Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:25 Moskau bestätigt Angriffe auf Häfen - "westliche Militärtechnik" im Visier +++

17.08.2026, 00:01 Uhr

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigt Angriffe auf Ziele in der südukrainischen Region Odessa. Demnach wurde neben dem Donauhafen Ismajil auch der Schwarzmeerhafen in der Millionenstadt Odessa angegriffen. In Ismajil seien eine Anlegestelle sowie Lagerhallen mit "westlicher Militärtechnik" und Seedrohnen das Ziel gewesen. In der Stadt Odessa wiederum galt der Angriff demnach einem Patrouillenboot und Treibstofftanks. 

+++ 10:51 Russland greift Odessa an - vier Seeleute auf zivilem Schiff verletzt +++

Bei einem russischen Angriff auf die südukrainische Region Odessa werden nach ukrainischen Angaben vier Besatzungsmitglieder eines zivilen Schiffes verletzt. Das Schiff fahre unter der Flagge von Togo, teilt der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Drei der Verletzten würden in einem Krankenhaus behandelt. Durch den Angriff ausgelöste Brände seien inzwischen gelöscht. Den genauen Ort des Angriffs und den eingesetzten Waffentyp nennt Kiper nicht. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnen gewarnt. 

+++ 10:14 Munz: Moskauer warten bis zu vier Stunden an Tankstellen +++

Die ukrainische Armee nimmt vermehrt russische Öl-Produktionsstätten ins Visier. Das macht sich an Russlands Zapfsäulen bemerkbar. Menschen berichten von bis zu vier Stunden Wartezeit an Moskauer Tankstellen, andernorts wird Sprit rationiert. "Die Benzinkrise ist zurück", berichtet ntv-Reporter Rainer Munz.

+++ 09:37 Ukrainisches Militär meldet hohe russische Verluste +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verliert die russische Armee innerhalb eines Tages 1440 Soldaten. Demnach steigt die Gesamtzahl der verlorenen Soldaten auf russischer Seite seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine auf 1.468.760. In der vergangenen Woche beliefen sich die russischen Verluste nach ukrainischen Angaben auf durchschnittlich rund 1370 Soldaten pro Tag. Zu eigenen Verlusten macht das ukrainische Militär keine Angaben. Nach Schätzungen verschiedener Denkfabriken dürften die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen.

+++ 08:58 Zwei Menschen sterben bei russischem Angriff in Region Sumy +++

Bei russischen Angriffen in der Region Sumy kommen zwei Menschen ums Leben, drei weitere werden verletzt. Das teilt die Nationale Polizei der Ukraine mit. Bei den Toten handelt es sich demnach um einen 75-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau. Bei dem Beschuss seien unter anderem mehrere Privathäuser, Gewerbeflächen sowie ein Getreidespeicher beschädigt worden. 

+++ 08:24 Ukraine: Russland greift Hafen-Infrastruktur in Region Odessa an +++

Russland nimmt ukrainischen Angaben zufolge bei einem nächtlichen Angriff die Hafen-Infrastruktur im Bezirk Ismajil in der südukrainischen Region Odessa ins Visier. Dabei sind Brände entstanden, die inzwischen gelöscht wurden, wie die Behörden bei Telegram mitteilen. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau. 

+++ 07:52 Schweiz hilft bei Wiederaufbau von historischem Kloster in Kiew +++

Die Schweiz stellt der Ukraine 600.000 Schweizer Franken (rund 638.000 Euro) für die Erhaltung und Restaurierung des Kiewer Höhlenklosters Petscherska Lawra zur Verfügung. Das gibt Jacques Gerber, Delegierter des Schweizer Bundesrats, bekannt. Das 975 Jahre alte Höhlenkloster gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und war Mitte Juni bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt beschädigt worden. 

+++ 07:19 Russland: Sechs Tote bei ukrainischem Raketenangriff in Belgorod +++

Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod sterben örtlichen Angaben zufolge sechs Menschen. Vier weitere Personen seien verletzt, wie der kommissarische Gouverneur Alexander Schuwajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Unter den Verletzten befinde sich auch ein 14-jähriges Kind.

+++ 06:43 Bericht: Russland errichtet geheime Drohnenstützpunkte - Gefahr für Nato +++

Russland hat offenbar geheime Stützpunkte errichtet, von denen aus Drohnen tief in das Gebiet der Nato geschossen werden können. Das berichtet der "Telegraph" und beruft sich dabei auf eine eigene Untersuchung. Demnach handelt es sich um zehn Stützpunkte nahe der ukrainischen und belarussischen Grenze, die über neu errichtete Abschussrampen für Moskaus Langstreckendrohnen verfügen. Einige dieser Stützpunkte würden bereits für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt, heißt es weiter. 

+++ 06:01 Moskau: Ökonom sagt Russland Niederlage voraus - und wird entlassen +++

In Moskau sagt der prominente Ökonom Andrej Klepatsch Russland in seinem Abnutzungskrieg gegen die Ukraine eine Niederlage voraus - nun verliert er seinen Job. Das Staatsunternehmen VEB.RF, Russlands führende Institution für wirtschaftliche Entwicklung, habe seinen Chefökonomen entlassen, berichten mehrere russische Medien. Klepatsch war zuvor mit Äußerungen zitiert worden, nach denen es für Russland unmöglich sei, den Abnutzungskrieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Er zeigte sich auch überzeugt, dass Russland auf eine Krise zusteuere. 

