Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:18 Russisches Geisterschiff strandet an türkischer Küste +++

31.08.2026, 00:01 Uhr

Ein russischer Frachter wird ohne Besatzung an der türkischen Schwarzmeerküste angespült. Zuvor soll die "Omskiy-107" bei Noworossijsk angegriffen worden sein, die Crew flüchtete im Rettungsboot. Die türkische Küstenwache nimmt Ermittlungen auf.

+++ 10:47 Hoffnungen auf lokale Waffenruhe an Atomkraftwerk +++

Das von Russland kontrollierte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja wird nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rosatom derzeit mit Notstromaggregaten versorgt. Priorität habe nun, die Anlage im Südosten der Ukraine mit ausreichend Diesel zu versorgen, erklärt Rosatom-Chef Alexei Lichatschow. Die Lage sei unter Kontrolle, dies könne jedoch kein Dauerzustand sein. Er hoffe auf eine lokale Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine, um Reparaturarbeiten an der beschädigten Stromleitung Ferrosplawnaja-1 zu ermöglichen.

+++ 10:11 "Muskelspiel" in der Ostsee - Russland verlegt Fregatte +++

Die russische Offensive in der Ukraine kann in einigen Regionen tatsächlich Landgewinne verzeichnen - wenn auch sehr langsam. ntv-Korrespondent Rainer Munz blickt voraus auf den nahenden Winter und erklärt ein Manöver der russischen Marine:

+++ 09:30 "Bevölkerung muss wissen, was los ist" - Grüne genervt von Merz +++

Die Grünen fordern Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem entschlosseneren Handeln gegen Russland wegen des Leipziger Drohnenvorfalls auf. "Die Bundesregierung muss endlich aufhören, zögerlich, verdruckst und verzagt zu sein", sagt Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Die Bundesregierung hat sich bislang nicht klar zur Urheberschaft der Leipziger Drohnenattacke geäußert, der Verdacht richtet sich vor allem gegen Russland. "Die Dinge müssen beim Namen genannt und entschlossen reagiert werden. Leipzig war eine militärische Aktion", sagt dazu von Notz. "Die Bevölkerung muss rundlich wissen, was los ist", hob er hervor. Der Grünen-Politiker fordert auch von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ein "wöchentliches Lagebild mit allen Vorkommnissen, die russischen Agenten zugerechnet werden können". 

+++ 08:54 Ukrainische Infanterie befreit Gebiete von den russischen Besatzern +++

Dem Institut für Kriegsstudien (ISW) zufolge haben die ukrainsichen Streitkräfte kürzlich im Raum Kupjansk mit Infanterie Territorium befreit. "Wahrscheinlich im Anschluss an Maßnahmen zur Vorbereitung des Gefechtsfelds, die darauf abzielten, die Fähigkeiten russischer Drohnen zu Angriffen in diesem Gebiet einzuschränken", so das ISW. Das ukrainische 2. Korps "Khartiya" berichtet, dass ein zwei Quadratkilometer großes Gebiet südwestlich von Sapadne geräumt worden sei und sie ihren Vormarsch westlich von Dwuritschna fortsetzten. Beide Orte liegen nördlich von Kupjansk. "Bildmaterial zeigt, wie ukrainische Kräfte sich frei über das offene Feld bewegen konnten", so das ISW. Die Ukrainer hätten zuvor bereits siebeneinhalb Quadratkilometer südwestlich von Dwuritschna eingenommen und seien bis in den Norden von Sapadne vorgedrungen.

+++ 08:21 Zwei Verletzte: Wohnhaus in Saporischschja beschossen +++

Eine russische Drohne hat ein Wohnhaus in Saporischschja getroffen und zwei Menschen verletzt, darunter ein Kind. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform mit Verweis auf den Leiter der regionalen Militärverwaltung von Saporischschja, Iwan Fedorov. Fedorov fügte hinzu, dass die russischen Streitkräfte ihre anhaltenden Angriffe auf die Region fortsetzen.

+++ 07:40 Ukrainisches Medium zeigt sich besorgt wegen der AfD in Sachsen-Anhalt +++

In einem Artikel des ukrainischen Mediums Kyiv Independent wird sich voller Sorgen über eine mögliche absolute Mehrheit der AfD in Sachsen-Anhalt geäußert. "Deutschland könnte seine erste rechtsextreme Landesregierung seit dem Zweiten Weltkrieg bekommen - und die Ukraine hat allen Grund, dies genau zu beobachten", heißt es. Ein möglicher Sieg würde ein erschreckendes Signal an die 39.000 Ukrainer in Sachsen-Anhalt senden und die Bemühungen der etablierten Parteien erschüttern, die moskaufreundliche Partei von der Macht fernzuhalten. Kyiv Independent warnt vor Kürzungen der Unterstützung für Geflüchtete und einer Wiederbelebung der Beziehungen zu Russland im Bildunsgbereich.

