Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:24 Selenskyi nennt Zahl der ukrainischen Militärexperten im Nahen Osten +++
Nach Aussage des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind rund 200 ukrainische Militärexperten in der Golfregion eingetroffen. Sie sollten dort Fachwissen zur Bekämpfung iranischer Drohnen bereitstellen, so Selenskyj. Ukrainische Teams befänden sich bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar und Saudi-Arabien und seien auf dem Weg nach Kuwait, sagt er britischen Abgeordneten am Dienstagabend. Selenskyj fügt hinzu, dass Kiew mit mehreren anderen Ländern in der Region zusammenarbeite. Diese hätten sich an die Ukraine gewandt, um von deren kampferprobter Expertise zu profitieren. Die Expertise sei über Jahre hinweg bei der Abwehr großangelegter russischer Angriffe entwickelt worden. Bei diesen Angriffen seien Hunderte von Drohnen nach dem Vorbild der iranischen Schahed-Drohnen eingesetzt worden.
+++ 17:07 Bundeswehr-General sieht in hohem Ölpreis keinen "Gamechanger" für Russland +++
Die höheren Öleinnahmen für Russland durch den Krieg im Iran werden nach Einschätzung von Generalleutnant Alexander Sollfrank nicht entscheidend im Ukraine-Krieg sein. Der hohe Ölpreis sei zwar aktuell ein Vorteil für Russland, das Land gebe jedoch zu viel Geld für den Krieg aus, sagt der Oberbefehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr zu Reuters. Der Preissprung sei daher kein "Gamechanger". Zudem habe es in der Vergangenheit bei niedrigeren Ölpreisen hohe Einbußen für Russland gegeben.
+++ 16:43 Spanien sagt Ukraine eine Milliarde Euro Militärhilfe zu +++
Spanien wird die Ukraine im laufenden Jahr mit weiterer bilateraler Militärhilfe im Umfang von einer Milliarde Euro gegen den russischen Angriffskrieg unterstützen. Ein großer Teil dieser Hilfen werde über den EU-Rüstungsfonds SAFE finanziert, sagt Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bei einer gemeinsamen Presskonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Madrid. "Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, heute und in Zukunft", so der Sozialist (Eintrag 14:47 Uhr). Laut Sánchez und Selenskyj wollen ihre Länder und Unternehmen aus beiden Staaten künftig bei der Entwicklung und Produktion von Waffen kooperieren. "Die Ukraine ist bereit, ihr Wissen weiterzugeben, ihre bitteren Erfahrungen, die sie während dieses Krieges im Bereich der Drohnen und der Technologien gesammelt hat", sagt Selenskyj. Der ukrainische Staatschef ist bereits das vierte Mal seit dem Beginn des vollumfänglichen russischen Angriffskriegs auf sein Land zu einem offiziellen Besuch in Spanien.
+++ 16:21 Selenskyj ruft EU zu Freigabe von 90-Milliarden-Kredit für Ukraine auf +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die EU aufgerufen, einen von Ungarn blockierten 90-Milliarden-Kredit für sein Land freizugeben. "Wir vertrauen fest darauf, dass die Mitgliedstaaten und die EU Lösungen für dieses Problem finden", sagt Selenskyj am Rande eines Treffens mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in Madrid. Es sei "unfair", dass das bereits 2025 vereinbarte Darlehen für sein Land zurückgehalten werde, fügt Selenskyj an. Hintergrund der Blockade durch Ungarn ist der Streit zwischen Budapest und Kiew um die Druschba-Ölpipeline, die russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei liefert.
+++ 16:02 Moskau kritisiert Polens Entscheidung zur Auslieferung eines russischen Wissenschaftlers an Ukraine +++
Moskau hat die Entscheidung Warschaus kritisiert, einen in Polen inhaftierten russischen Archäologen an die Ukraine ausliefern zu lassen. Der Wissenschaftler wird von der Ukraine wegen mutmaßlicher Ausgrabungen auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim gesucht (Eintrag 15:43 Uhr). Es handele sich um ein politisches Verfahren ohne rechtliche Grundlage, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Russland werde sich um eine schnellstmögliche Rückkehr des Archäologen bemühen, führte sie aus und verwies darauf, dass die Entscheidung noch nicht rechtskräftig ist. Der polnische Inlandsgeheimdienst ABW hatte den Mann am 4. Dezember festgenommen, als er auf der Durchreise in Polen war. Moskau hatte die Festnahme seinerzeit als Willkür kritisiert.
