Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:57 Ministerium: Ukrainische Wirtschaft 2025 um 2,2 Prozent gewachsen +++
Die Wirtschaft der Ukraine ist 2025 um 2,2 Prozent gewachsen - und dies trotz der russischen Angriffe auf die Infrastruktur und anhaltender Sicherheitsrisiken. Das teilt das ukrainische Wirtschaftsministerium mit. Zum Wachstum beigetragen haben demnach insbesondere die Rüstungs-, Pharma- und Metallindustrie.
+++ 12:34 Aserbaidschan liefert erstmals Erdgas nach Deutschland und Österreich +++
Aserbaidschan liefert ab sofort Erdgas nach Deutschland und Österreich. Der staatliche Energiekonzern Socar habe mit den Lieferungen begonnen, teilt das Unternehmen in Baku mit. Das Gas fließt über die Transadria-Pipeline, die von der griechisch-türkischen Grenze durch Griechenland und Albanien nach Süditalien führt. Von dort wird es weiter nach Norden transportiert. "Die Lieferungen, die über Italien nach Österreich und Deutschland geleitet werden, erweitern die geografische Reichweite von aserbaidschanischem Gas in Europa", heißt es in der Mitteilung. Mit den neuen Märkten sei die Zahl der Länder, die aserbaidschanisches Gas importieren, auf 16 gestiegen. Die Nachfrage nach aserbaidschanischem Gas ist gestiegen, seit Europa nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine seine Abhängigkeit von russischen Lieferungen verringern will.
+++ 11:57 Wahlkampf in Ungarn - Orban startet Petition gegen Ukraine-Hilfen +++
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban will mit einer "nationalen Petition" die Unterstützung der Bevölkerung für seine Ablehnung von EU-Hilfen für die Ukraine mobilisieren. Orban kündigte dies im staatlichen Rundfunk an. "Jeder wird diese (nationale Petition) erhalten und die Chance bekommen, 'Nein' zu sagen und gemeinsam mit der Regierung zu sagen, dass wir nicht zahlen werden", sagte der Ministerpräsident. Die Aktion ist eine Art informelles Referendum, bei dem den Bürgern ein Stimmzettel zugesandt wird. Der Opposition warf er vor, pro-ukrainisch zu sein. Hintergrund ist die für April angesetzte Wahl, die Umfragen zufolge eng werden dürfte. Orbans Fidesz-Partei liegt in den meisten Erhebungen hinter der Tisza-Partei des Oppositionsführers Peter Magyar.
+++ 11:11 Britische Außenministerin gegen direkte Gespräche mit Putin +++
Die britische Außenministerin Yvette Cooper lehnt Vorschläge aus Frankreich und Italien ab, wieder direkte Gespräche mit Kreml-Chef Putin zu führen. Im Gespräch mit "Politico" warnt sie, dass Moskau kein glaubwürdiges Interesse an Frieden gezeigt habe. "Ich denke, wir brauchen Beweise dafür, dass Putin tatsächlich Frieden will, und im Moment sehe ich das noch nicht", sagt sie dem Nachrichtenportal. Vergangene Woche hatte die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der EU und Russland und die Ernennung eines Sondergesandten gefordert. "Es ist an der Zeit, dass Europa mit Russland spricht", sagte sie bei einer Pressekonferenz. Meloni sagte, sie stimme dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu, der Gespräche mit Putin schon im Dezember als "sinnvoll" bezeichnet hatte.
+++ 10:30 Litauen: Russland steckt hinter Brandanschlag auf Fabrik +++
Litauen macht den russischen Militärgeheimdienst GRU für einen versuchten Brandanschlag auf eine litauische Fabrik im Jahr 2024 verantwortlich, die Funkscanner an die ukrainische Armee liefert. Die Tat sei von in Russland lebenden Personen mit Verbindungen zum GRU koordiniert worden, sagte der stellvertretende Polizeichef Saulius Briginas. Sechs Personen aus Spanien, Kolumbien, Kuba, Russland und Belarus seien angeklagt worden. Die Gruppe habe zudem ähnliche Anschläge in Polen, Rumänien und der Tschechischen Republik versucht.
