Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:50 Gouverneur: Drei Verletzte bei russischem Drohnenangriff in Sumy +++

04.04.2026, 00:01 Uhr

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Sumy sind laut einem Medienbericht mindestens drei Menschen verletzt worden. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf Oleh Hryhorov, Leiter der örtlichen Militärverwaltung. In einem Wohnhaus sei ein Feuer ausgebrochen. 

+++ 06:09 Argentiniens Präsident prangert russisches Spionagenetz an +++

Argentiniens Präsident Javier Milei stuft eine mutmaßliche russische Desinformations-Kampagne als schweren Spionagefall ein. "Die bekanntgewordene Spionage ist von einer institutionellen Schwere, wie sie in der Geschichte nur selten zu sehen war", schrieb Milei auf der Plattform X. Die Zeitung "La Nación" und weitere Medien berichteten unter Berufung auf ein internationales Recherchekonsortium, ein Netzwerk habe 2024 zugunsten Russlands versucht, die Unterstützung der argentinischen Regierung für die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland zu schwächen und politische Spannungen im Land zu verschärfen. Nach Angaben der argentinischen Geheimdienstbehörde (SIDE) war das Netzwerk schon länger im Visier. Es handle sich um eine Organisation namens "La Compañía", bestehend aus in Argentinien ansässigen russischen Staatsbürgern mit lokalen Kontakten und externer Finanzierung. Ziel sei es gewesen, "falsche Informationen zu verbreiten und die öffentliche Meinung in Argentinien zugunsten ausländischer geopolitischer Interessen zu beeinflussen".

+++ 05:15 Chemiefabriken in Russland von Drohnen getroffen +++

Drohnen greifen in der Nacht Ziele in der russischen Stadt Togliatti in der Samara Region an. Anwohner berichten von zahlreichen Explosionen. Mehrere Telegram-Kanäle melden, dass zwei Chemiefabriken getroffen worden seien, es soll demnach einen Brand geben.

+++ 04:00 Wadephul will Abschaffung von Einstimmigkeitsprinzip in EU +++

Außenminister Johann Wadephul dringt auf ein rasches Ende des Einstimmigkeitsprinzips in der Europäischen Union. "Ich bin dafür, in der Europäischen Union mit einem System qualifizierter Mehrheiten zu arbeiten. Alle Erfahrungen, die wir in den letzten Wochen mit Hilfen für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland gemacht haben, sprechen dafür", sagt der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs blockiert Ungarn regelmäßig Hilfsgelder für Kiew sowie Sanktionen gegen Russland - und verzögert so die Maßnahmen. Aktuell blockiert die Orban-Regierung die Auszahlung eines bereits beschlossenen EU-Hilfskredits für die Ukraine über 90 Milliarden Euro. Budapest wirft Kiew vor, die Reparaturarbeiten an der Druschba-Pipeline zu verschleppen, die Ungarn mit russischem Öl versorgt.

+++ 02:34 Russische Angriffe am Karfreitag fordern 14 Todesopfer +++

Bei der russischen Angriffswelle am Karfreitag sind nach jüngsten ukrainischen Behördenangaben 14 Menschen getötet worden. Drei Menschen wurden demnach bei den Attacken am helllichten Tag in der nordukrainischen Region Sumy getötet, insgesamt zwei weitere in der Region Schytomyr im Nordwesten und Dnipropetrowsk im Zentrum der Ukraine, weitere acht in den frontnahen Gebieten Charkiw, Donzek, Cherson und Saporischschja. Ein Mensch kam laut Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk in der Hauptstadtregion Kiew ums Leben. Die ukrainische Luftwaffe erklärt, insgesamt habe die russische Armee das Staatsgebiet der Ukraine mit mehr als 500 Drohnen und dutzenden Raketen unter Beschuss genommen. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland eine "Eskalation an Ostern" vor.

