Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:16 Viele Russen weichen auf türkischen Messenger aus +++

07.04.2026, 00:01 Uhr

Weil die russischen Behörden den Zugang zu beliebten Messengern wie Telegram und Whatsapp einschränken oder blockieren, wächst in Russland das Interesse an Alternativen. Wie die "Moscow Times" berichtet, belegt der türkische Messenger BiP im russischen App Store den zweiten Platz der meist heruntergeladenen Apps in der Kategorie "Soziale Netzwerke". Bei RuStore habe BiP bereits 300.000 Downloads. Auf Platz eins sei der staatlich geförderte Messenger MAX. Oppositionelle gehen davon aus, dass die russischen Sicherheitsdienste Zugriff auf die Daten von MAX haben.

+++ 21:47 Ukraine meldet 15 Verletzte nach russischem Angriff +++

Die Stadt Pryluky ist am Dienstagmorgen vom russischen Militär angegriffen worden. Laut den Behörden der östlich von Kiew gelegenen Region Tschernihiw wurden 15 Zivilisten verletzt. Einer von ihnen befinde sich in einem kritischen Zustand. Ziel der Angriffe seien Verwaltungsgebäude gewesen.

+++ 21:02 Bericht: Russlands wichtigster Schwarzmeer-Terminal setzt Öl-Export aus +++

Die Rohölexporte vom russischen "Scheskharis"-Terminal im Schwarzmeerhafen Noworossijsk wurden nach einem massiven Drohnenangriff und einem Brand ausgesetzt, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen der Nachrichtenagentur Reuters mitteilten. Der Terminal, der normalerweise 700.000 Barrel Rohöl pro Tag verlädt, ist Russlands wichtigster Ölverladepunkt am Schwarzen Meer.

+++ 20:31 Wärmekraftwerk in Frontnähe stellt Betrieb ein +++

Ein ukrainisches Wärmekraftwerk im Gebiet Donezk hat infolge russischer Angriffe am Montag den Betrieb eingestellt. Das berichtet das Online-Portal "Ukrajinska Prawda" und verweist auf eine Mitteilung des Energieunternehmens DTEK, das dem Stromerzeuger Donbasenergo sein Bedauern ausdrückt. Das Kraftwerk gehört demnach Donbasenergo. Es befindet sich in Mykolaivka - ungefähr acht Kilometer von der Frontlinie entfernt. Drei Mitarbeiter des Kraftwerks wurden laut "Ukrajinska Prawda" bei einem russischen Drohnenangriff auf ihr Fahrzeug Mitte Februar getötet. Ende März wurde zudem die Eisenbahninfrastruktur in der nahe liegenden Stadt Slowjansk attackiert.

+++ 19:44 Ukraine erobert wohl kleines Areal vor russischer Grenze zurück +++

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben ein kleines Gebiet in der östlichen Region Charkiw kurz vor der russischen Grenze zurückerobert. Das teilt ein Militärsprecher der Nachrichtenagentur Ukrinform mit. Es geht um den Bereich zwischen den Dörfern Ambarne und Mylowe. Auch der ukrainische Militärblog Deepstatemap bestätigt dies auf seiner Homepage. Der Karte nach handelt es bei dem Bereich sich um 5,7 Quadratkilometer. Laut Deepstatemap gelingt aber auch den russischen Truppen ein Erfolg - an einem anderen Frontabschnitt. Sie seien der Region Donezk in Hryshyne and nahe Kotlynne vorgerückt.

+++ 18:52 "Angriffe auf Zivilisten gehen ganz stark voran" +++

In der Ukraine ist von einer Pause der Kampfhandlungen angesichts der anstehenden orthodoxen Osterfeiertage nichts zu spüren. Allein in den letzten 24 Stunden seien acht Menschen getötet worden - darunter ein elfjähriger Junge, berichtet ntv-Reporterin Nadja Kriewald aus Charkiw.

+++ 18:24 Bomben und Artilleriebeschuss treffen Cherson: Tote und Verletzte +++

In der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden. Fünf weitere seien durch russische Gleitbomben verletzt worden, teilt der Chef der Militärverwaltung von Cherson, Jaroslaw Schanko, bei Telegram mit. Der Fluss Dnipro stellt bei Cherson die Frontlinie dar und trennt russische von ukrainischen Truppen. Von der Vorkriegsbevölkerung von knapp 280.000 Menschen sind nach Angaben von Schanko rund 65.000 weiter in der Stadt.