+++ 10:00 Ukrainische Armee berichtet von heftigen Kämpfen im Osten +++
Das ukrainische Militär berichtet von heftigen russischen Angriffen an der Front im Osten des Landes. Der Generalstab in Kiew teilte in seinem Morgenbericht zur Lage mit, seit Donnerstagmorgen habe es 180 einzelne russische Attacken gegeben. Den ukrainischen Verteidigern sei es gelungen, 1.370 russische Soldaten tot oder verwundet auszuschalten. Diese Zahlen des Militärs sind nicht im Detail überprüfbar; sie liegen aber über dem Durchschnitt der täglichen Berichte und deuten auf intensive Kämpfe hin. Ein Schwerpunkt war demnach weiterhin der Frontabschnitt von Pokrowsk, das zum großen Teil von russischen Truppen erobert ist. Doch die Ukrainer halten weiterhin Stellungen in der Nachbarstadt Myrnohrad im Gebiet Donezk.
+++ 09:33 Ukrainischer Ex-Außenminister: Keine Chance auf Feuerpause im Winter +++
Der frühere ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sieht kurzfristig keine Aussicht auf eine Feuerpause im Krieg mit Russland. Es gebe "keine Chance auf einen Waffenstillstand vor dem Ende dieses Winters", sagt er dem Sender Welt TV. Die Chancen auf eine Feuerpause bis zum Jahresende seien zudem sehr gering. Der Krieg werde erst enden, wenn der russische Präsident Wladimir Putin eine unabhängige und souveräne Ukraine akzeptiere.
+++ 09:03 Museum von Tarnnetzen aus der Ukraine verhüllt +++
Ein Museumsgebäude, verhüllt mit Tarnnetzen aus Kleidung und Alltagsstoffen ukrainischer Zivilisten und Zivilistinnen: Mit einer Installation am Gebäude der Langen Foundation bei Neuss erinnert der Künstler Fabian Knecht an den seit fast vier Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Der Ort ist symbolisch, denn auch er hat mit Krieg zu tun. Die private Langen Foundation aus Beton und Glas befindet sich auf dem Gelände der einstigen Nato-Raketenstation Hombroich. Während des Kalten Krieges wurden dort Pershing-Raketen stationiert, und die Station war nach Angaben der Foundation selbst mit Tarnnetzen bedeckt. Die Installation "Der Weg des größten Widerstandes" hatte zuvor in ähnlicher Form auch die Neue Nationalgalerie in Berlin verhüllt und ist nun bis zum 15. März an der Langen Foundation zu sehen.
+++ 08:14 Ukrainische Grenzsoldaten zerstören russische Fahrzeuge an der Front in Kursk +++
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ukrinform haben ukrainische Grenzsoldaten an der Front in Kursk drei russische Fahrzeuge und zwei Schutzräume zerstört. Demnach seien FPV-Drohnen im Einsatz gewesen. Ukrinform veröffentlicht dazu ein Video des Staatlichen Grenzschutzdienstes.
+++ 07:31 Kasachstan will Ölexporte nach Deutschland weiter steigern +++
Kasachstan will seine Öllieferungen nach Deutschland dieses Jahr ausweiten. Der staatliche Öl- und Gaskonzern Kazmunaygaz kündigt an, die Exporte 2026 auf 2,5 Millionen Tonnen zu steigern. Im vergangenen Jahr lagen die Lieferungen bei 2,146 Millionen Tonnen. Die Bedeutung Kasachstans für die deutsche Energieversorgung hat bereits deutlich zugenommen. Nach Angaben des Pipeline-Betreibers Kaztransoil flossen 2025 über die russische Druschba-Pipeline 2,146 Millionen Tonnen kasachisches Öl in die Bundesrepublik. Dies entspreche einem Anstieg von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen seien die Exporte über die Route Baku-Tiflis-Ceyhan um elf Prozent auf 1,263 Millionen Tonnen gesunken. Um die Lieferketten aufrechtzuerhalten, greife der Konzern auch auf kurzfristige Anpassungen zurück. So habe Kazmunaygaz im Dezember 2025 rund 300.000 Tonnen Öl umgeleitet, heißt es weiter. Grund seien Einschränkungen bei der Pipeline des Kaspischen Pipeline-Konsortiums gewesen. Deutschland bemüht sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine verstärkt um Alternativen zu russischem Öl, wobei Kasachstan eine wichtige Rolle für die Versorgung der Raffinerie im brandenburgischen Schwedt spielt.