+++ 00:37 Selenskyj drängt Parlament zu Reformen für Milliardenhilfen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft das Parlament zur raschen Verabschiedung wichtiger Gesetze auf, um eine Haushaltskrise abzuwenden. Die Reformen seien entscheidend für den EU-Beitritt und die Freigabe von Hilfsgeldern, erklärt er. Wegen eines langsamen Gesetzgebungsprozesses hat die Ukraine zuletzt Fristen verpasst, um Milliarden von ihren wichtigsten Geldgebern abzurufen. Der externe Finanzierungsbedarf des Landes liegt in diesem Jahr bei 52 Milliarden Dollar.

+++ 23:08 Auto stürzt infolge von Angriff in Fluss – Mann kommt ums Leben +++

Bei russischen Angriffen in der Region Saporischschja ist nach offiziellen Angaben ein Mensch ums Leben gekommen, drei weitere Personen sind verletzt worden. Laut der Militärverwaltung von Saporischschja starb ein 42-jähriger Mann in einem Auto, nachdem es einen Angriff gab und das Auto infolge einer Explosion in einen Fluss stürzte.

+++ 22:08 Bericht: Störungen bei mehreren russischen Banking-Apps gemeldet +++

Bei den Apps mehrerer russischer Banken soll es im Laufe des Tages zu Störungen gekommen sein. Laut dem Online-Medium "Meduza" berichteten Kunden der Sberbank unter anderem von fehlgeschlagenen Überweisungen, sowie von Problemen bei Kartenzahlungen im Handel und beim Abheben von Bargeld am Automaten. Auch Kunden der VTB und der T-Bank hätten ähnliche Probleme gemeldet. Dem Bericht zufolge verzeichneten die Störungs-Websites Downdetector und Sboy.rf entsprechende Störungsmeldungen von Nutzern. Sberbank erklärte am Vormittag bei Telegram, dass alles wieder funktioniere, nicht näher benannte Schwierigkeiten bei der Nutzung der Dienste seien beseitigt worden.

+++ 21:28 Litauen stellt Ermittlungen zu Ostsee-Kabel ein +++

In Litauen stellt die Generalstaatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zu der Beschädigung eines Kommunikationskabels in der Ostsee im Jahr 2024 ein. Die Voruntersuchungen hätten ergeben, dass Litauen kein Schaden entstanden sei, da er sich der Vorfall in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens zugetragen habe, erklärt die Behörde. Zuvor sei die genaue Schadensstelle ermittelt worden. In Schweden und Finnland liefen die Untersuchungen aber weiter, heißt es. In jüngerer Zeit sind immer wieder Schäden an Kabeln und Leitungen in der Ostsee gemeldet worden, bei denen Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte in Verdacht gerieten.  

+++ 20:44 Tote bei Angriff auf "Festungsgürtel"-Stadt +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk werden nach Angaben des Gouverneurs der Region vier Menschen getötet und vier weitere verletzt. Unter den Toten ist demnach ein 16-jähriger Junge. Die Angreifer hätten Bomben auf die Stadt abgeworfen, teilt Wadym Filaschkin mit. Kramatorsk gehört zum ukrainischen Festungsgürtel, bestehend aus Städten und sowie Hunderten von Kilometern Gräben und Minenfeldern. Die Stadt ist ein wichtiges Ziel beim langsamen Vormarsch der Invasionstruppen in der Region Donezk.

+++ 19:53 Ägypten gibt laut Selenskyj Getreide-Zusage +++

Von den russisch besetzten Gebieten in der Ukraine sollen künftig keine Getreideexporte mehr nach Ägypten gehen. Diese Zusage macht der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi laut seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in einem Gespräch. Gleichzeitig sei Ägypten daran interessiert, mehr Getreide aus der Ukraine zu importieren. Laut Selenskyj ging es auch um mögliche Kooperationen im Verteidigungsbereich und die Lage im Nahen Osten.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.