+++ 06:59 Ukraine greift Fernsehturm an - Passanten flüchten in mobilen Bunker +++

Bei den gestrigen ukrainischen Angriffen auf das russische Belgorod soll neben einem Wärmekraftwerk und Lagerhallen (siehe Eintrag von 02:55 Uhr) auch ein Fernsehturm der Stadt getroffen worden sein. In einem Video ist zu sehen, wie ein Geschoss am unteren Teil des Bauwerks einschlägt. An einer Bushaltestelle in der Nähe flüchten sich Menschen in ein Art Container, der offenbar ein mobiler Bunker ist.

+++ 06:18 Grausamer Angriff auf vermeintlichen Ukrainer in Polen +++

Mehrere ukrainische Medien berichten über ein Video des Kanals poznanmoment, in dem ein erneuter ukrainefeindlicher Angriff in Polen zu sehen sein soll. Eine Gruppe Männer hat demnach in der Stadt Posen einen weiteren Mann fälschlicherweise für einen Ukrainer gehalten und ihn zusammengeschlagen, wie die "Kyiv Post" schreibt. Die Angreifer hätten ihn aufgefordert, "sich zum Krieg zu verpissen" und ihn mit Bezug auf die ehemalige Ukrainische Aufständische Armee und Nationalisten-Führer Bandera beschimpft. In dem Video ist zu sehen, wie die Gruppe immer wieder auf den am Boden liegenden Mann eintritt, der Pole sein soll.

+++ 05:41 Lawrow: Nato-Aktivitäten in der Arktis sind direkte Bedrohung +++ 

Russland betrachtet die Aktivitäten der Nato in der Arktis nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow als direkte Bedrohung für seine Sicherheit. Moskau stufe militärische Übungen der Nato in dem Gebiet als aggressiv ein, erklärt der langjährige Außenminister von Präsident Wladimir Putin in einem vom russischen Außenministerium veröffentlichten Artikel. "Eine derartige militärische Aktivität im Hohen Norden stellt eine direkte Bedrohung für die Sicherheit Russlands dar. Die Risiken von Zwischenfällen, die eine bewaffnete Konfrontation mit potenziell katastrophalen Folgen auslösen könnten, nehmen zu", sagt er. Die Mitgliedsstaaten der westlichen Allianz bauen ihre Präsenz in der Region infolge des Krieges Russlands gegen die Ukraine derzeit aus.

+++ 04:45 Präsidenten Russlands, Chinas und des Iran bei Gipfel in Kirgistan +++

In Kirgistan beginnt am heutigen Montag ein Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, zu dem der russische Präsident Wladimir Putin, sein chinesischer Kollege Xi Jinping sowie der iranische Präsident Massud Peseschkian erwartet werden. Dem Bündnis gehören China, Belarus, Indien, der Iran, Pakistan, Russland sowie vier zentralasiatische Staaten an. Weitere 16 Länder sind als Beobachter oder "Dialogpartner" angegliedert. China und Russland nutzen die Organisation, um ein Gegengewicht zu Zusammenschlüssen westlicher Staaten wie der Nato zu etablieren. 

+++ 03:54 Nouripour fordert "spürbare Konsequenzen" nach hybriden Angriffen +++

Der Vizepräsident des Bundestages, Omid Nouripour, ruft die Bundesregierung dazu auf, mit größerer Entschlossenheit auf hybride Angriffe zu reagieren. "Eine klare Reaktion auf die Angriffe auf Deutschlands Souveränität, nicht nur in Leipzig, ist überfällig", sagt der Grünen-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Es braucht unmissverständliche Stoppschilder. Und zwar jetzt, nicht irgendwann." Die Regierung müsse eindeutig antworten - "nicht mit Gegenangriffen Auge um Auge, wohl aber mit spürbaren Konsequenzen: Sanktionen, Stopp von Geldern, Einfrieren von Vermögen und eine verstärkte Unterstützung der Ukraine." Die Botschaft müsse klar sein, so Nouripour. "Wir lassen uns nicht einschüchtern."

+++ 02:55 Russland: Zwei Tote bei Raketenangriff auf Grenzstadt Belgorod +++ 

Bei einem Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine wurden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Die Ukraine habe bei dem Angriff ein Betriebsgelände getroffen, teilt der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Durch den Angriff seien zudem Brände in sieben Lagerhallen der Stadt ausgebrochen.