+++ 17:50 Insider: Viertgrößte russische Ölraffinerie außer Betrieb +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Sonntag hat die viertgrößte russische Ölraffinerie laut Brancheninsidern ihren Betrieb eingestellt. Norsi in der westlichen Nischni-Nowgorod-Region fing nach Angaben der russischen Behörden infolge des Angriffs Feuer. Den Insidern zufolge könnte der Lieferstopp bis Ende des Monats anhalten. Die Raffinerie liegt etwa 450 Kilometer östlich von Moskau. Norsi ist auch Russlands zweitgrößter Benzinproduzent und kann pro Jahr 16 Millionen Tonnen Öl oder rund 320.000 Barrel pro Tag verarbeiten.

+++ 17:10 EU-Kommission reagiert auf Moskaus Drohungen gegen baltische Staaten +++

Die EU-Kommission erinnert daran, dass ein Angriff auf ein EU-Mitglied als Angriff auf die gesamte Europäische Union betrachtet werde. Das erklärt der Sprecher der EU-Kommission, Thomas Regnier, laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Er äußert sich vor dem Hintergrund von Drohungen aus Moskau gegen die baltischen Staaten. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax behauptet, die baltischen Staaten würden der Ukraine ihren Luftraum für Angriffe auf russische Ostsee-Häfen zur Verfügung stellen. Sie warnte Estland, Lettland und Litauen vor Konsequenzen (Siehe Eintrag um 06:18 Uhr). Lettlands Außenministerium warf Moskau daraufhin Desinformation vor. Zuvor waren mehrere ukrainische Drohnen in das Gebiet von baltischen Staaten eingedrungen oder gar abgestürzt. Auch in Finnland kam es zu Drohnen-Vorfällen. Das Außenministerium in Kiew entschuldigte sich und sprach von Drohnen, die aufgrund elektronischer Abwehrmaßnahmen von ihrem Kurs abgekommen seien. Kiew nimmt an, dass einige dieser Drohnen durch elektronische Abwehrmaßnahmen Russlands die Orientierung verloren.

+++ 16:32 Moskau könnte "historischen Einnahmen-Höchststand" erzielen +++

Die ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur verursachen Experten zufolge spürbare Schäden, vor allem in Ölhäfen und Raffinerien. Gleichzeitig profitiert Russland von den steigenden Ölpreisen und könnte sogar einen "historischen Einnahmen-Höchststand" erzielen, berichtet ntv-Reporter Rainer Munz.

+++ 16:04 Zahl der Toten nach Angriff auf Bus steigt auf vier +++

Die Zahl der Opfer infolge eines russischen Drohnenangriffs auf Nikopol ist auf vier gestiegen. 16 Personen seien zudem verletzt worden, erklärt der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Sieben der Verletzten befinden sich demnach im Krankenhaus. "Das darf hier, in Europa oder irgendwo sonst auf der Welt nicht passieren. Wenn Menschen einfach auf den Straßen der Städte getötet werden, ist das eine Bedrohung für alle", so das Staatsoberhaupt.

+++ 15:32 Russland meldet große Nachfrage nach Energie +++

Russland erhält nach eigenen Angaben zahlreiche Anfragen nach Öl und Erdgas. Der Kreml-Sprecher Dmitry Peskow teilt mit, dass sich der Markt angesichts der aktuellen Wirtschafts- und Energiekrise verändert habe. Man verhandle aktuell im Sinne der eigenen Interessen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte im vergangenen Monat erklärt, sich vom europäischen Markt abwenden zu wollen. Die EU will Importe von russischem Pipeline-Erdgas ab Ende 2027 verbieten. Es gibt zudem neue kurzfristige Flüssigerdgas-Verträge (LNG) mit Russland ab dem 25. April.

