Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:52 Wadephul unterbricht wegen Leipziger Anschlagsversuch Reise +++

01.09.2026, 00:01 Uhr

Außenminister Wadephul macht auf dem Weg von Algier zum EU-Außenministertreffen in Irland vor dem Hintergrund des Leipziger Vorfalls mit einer Sprengstoff-Drohne einen Zwischenstopp in Berlin, um sich mit Innenminister Alexander Dobrindt zu beraten. Der Außenminister werde seine Weiterreise aus Algier nach Dublin "für ein dringendes Treffen" mit Innenminister Dobrindt am späten Nachmittag unterbrechen, heißt es aus Delegationskreisen. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass Russland für den gescheiterten Anschlag vor einem Monat verantwortlich ist. Das berichten mehrere Medien unter Verweis auf Sicherheitskreise. 

+++ 11:20 Gedenken an den deutschen Überfall auf Polen - Tusk mahnt +++

Polens Regierungschef Donald Tusk mahnt beim alljährlichen Gedenken an den deutschen Überfall auf Polen 1939 die Solidarität des Westens mit der Ukraine an. "Heute rufen wir laut von Westerplatte aus der gesamten freien Welt zu: Seid solidarisch, wir müssen der Ukraine helfen zu überleben", sagte er am Kriegerdenkmal Westerplatte in Danzig. Die kommenden Monate, der bevorstehende Herbst und Winter, könnten entscheidend sein für die Unabhängigkeit der Ukraine, das Schicksal Polens und der freien Welt. Tusk warnt vor dem Wiederaufleben einer "braunen Welle der Aggression und Verachtung" in Europa und den USA.

+++ 10:52 Druck auf Schattenflotte als Antwort auf Leipziger Anschlagsversuch? +++

Nach dem versuchten Drohnen-Anschlag auf den Leipziger Flughafen rückt für eine Gegenreaktion die russische Schattenflotte immer stärker in den Vordergrund. Am Rande eines informellen Treffens der EU-Verteidigungsminister sagte der parlamentarische Staatssekretär Sebastian Hartmann, es müssten "alle Scheinwerfer auf die Schattenflotte" gerichtet werden. Mit den oft maroden Tankern umgehe Russland internationale Sanktionen und finanziere seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordert daneben die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Dies wäre "eine besonders wirksame und glaubwürdige Reaktion und daher dringend erforderlich", sagte er dem "Handelsblatt". 

+++ 10:12 Ukraine meldet Angriffe auf 54 Schattenflotten-Tanker in einem Monat +++

Die Ukraine hat im August nach Angaben des Kommandeurs der Streitkräfte für unbemannte Systeme 54 Schiffe von Russlands sogenannter Schattenflotte angegriffen. Unter dem Druck von Sanktionen nutzt Russland eine Flotte aus älteren Schiffen, die oft unter der Flagge anderer Staaten fahren und so ihre Herkunft verschleiern.

+++ 09:51 Russland soll hinter Anschlagsversuch von Leipzig stecken +++

Die Bundesregierung schreibt den gescheiterte Drohnen-Anschlag Anfang August am Leipziger Flughafen dem russischen Geheimdienst zu. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Verweis auf Sicherheitskreise. Kanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul wollen sich offenbar im Lauf des Tages dazu äußern. Wadephul kündigte eine ausgewogene und überlegte Reaktion auf den Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne an. "Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden", sagte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches in Algier.

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+++ 09:39 Russlands Kriegsausgaben explodieren +++

Trotz Sparvorgaben sind die russischen Militärausgaben in diesem Jahr massiv gestiegen. Nach Berechnungen des Russland-Experten Janis Kluge von der Stiftung Wissenschaft und Politik wuchsen diese im ersten Halbjahr um 30 Prozent auf 10,7 Billionen Rubel, umgerechnet 107 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" berichtet. Damit entsprächen die Rüstungsausgaben allein bis Ende Juni 4,7 Prozent der für das Gesamtjahr erwarteten Wirtschaftsleistung. Würde sich das Tempo fortsetzen, stünden am Jahresende neun Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts. Der Anstieg sei überraschend, sagt Kluge. "Der Krieg entwickelt sich gerade für Putin grundsätzlich in die falsche Richtung."

+++ 09:06 Ukraine beklagt schweren Schlag gegen Region Odessa +++

Die Hafeninfrastruktur in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa ist nach Behördenangaben Ziel eines massiven russischen Angriffs geworden. Der Schlag habe auch der Energieinfrastruktur gegolten, teilt der ukrainische Rettungsdienst bei Telegram mit. Zudem sei durch den Beschuss ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen, bei dem ein Mensch verletzt worden sei.

+++ 08:37 Hybride Attacken immer offener - Vorboten für Angriff auf Nato? +++

In den europäischen Nato-Ländern kommt es zu immer mehr Vorfällen, die die Handschrift des Kreml aufweisen. Russland trägt seinen Krieg damit immer tiefer in die Unterstützerländer der Ukraine. Experten befürchten, dass ein offener Angriff auf Nato-Territorium die nächste Eskalationsstufe sein könnte:

+++ 08:00 Neun Todesopfer bei Angriff auf Kiew +++

Bei den jüngsten Angriffen auf Kiew und Umgebung sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet worden. Zunächst waren vier Todesopfer gemeldet worden. Wie der Katastrophenschutz bei Telegram mitteilt, starben acht Menschen direkt in der ukrainischen Hauptstadt. Dort seien zudem fünf Personen verletzt worden, darunter drei Kinder. In der Stadt Boryspil in der Region Kiew starb den Behörden zufolge ein Mensch. Neun weitere, darunter ein Kind, seien dort verletzt worden, teilt Gouverneur Tymur Tkatschenko ebenfalls auf Telegram mit.