+++ 15:43 Polen: Russischer Wissenschaftler darf an Ukraine ausgeliefert werden +++
Ein in Polen inhaftierter russischer Archäologe, der von der Ukraine wegen mutmaßlicher Ausgrabungen auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim gesucht wird, darf ausgeliefert werden. Die Überstellung des Wissenschaftlers an die ukrainischen Behörden zur Eröffnung eines Strafverfahrens sei rechtlich zulässig, entscheidet das Warschauer Bezirksgericht laut Mitteilung. "Wir werden gegen diese Entscheidung Beschwerde einlegen und warten auf die Zustellung der schriftlichen Begründung", sagt der Verteidiger des Archäologen der polnischen Nachrichtenagentur PAP.
+++ 15:13 Merz erhöht Druck für Umsetzung von 90-Milliarden-Kredit für Ukraine +++
Der EU-Gipfel muss am Donnerstag nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz eine Einigung über die weitere Finanzierung der Ukraine finden. "Wir müssen in der EU jetzt schnell zu einer Einigung über das sogenannte zwanzigste Sanktionspaket (gegen Russland) kommen", sagt der Kanzler in seiner Regierungserklärung im Bundestag. "Und wir müssen auch dringend den bereits vereinbarten Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine zur Auszahlung bringen." Er setze sich dafür mit "Nachdruck" ein. "Wir dürfen dabei auch keine Rücksicht nehmen auf ein einziges Land aus der Europäischen Union, das jetzt aus innenpolitischen Gründen und eines dort geführten Wahlkampfes diese Blockade in Europa gegenwärtig aufbaut", fügt Merz in Anspielung auf Ungarn hinzu, wo im April ein neues Parlament gewählt wird. Sowohl Ungarn als auch die Slowakei haben die Freigabe des eigentlich bereits von der EU beschlossenen Milliardenkredits immer wieder blockiert.
+++ 14:47 Spanien will sich durch Nahost-Krise nicht von Hilfe für Ukraine abbringen lassen +++
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez versichert der Ukraine trotz der Lage im Nahen Osten anhaltende Unterstützung. Zwar beherrsche die Krise in Nahost derzeit die Gespräche, sagt Sanchez. "Aber ich möchte der ukrainischen Regierung sagen, dass nichts und niemand uns vergessen lassen wird, was in der Ukraine geschieht." Die Hilfe werde mit derselben Intensität fortgesetzt.
+++ 14:29 Wadephul: USA werden Ukraine-Politik nicht ändern +++
Außenminister Johann Wadephul erwartet ungeachtet der jüngsten transatlantischen Spannungen wegen des Iran-Kriegs keine Konsequenzen der Unterstützung der USA für die Ukraine. "Es gibt eine breite Unterstützung für die Ukraine in der politischen Landschaft der Vereinigten Staaten von Amerika", sagt Wadephul in Berlin. "Deswegen habe ich keinen Zweifel daran, dass am Ende die USA ihren Kurs weiter fortführen und die Ukraine weiter unterstützen werden." Dessen ungeachtet sei es allerdings so, dass die USA ihre militärische Unterstützung deutlich zurückgefahren hätten. "Deutschland ist in den vergangenen Jahren mit Abstand der größte Unterstützer der Ukraine gewesen", fügt der Minister hinzu. "Insofern ändert sich da für uns überhaupt gar nichts."
+++ 13:58 Nach Attacken in der Ukraine: Iran und Russland rüsten Kamikaze-Drohnen auf +++
Der Iran und Russland haben ihre berüchtigten Kamikaze-Drohnen aufgerüstet. Die neuen Shahed-238 verlangen Abwehrsystemen wesentlich mehr ab. Ein besseres Triebwerk macht sie schneller. Nicht nur dadurch sind sie gefährlicher. Der Iran lernt dabei womöglich von russischen Erfahrungen im Ukraine-Krieg.
