Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:41 Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab +++

08.10.2026, 00:01 Uhr

Wegen eines diplomatischen Streits mit der Ukraine zieht Südkorea seinen Botschafter aus Kiew ab. Die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts liefen aber weiter, betont das südkoreanische Außenministerium. Die Regierung in Seoul wirft der Ukraine den Bruch einer Geheimhaltungsvereinbarung vor, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Übergabe zweier gefangener nordkoreanischer Soldaten, die auf russischer Seite gegen die Ukraine gekämpft hatten, an Südkorea bekannt gegeben hatte.

+++ 11:12 Russischer Angriff mit zwölf Toten - Behörde meldet zwei getroffene Busse +++

Bei einem russischen Angriff in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Donezk zwei Linienbusse getroffen. Zuvor war von einem Bus die Rede. Bisher sind 12 Todesopfer und 14 Verletzte bekannt - die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen. Die Staatsanwaltschaft veröffentlicht Fotos, auf denen leblose Körper und Trümmer vor dem brennenden Wrack eines Busses zu sehen sind. Kramatorsk ist neben Slowjansk die letzte von der Ukraine kontrollierte Großstadt in der Region Donezk im Osten des Landes. Die Stadt, in der vor Beginn des russischen Angriffskriegs 150.000 Menschen lebten, ist für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front von großer Bedeutung. 

+++ 10:39 Zwölf Tote bei russischem Angriff auf Bus im Osten der Ukraine +++

Bei einem russischen Angriff auf einen Linienbus in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sterben nach Behördenangaben mindestens 12 Menschen. Weitere 14 Menschen seien nach bisherigen Erkenntnissen verletzt, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen.

+++ 10:19 Russischer Internet-Riese bestätigt "Vorfall" in Datenzentrum +++

Nach Berichten über einen Angriff auf Russlands größten Internetkonzern Yandex bestätigt das Unternehmen, dass es einen "Vorfall" gegeben habe. Betroffen sei ein Datenzentrum in Sassowo im Gebiet Rjasan, teilt Yandex mit. Die Arbeit dort sei vollständig eingestellt. Die Schäden würden beseitigt. Es gebe keine Verletzten, gibt das Technologieunternehmen bekannt. Die Lage sei zwar unter Kontrolle und die wichtigsten Yandex-Dienste funktionierten, teils könne es aber Probleme geben, heißt es weiter. Die auf die Beobachtung des Internets spezialisierte Organisation Netblocks verzeichnet wiederum eine erhebliche Störung. Yandex wird wegen seiner gleichnamigen Suchmaschine auch als russisches Google bezeichnet und bietet mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für Künstliche Intelligenz an.

+++ 09:44 Heeresinspekteur: Moskau erreicht Ziel von 1,5 Millionen Soldaten +++

Die russischen Streitkräfte wachsen nach Einschätzung von Heeresinspekteur Christian Freuding schnell um weitere Soldaten und auch schnellere Drohnensysteme. "Sie haben ihre Zielgröße von 1,5 Millionen Soldaten erreicht und wir erleben beinahe im Monatstakt, wie Putin sehr inkrementell, scheibchenweise immer wieder eine Vergrößerung der Streitkräfte auch anordnet", sagt der Generalleutnant im neuen Bundeswehr-Podcast "Generaldebatte". Freuding verweist auf die Zunahme der russischen Drohneneinsätze gegen Kiew und wie Russland in der Lage sei, die Produktion von Drohnen und Raketen zu steigern. Ein Beispiel seien die neuen Geran-Drohnen mit Jetantrieb: Russland habe die Einsatzquote zwischen Juli und August verdoppeln können.

+++ 09:15 Moldau richtet neue Schutzzonen an ukrainischer Grenze ein +++

Die Republik Moldau richet an der Grenze zur Ukraine neue Schutzzonen ein. Das teilt Moldaus Innenministerin Daniella Misail-Nichitin mit. Dort sollen sich Mitarbeiter der Grenzkontrollstellen sowie Bürger, die sich an der Grenze aufhalten, vor möglichen Drohnenangriffen in Sicherheit bringen können. Hintergrund ist ein russischer Angriff zu Beginn der Woche, bei dem ein Geschoss an einem Grenzübergang zur Republik Moldau einschlug. Dabei wurde ein Grenzbeamter verletzt.

