Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:49 Fünf Tote bei russischen Angriffen +++

29.05.2026, 00:35 Uhr

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind am Freitag mindestens fünf Menschen getötet worden, berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf Behördenangaben. 40 weitere seien verletzt worden. Russland habe 290 Drohnen eingesetzt, von denen 279 von der ukrainischen Luftverteidigung abgefangen worden seien. Zudem habe Russland eine Iskander-M-Rakete sowie sechs Marschflugkörper des Typs Ch-101 abgefeuert, von denen fünf abgefangen werden konnten.

In der Region Sumy zerstörte ein russischer Nachtangriff den Bahnhof der Stadt Schostka. Der Bahnhof sei "zu einem weiteren Ziel dieses Terrorstaats geworden", sagte der ukrainische Regionalminister Oleksii Kuleba. Tote gab es hier nicht.

+++ 13:31 "Wir verhängen Sanktionen mit großer Reichweite", sagt Selenskyj über die Angriffe auf Öl-Anlagen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nennt die Angriffe auf russische Öllager und Raffinerien "Sanktionen mit großer Reichweite". "Wir tragen den Krieg mit Recht dorthin zurück, woher er gekommen ist", schreibt er auf X und Telegram. "Russland hätte seine Aggression schon vor langer Zeit beenden können, entschied sich jedoch dafür, sie in die Länge zu ziehen und fortzusetzen."

+++ 13:02 Mehr als 200.000 Kinder in der Ukraine im Digitalunterricht +++

In der Ukraine lernen mehr als 200.000 Schülerinnen und Schüler online, sagt der ukrainische Bildungsminister Oksen Lisovyi dem Sender Radio Liberty. Die größte Gruppe seien Kinder, die in Regionen leben, in denen die Sicherheitslage Präsenzunterricht nicht zulasse. Rund 60.000 Kinder befänden sich im Ausland, würden aber den Unterricht innerhalb des ukrainischen Bildungssystems fortsetzen.

+++ 12:38 Video: Kiew findet betagte Technik in abgefangener Oreschnik +++

Russlands gefürchtete Hyperschallwaffe Oreschnik gilt als besonders schwer abzufangen. Doch einige ihrer Komponenten sind alles andere als Hightech: Im Januar hatte es die ukrainische Armee geschafft, eine Oreschnik abzuschießen. Die Trümmer der Rakete offenbaren über zehn Jahre alte Bauteile.

+++ 12:04 Russland zeigt Propagandafilm über Umerziehung ukrainischer Kinder +++

Die russische "Kinderrechtsbeauftragte" Maria Lwowa-Belowa hat einen Film veröffentlicht, der zeigt, wie ukrainischen Kindern in russischen Umerziehungslagern die "Liebe zu Russland" beigebracht werden soll. Der Film, der auf einer russischen Streamingplattform zu sehen ist, begleitet mehrere Kinder aus Städten in der russisch besetzten Ukraine und lässt sie beschreiben, was sie im Krieg erlebt haben - Beschuss, Verletzung und die Trennung von ihrer Familie, berichtet Meduza. Der Internationale Strafgerichtshof hat 2023 einen Strafbefehl gegen Putin und Lwowa-Belowa wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen erlassen. Lwowa-Belowa wird vorgeworfen, für die Deportation ukrainischer Kinder nach Russland verantwortlich zu sein.

+++ 11:41 Estland installiert Drohnen-Früherkennungssystem +++

Estland hat seine Grenze zu Russland mit stationären Systemen zur Drohnen-Früherkennung verstärkt. Das berichtet der estnische Sender ERR. "Die ersten Geräte sind installiert und betriebsbereit", sagte Estlands Innenminister Igor Taro. "Natürlich ist dies erst der Anfang: Wir arbeiten an einem Drohnennetzwerk, das ganz Estland abdeckt."

+++ 11:17 Kaum noch Benzin auf der Krim wegen ukrainischer Drohnen-Angriffe +++

Auf der russisch besetzten Krim gilt ab heute ein Abgabelimit. Pro Person dürfen nur 20 Liter Benzin getankt werden, meldet das russische Oppositionsmedium Meduza. Auf der Halbinsel herrscht eine Treibstoffknappheit, seit die Ukraine mit Drohnen-Angriffen die Zufahrtswege unter Beschuss hält. Am Freitag gab es auf der Krim kein Benzin mehr und kaum noch Diesel. Am Samstag sollten die Verkäufe wieder starten.