+++ 13:35 Staatliche russische Eisenbahn muss Tausende Stellen abbauen +++
Das staatliche russische Eisenbahn wird Berichten zufolge rund 15 Prozent ihres Personals in der Verwaltungspersonals abbauen - etwa 6.000 Stellen. Grund sei, dass das Unternehmen mit wachsenden finanziellen Verlusten zu kämpfen habe, teilt der Vorstandsvorsitzende Oleg Belozerow der Nachrichtenagentur Interfax mit. Wie die "Moscow Times" schreibt, unterstreichen die Kürzungen die wachsende finanzielle Belastung eines der strategisch wichtigsten staatlichen Unternehmen Russlands. Sinkende Frachtvolumina, hohe Kreditkosten und die Auswirkungen westlicher Sanktionen hätten weitreichende wirtschaftliche Folgen. Das Unternehmen verzeichnet laut dem Bericht 2025 einen Nettoverlust von 4,4 Milliarden Rubel (52,8 Millionen US-Dollar), verglichen mit einem Gewinn von 44 Milliarden Rubel (528 Millionen US-Dollar) im Jahr zuvor – der erste Verlust seit 2020.
+++ 13:05 Russland profitiert bisher wenig vom Ölpreisanstieg +++
Russland profitiert nur eingeschränkt von den durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Ölpreisen. Ukrainische Drohnenangriffe auf die Exportinfrastruktur und schlechtes Wetter bremsen die Ölausfuhren des Landes, wie aus Schätzungen der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Diese stützen sich auf Daten des Finanzdienstleisters LSEG und von Brancheninsidern. Die Ölverladungen aus den drei wichtigsten russischen Westhäfen Primorsk, Ust-Luga und Noworossijsk könnten demnach im März auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag fallen. Geplant waren für den Monat ursprünglich 1,8 Millionen. Dabei ist die Nachfrage nach russischem Öl gestiegen. Asiatische Staaten wie Thailand, Indonesien und Sri Lanka bekunden Interesse, nachdem die USA eine einmonatige Ausnahmegenehmigung für den Kauf von russischem Öl erteilt hatten. Zudem ordern auch große staatliche chinesische Ölkonzerne nach einer viermonatigen Unterbrechung wieder russische Rohöllieferungen.
+++ 12:35 Finnischer Präsident: "Stunde der Wahrheit" rückt näher +++
Die Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland nähern sich laut dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb einer "Stunde der Wahrheit, der Kiew dazu zwingen könnte, territoriale Zugeständnisse in Betracht zu ziehen, wie "Politico" schreibt. Demnach sagt Stubb bei einer Rede im Londoner Think Tank Chatham House, die Verhandlungen könnten sogar scheitern. Dadurch würde Europa – ohne amerikanische Hilfe – in die Pflicht genommen und die europäischen Mächte wären gezwungen, einzugreifen, um der Ukraine mit mehr Geheimdienstinformationen, Waffen und anderer Unterstützung zu helfen. "Ich mache mir keine Illusionen darüber, wer Präsident Trump in irgendeiner Sache überzeugen kann" so Stubb weiter. "Wenn ich eine von zehn Ideen zur Ukraine durchsetzen kann, halte ich das für gut."
+++ 11:59 Immer mehr Ukrainer wollen Wahlen erst nach Kriegsende +++
Die Mehrheit der Ukrainer ist der Ansicht, dass Wahlen erst nach einem endgültigen Friedensabkommen und einem vollständigen Ende des Krieges stattfinden sollten. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage vom Internationalen Institut für Soziologie in Kiew, über das die "Ukrainska Prawda" berichtet. Demnach stieg der Anteil sogar von 59 Prozent im Dezember auf inzwischen 69 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil derjenigen, die Wahlen nach einem Waffenstillstand befürworten, von 23 auf 13 Prozent.
+++ 11:43 Wieder Tote und Verletzte in der Ukraine nach russischen Angriffen +++
Bei russischen Angriffen werden im Laufe des vergangenen Tages mindestens 2 Menschen getötet und 20 weitere verletzt, wie "Kyiv Independent" unter Berufung auf lokale Behörden berichtet. Russische Streitkräfte setzten in der Nacht 147 Drohnen gegen die Ukraine ein, von denen über 70 vom Typ "Shahed" waren, teilt die Luftwaffe mit. Sie meldete, 128 Drohnen im Norden, Süden und Osten des Landes abgeschossen zu haben.