+++ 15:02 Vance wirft EU in Ungarn "Wahl-Einmischung" vor +++

Bei seinem Besuch in Ungarn wenige Tage vor der dortigen Parlamentswahl wirft US-Vizepräsident JD Vance der Europäischen Union "Wahl-Einmischung" vor. Mit seiner Visite wolle er "ein Zeichen an alle senden, besonders an die Bürokraten in Brüssel", sagt Vance in Budapest. Diese hätten "alles in ihrer Macht Stehende getan, um das ungarische Volk klein zu halten, weil sie den Regierungschef nicht mögen, der sich tatsächlich für das ungarische Volk einsetzt". Mit seinem Besuch unterstützt Vance den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in der Schlussphase des Wahlkampfs. Die US-Regierung hatte bereits im Februar Wahlkampfhilfe für den Rechtsnationalisten Orban geleistet, der enge Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin pflegt und im Ukraine-Krieg einen russlandfreundlichen Kurs fährt.

+++ 14:27 Ukraine: 30 Prozent der russischen Öltanks im russischen Hafen Ust-Luga beschädigt +++

Der Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, Andrij Kowalenko, hat sich zu den Angriffen auf den russischen Ölhafen Ust-Luga geäußert. "Mindestens 30 Prozent der Tanks in Ust-Luga sind durch die jüngsten Angriffe auf den russischen Hafen beschädigt worden", schreibt Kowalenko auf X. Russland soll am Wochenende allerdings die Arbeiten in dem Hafen wieder aufgenommen haben. Ein Schiff wurde ab Samstag dort wieder mit Öl beladen.

+++ 13:53 Kamerun: Russland bestätigt Tod von 16 Kamerunern im Ukraine-Krieg +++

Russland hat nach kamerunischen Angaben den Tod von 16 Kamerunern im Krieg gegen die Ukraine bestätigt. Das Außenministerium des zentralafrikanischen Landes teilt dies im staatlichen Rundfunk mit. Es ist das erste Mal, dass sich die Regierung zu einer Beteiligung ihrer Bürger an dem Konflikt äußert. Die Familien der Toten wurden aufgerufen, sich mit den Behörden in der Hauptstadt Jaunde in Verbindung zu setzen. In einer diplomatischen Note, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte, ist von "militärischen Auftragnehmern kamerunischer Nationalität" die Rede. Diese seien in einer Zone für militärische Spezialoperationen im Einsatz gewesen - ein Begriff, den Russland für den Krieg in der Ukraine verwendet. Weder aus der Mitteilung noch aus der Note geht hervor, wie die 16 Männer in russische Dienste gekommen sind.

+++ 13:13 Ukrainischer Armeechef berichtet über russische Taktik an der Front +++

Der ukrainische Armeechef, Oleksandr Syrskyj, hat einen Einblick in die russische Vorgehensweise an der Front im Gebiet Konstantinowsko-Druzhkovka gegeben. "Die russischen Besatzungstruppen versuchen, ihre taktische Position in diesem Gebiet zu verbessern, indem sie kleine Infanterieangriffe mit massiven Drohnenangriffen kombinieren", so Syrskyj. Doch die ukrainischen Truppen könnten die russischen Vorstöße bereits über ein Jahr abwehren, so der Armeechef. 

+++ 12:40 Moldau wirbt für eigenen EU-Beitritt als "strategisches Investment" gegen Russland +++

Die von Russland mit einer Fake-News- und Wahlfälschungskampagne unter Druck gesetzte Republik Moldau wirbt für den eigenen EU-Beitritt. "Der Beitritt Moldaus wird oft als Sicherheitsgarantie für unser Land bezeichnet - und das ist er auch", erklärt Cristina Gherasimov, die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes, "Politico". "Aber er ist ebenso eine strategische Investition in die Sicherheit Europas selbst." Man bringe etwas Einzigartiges mit, so der Präsidentenberater Stanislav Secrieru: "Hart erkämpftes Wissen und praxiserprobte Lösungen für hybride Bedrohungen aus Russland."

+++ 12:06 Russischer Angriff auf Cherson tötet drei Menschen +++

Bei einem russischen Angriff auf Cherson sind am Morgen drei Personen getötet worden. Die russischen Besatzer schossen auf ein ziviles Gebäude, erklärt ein Offizieller der regionalen Verwaltung. Drei Personen im Alter von 60, 71 und 72 Jahren erlitten dabei tödliche Verletzungen. Drei weitere Ukrainer wurden verletzt. 