+++ 10:44 Ukraine bedauert "harsche Reaktion in Polen" auf UPA-Ehrung +++

Das ukrainische Außenministerium bedauert die "harsche Reaktion in Polen auf die Entscheidung, eine ukrainische Einheit nach den Helden der UPA zu benennen". Das Kürzel steht für die Ukrainische Aufständische Armee, eine ukrainische Partisanenarmee, die im Zweiten Weltkrieg für einen unabhängigen ukrainischen Staat kämpfte und dafür auch mit Nazi-Deutschland kollaborierte. Im Massaker von Wolhynien und Ostgalizien ermordete die UPA bis zu 100.000 Polen.

In seiner Erklärung bedauert das ukrainische Außenministerium, die polnischen Reaktionen stünden im Gegensatz zur "allgemeinen Tendenz zur Lösung strittiger Fragen in den ukrainisch-polnischen Beziehungen". Aus ukrainischer Sicht symbolisiere der Kampf der UPA "ausschließlich den Widerstand gegen Moskaus imperialistische Politik" und richte sich nicht gegen Polen. "Wir sind uns bewusst, dass die Geschichte unserer beiden Nationen unterschiedliche Seiten hat - glorreiche wie tragische."

Wegen der Benennung der Einheit nach der UPA will Polens rechtsradikaler Präsident Karol Nawrocki seinem Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers aberkennen, den der ukrainische Präsident von Nawrockis Vorgänger Andrzej Duda erhalten hatte. Dies wiederum wird auch in Polen kritisch gesehen. "Wenn wir etwas gegen die Geschichte unternehmen wollen - und das müssen wir, denn sie wird uns immer wieder einholen -, dann lasst uns erwachsen handeln", schrieb der polnische Schriftsteller Krzysztof Czyżewski in der "Gazeta Wyborcza". "Lasst uns bei uns selbst anfangen und unsere eigenen Fehler aufarbeiten."

+++ 10:15 Ukraine zerstört nach eigenen Angaben zwei russische Kampfflugzeuge +++

Beim Angriff auf die russische Hafenstadt Taganrog wurden auf einem Militärflugplatz dort auch ein Iskander-Raketensystem sowie zwei Tu-142-Flugzeuge zerstört, schreibt der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Einheit, Robert Brovdi, auf Telegram. Iskander sind Boden-Boden-Raketen mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern.

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Die Tu-142 ist ein Aufklärungs- und Anti-U-Boot-Flugzeug. (Foto: picture alliance/dpa/TASS)

+++ 09:52 Nach Putin-Drohung ruft Russland Botschafter aus Armenien zurück +++

Russland hat seinen Botschafter aus Armenien zu "Konsultationen" nach Moskau gerufen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Tass. Ein solcher Schritt ist in der Diplomatie Ausdruck scharfer Kritik gegen das Gastland. "Hintergrund sind die Schritte der armenischen Führung zur Annäherung an die Europäische Union, die der Zusammenarbeit innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion schaden", teilt die russische Botschaft in Armenien mit. Am Vortag hatte Putin Armenien bei einem Besuch in Kasachstan indirekt gedroht. "Die Krise in der Ukraine begann mit den Beitrittsbestrebungen zur EU." Putin fügte zwar hinzu, er habe dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan gesagt, "alles, was gut für die Armenier ist, ist akzeptabel und gut für Russland". Aber ein Ausscheiden Armeniens aus der Eurasischen Wirtschaftsunion würde das von Russland dominierte Bündnis weiter schwächen. In Armenien ist am 7. Juni eine Parlamentswahl angesetzt.