+++ 05:13 Putin: Kooperation mit Nordkorea "in allen Sektoren" +++

Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea werde "in allen Sektoren" fortgesetzt, kündigt Putin an. "Die Geschichte des gemeinsamen Kampfes für Gerechtigkeit und die wertvollen Traditionen der Freundschaft" sollen demnach fortgeführt werden. Nordkorea hat sich zu einem bedeutenden militärischen Unterstützer Russlands entwickelt und liefert Truppen, Raketen und Artilleriemunition.

+++ 03:53 Ex-CIA-Chef warnt vor Putin: Nato muss "äußerst wachsam sein" +++

Nach Sabotageakten und Luftraumverletzungen in Europa warnt der ehemalige US-Verteidigungsminister Leon Panetta vor einer Ausweitung russischer Militäraktionen auf deutschem Boden. Putin reagiere auf Schwäche und teste systematisch die Verteidigungslinien und die Entschlossenheit der Nato bei der Beistandspflicht nach Artikel 5 aus, sagte der Ex-CIA-Chef in der "Bild"-Zeitung. Die Nato müsse daher "äußerst wachsam sein".

+++ 03:20 Kallas: EU will Russland-Sanktionen im Herbst ausweiten +++

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Die Welt". "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet."

+++ 01:31 Kulturministerin meldet von Russland gestohlene Museumsobjekte bei Interpol +++

Rund 600 von Russland aus ukrainischen Museen gestohlene Objekte sind inzwischen in der Interpol-Datenbank erfasst. Das teilt Kulturministerin Tetjana Berezhna mit. Russland habe Kulturgüter aus besetzten Museen brutal gestohlen und nach Moskau oder St. Petersburg gebracht. Nach Berechnungen der Weltbank hat Russland der ukrainischen Kultur direkte und indirekte Schäden von rund 22 Milliarden Euro verursacht.

+++ 00:06 Russland greift Postfilialen in Odessa und Kramatorsk an +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Postfiliale im Zentrum von Kramatorsk ist ein 19-jähriger Mitarbeiter getötet worden, sieben weitere Zivilisten wurden verletzt. Nach Angaben des Donezker Gebietsgouverneurs Wadym Filashkin handelt es sich dabei um eine Filiale des Postdienstleisters Nova Poshta. Auch ein Nova-Poshta-Lager in einem Einkaufszentrum im Großraum Odessa sei angegriffen worden.

+++ 22:11 Tausende demonstrieren in Kiew für Rückkehr von Verteidigungsminister Fedorow +++

In Kiew haben mehrere Tausend Menschen für die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow demonstriert. Die Demonstranten versammelten sich am Freiheitsbogen und zogen durch die Stadt. Fedorow war Mitte Juli im Zuge einer unübersichtlichen Kabinettsumbildung entlassen worden und gilt als Architekt von Ukraines Drohnenstrategie. Selenskyj hat auf die Forderungen bislang nicht direkt reagiert. Er soll Fedorow eine Position als Vize-Premier für militärische Innovationen oder als Chef des Rüstungskonzerns Ukroboronprom angeboten haben – Fedorow lehnte ab und besteht auf seiner Rückkehr als Verteidigungsminister. 

+++ 21:31 Browdi: Drohnenstreitkräfte setzen in zwei Wochen 5000 russische Soldaten außer Gefecht +++

Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für Drohnensysteme, Robert "Madyar" Browdi, meldet, dass seine Einheiten zwischen dem 1. und 15. August rund 5.000 russische Soldaten außer Gefecht gesetzt haben – durchschnittlich 333 pro Tag. Das schreibt er auf Facebook. Er zeigt sich zuversichtlich, dass im August die Marke von 10.000 getöteten und verwundeten Besatzern erreicht werde. Zugleich warnt Browdi vor wachsenden Herausforderungen: Russland baue Raketen- und Jet-Drohnenangriffe aus, und eine Mobilisierungswelle nach den russischen Parlamentswahlen zeichne sich ab. 

+++ 20:41 Bericht: Ukraine setzt britische Drohnen für Tiefschläge gegen Russland ein +++

Die Ukraine setzt nach einem Bericht der "Times" seit etwa sechs Monaten auch britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Hinterland ein. Darunter soll die strahlgetriebene Drohne "Nyan" des Rüstungskonzerns BAE Systems sein, die von der britischen Royal Navy erprobt wurde. Als Ziele nennt die Zeitung unter Berufung auf ukrainische Militärquellen Ölraffinerien nahe Moskau sowie in Jaroslawl und Wolgograd, außerdem die russische Grenzstadt Belgorod. Den Großteil der Tiefschläge führt die Ukraine mit eigenen Drohnen durch, doch hätten auch die britischen Systeme "erhebliche Erfolge" erzielt, sagte ein hochrangiger ukrainischer Militärvertreter. Als Reaktion könnte Russland seine Hybridkriegsführung gegen Großbritannien intensivieren, warnen namentlich nicht genannte Quellen gegenüber der Times. 

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