+++ 11:29 Orban bot Putin seine Hilfe an +++

Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán hat dem russischen Machthaber Wladimir Putin seine Hilfe angeboten. "Gestern hat unsere Freundschaft ein solches Niveau erreicht, dass ich Ihnen in jeder Hinsicht helfen kann", sagte Orban laut einem von Bloomberg eingesehenen Protokoll des Gesprächs aus dem Oktober vergangenen Jahres. "In jeder Angelegenheit, in der ich Ihnen behilflich sein kann, stehe ich Ihnen zur Verfügung." Um seinen Punkt zu unterstreichen, griff Orban zudem auf eine ungarische Kindergeschichte zurück, bei der eine Maus, in diesem Fall offensichtlich Ungarn, einem Löwen, Russland, hilft. 

+++ 10:51 Munz: "Russlands eigentliche Stärke wird zur Schwachstelle" +++

Die Ukraine fliegt weiterhin Angriffe auf Russlands kritische Infrastruktur. ntv-Reporter Rainer Munz erklärt, wie das der russischen Wirtschaft schadet, Moskau aufgrund des Iran-Krieges aber auch gleichzeitig "mehr Geld einnimmt".

+++ 10:28 Militär: 77 russische Drohnen abgewehrt +++

Russland hat die Ukraine in der vergangenen Nacht mit 110 Drohnen angegriffen. Dabei kamen mehrere unterschiedliche Typen unbemannter Flugobjekte zum Einsatz, berichtet die ukrainische Luftwaffe. 77 der 110 Drohnen konnten ihrem Bericht zufolge abgeschossen werden. An 14 Orten kam es dennoch zu Einschlägen der Drohnen. 

+++ 09:51 Ukraine nimmt wichtigen Öl-Hafen bei Drohnenangriff ins Visier +++

Die Ukraine hat offenbar einen weiteren Angriff auf den russischen Öl-Hafen Ust-Luga durchgeführt. Das berichtet Kyiv Independent unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle. Fotos und Videos, die in den sozialen Medien gepostet wurden, zeigen laut Aussagen von Anwohnern, dass es im Bereich des Hafens ab etwa 5 Uhr morgens Ortszeit zu Explosionen kam. Der Angriff ist der jüngste in einer Reihe von ukrainischen Langdistanzangriffen auf Russlands wichtigste Ölterminals an der Ostsee- und Schwarzmeerküste in den letzten Wochen, mit denen Kiew versucht, die Gewinne einzuschränken, die Russland durch die steigenden Weltmarktpreise für Öl erzielt.

+++ 09:19 "Gezielter Terror": Drei Tote in Nikopol bei russischem Angriff auf Bus +++

Bei einem russischen Drohnenangriff wurden in der ukrainischen Stadt Nikopol am Morgen drei Personen getötet. Mitten in der Stadt sei ein Linienbus angegriffen worden, teilt ein Offizieller der regionalen Verwaltung. Zwölf weitere Zivilisten seien darüber hinaus verletzt worden. "Das war kein zufälliger Angriff. Das war gezielter Terror gegen Zivilisten. Gegen Menschen, die einfach nur ihrem Alltag nachgingen."

+++ 08:43 Ukrainisches Militär zerstört 65 russische Artilleriesysteme +++

In den vergangenen 24 Stunden hat die Ukraine nach eigenen Angaben 65 russische Artilleriegeschütze zerstören können. Das geht aus einer Übersicht der ukrainischen Streitkräfte über die russischen Verluste hervor. Darüber hinaus wurden 980 russische Soldaten getötet oder verletzt. Zudem konnten zwei Luftabwehrsysteme der Kreml-Truppen und drei Mehrfachraketenwerfer ausgeschaltet werden. 

+++ 08:12 Ukraine attackiert russische Chemiefabrik +++

Die Ukraine hat mit Drohnen eine der größten Chemiefabriken Russlands in der Region Woronesch angegriffen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Öffentlich zugänglichen Daten zufolge ermöglicht die Kapazität des Werks die Produktion von über 550.000 Tonnen Ammoniumnitrat und bis zu 1,2 Millionen Tonnen Nitroammophoska pro Jahr. Insbesondere Ammoniumnitrat kann zur Herstellung von Sprengstoffen verwendet werden.