+++ 07:20 Russland hat Probleme bei seinem eigenen Satellitenprogramm +++

Russlands zweite Charge von "Rasswet"-Satelliten hat offensichtlich die vorgesehene Betriebshöhe nicht erreicht. Das berichtet die US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) unter Verweis auf den Live-Satelliten-Tracker N2YO. Dies stelle einen weiteren Rückschlag für Moskaus Bemühungen dar, bald ein russisches Pendant zu Elon Musks Starlink zu entwickeln. Keiner der 16 am 19. Juli gestarteten Satelliten kam demnach auf 550 Kilometer Höhe - vorgesehen seien 870 Kilometer. Viele der Satelliten erreichten zwischen 300 und 400 Kilometer, mindestens zwei steuern auf den Widereintritt in die Erdatmosphäre zu. Wegen des höheren Luftwiderstands und Treibstoffverbrauchs haben Satelliten in niedrigerer Höhe eine kürzere Betriebsdauer, wie die ISW-Analysten erläutern. Auch von den im März gestarteten Satelliten schafften demnach nicht alle die vorgesehene Höhe. Bis 2027 plant Russland nach ukrainischen Angaben knapp 300 Satelliten in der Umlaufbahn.

+++ 06:39 Ukraine trifft offenbar wichtigen Öl-Exporthafen weitab der Front +++

Die Ukraine hat erneut den russischen Ostseehafen Ust-Luga bei Drohnenangriffen beschädigt. Das teilt der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko mit, wie Kyiv Independent berichtet. Ust-Luga ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Ölexport und liegt in der Nähe von St. Petersburg, also weit entfernt von der Grenze zur Ukraine.

+++ 06:08 EU berät über ukrainische und eigene Verteidigung +++

Die Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister der EU beraten am Vormittag im irischen Wicklow über die weitere Unterstützung der Ukraine. Dabei wird es unter anderem um die Zusammenarbeit mit der ukrainischen Rüstungsindustrie gehen. Auch die Zukunft der EU-Mission Eumam zur Ausbildung ukrainischer Soldaten soll besprochen werden. Weiteres Thema der Gespräche in dem Küstenort südlich von Dublin wird die EU-Weltraum-Strategie für Sicherheit und Verteidigung sein. 

+++ 05:47 Gouverneur: Russland trifft mehrstöckiges Wohnhaus nahe Kiew +++

Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadtregion wird in der Stadt Boryspil ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt. Das teilt der Gouverneur des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. 48 Menschen werden demnach in Sicherheit gebracht. Ein Mensch sei ums Leben gekommen, als eine Industrieanlage in Boryspil getroffen worden sei, schreibt Tkatschenko weiter. 

+++ 04:11 Bericht: Dutzende Explosionen erschüttern Kiew - drei Menschen sterben +++

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind am frühen Morgen Dutzende Explosionen zu hören. Das berichtet das Medium Kyiv Independent. Demnach greift Russlands Militär mit ballistischen Raketen an. Es gebe drei Todesopfer. Vier weitere Menschen, darunter zwei Kinder, sind demnach verletzt. Die örtlichen Behörden rufen die Menschen auf, Schutz zu suchen. 

+++ 02:20 Gouverneur der Region Kiew rät von Einschulungsfeiern ab +++

Der Regionalgouverneur der Oblast Kiew, Tymur Tkatschenko, rät wegen anhaltender russischer Angriffe in der ukrainischen Hauptstadtregion davon ab, Einschulungsfeiern abzuhalten. In einem Beitrag in sozialen Medien schreibt er: "Heute wende ich mich an alle Eltern, Lehrkräfte und Leiter von Bildungseinrichtungen: Sicherheit muss an erster Stelle stehen." In Gebieten mit hohem Risiko solle aus diesem Grund auf große Feierlichkeiten verzichtet werden. Am 1. September beginnt in der Ukraine das neue Schuljahr. 

+++ 00:12 Bei Treffen von Putin und Xi ist der Ukraine-Krieg offenbar Nebensache +++

Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping sprechen während des Treffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Kirgistan nur am Rande über den Ukraine-Krieg. Das teilt russischen Medienberichten zufolge Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit. Die russische Wirtschaft hängt seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine wegen der westlichen Sanktionen zunehmend von China ab. Europa hatte Peking aufgerufen, seinen Einfluss auf Moskau zu nutzen und das Land zu einer Beendigung des Kriegs zu bewegen. 

+++ 22:10 "Ende des Krieges einschlagen": Indien erhöht Druck auf Putin +++

Indiens Premierminister Narendra Modi hat bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Kirgistan die Notwendigkeit eines Kriegsendes angesprochen. Indien unterstütze alle Friedensbemühungen, sagt Modi bei dem Gespräch am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. Der Weg von einem endlosen Krieg hin zum Ende des Krieges müsse eingeschlagen werden. Putin entgegnete, dass Russland angeblich auf dem Weg sei.

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