+++ 01:41 Leipziger Drohnenvorfall: Grüne fordern "entschlossenes Vorgehen" +++

Der Grünen-Innenpolitiker Konstantin von Notz fordert Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zu entschlossenem Handeln nach dem Leipziger Drohnenvorfall auf. Er sagt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Die Bundesregierung muss endlich aufhören, zögerlich, verdruckst und verzagt zu sein. Die Dinge müssen beim Namen genannt und entschlossen reagiert werden. Leipzig war eine militärische Aktion." Er fordert von Dobrindt ein "wöchentliches Lagebild mit allen Vorkommnissen, die russischen Agenten zugerechnet werden können. Die Bevölkerung muss endlich wissen, was los ist". Zudem müsse der Verfolgungsdruck auf Agenten erhöht werden, "die sich bisher völlig unbehelligt durch Deutschland bewegen, spionieren und sabotieren". 

+++ 00:46 Nord Stream 2 AG will sich in Strafverfahren um Pipeline-Sprengung einschalten +++ 

Im deutschen Strafverfahren um die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines beantragen die russisch kontrollierten Betreibergesellschaften Akteneinsicht. Nach Informationen des "Stern" hat der Anwalt der Nord Stream 2 AG bereits die Anklageschrift vom zuständigen Hanseatischen Oberlandesgericht (OLG) in Hamburg erhalten. Die hundertprozentige Tochterfirma des russischen Staatskonzerns Gazprom will demnach Schadensersatzansprüche gegen den angeklagten Ukrainer Serhij Kusnjezow prüfen. Kusnjezows Verteidigung kritisiert die Anträge scharf. In einem Schreiben an das OLG warnt sie nach "Stern"-Informationen davor, die Nord Stream 2 AG als Nebenklägerin zuzulassen. Bereits jetzt könnten durch die Übermittlung der Anklageschrift sensible Daten über Kusnjezow an den russischen Staat gelangt sein. Sollten die Nord-Stream-Gesellschaften als Nebenkläger zugelassen werden, könnte der russische Staat darüber hinaus Einsicht in die Verfahrensakten erhalten. Diese enthalten neben Informationen über Kusnjezow auch Details zu den Ermittlungen deutscher Behörden.

+++ 23:16 Selenskyj stellt baldige Gespräche mit US-Gesandten in Aussicht +++ 

In einer Videobotschaft kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an, dass sich die Ukraine auf neue Gespräche mit Gesandten von US-Präsident Donald Trump vorbereite. Dazu sollten weitere Details am Montag verkündet werden. "Wir tun alles, um sicherzustellen, dass der Krieg nicht die einzige Option für das bleibt, was als Nächstes kommt", so Selenskyj. "Wichtig ist, dass Amerika viele unserer Ansichten über die Situation sowohl an der Front als auch bei den Angriffen teilt. Wir sollten aktiv sein, und genau so arbeiten wir - aktiv und ohne freie Tage." 

+++ 22:09 Kommandeur: Ukrainische Drohnen haben russische Luftabwehr- und Radarsysteme zerstört +++ 

Die Ukraine hat in der vergangenen Nacht offenbar weitreichende Angriffe auf die russische militärische Infrastruktur durchgeführt und dabei Luftabwehr- und Radarsysteme auf zwei Militärflugplätzen zerstört. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf den Kommandeur der Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi. Dieser erklärt, ukrainische Drohnen hätten den Flugplatz Jeisk in der russischen Region Krasnodar und den Flugplatz Millerowo in der Oblast Rostow ins Visier genommen. Seinen Angaben zufolge zerstörten die ukrainischen Streitkräfte auf dem Flugplatz Jeisk ein russisches Panzir-S1-Luftabwehrsystem, ein Sopka-2-Radar und ein Depot für Fliegerwaffen. Zudem hätten sie auf dem Flugplatz Millerowo die Radarsysteme Kasta-2E2, RSP-27 und Nebo-SV sowie Luftfahrtanlagen und ein weiteres Depot zerstört. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 21:27 Nato-Vertreter sieht "keine unmittelbare Angriffsgefahr" durch Russland +++ 

Obwohl Russland seine hybriden Aktivitäten derzeit in Europa verstärkt, sieht ein Vertreter der Nato derzeit keine unmittelbare Angriffsgefahr. "Auch wenn die Russen auf sehr erheblichen Widerstand der Ukraine stoßen, verstärken sie sowohl ihre Angriffe auf die Ukraine als auch ihre hybriden Aktivitäten in Europa", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den anonymen Vertreter. "Wie immer bleibt die Nato wachsam und aufmerksam gegenüber der Vielzahl von Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen. Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keine unmittelbare Angriffsgefahr." Und weiter: "Wir stehen weiterhin an der Seite der Ukraine." Die Nato arbeite rund um die Uhr daran, die Sicherheit der rund eine Milliarde Menschen, die im Gebiet des Verteidigungsbündnisses leben, zu gewährleisten.

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