Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:53 Kiew warnt: Gipfel von USA, Russland und China würde Krieg verlängern +++

19.10.2026, 00:01 Uhr

Ein Gipfeltreffen zwischen Russland, China und den USA würde Moskau laut dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha zu einer Verlängerung des Krieges ermutigen. Kiew setze stattdessen auf ein trilaterales Treffen mit den USA und Russland, um den Krieg auf diplomatischem Weg zu beenden. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge schlägt der russische Staatschef Wladimir Putin für den kommenden Monat einen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping vor. Dabei wolle der russische Präsident über ein Ende des Krieges zu Bedingungen verhandeln, die Moskau begünstigen.

+++ 12:26 Tote nach russischem Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt +++

Bei einem russischen Raketenangriff sind in der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien verletzt worden, teilt der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Der Angriff galt demnach einem nicht näher bezeichneten Industrieunternehmen. Die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj ist knapp 70 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt.

+++ 11:54 Selenskyj: Starlink-Drosselung und schleppende Patriot-Lieferungen sollen Ukraine zu Kapitulation bewegen +++

Nach Auffassung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj versuchen die USA, die Ukraine durch Einschränkungen bei der Starlink-Geschwindigkeit sowie durch Verzögerungen bei der Lieferung von Abfangraketen für Patriot-Systeme zu einer Kapitulation zu drängen. Das sagte der ukrainische Staatschef in einem Interview mit "Bloomberg". "Wir stehen nun vor gefährlichen Tagen im Vorfeld der Wahlen (in den USA). Mein Vorschlag lautete: Wir greifen keine russischen Dieselanlagen an, und im Gegenzug liefert ihr uns Raketen für Patriot-Systeme, um unsere Einrichtungen zu schützen. Doch sie wollen lediglich, dass wir die Angriffe auf die Dieselanlagen einstellen. Und falls wir sie dennoch angreifen, drohen sie damit, uns den Zugang zu bestimmten Dingen zu kappen", sagte Selenskyj. Die Drosselung der Starlink-Internetgeschwindigkeit, die für die ukrainischen Truppen von entscheidender Bedeutung sei, und die Verzögerung der Lieferungen von Patriot-Abfangraketen erschwere die Abwehr russischer Angriffe. "Ich glaube, es wurden Schritte unternommen, um die Ukraine zur Kapitulation zu bewegen", so Selenskyj.

+++ 11:10 Putin befördert Finanzminister Siluanow zu Vize-Ministerpräsident +++

Finanzminister Anton Siluanow wird im Zuge der Regierungsumbildung in Russland befördert und zusätzlich zu seinem seit 2011 gehaltenen Amt auch einer von mehreren Vize-Ministerpräsidenten. Der Kreml teilt mit, Präsident Wladimir Putin habe die offiziell von Ministerpräsident Michail Mischustin vorgeschlagene Personalie gebilligt. Russland sucht derzeit angesichts eines steigenden Haushaltsdefizits nach neuen Einnahmequellen. Die Kabinettsumbildung folgt auf die Parlamentswahlen im September, bei denen die Abgeordneten der Staatsduma neu gewählt wurden.

+++ 10:48 Selenskyj: Erneut "keine frühzeitige Warnung" vor Raketenangriffen auf Kiew +++

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihr Umland nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der vergangenen Nacht mit 16 ballistischen Raketen angegriffen. Die Angriffe seien in mehreren Wellen erfolgt, erklärte Selenskyj in Onlinediensten. Erneut sei "keine frühzeitige Warnung unserer Partner" erfolgt, beklagte er. Ziel der russischen Angriffe waren Selenskyj zufolge Energieanlagen in Kiew und der umliegenden Region. Die Äußerungen Selenskyjs fallen in einen Streit mit den USA über die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an die Ukraine. Selenskyj zufolge hatte die ukrainische Armee "drei Tage lang während ballistischer Raketenangriffe" keinen Zugriff auf US-Geheimdienstinformationen. US-Außenminister Marco Rubio widersprach der Darstellung.

+++ 10:20 ntv-Korrespondent Munz: Gipfel mit Trump, Putin und Xi ist "schon wahrscheinlich" +++

Den von US-Präsident Donald Trump anvisierten Gipfel mit Wladimir Putin und Xi Jinping zur Ukraine hält ntv-Korrespondent Rainer Munz für möglich. "Die große Frage ist aber: 'Was will der Kreml eigentlich wirklich?", betont er.

+++ 09:44 Russland: Haben Frachter mit Militärladung bei Odessa attackiert +++

Russland hat nach eigenen Angaben erneut ein Schiff im Schwarzen Meer attackiert. Der Angriff habe einem Frachter mit Militärgütern an Bord gegolten, teilt das Verteidigungsministerium mit. Das Schiff habe sich südwestlich der Hafenstadt Odessa befunden.