+++ 07:37 Drei Tote bei Drohnenangriff auf russische Region Wladimir +++

Bei einem Drohnenangriff auf die russische Region Wladimir sind nach offiziellen Angaben drei Menschen getötet worden. "Feindliche Drohnen" hätten Einrichtungen der "zivilen Infrastruktur" angegriffen, erklärt der Gouverneur der nordöstlich von Moskau gelegenen Region, Alexander Awdejew, bei Telegram. Getötet worden seien zwei Erwachsene und deren siebenjähriger Sohn. Die Tochter der beiden getöteten Erwachsenen werde in einem Krankenhaus

+++ 07:11 Russland macht Milliardenplus durch Iran-Krieg +++

Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus mit seinen Rohstoffexporten hohe zusätzliche Milliardeneinnahmen. Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. "Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten", sagt Matthias Schepp, der Vorstandsvorsitzende der Kammer. Russland profitiert von den gestiegenen Preisen für Rohstoffe auf dem Weltmarkt, weil es andere Exportrouten nutzt. Das alles könnte "Russland einen unverhofften Geldsegen in historischem Ausmaß bescheren", wie Schepp in Moskau sagt. Allein bei einem anhaltenden Ölpreis von etwa 100 US-Dollar kann Russland demnach mit einem Plus gegenüber dem Haushaltsplan von 71,8 Milliarden US-Dollar (62,1 Milliarden Euro) jährlich rechnen. Russland finanziert über diese Exporte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. 

+++ 06:18 Russland droht baltischen Staaten mit "Konsequenzen" +++

Moskau richtet sich mit Drohungen an die drei baltischen Staaten, Estland, Lettland und Litauen. Es werde "Konsequenzen" geben, wenn diese der Ukraine für Angriffe "ihren Luftraum zur Verfügung stellen", erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums. "Diese Länder wurden entsprechend gewarnt. Wenn die Regierungen dieser Länder vernünftig sind, werden sie diese Warnung beherzigen. Wenn nicht, müssen sie mit einer Reaktion rechnen", so die Sprecherin. Russland wirft den Ländern vor, dass diese ihren Luftraum für ukrainische Drohnen freigegeben haben. Die Ukraine spricht hingegen von Drohnen, die aufgrund elektronischer Abwehrmaßnahmen von ihrem Kurs abgekommen sind. 

+++ 05:42 Wahlkampf für Orban: JD Vance reist nach Ungarn +++

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn erwartet Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban den US-Vizepräsidenten JD Vance in Budapest. Der Gast aus Washington will heute Abend bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Orban in einem Budapester Sportzentrum eine Rede halten, deren Thema nach Angaben des Weißen Hauses die "reichhaltige" bilaterale Partnerschaft sein soll. Von Vances Besuch erhofft Orban sich höhere Chancen für einen Wahlsieg. Umfragen signalisieren seit Monaten, dass der Rechtspopulist die Wahl am kommenden Sonntag verlieren könnte. Anders als andere EU-Staaten pflegt Orban allerbeste Beziehungen zu Russland.

+++ 04:42 Tödlicher Raketenwerferbeschuss in Slowjansk +++

In der ostukrainischen Stadt Slowjansk wurde mindestens ein Mensch durch russischen Raketenwerferbeschuss getötet. Fünf weitere wurden nach Angaben des Militärgouverneurs der Region Donezk, Wadym Filaschkin, verletzt. Russische Truppen sind nur noch gut 20 Kilometer von der Stadt entfernt. Von der Vorkriegsbevölkerung von über 100.000 Menschen harren nur noch rund 40 Prozent in Slowjansk aus.

+++ 02:48 Tote und Verletzte nach Explosionen in Sumy +++

Im nordostukrainischen Gebiet Sumy sind mindestens zwei Zivilisten durch explosive Gegenstände getötet worden. Einer Mitteilung des Militärgouverneurs Oleh Hryhorow bei Telegram zufolge wurden ein Mann und eine Frau in der Gemeinde Swessa beim Löschen von brennendem Gras durch die Explosion eines Sprengkörpers tödlich verletzt. Ebenso in Swessa seien zwei weitere Männer bei der Fahrt mit einem Traktor auf einen explodierenden Sprengkörper geraten. Beide mussten demnach mit Splitterverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Hryhorow warnt vor Sprengkörpern, die von russischen Drohnen abgeworfen werden. Die Gemeinde Swessa liegt nur etwa zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