+++ 11:12 Russische Soldaten vermissen offenbar Telegram +++
Im russischen Militär und bei Kriegsbloggern soll sich Widerstand gegen die zunehmende Drosselung des Internets und die Sperrung von Telegram regen. "Dieser Messenger-Dienst ist ein unverzichtbares Kommunikationsmittel für die Streitkräfte", sagt der Soziologe Igor Jakowenko im Gespräch mit Radio Swoboda. Die Armee habe zuletzt zwei schwere Schläge erlitten: Starlink sei abgeschaltet worden - woran sich nichts ändern lasse. Hinzu käme aber die Internetdrosselung bzw. -abschaltung als "weiterer schwerer Schlag". Laut Jakowenko kommen die lautstärksten Stimmen gegen diese Maßnahmen von Bloggern, die den Krieg befürworten und die den direkten Kontakt zu den russischen Soldaten in den Schützengräben hätte. Dort sei die Lage "katastrophal: Sie können sich weder untereinander noch ihre Vorgesetzten erreichen, da Telegram ihr wichtigstes Kommunikationsmittel war."
+++ 10:41 Wie Russland offenbar den Iran im Krieg unterstützt +++
Der Iran und Russland arbeiten militärisch sowie handelstechnisch eng zusammen. Nun werden allerdings die ersten russischen Mitarbeiter aus dem iranischen Atomkraftwerk in Buschehr ausgeflogen, ein Anzeichen dafür, dass Russland mit einem längeren Konflikt rechnet, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz erklärt. Auch profitiert Russland vom höheren Ölpreis.
+++ 10:09 ISW: Russischer Generalstab bläht Vorstöße auf dem Schlachtfeld auf +++
Russlands Generalstabschef Waleri Gerassimow übertreibt laut dem Institute for the Study of War weiterhin die russischen Eroberungen auf dem Schlachtfeld in der Ukraine. Damit wolle er offenbar den Eindruck erwecken, die ukrainischen Frontlinien stünden kurz vor dem Zusammenbruch, analysiert der Thinktank. Während seines Besuchs beim Kommando der Südlichen Streitkräfte am 16. März behauptete Gerassimow demnach, russische Truppen hätten in der ersten Märzhälfte zwölf Ortschaften eingenommen. Das ISW hat jedoch für diesen Zeitraum nur die russische Kontrolle über zwei Ortschaften bestätigt. Moskau blähe geringfügige oder partielle Vorstöße in kleinen Dörfern auf und stelle sie als bedeutende Durchbrüche dar, um Druck auf die Ukraine und ihre Verbündeten auszuüben, heißt es weiter.
+++ 09:40 Sean Penn erhält "Oscar" aus Metall eines ukrainischen Zuges +++
Nachdem er seinen Oscar wegen eines Besuchs in der Ukraine nicht entgegennehmen konnte, hat Schauspieler Sean Penn in dem Land eine Ersatzstatue überreicht bekommen. Oleksandr Pertsovskyi, der CEO der ukrainischen Eisenbahngesellschaft, teilt auf der Plattform X einen Clip, in dem er dem 65-jährigen Schauspieler eine Figur in der Silhouette des Filmpreises Oscar überreicht. Das Material dafür stamme von einem Zugteil, das durch Russland beschädigt wurde, sagt Pertsovskyi in dem Clip. "Wir konnten unseren guten Freund und treuen ukrainischen Eisenbahnpassagier nicht ohne Auszeichnung zurücklassen", schreibt er zudem auf X. Penn bedankt sich für den "Eisen-Oscar". Penn hatte in der Nacht zu Montag die Verleihung seines dritten Oscars in Los Angeles verpasst. Der 65-Jährige wurde für seine Rolle im Politthriller "One Battle After Another" als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
+++ 09:07 Trump: Ukraine wäre an einem Tag erledigt gewesen ohne US-Hilfe +++
Laut US-Präsident Donald Trump hätte die Ukraine der russischen Invasion ohne US-Hilfe nicht standhalten können. "Sehen Sie, die Ukraine wäre an einem Tag erledigt gewesen, wenn wir nicht geholfen hätten. Ehrlich gesagt, wäre die Ukraine schon am ersten Tag erledigt gewesen", sagt er und fügt hinzu, dass Kiew auf „die beste Ausrüstung der Welt“ angewiesen sei, die von den USA geliefert werde. Tatsächlich hatten die USA - wie viele andere Länder - nicht damit gerechnet, dass sich die Ukraine so gegen die russischen Angriffe im Winter 2022 wehren konnte.