+++ 09:21 Drei Tote in Belgorod nach ukrainischem Angriff +++

Russische Behörden melden nach ukrainischen Drohnenangriffen Tote und Schäden. In der Grenzregion Belgorod kamen nach Angaben des regionalen Krisenstabs drei Männer ums Leben. Sie wurden demnach in der Ortschaft Oktjabrski nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt bei zwei Angriffen getötet. In Armawir im südrussischen Gebiet Krasnodar brach laut Behörden ein Feuer auf dem Gelände eines Öllagers aus. Das Öllager war schon in der Vergangenheit Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Auf dem Gelände des Hafens von Taganrog in der ebenfalls im Süden Russlands gelegenen Region Rostow kam es laut Gouverneur Juri Sljussar zu einem Brand eines Tankers, eines Treibstofftanks und eines Verwaltungsgebäudes. Zwei Menschen seien verletzt worden. Zudem teilte das russische Verteidigungsministerium am Morgen mit, 127 ukrainische Drohnen seien in der Nacht über russischem Gebiet und der annektierten Halbinsel Krim abgeschossen.

+++ 08:52 Ukraine: 1430 Russen getötet oder verwundet +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden in den vergangenen 24 Stunden 1430 russische Soldaten getötet oder verwundet. Nach ukrainischen Angaben haben die Russen in ihrem Angriffskrieg damit insgesamt mehr als 1,3 Millionen Soldaten verloren. Die Zahlen sind nicht überprüfbar. Die britische Aufklärungsbehörde GCHQ schätzt die Zahl der getöteten russischen Soldaten auf knapp 500.000. Die BBC hat die Namen von mehr als 223.000 getöteten russischen Soldaten zusammengetragen. Die russischen Oppositionsmedien Mediazona und Meduza gehen von mehr als 350.000 getöteten russischen Soldaten aus. Seit einigen Monaten übersteigt die Zahl der getöteten russischen Soldaten die Zahl der neuen Rekruten.

+++ 08:30 Verletzte nach russischen Angriffen auf Cherson +++

In der ukrainischen Region Cherson sind in den vergangenen 24 Stunden 21 Menschen durch russische Angriffe verletzt worden, berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Russen hätten sieben Hochhäuser und 29 Einfamilienhäuser beschädigt, zudem eine Gasleitung und zwei Fahrzeuge.

+++ 08:19 Einsatz als Reservist ist kein Privatvergnügen" +++

Der stellvertretende Präsident des Reservistenverbandes, Esra Limbacher, verteidigt die Pläne für mehr Verpflichtungen der Reserve. "Der Vorschlag unseres Verteidigungsministers Boris Pistorius ist ein wichtiges Signal: Der Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger als Reservistinnen und Reservisten in der Bundeswehr ist kein Privatvergnügen, sondern ein Dienst für unser Land", sagt der SPD-Politiker der "Rheinischen Post".

+++ 07:50 Frankreich und Deutschland nehmen Beratungen über nukleare Abschreckung auf +++

Deutschland und Frankreich haben die geplanten Gespräche über eine engere Kooperation bei der nuklearen Abschreckung aufgenommen. Das berichtet der "Spiegel". Demnach ist Günter Sautter, der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Friedrich Merz, am Mittwoch für eine erste Gesprächsrunde nach Paris gereist. Auch andere europäische Staaten hätten an Beratungen in Paris teilgenommen. Das nächste deutsch-französische Treffen ist demnach noch vor der Sommerpause in Deutschland geplant.

+++ 07:34 "Logistischer Lockdown": Ukraine greift Versorgungsrouten mit KI an +++

Die ukrainische Armee setzt verstärkt künstliche Intelligenz im Kampf gegen Versorgungsfahrzeuge der russischen Invasionstruppen ein. Das berichtet die BBC. In zahlreichen Fällen seien russische Armeefahrzeuge mit Lebensmitteln, Treibstoff und Munition ins Visier genommen worden - allesamt auf Routen zwischen Russland und der Krim sowie anderen besetzten Gebieten in der Südukraine.

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nennt die Strategie einen "logistischen Lockdown", um den Druck auf das russische Militär zu erhöhen und "dem Feind die Fähigkeit zu nehmen, anhaltende Offensivoperationen durchzuführen". BBC zitiert Experten, denen zufolge bei diesen Angriffen vor allem die KI-gestützte Drohne vom Typ Hornet (Hornisse) zum Einsatz komme.

+++ 07:01 Ukrainisches Verteidigungsministerium warnt vor russischem Großangriff +++

Das ukrainische Verteidigungsministerium ruft die Ukrainer auf, die Luftschutzsirenen an diesem Wochenende nicht zu ignorieren. Diese Warnung gelte für das ganze Land, "insbesondere aber für Kiew", so das Verteidigungsministerium. Präsident Selenskyj hatte zuvor erklärt, es lägen Geheimdienstberichte vor, nach denen Russland einen weiteren Großangriff vorbereite.