+++ 07:00 Konferenz in Kiew: Ukraine veranstaltet "Energie-Ramstein" +++
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha gibt laut einem Medienbericht bekannt, dass die Ukraine auf Anweisung von Premierministerin Julia Swrydenko die Konferenz "Energie Ramstein" veranstaltet. Kiew erwartet demnach bei dem Treffen in Kiew zusätzliche Beiträge und konkrete Zusagen seiner Verbündeten zur Unterstützung des Energiesektors. Sybiha erklärt, die Ukraine rechne in Kürze auch mit neuen bilateralen Energiehilfepaketen ihrer Partner.
+++ 06:20 Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn +++
Kurz vor Beginn des fünften Kriegsjahres durchlebt die Ukraine den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben Hunderttausende weder Strom noch Heizung - und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa. Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten. Die Dreimillionenstadt dürfte bei weiteren russischen Attacken auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern.
+++ 05:42 Überraschungsbesuch in Kiew: Selenskyj trifft Ex-Armeechef Saluschnyj +++
Unerwartet hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem früheren Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj getroffen. Saluschnyj wurde 2024 nach Differenzen mit Selenskyj aus der Armee entlassen. Er ist derzeit Botschafter der Ukraine in Großbritannien und wäre ein aussichtsreicher Spitzenkandidat bei künftigen Präsidentschaftswahlen. "Ich habe Herrn Saluschnyj für seine Arbeit im ukrainischen Team gedankt", sagt Selenskyj laut "Kyiv Independent". "Wir haben die diplomatischen Aufgaben besprochen, die jetzt relevant sind und uns alle stärken könnten - die Ukraine, unsere Widerstandsfähigkeit."
+++ 04:37 Russischer Botschafter wirft Nato Militarisierung der Arktis vor +++
Der russische Botschafter in Dänemark wirft der Nato angesichts der US-Ansprüche auf Grönland vor, in der Arktis militärisch aufrüsten zu wollen. Nato-Staaten, einschließlich Dänemark, nutzten das Schreckgespenst einer russischen oder chinesischen Bedrohung in großem Stil, um die Arktis zu militarisieren, sagt Wladimir Barbin der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Das Nato-Mitglied Dänemark verfolge "durch das Hineinziehen der Nato" in die Arktis einen konfrontativen Ansatz, der zu steigenden militärischen Spannungen in der Region führe.
+++ 03:19 Neue Babis-Regierung in Tschechien gewinnt Vertrauensfrage +++
Die neue tschechische Regierung unter dem Ministerpräsidenten und Milliardär Andrej Babis hat die vorgeschriebene Vertrauensabstimmung im Parlament gewonnen. Einen Monat nach der Ernennung des rechtsgerichteten Kabinetts stimmten 108 Abgeordnete mit Ja und 91 mit Nein. Babis selbst betonte, dass die Tschechische Republik und die tschechischen Bürger für ihn an erster Stelle stünden. Er schloss aus, dass sich Tschechien an einer etwaigen Friedenstruppe in der Ukraine beteiligen würde. Die Prager Granaten-Initiative für das von Russland angegriffene Land will Babis nur koordinierend weiterführen, ohne eigene Steuergelder zu verwenden. Im Zuge dieses Projekts wurden bisher mehr als vier Millionen Schuss Munition an Kiew geliefert.