+++ 08:40 Ukrainischer Soldat beklagt Mangel an Drohnenpiloten +++
Die Ukraine verfügt nach Angaben aus der Armee über genügend Drohnen, doch es fehlen Menschen, um sie zu fliegen. Dies erklärte der Soldat und Waffenexperte Iwan Kyrytschewskyj in einem Interview mit "The New Voice of Ukraine": "Der Drohnenkrieg erfordert, insbesondere unter unseren Bedingungen, einen sehr hohen Personaleinsatz, vielleicht sogar mehr, als wenn wir über genügend schwere Waffen verfügen und relativ gesehen im sowjetischen Stil kämpfen würden, wie in den ersten Wochen der groß angelegten Invasion", so Kyrytschewsky. "Die Realität sieht so aus, dass es kein Problem mit der Anzahl der Drohnen gibt; das Problem ist leider, wer den Kampfeinsatz übernimmt und sie zum Abschuss [von Zielen] einsetzt", betonte er. Um eine 100-prozentige Unüberwindbarkeit gegenüber russischen Drohnen zu gewährleisten, brauche die Ukraine so viele Menschen wie möglich, die sich freiwillig zum Militär meldeten.
+++ 08:09 Generalstab in Kiew berichtet von Tausenden russischen Kamikaze-Drohnen +++
Der ukrainische Generalstab berichtet auf Telegram von 286 Gefechten an der Front binnen 24 Stunden. Demnach war die russische Armee war vor allem bei Kupjansk, Konstantiniwsk, Pokrowski und Hüljaipil aktiv und verlor dabei 1710 Soldaten. "Gestern führte der Feind 78 Luftangriffe durch und warf 257 Lenkbomben ab. Darüber hinaus setzte er 7466 Kamikaze-Drohnen ein und beschoss 3722 Mal Ortschaften und Stellungen unserer Truppen, darunter 227 Mal mit Raketenwerfern", teilt der Generalstab auf Telegram mit.
+++ 07:40 Selenskyj: Ukraine hat in 30 Tagen mehr Gebiete zurückerobert als Russland eingenommen hat +++
In den vergangenen 30 Tagen haben die ukrainischen Streitkräfte nach Angaben aus Kiew mehr Gebiete zurückerobert, als Russland offenbar in dem selben Zeitraum besetzt hat. "Kupjansk, unsere große Stadt im Gebiet Charkiw, steht unter unserer Kontrolle", sagt Selenskyj vor dem britischen Parlament, wie "The New Voice of Ukraine" berichtet. "In den letzten 30 Tagen haben wir mehr Gebiete zurückerobert, als Russland eingenommen hat." Am 3. März hatte Selenskyj erklärt, dass die Verteidigungskräfte in den vergangenen sechs Wochen 400 bis 435 Quadratkilometer im Süden der Ukraine zurückerobert hätten. Am 14. März sagte er, Russlands geplante Frühjahrsoffensive sei bereits gescheitert - diese solle eigentlich inzwischen in vollem Gange sein, habe aber keinen Erfolg gehabt.
+++ 07:13 "Digitale Festung": Bewegt sich Russland in die Richtung von Nordkorea? +++
Der Messengerdienst Telegram ist in Russland zu 80 Prozent blockiert. Dies berichtet Radio Svoboda unter Berufung auf russische Medien. Seit wenigen Tagen berichten demnach Nutzer im ganzen Land von einer drastischen Verschlechterung der Leistung: Die App lasse sich nicht öffnen, Nachrichten könnten nicht versendet und Fotos und Videos nicht geladen werden. Die meisten Beschwerden über die Probleme mit dem Messenger kommen offenbar aus Moskau, der Region Moskau und St. Petersburg. Bloggern zufolge, die für den Krieg sind, wird russischen Soldaten an der Front die Nutzung von Telegram untersagt. Die russische Regulierungsbehörde Roskomnadzor begann im Februar, den Messenger zu drosseln. Offenbar planen die russischen Behörden, den Dienst bis Anfang April dauerhaft zu blockieren. Der Soziologe Igor Jakowenko sagt Radio Svoboda: "Ich glaube, Putin hat die endgültige Entscheidung getroffen, das Land abzuschotten. Er ist im fünften Kriegsjahr, und das ohne nennenswerte Ergebnisse. Es gab weder eine Entmilitarisierung noch eine Entnazifizierung der Ukraine. Was soll man angesichts dieser Lage noch sagen?" Daher bestehe die Aufgabe nun darin, sich Richtung Nordkorea zu bewegen. "Das bedeutet, Putin oder einer seiner Sprecher könnte morgen Kiew für erobert erklären, und im Prinzip könnte der Sieg gefeiert werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Land abgeschottet und in eine digitale Festung verwandelt wird."