+++ 09:12 Agenturen: Putin will Posten in der Regierung neu besetzen +++

In Russland steht Agenturberichten zufolge eine Regierungsumbildung an. Präsident Wladimir Putin habe die von Ministerpräsident Michail Mischustin vorgeschlagene Maßnahme gebilligt, melden Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Kreml. Die neuen, noch nicht namentlich bekannten Kandidaten sollten dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden, teilte das Präsidialamt weiter mit. Weitere Einzelheiten werden zunächst nicht genannt. Putin verfügt über weitreichende Befugnisse, und das Parlament wird von seiner Partei Einiges Russland kontrolliert.

+++ 08:45 US-Außenminister Rubio bestätigt Gespräch zwischen Trump und Putin über Gipfeltreffen mit Xi +++

US-Außenminister Marco Rubio hat ein Gespräch zwischen Russlands Staatschef Wladimir Putin und Donald Trump bestätigt. Auf die Frage nach einer möglichen Begegnung zwischen dem US-Präsidenten, Putin und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping erklärte Rubio: "Es ist über ein Treffen geredet worden." Er wisse nicht, ob dies bereits endgültig vereinbart worden sei. Trump habe sich jedoch klar ausgedrückt. "Er möchte, dass der Krieg in der Ukraine und Russland endet", betont Rubio vor Journalisten bei einem Besuch in Usbekistan. Er ruft die Ukraine und Russland dazu auf, sich auf ein Ende ihres Krieges zu konzentrieren.

+++ 08:03 Russland meldet schweren Angriff auf Kiew +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau einen schweren Angriff auf Ziele in Kiew und in der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt verübt. Die Attacken hätten sich gegen militärisch-industrielle Anlagen, Lagerstätten für Marschflugkörper und Drohnen sowie Rechenzentren gerichtet, teilt das Verteidigungsministerium mit.

+++ 07:39 Trump behauptet: "Selenskyj will diesen Krieg gar nicht beenden" +++

US-Präsident Donald Trump wirft dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, er habe Russlands Krieg gegen die Ukraine nie beenden wollen. "Selenskyj nimmt russische Dieselraffinerien ins Visier - wohl wissend, dass diese Angriffe den weltweiten Dieselmarkt, einschließlich des Marktes in den Vereinigten Staaten, schwer beeinträchtigen. Landwirte, Viehzüchter und Unternehmen aller Art leiden massenhaft darunter; dennoch liefert Russland weiterhin Millionen Barrel Diesel zu niedrigen Preisen an den Weltmarkt", schrieb Trump auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social. Selenskyj kümmere das nicht, behauptet der US-Präsident weiter. "Und ehrlich gesagt: Angesichts all der Gelder, die er - wie allgemein bekannt ist - von Europa erhält, und die ihm auch der korrupte Joe Biden in der Vergangenheit hat zukommen lassen, will er diesen Krieg gar nicht beenden - und wollte das wahrscheinlich auch nie."

+++ 07:01 Putins Gipfeltreffen "wäre der Albtraum für die Ukraine" +++

Wladimir Putin will über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln - und zwar mit Donald Trump und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj seien derweil "auf einen Tiefpunkt gesunken", erklärt ntv-Reporterin Kavita Sharma.

+++ Klitschko: Ein Mensch bei russischen Luftangriffen auf ukrainische Hauptstadt Kiew getötet +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko ein Mensch ums Leben gekommen. Wie Klitschko bei Telegram weiter mitteilt, wurden zwei weitere Personen nach dem Angriff verletzt. Zudem seien bei dem Angriff eine medizinische Einrichtung und ein Nichtwohngebäude beschädigt worden.

+++ 04:34 Russische Rakete trifft U-Bahnstation in Kiew +++

Bei den russischen Raketenangriffen auf Kiew in der Nacht ist eine U-Bahnstation beschädigt worden. Bürgermeister Klitschko bestätigte den Tod einer 21-Jährigen. In der Nähe der Station links des Dnipro seien auch Schienen zerstört worden, so Klitschko. Im Stadtteil Solomyanski wurden außerdem drei Menschen verletzt, als Trümmerteile auf ein Hochhaus fielen. Russland hatte mehrere ballistische Raketen auf die stadt abgefeuert.

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Einsatzkräfte vor einem schwer beschädigten Fitnessclub. (Foto: REUTERS)

+++ 02:51 Bericht: Putin schlägt Trump und Xi Ukraine-Gipfel vor +++

Der russische Präsident Wladimir Putin schlägt laut einem Zeitungsbericht ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vor, um ein Ende des Ukraine-Krieges zugunsten Moskaus auszuhandeln. Das Treffen solle im kommenden Monat stattfinden, meldet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeiter. Der Vorschlag gehe auf ein Telefonat zwischen Putin und Trump vom 9. Oktober zurück. Bei dem Gespräch sei zudem eine Vereinbarung getroffen worden, dass die USA russischen Diesel kaufen und dessen Verkauf auf dem Weltmarkt erleichtern sollen.