+++ 08:36 Ukrainisches Militär: Russland verliert 1830 Soldaten innerhalb eines Tages +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verliert Russland innerhalb des vergangenen Tages 1830 Soldaten. Damit steigt die Gesamtzahl der russischen Soldaten, die laut ukrainischen Angaben seit Kriegsbeginn getötet oder verwundet wurden, auf 1.547.780. Zu eigenen Verlusten macht der Generalstab keine Angaben. 

+++ 08:01 Zahl der Toten nach schwerem Angriff auf Ukraine steigt auf 32 +++

Nach dem besonders schweren Luftangriff auf die Ukraine erhöht sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben von 28 auf 32. Besonders hart getroffen wurde am Mittwoch die Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Wie die Einsatzkräfte mitteilen, steigt die Zahl der Toten allein dort bis Donnerstagmorgen von 20 auf 22. Auch in Kiew werden nach einem Treffer auf ein mehrstöckiges Wohnhaus zwei weitere Todesopfer geborgen.

+++ 07:27 Moldau meldet Verletzung des Luftraums +++

Inmitten massiver russischer Angriffe auf die Ukraine meldet die Republik Moldau eine Verletzung des eigenen Luftraums. Wie das Verteidigungsministerium des Landes mitteilt, registriert die Armee bereits am Mittwochabend gegen 20 Uhr einen nicht genehmigten Flug im Bereich der Ortschaft Pervomaisc. Wenig später verlässt das Objekt demnach den nationalen Luftraum in Richtung der Siedlung Lymanske in der ukrainischen Region Odessa. 

+++ 06:48 Zwei Tote bei russischem Angriff auf Hochhaus in Kiew +++

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew kommen zwei Menschen ums Leben. Wie die Katastrophenschutzbehörde des Landes mitteilt, finden Feuerwehrleute die beiden Leichen in einem Hochhaus im Bezirk Desna. Russlands Militär griff das Haus bereits am Mittwochabend an - daraufhin brach ein Feuer aus. 22 Menschen werden bei dem Einsatz gerettet, darunter 8 Kinder. Zudem gebe es 4 Verletzte, darunter 2 Kinder.

+++ 06:12 Bericht: Ukraine greift Rechenzentrum von russischem Internetdienstleister an +++

In der russischen Region Rjasan nimmt das ukrainische Militär offenbar ein Rechenzentrum von Yandex ins Visier. Dabei handelt es sich um den Betreiber der größten Suchmaschine Russlands. Wie "Kyiv Independent" berichtet, wird das Rechenzentrum in der Nacht zum Donnerstag bei einem ukrainischen Drohnenangriff beschädigt. Auf dem Industriegelände soll es zu einem Großbrand gekommen sein. Yandex beschreibt die betroffene Anlage demnach als sein größtes Rechenzentrum, das die Dienste und die Cloud-Infrastruktur des Unternehmens unterstützt. 

+++ 05:11 Ministerium: 4706 Bildungseinrichtungen seit Kriegsbeginn bombardiert +++

In der Ukraine sind nach Angaben des ukrainischen Bildungsministeriums seit Kriegsausbruch bisher 4706 Bildungseinrichtungen bombardiert worden. Allein im Frontgebiet rund um Donezk sind demnach bereits 162 Kindergärten beschädigt worden - 39 sind komplett zerstört.

+++ 03:43 Hybride Bedrohungen: Deutschland und Großbritannien stärken Cyberabwehr +++

Seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges nehmen die hybriden Bedrohungen in Europa zu. Deutschland und Großbritannien intensivieren künftig ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberangriffen und Sabotage, teilt die britische Regierung mit. Beide Länder "verpflichten sich zu einer Partnerschaft zur Abwehr hybrider Bedrohungen, um gegen feindliche Aktivitäten vorzugehen, die Sicherheit und Wohlstand in unseren beiden Ländern bedrohen". Russland wird in der Mitteilung explizit als mögliche Bedrohung genannt.