+++ 06:50 Kiew: Tausende Ausländer kämpfen auf russischer Seite +++
Seit der russischen Vollinvasion 2022 sollen mehr als 24.000 Ausländer Verträge mit der russischen Armee unterzeichnet haben. Dies teilt der ukrainische Militärgeheimdienst auf Anfrage mit. Mit 70 Prozent komme dabei das Gros aus asiatischen Staaten, meist den ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien. Nur etwas mehr als 7 Prozent - oder etwa 1.780 Söldner - seien dabei aus afrikanischen Staaten. Wie viele Afrikaner derzeit in ukrainischer Gefangenschaft sind, gibt der Geheimdienst nicht preis. Es stamme aber mehr als jeder zehnte ausländische Kriegsgefangene vom afrikanischen Kontinent. Kiew zufolge zeigt Russland kein Interesse an einem Austausch gefangener ausländischer Staatsbürger.
+++ 06:22 Selenskyj hat "sehr ungutes Gefühl" wegen Folgen des Nahostkrieges +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in einem Interview mit dem britischen Sender BBC, er habe ein "sehr ungutes Gefühl" hinsichtlich der Auswirkungen des Nahostkonflikts auf den Krieg in der Ukraine. Die Friedensverhandlungen würden "ständig verschoben": "Es gibt einen Grund dafür – den Krieg im Iran." Selenskyj fordert zudem US-Präsident Donald Trump und den britischen Premier Keir Starmer auf, sich zu treffen und ihre Beziehungen wieder zu kitten. Trump hatte zuletzt den Briten fehlende Unterstützung in seinem Krieg gegen den Iran vorgeworfen.
+++ 05:54 Russland meldet seit Tagen etliche Drohnenangriffen auf Moskau +++
Moskau muss sich offenbar seit Tagen gegen ukrainische Drohnen erwehren. Die russischen Behörden melden Drohnenangriffe auf Moskau zum vierten Tag in Folge, wie das Portal "Kyiv Independent" am Dienstagabend berichtet. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärt, dass ab etwa 22 Uhr Ortszeit Schwärme ukrainischer Drohnen abgefangen wurden, was bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Bis 6:15 Uhr Moskauer Zeit sollen 39 Drohnen abgeschossen worden sein. Demnach wurden Rettungskräfte zu den Absturzstellen entsandt, aber keine Opfer oder Schäden gemeldet. Die Gesamtzahl der von der Ukraine abgefeuerten Drohnen bleibt dem Bericht zufolge unklar, da Russland nur von Drohnen berichtet, die seiner Aussage nach abgefangen wurden.
+++ 04:11 Gouverneur: Ein Toter bei ukrainischem Angriff in Russland +++
Bei einem ukrainischem Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar wird nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs ein Mensch getötet. Bei dem Angriff auf Wohngebäude seien drei Häuser beschädigt worden, erklärt Regionalgouverneur Weniamin Kondratjew auf Telegram. In einer Wohnung sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht habe werden können.
+++ 02:50 Ukraine nennt Zahlen zu russischen Verlusten +++
Russland hat nach ukrainischen Angaben seit Beginn der großangelegten Invasion rund 1.280.860 Soldaten verloren. Diese Zahl nennt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Zu den russischen Verlusten zählten zudem 11.783 Panzer, 24.218 gepanzerte Kampffahrzeuge, 38.477 Artilleriesysteme, 435 Flugzeuge, 349 Hubschrauber, 183.144 Drohnen, 32 Schiffe und Boote sowie 2 U-Boote. Zu den eigenen Verlusten äußert sich die Ukraine nicht genauer. Präsident Selenskyj sprach Anfang Februar von 55.000 ukrainischen Soldaten, die im Einsatz getötet worden seien, viele weitere gelten als vermisst.
+++ 01:04 Deutschland und Frankreich stellen Lösung für Rüstungsprojekt FCAS in Aussicht +++
Außenminister Johann Wadephul und sein französischer Amtskollege Jean-Noël Barrot äußern sich optimistisch, dass es eine Einigung über die Zukunft des milliardenschweren Rüstungsprojektes FCAS geben könnte. "Die Lösung wird nicht von den beteiligten Unternehmen kommen, sondern von unserer politischen Führung", sagt Barrot mit Blick auf die völlig unterschiedlichen Sichtweisen der beteiligten Unternehmen aus Deutschland und Frankreich. Heute dürfte das Thema auch beim Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in Brüssel zur Sprache kommen. "Wir werden eine gute Lösung für das FCAS-Projekt finden", kündigt auch Wadephul an.