+++ 06:55 Angriffe auf ukrainische Region Sumy +++

Russland hat in der Nacht die nördliche Region Sumy angegriffen. Nach Behördenangaben wurden Wohnhäuser und Verwaltungsgebäude beschädigt. Über Opfer ist bislang nichts bekannt.

+++ 06:40 Neue Angriffe auf russische Ölvorräte +++

Die Ukraine hat in der Nacht offenbar erneut russische Ölvorräte ins Visier genommen. Angegriffen wurde ein Tanker und ein Öldepot, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur RBC. "Infolge eines Drohnenangriffs gerieten im Hafen von Taganrog am Asowschen Meer ein Tanker, ein Treibstofftank und ein Verwaltungsgebäude in Brand", schreibt der örtliche Gouverneur auf Telegram. Explosionen seien auch auf der russisch besetzten Krim zu hören gewesen, meldet der "Kyiv Independent". Die ukrainische Armee hat die Angriffe bislang nicht kommentiert.

+++ 05:39 Japan steigt in Nato-Initiative ein und gibt Millionen für Ukraine +++

Japan hat sich der Nato-Initiative zum Kauf von in den USA hergestellter Militärausrüstung für die Ukraine angeschlossen. Wie der "Kyiv Independent" unter Bezug auf das japanische Außenministerium berichtet, trägt Tokio rund 14,7 Millionen US-Dollar zu dem Programm bei. Demnach steuert Japan ausschließlich "nicht tödliche" Ausrüstung für die Ukraine bei. "Japan wird die Ukraine weiterhin unterstützen, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen, und beabsichtigt, die Zusammenarbeit zwischen Japan und der Nato weiter zu stärken", heißt es in der Erklärung des Ministeriums.

+++ 03:09 Putin bringt erneut Schröder als EU-Unterhändler ins Spiel +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Vorschlag zur Benennung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als EU-Unterhändler im Ukraine-Krieg verteidigt. "Als ich den Namen von Herrn Schröder genannt habe, hatte ich einen Menschen im Blick, dem man vertrauen kann", sagt er in der kasachischen Hauptstadt Astana. Dass er mit Schröder befreundet sei, sei dabei kein Minuspunkt. "Was ist daran schlecht?", fragt er. Schließlich gehe es um Vertrauen. Der ehemalige deutsche Kanzler vertrete schließlich trotzdem nationale Interessen.

+++ 23:32 Nato: In Rumänien eingeschlagene Drohne stammte aus Russland +++

Die in ein Wohnhaus in Rumänien eingeschlagene Drohne ist Nato-Angaben zufolge aus Russland. Der Sprecher des Nato-Oberkommandos der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape), Martin O'Donnell, bestätigt der Nachrichtenagentur AFP am Freitag, die Drohne sei "russisch". Durch den nächtlichen Drohnen-Einschlag wurden in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine zwei Menschen verletzt und ein Feuer ausgelöst. Rumänien machte vollumfänglich Moskau für den Vorfall verantwortlich. Der rumänische Verteidigungsminister Radu-Dinel Miruta sagt vor Journalisten, die Seriennummern auf der Rakete wiesen darauf hin, dass es sich "zweifellos" um eine russische Rakete handele. Russlands Präsident Wladimir Putin betont hingegen, dass die Herkunft der Drohne noch unklar sei.

+++ 22:15 UN setzen erstmals russische Streitkräfte auf Schwarze Liste +++

Die Vereinten Nationen setzen erstmals russische Streit- und Sicherheitskräfte auf eine Schwarze Liste, auf der Akteure aufgeführt sind, die im Verdacht stehen, sexuelle Gewalt in Konflikten begangen zu haben, berichtet Associated Press unter Berufung auf einen jährlichen UN-Bericht. Der 35-seitige Bericht führt 77 staatliche und nichtstaatliche Akteure in einem Dutzend Ländern auf und stellt fest, dass die Zahl der dokumentierten Fälle von konfliktbezogener sexueller Gewalt im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 erheblich gestiegen ist. Der Bericht stellt fest, dass es den UN-Menschenrechtsermittlern trotz der Weigerung Russlands, ihnen Zugang zu gewähren, dennoch gelang, 310 Fälle von konfliktbezogener sexueller Gewalt in Russland und auf dem von Russland besetzten ukrainischen Gebiet unabhängig zu überprüfen. Bei den Opfern handelt es sich um Kriegsgefangene und zivile Häftlinge, die überwiegende Mehrheit davon Männer, so der Bericht. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als "unbegründete Lügen", berichtet AP. 