+++ 02:02 Großbritannien sagt Ukraine weitere 23 Mio Euro für Energieinfrastruktur zu +++
Großbritannien kündigt eine neue Nothilfe in Höhe von 20 Millionen Pfund (etwa 23 Millionen Euro) für die Ukraine an. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte nach anhaltenden Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes den Notstand ausgerufen. Die zusätzlichen Mittel sollen laut Großbritannien unter anderem in die Reparatur, den Wiederaufbau und den Schutz des ukrainischen Stromnetzes fließen. Zudem soll damit die Stromversorgung in Häusern, Krankenhäusern und Schulen während des strengen Winters aufrechterhalten werden. Mit dem neuen Hilfspaket erhöht sich die britische Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor seit dem Einmarsch Russlands auf über 470 Millionen Pfund (etwa 541 Millionen Euro).
+++ 00:45 Polen will Ukraine neun Kampfjets liefern +++
Polen hat die Lieferung von neun MiG-29-Kampfjets an die Ukraine genehmigt. Das sagt der stellvertretende Verteidigungsminister Pawel Zalewski laut polnischen Medien. Auf die Frage, ob die Ukraine dem polnischen Angebot zugestimmt habe, betont Zalewski, dass Kiew einem Transfer gegenüber aufgeschlossen sei. "Ich glaube, die Ukrainer haben sich entschieden, dieses Angebot anzunehmen. Natürlich gibt es, wie immer, noch einige technische Aspekte zu klären", fügt er laut "Kyiv Independent" hinzu.
+++ 23:43 Neues Gesetz: Bundeswehr soll schneller beschaffen können +++
Angesichts der wachsenden sicherheitspolitischen Bedrohungen aus Russland soll die Bundeswehr künftig schneller und unkomplizierter Beschaffungen vornehmen können. Der Bundestag verabschiedet mit den Stimmen von Koalition und AfD ein Gesetz, das die Verfahren zu Genehmigung und Beschaffung deutlich beschleunigen soll. Der notwendige Fähigkeitszuwachs der Truppe dürfe nicht an zu komplexen Verfahren scheitern, heißt es im Gesetzentwurf. Ziel sei es, die "angestrebte vollumfängliche Verteidigungsbereitschaft" zu erreichen.
+++ 22:31 Selenskyj: Ukraine steht Frieden nicht im Weg +++
Die Ukraine steht Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge einem Frieden nicht im Weg. "Die Ukraine war und wird niemals ein Hindernis für den Frieden sein", sagt Selenskyj nach einem Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Sie hätten auch über die diplomatische Arbeit mit Amerika gesprochen. Tags zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, er denke, die Ukraine sei weniger bereit für ein Abkommen als Russland. Auf die Frage, warum die von den USA geführten Verhandlungen noch nicht zu einem Ende des fast vierjährigen Kriegs geführt hätten, antwortete Trump: "Selenskyj."
+++ 21:58 Russische Einnahmen durch Öl und Gas fallen auf Fünf-Jahres-Tief +++
Die von Moskau zur Finanzierung seines Angriffskrieges genutzten Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sind laut neuesten Daten des russischen Finanzministeriums auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Insgesamt erbrachten Öl- und Gasverkäufe 2025 Einnahmen in Höhe von umgerechnet knapp 93 Milliarden Euro, wie aus veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das ist der niedrigste Stand seit 2020 und ein Rückgang um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
+++ 21:14 Selenskyj drängt auf höhere Stromimporte +++
Vor dem Hintergrund neuer russischer Attacken auf Energieanlagen fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vom Ministerkabinett Lösungen innerhalb eines Tages. "Vor allem damit der Import von Strom und aller Möglichkeiten für die Reserveversorgung erhöht wird", sagt der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft. Dafür sei auch eine stärkere Kooperation zwischen den örtlichen Regierungsorganen und den Energieunternehmen notwendig. Er kündigt tägliche Beratungen mit Regierungsmitgliedern und regionalen Verantwortlichen zur Lage im Energiesektor an.
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