichts des bereits vierten Angriffs auf das Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr warnt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor einer "sehr realen Bedrohung für die nukleare Sicherheit". Luftangriffe auf ein in Betrieb befindliches Akw "könnten einen schweren radiologischen Unfall mit schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt im Iran und darüber hinaus" verursachen, erklärt IAEA-Chef Rafael Grossi im Onlinedienst X. Diese "sehr reale Bedrohung" müsse aufhören. Russland warnt, die Angriffe könnten eine "radiologische Katastrophe" auslösen, die "verheerender" wäre als Tschernobyl. Das Außenministerium in Moskau erklärte, es fordere "ein weiteres Mal dringend eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen".

+++ 04:45 Israelische Armee startet neue Angriffswelle gegen den Iran +++

Israels Armee hat eine neue Angriffswelle gegen den Iran bekanntgegeben. Dabei sei "Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes in Teheran und in zusätzlichen Gebieten im Iran" anvisiert worden, teilt die Armee im Onlinedienst X mit. Zugleich erklärt sie, die israelische Luftabwehr reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus dem Iran. Iranische Staatsmedien melden derweil Explosionen in Teheran und der nahegelegenen Stadt Karadsch. Die iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr gaben keine weiteren Details bekannt.

+++ 03:43 Pentagon sagt kurzfristig Pressekonferenz ab +++

Das Pentagon hat kurzfristig eine für Dienstag anberaumte Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine abgesagt. Aus einer Mitteilung an Pressevertreter geht nicht hervor, warum die Einladung für die um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) angekündigte Veranstaltung zurückgezogen wird.

+++ 02:45 Iranische Armee weist Trumps "arrogante Rhetorik" zurück +++

Irans Militärführung hat die Warnungen von US-Präsident Donald Trump vor einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke des Landes als "arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen" abgetan. Trump sei "wahnhaft", sagt der Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfaqari, laut Staatsmedien. Die "rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten" würden die Angriffe gegen die "amerikanischen und zionistischen Feinde" nicht stoppen, wird der Militärsprecher zitiert.

+++ 01:25 Trump: Fehlende Nato-Hilfe wird ewiger Makel sein +++

Wenige Tage vor einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte bekräftigt US-Präsident Donald Trump seine Kritik am Bündnis. "Ich glaube, das ist ein Makel für die Nato, der niemals verschwinden wird", sagt er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Haltung der Partner zum Iran-Krieg. Er wirft Verbündeten vor, zu spät Unterstützung in Aussicht gestellt zu haben. "Ich brauche keine Hilfe, nachdem wir gewonnen haben", sagt er weiter.

+++ 00:07 US-Militär trifft Vorbereitungen für Angriffe auf iranische Energieziele +++

Das US-Militär trifft Vorbereitungen für mögliche Angriffe auf Energieziele im Iran, sagen mehrere US-Beamte, während Präsident Donald Trump gleichzeitig seine Forderung an Teheran, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, weiter verschärft. Militärplaner ziehen demnach bestehende Listen potenzieller Ziele hervor, um dem Präsidenten Optionen zu bieten, falls er sich für einen Angriff auf die Energieinfrastruktur entscheidet, so die Beamten. Trump droht, dass er alle Kraftwerke des Irans zerstören würde, wenn das Regime nicht zustimmt, die Straße von Hormus bis Dienstagabend wieder zu öffnen.

+++ 23:07 Trump ruft iranisches Volk zu Protesten nach Waffenstillstand auf +++

US-Präsident Donald Trump sagt auf einer Pressekonferenz in Washington, das iranische Volk sollte sich gegen die Regierung erheben, falls es einen Waffenstillstand gebe. Er wisse aber, dass dies für die Menschen im Iran zu gefährlich sei. "Nun, sie sollten es tun, aber die Konsequenzen wären enorm", sagt Trump. Schließlich sei den Menschen gesagt worden, sie würden sofort erschossen, wenn sie protestierten. Er glaube aber, dass die Iraner "bereit wären, das in Kauf zu nehmen, um Freiheit zu erlangen". Trump hatte bereits Mitte Januar Demonstranten im Iran zu weiteren Protesten in ihrem Land ermutigt und erklärt, Hilfe sei auf dem Weg. Zuvor hatte die iranische Führung ihr Vorgehen gegen Demonstranten verschärft. Dabei starben Tausende Menschen.

+++ 22:25 IWF-Chefin: Iran-Krieg wird Preise hochtreiben +++

Der Krieg im Nahen Osten wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu höherer Inflation und einem langsameren globalen Wachstum führen. "Hätten wir diesen Krieg nicht, hätten wir eine leichte Anhebung unserer Wachstumsprognosen gesehen. Stattdessen führen nun alle Wege zu höheren Preisen und einem langsameren Wachstum", sagt IWF-Chefin Kristalina Georgieva wenige Tage vor einer neuen IWF-Prognose für die Weltwirtschaft. Selbst ein rasches Ende der Krieges und eine schnelle Erholung würden zu einer geringen Abwärtskorrektur der Wachstumsprognose und einer Aufwärtskorrektur der Inflationsprognose führen, so Georgieva. Sollte sich der Krieg hinziehen, seien die Auswirkungen größer. Ohne den Krieg hätte der IWF eine leichte Anhebung seiner Prognose für das globale Wachstum auf 3,3 Prozent im Jahr 2026 und 3,2 Prozent im Jahr 2027 erwartet.

+++ 21:26 "Haben Deutschland aufgebaut": Trump schießt gegen Berlin und Nato +++

Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik an Deutschland erneuert. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten die USA das zerstörte Land unterstützt, sagt Trump am Ostermontag bei einer Pressekonferenz in Washington. "Wir haben Deutschland wieder aufgebaut." Und nun sage die deutsche Bundesregierung, es sei nicht ihr Krieg und sie habe damit nichts zu tun. "Die Nato ist ein Papiertiger", wettert Trump. Er habe die Partnerländer gebeten, bei der Öffnung der Straße von Hormus zu helfen, aber sie hätten gesagt: "Nein, nein nein, (wir) helfen nicht."

+++ 21:03 Trump droht Iran mit "völliger Zerstörung" der Infrastruktur +++

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einer schnellen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke, sollte Teheran nicht rechtzeitig einlenken. Der Republikaner sagt im Weißen Haus, dass die USA nach Ablauf seines Ultimatums innerhalb von vier Stunden eine "völlige Zerstörung" herbeiführen könnten. Die von ihm gesetzte Frist läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ab.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.

Quelle: ntv.de, dsc/mau/dpa/rts/AFP

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