+++ 21:36 Rumäniens Präsident: Russische Drohne wurde vor Einschlag von ukrainischer Flugabwehr getroffen +++

Der rumänische Präsident Nicusor Dan erklärt, die russische Drohne, die ein Gebäude in der Stadt Galati traf, sei zuvor von der ukrainischen Flugabwehr getroffen worden. Dadurch sei ihre Flugbahn verändert worden. Er betont, dass die Verantwortung für den Vorfall bei Russland liege, wie der rumänische Fernsehsender Digi24 berichtet. "Als sie [die russischen Drohnen] über ukrainisches Gebiet flogen, wurden einige von ihnen abgeschossen, und eine davon, die wahrscheinlich über der Stadt Reni getroffen wurde, änderte ihre Flugbahn und flog in Richtung Galati", sagt Dan. Die bei dem Vorfall verletzte Mutter und ihr Kind erholten sich gut, ergänzt er. Die Drohne habe 30 Kilogramm Sprengstoff geladen, so Dan weiter.

+++ 21:01 Ukrainische Drohnen-Treffer: Russische Dieselproduktion bricht um gut 20 Prozent ein +++

Die russische Dieselproduktion ist infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur von 7,5 Millionen Tonnen pro Monat auf 5,9 Millionen Tonnen gesunken. Von den Angriffen der Ukraine betroffene Raffinerien haben nach Berechnungen von Reuters die Dieselproduktion im April um bis zu 1 Million Tonnen und im Mai um weitere 600.000 Tonnen gedrosselt. Die gesamte Dieselproduktion Russlands belief sich im März noch auf 7,5 Millionen Tonnen. Unterdessen stiegen die russischen Kraftstoffexporte im April gegenüber März um 8 Prozent auf 3,25 Millionen Tonnen. Der Wert liegt jedoch leicht unter dem Niveau vom April 2025, als die Exporte insgesamt 3,3 Millionen Tonnen betrugen. Die Exporte blieben im Mai stabil. Reuters geht davon aus, dass der Produktionsrückgang Russland daran hindern könnte, von höheren Ölpreisen und einer möglichen Lockerung der US-Sanktionen zu profitieren.

+++ 20:18 Ukrainische Experten enthüllen Details über russische Wunderwaffe "Oreschnik" +++

Die russische "Oreschnik"-Rakete, die im Januar auf die Ukraine abgefeuert wurde, scheint vor neun Jahren hergestellt worden zu sein, erklären ukrainische Experten nach der Untersuchung von Trümmerteilen der Waffe, die Russland als "Wendepunkt" bezeichnet. Die "Oreschnik", die Russland erstmals 2024 gegen die Ukraine einsetzte, ist eine atomwaffenfähige Rakete mit einer Reichweite von über 5000 Kilometer. Die ukrainischen Behörden stufen die "Oreschnik" als modernisierte Version der älteren Rakete RS-26 "Rubezh" ein, die erstmals 2012 erfolgreich getestet wurde. Bei einer Präsentation von Elektronikteilen, die aus russischen Raketen und Drohnen geborgen wurden, erklärt ein ukrainischer Raketenforensikexperte, dass die geborgene Oreschnik im Jahr 2017 aus Komponenten aus dem Jahr 2016 oder früher zusammengebaut worden sei, die alle in Russland oder dessen Verbündeten Belarus hergestellt worden seien. "Wir waren ziemlich überrascht, denn es heißt, dass es sich um eine ganz neue Rakete handelt, aber wenn man sich das Baujahr ansieht, steht dort 2017", so der Experte. Russland hat während des Krieges mindestens dreimal mit der "Oreschnik"-Rakete ukrainisches Gebiet angegriffen.

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