+++ 01:23 Ukrainischer Konzern plant Alternative zu Patriot-System +++

Der ukrainische Rüstungskonzern Fire Point verhandelt mit europäischen Unternehmen über die Entwicklung eines neuen Luftverteidigungssystems. Dieses soll eine kostengünstige Alternative zum US-System Patriot werden, das wegen des Krieges am Golf zunehmend knapp ist. Ziel sei es, die Kosten für den Abschuss einer ballistischen Rakete auf unter eine Million Dollar zu senken, sagt Chefentwickler Denys Schtiljerman der Nachrichtenagentur Reuters. Das System solle bis zum kommenden Jahr auf den Markt kommen. Der erste Abschuss einer feindlichen Rakete sei für Ende 2027 geplant. Für das Patriot-System seien oft zwei oder drei Abwehrraketen für jeweils mehrere Millionen Dollar nötig.

+++ 00:04 "Putins Agent": Ungarns Ex-Außenminister rechnet mit Orban ab +++

Der frühere ungarische Außenminister und EU-Kommissar Peter Balazs macht Ungarns Premier Viktor Orban vor der Wahl am 12. April schwere Vorwürfe. "Putins wertvollster Agent im Westen ist Viktor Orban. Der Kreml hat keinen besseren Mann, um russische Interessen im Innersten der EU und der Nato zu vertreten", sagt Balasz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Schon 2018 und 2022 hätten viele Ungarn auf Orbans Abwahl gehofft, so Balasz. "Doch nie war die Unzufriedenheit über die Regierung so groß wie heute", erklärt er. "Die Ungarn warten sehnsüchtig auf einen Messias - und jetzt betritt Peter Magyar die politische Bühne." Viele hätten lange auf diesen Moment gewartet, auf jemanden, der eine echte Chance habe, dem System Orban ein Ende zu bereiten. Balasz rechnet jedoch nicht damit, dass Ungarn unter Tisza-Chef Magyar schnell zum Ukraine-Unterstützer wird. "Ich erwarte eine schrittweise Rückkehr zur Normalität, wenn Tisza die Wahl gewinnt", so Balasz.

+++ 22:58 Bericht: Hunderte Russen entgehen Haftstrafen für Kriegsbeteiligung +++

Strafminderung gegen Kriegsbeteiligung: Das unabhängige russische Online-Medium Verstka berichtet, zahlreiche Russen hätten für Straftaten Bewährungsstrafen erhalten oder seien aus Strafanstalten entlassen worden, weil sie Verträge mit dem Verteidigungsministerium unterschrieben oder verwundet aus dem Militärdienst ausschieden. Unter Berufung auf eigene Recherchen spricht Verstka von mindestens 263 bekannten Fällen. Demnach sind darunter Personen, die wegen Drogenhandels, Körperverletzung, Diebstahls, Betrugs, Raubes und Korruption angeklagt oder verurteilt wurden. Mindestens eine Person sei wegen Vergewaltigung verurteilt worden, 13 Personen seien wegen Mordes angeklagt gewesen, elf weitere wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge. Dem Bericht zufolge unterzeichneten viele von ihnen Verträge während der Untersuchungshaft.

+++ 21:52 Nikopol warnt vor getarnten Antipersonenminen +++

Die Bewohner im ukrainischen Bezirk Nikopol werden vor Antipersonenminen gewarnt. Man habe festgestellt, dass die russische Armee diese erneut eingesetzt habe, schreibt die Verwaltung im Bezirk. Die Minen können demnach von Drohnen über dem Stadtgebiet abgeworfen werden. Schon bei geringstem Druck könnten sie explodieren, heißt es. Die Minen hätten einen Durchmesser von nur fünf bis sechs Zentimetern. Aufgrund der Farbe ihres Kunststoffgehäuses seien sie auf dem Boden oft schwer zu erkennen. Die Bewohner sollten sich verdächtigen Gegenstände auf keinen Fall nähern und den Notruf wählen.

+++ 21:16 Selenskyj schlägt Teilwaffenruhe für Energieanlagen vor +++

Die Ukraine bietet Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen an. "Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen einzustellen, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

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