+++ 22:26 Selenskyj unterzeichnet Drohnenabkommen mit Großbritannien +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem Besuch in London ein Drohnenabkommen mit Großbritannien unterzeichnet."Heute haben wir eine Erklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigungsindustrie unterzeichnet", schreibt Selenskyj auf Telegram nach einem Treffen mit Premierminister Keir Starmer. "Dies ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Verteidigung." Genaue Details nennt er nicht.
+++ 21:43 Pipeline-Streit mit Ungarn: Brüssel schickt Unterstützung in die Ukraine +++
Im Streit zwischen Kiew und Budapest um die Ölpipeline "Druschba" stellt die Europäische Union technische Unterstützung und finanzielle Mittel zur Reparatur zur Verfügung. Die Ukraine habe ein entsprechendes Angebot angenommen, teilen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa mit. "Europäische Experten stehen sofort zur Verfügung." Über die "Druschba" floss bis zuletzt Öl von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Nach einer Beschädigung der Pipeline infolge russischer Angriffe Ende Januar fordert die kurz vor einer kritischen Parlamentswahl stehende Regierung in Budapest Kiew zur schnellen Reparatur und Wiederaufnahme des Transits auf. Der ukrainischen Darstellung nach ist eine schnelle Reparatur nicht möglich.
+++ 20:58 Russischer Atomkonzern lenkt Hafnium-Exporte von Europa nach Asien um +++
Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom verlagert seine Exporte des für die Hochtechnologiebranche wichtigen Metalls Hafnium von Europa nach Asien. Die Rosatom-Tochter ChMZ habe mehr als zehn Lieferverträge mit Ländern in Süd- und Ostasien unterzeichnet, teilt das Werk mit. Zuvor seien 95 Prozent der Ausfuhren nach Europa gegangen. Grund für die Neuorientierung sei das "schwierige internationale Umfeld". Angesichts der westlichen Sanktionen gegen Moskau wegen des Angriffs auf die Ukraine lenkt Russland seine Handelsströme um. Zu den genauen Liefermengen oder den Namen der Käufer macht das Unternehmen keine Angaben. Hafnium ist ein Nebenprodukt der Zirkonium-Verarbeitung und wird im Hightech-Sektor benötigt, etwa für Smartphone-Chips, in der Luft- und Raumfahrt, für Steuerstäbe in Kernreaktoren sowie in Erdgasturbinen.
+++ 20:22 Bundeswehr: Zahl der Bewerber steigt +++
Die Bundeswehr ist zu Jahresbeginn weiter gewachsen. Die Zahl der Bewerbungen und Neueinstellungen stieg im Vergleich zum Vorjahr kräftig, wie das Verteidigungsministerium mitteilt. Bis Ende Februar hätten sich rund 16.100 Menschen für eine militärische Laufbahn beworben. Dies sei ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit mehr als 5300 Neueinstellungen wurde 14 Prozent mehr Personal gewonnen als im Vorjahreszeitraum. Wichtig für die Bundeswehr ist allerdings auch, dass es möglichst wenig Abbrecher und zudem für die jeweiligen Aufgaben, besonders für Spezialisten, passende Bewerber gibt. Besonders stark fiel der Zuwachs bei den freiwillig Wehrdienstleistenden und kurzdienenden Zeitsoldaten aus. Deren Zahl stieg dem Ministerium zufolge um 15 Prozent auf rund 13.400.
+++ 19:37 Selenskyj: Russland drosselt Raketenproduktion, um Drohnenproduktion zu steigern +++
Russland reduziert nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Raketenproduktion und leitet die Mittel um, um die Drohnenproduktion zu steigern. Demnach greift Moskau die Ukraine täglich mit 350 bis 500 Drohnen pro Tag an. Ultimatives Ziel sei jedoch der tägliche Einsatz von 1000 Drohnen. "Dieser Zahl muss mit Abfangdrohnen begegnet werden, und wir benötigen dazu mindestens 2000 bis 3000 Abfangdrohnen", sagt Selenskyj in einem Interview mit der "New York Post".
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