+++ 01:25 Angriff mit ballistischen Raketen: Mindestens eine Tote in Kiew +++

Russland greift Kiew am späen Abend mit ballistischen Raketen an. Es gibt Verletzte und mindestens eine Tote, wie die Militärverwaltung meldet. Nach Informationen des Online-Magazins Ukrajinska Prawda soll es sich bei einer der Getöteten um eine 21-jährige Frau handeln. Militärblogger und andere Kanäle berichten von mindestens acht ballistischen Raketen, die in der Hauptstadt eingeschlagen seien. Unter den getroffenen Gebäuden ist laut Bürgermeister Vitali Klitschko auch eine medizinische Einrichtung.

+++ 23:41 Trump: Ich will Moskau am Verhandlungstisch halten +++

US-Präsident Donald Trump begründet die Aussetzung von Sanktionen gegen Russland damit, dass er Russland am Verhandlungstisch halten wolle. "Meine Entscheidung ist eine sehr einfache", schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Ich bin dabei, einen Frieden im Krieg zwischen Russland und der Ukraine auszuhandeln, und möchte nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch vertreiben würde." Am Freitag hatte Trump die Aussetzung der Sanktionen noch mit einem nationalem Sicherheitsinteresse der USA begründet. Analysten zufolge hätten die Sanktionen die Spritpreise in den USA vor den US-Zwischenwahlen Anfang November weiter in die Höhe treiben und damit potenzielle Wähler von Trumps republikanischer Partei verschrecken können.

+++ 22:19 Bessent weist Selenskyjs Vorwurf zu Starlink-Einschränkungen zurück +++

US-Finanzminister Scott Bessent kritisiert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wegen dessen Aussagen über Einschränkungen der Satellitenkommunikation scharf. Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio hätten erklärt, dass niemand in der US-Regierung diese veranlasst habe, sagt Bessent in der NBC-Sendung "Meet the Press". "Ich halte es für sehr leichtsinnig von Präsident Selenskyj, eine solche Anschuldigung zu erheben." Selenskyj hatte zuvor in derselben Sendung erklärt, die US-Regierung habe SpaceX angewiesen, die Nutzung der Satellitendienste Starlink und Starshield in der Ukraine einzuschränken.

+++ 21:18 Türkei will von Diesel-Deal zwischen Trump und Putin profitieren +++

Die Türkei will nach Angaben ihres Energieministers Alparslan Bayraktar einen Teil der Diesellieferungen aus einem Abkommen zwischen den USA und Russland beziehen. "Durch die Gespräche, die wir geführt haben, werden wir einen Teil dieses Dieselkraftstoffs in die Türkei bringen", sagt Bayraktar dem Sender Kanal 7, wie Reuters berichtet. Einzelheiten zu Mengen oder Lieferterminen nennt er nicht. Bayraktar bezeichnet das Abkommen als wichtig für die Energiesicherheit der Türkei. Russland habe in den vergangenen Monaten Beschränkungen für Dieselausfuhren verhängt und nun eine Vereinbarung mit US-Präsident Donald Trump geschlossen. Die Türkei deckt einen Teil ihres Energiebedarfs durch Importe aus Russland und bemüht sich zugleich um eine breitere Aufstellung ihrer Versorgung.

+++ 20:23 Rechtsextreme greifen Historiker vor Vortrag in Lwiw an +++

Eine Gruppe von etwa 20 Männern hat nach Angaben der ukrainischen Organisation "Soziale Bewegung" den Kriegsveteranen und Historiker Wladyslaw Starodubzew im Zentrum von Lwiw angegriffen und geschlagen. Das ukrainische Nachrichtenportal NV beschreibt die Angreifer als rechtsextreme Aktivisten. Der Übergriff habe sich kurz vor einem geplanten Vortrag vor dem Büro der Organisation nahe der Iwan-Franko-Universität ereignet. Starodubzew sollte über die Geschichte linker Bewegungen in Lwiw sprechen, insbesondere über die Ursprünge der Arbeiter- und sozialistischen Bewegungen in Galizien vor der Sowjetherrschaft. Nach Angaben der Organisation befand sich auch der frühere Stadtrat von Lwiw, Ihor Scholtys, in der Gruppe. Eine Beteiligung an den Schlägen geht aus dem Bericht nicht hervor.

+++ 19:28 Selenskyj: US-Regierung veranlasste Einschränkungen bei Satellitenkommunikation +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht die US-Regierung für Einschränkungen bei der Nutzung der SpaceX-Satellitendienste Starlink und Starshield verantwortlich. "Es war eine Nachricht der amerikanischen Regierung, diese Geschwindigkeit zu begrenzen, und technisch gesehen hat SpaceX das getan", sagt er in der NBC-Sendung "Meet the Press". Von welcher Stelle die Anweisung gekommen sei, wisse er nicht. Die Einschränkungen seien weiterhin in Kraft. Die Beschränkung beeinträchtigt den Einsatz ukrainischer Abfangdrohnen. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag bestritten, die Einschränkungen angeordnet zu haben. Auch US-Außenminister Marco Rubio erklärt, die Trump-Regierung habe nichts mit der Einschränkung des Betriebs von Starlink in der Ukraine zu tun, siehe folgender Eintrag.

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