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Fährübergang nach RumänienRussland greift Ukraine direkt an der Nato-Grenze an

01.09.2026, 10:38 Uhr
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Blick auf den ukrainischen Fähranleger in Orliwka. (Foto: Google © Image Airbus, CNES / Maxar Technologies)

Die ukrainische Region Odessa ist permanent im Visier der russischen Streitkräfte. Deren Angriffe reichen mittlerweile direkt bis an die Nato-Grenze heran. An einem Kontrollpunkt kommt es zu Einschränkungen.

Russland hat die Hafeninfrastruktur in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa angegriffen. Dabei sei auch ein Grenzübergang zum Nato-Mitglied Rumänien betroffen gewesen, teilte der ukrainische Katastrophenschutz mit. Ein Kontrollpunkt für den Fährverkehr in Orliwka sei getroffen worden.

"Die Abfertigung von Reisenden und Fahrzeugen an diesem Kontrollpunkt wurde vorübergehend ausgesetzt", hieß es in einer Erklärung der Behörde. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die russischen Truppen hätten "vorsätzlich einen Grenzübergang nach Rumänien sowie die Exportinfrastruktur beschädigt".

In den vergangenen Monaten hat Russland die Zahl und Intensität seiner Drohnenangriffe auf die Exportinfrastruktur in der Region Odessa deutlich erhöht. Das Gebiet gilt als einer der wichtigsten Knotenpunkte für den ukrainischen Außen- und Binnenhandel. Einem Beobachtungsdienst zufolge gab es in der Region Odessa im August mehr als 300 Luftalarme, die sich auf insgesamt 238 Stunden beliefen.

Die russischen Angriffe blockieren die wichtigsten ukrainischen Schwarzmeerhäfen, über die vor dem Krieg rund 90 Prozent der Exporte des Landes abgewickelt wurden. Kiew ist daher gezwungen, Frachten über die kapazitätsschwächeren Donauhäfen wie Reni und Ismajil sowie über Schienenwege an der Westgrenze umzuleiten. Nach Angaben von Eisenbahnvertretern erschweren die ständigen Luftalarme und Angriffe auf die Anlagen den Betrieb erheblich. Das ukrainische Bahnunternehmen Ukrzaliznytsia teilte zuletzt jedoch mit, es habe die Getreidetransporte zu den Donauhäfen für den Export erhöht.

Quelle: ntv.de, rog/rts

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