+++ 02:34 Wohnhaus in Pryluky zerstört - Opferzahl steigt +++

Nach russischen Angriffen in der Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw steigt die Zahl der Todesopfer auf mindestens 20. Unter den Toten sollen auch fünf Kinder sein, berichten die örtlichen Behörden. Demnach habe eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstört.

+++ 01:05 Russland greift Pharmawerk in Kiew an +++

Russische Streitkräfte haben das Chemie- und Pharmazeutische Werk Borschtschajiwka (BCPP) in Kiew angegriffen, berichtet "Ukrainska Pravda". Laut Forbes Ukraine ist BCPP gemessen am Umsatz der siebtgrößte Pharmahersteller des Landes. Das Ausmaß des Schadens ist bisher unklar.

+++ 23:42 Russland: Haben Schiff mit Gütern für ukrainisches Militär angegriffen +++

Russische Streitkräfte haben dem Verteidigungsministerium zufolge ein Schiff angegriffen. Es habe sich mit einer Ladung für das ukrainische Militär auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa befunden. Die Erklärung auf Telegram enthält keine weiteren Einzelheiten zu dem Angriff. Das Ministerium teilt außerdem mit, russische Drohnen hätten Infrastruktur in ukrainischen Häfen getroffen, ohne dies näher zu erläutern.

+++ 22:35 Behörden melden 47 Verletzte in Krementschuk nach russischem Angriff - zwei Tote +++

Bei einem russischen Angriff auf Krementschuk sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten stieg auf 47, darunter zwei Kinder. Das teilt Witalij Diakiwnytsch, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Poltawa, bei Telegram mit. Demnach wurden bei der Attacke fünf Mehrfamilienhäuser mit 431 Wohnungen sowie 35 Wohnhäuser beschädigt. Sechs Häuser wurden zerstört.

+++ 21:41 Möglicher Pestfall in Russland: Trump sieht keinen Zusammenhang mit Biowaffen +++

US-Präsident Donald Trump sieht keinen Zusammenhang zwischen dem mutmaßlichen Pestfall in Russland und biologischen Waffen. Auf die Journalistenfrage, ob es sich bei dem russischen Verdachtsfall um eine Biowaffe handeln könne, sagte Trump in Washington: "Wir glauben das nicht. Wir werden es bald herausfinden, aber wir glauben es nicht." Die USA hatten von den Russen Aufklärung über den Fall verlangt. Trump sagte dazu: "Wenn man ihnen zuhört, ist es unter Kontrolle. Aber Sie wissen, Leute haben das schon früher über andere Dinge gesagt", fügte er unter Anspielung auf Chinas anfängliche Reaktionen auf die Corona-Pandemie hinzu. "China hat nicht viel gesagt, und Russland sagt auch nicht viel", ergänzte er. Trump bekräftigte, dass er ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu dem Fall plant. "Heute ist sein Geburtstag", sagte er zur Frage nach dem Zeitpunkt des Telefonats lediglich.

+++ 21:03 US-Außenminister Rubio wirbt in Athen für stärkeren Zusammenhalt des Westens +++

US-Außenminister Marco Rubio hat in Athen für eine engere Zusammenarbeit der westlichen Staaten angesichts neuer geopolitischer Herausforderungen geworben. Er sprach mit der Akropolis im Hintergrund, dem Wahrzeichen der ersten Demokratie des Altertums. Rubio griff die Geschichte des antiken Griechenlands als Ausgangspunkt für zentrale Werte und Eigenschaften des Westens auf. "Hier in Athen fanden wir erstmals die umfassende Ausprägung all jener wesentlichen Merkmale, die später den Westen prägen sollten", sagte Rubio in seiner Rede, die vom griechischen Fernsehen übertragen wurde. Von den Griechen der Antike sollte der Westen die Tugenden, den Mut und die Stärke wiederentdecken, die er brauche, um sich den Gefahren der aktuellen Zeit zu stellen. Rubio rief zur Erneuerung des westlichen Geistes und Europas auf. "Wir sind überzeugt, dass Europa aus seinem langen Dornröschenschlaf erwachen und das Feuer neu entfachen kann, das hier bereits vor Jahrtausenden brannte", sagte er.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.