Politik

Ukraine weitet Todeszone ausRusslands Autobahn-Problem wirkt sich auf die Front aus

25.05.2026, 00:24 Uhr
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Autobahn
Dieses Bild soll einen ausgebrannten russischen Lkw nach einem ukrainischen Angriff zeigen. (Foto: X)

Die Ukraine kann mit ihren Drohnen mittlerweile auch Gebiete weit hinter der Frontlinie observieren. Auf wichtigen Straßenverbindungen soll es verstärkt Angriffe auf die russische Logistik geben. Mit Folgen für die Front, wie eine US-Denkfabrik feststellt.

In sozialen Netzwerken mehren sich derzeit Aufnahmen, die zerstörte Lkw und andere Fahrzeuge auf Autobahnen in von Russland besetzten ukrainischen Gebieten zeigen sollen. Der Kanal Exilenova+, der täglich große Mengen russischer Videos sichtet und teilt, schreibt: "Es gibt bereits Berichte, dass Fahrer sich weigern, in die besetzten Gebiete zu fahren, und wir verstehen, warum – Osint-Analysten registrieren große Mengen an zerstörter Ausrüstung fast unmittelbar, nachdem Fahrzeuge die Grenze von Russland aus überquert haben oder nur wenige Dutzend Kilometer dahinter."

Wolodymyr Saldo, der von Russland eingesetzte Leiter des besetzten Teils der ukrainischen Region Cherson, hatte vor einigen Tagen nach zahlreichen Drohnenangriffen verkehrliche Beschränkungen für die wichtige M-14-Autobahn zwischen der russischen Stadt Rostow am Don und der Halbinsel Krim erlassen. Die Verbindung hat eine hohe Bedeutung für militärische Logistik und führt über die besetzten ukrainischen Städte Mariupol Berdjansk und Melitopol.

Im vergangenen Monat hatte das ukrainische 1. Asow-Korps mitgeteilt, dass es die Kontrolle über alle russischen Logistikwege in der Nähe des besetzten Donezk übernommen habe. Vor zwei Wochen zeigte das Korps ein Video, in dem Drohnen rund 150 Kilometer hinter der Front in der Nähe von Mariupol patrouillieren.

"Kettenraktionen auf dem Schlachtfeld"

Der ukrainische Militärblog Defense Express hat unter anderem den Einsatz von Hornet-Drohnen für die Angriffe auf die russische Logistik in einer Tiefe von 50 bis 150 Kilometer hinter der Front ausgemacht. Neben der Autobahn M-14 soll auch die Fernstraße H-20 zwischen Donezk und Mariupol eines der wichtigsten Ziele sein.

Dem Bericht zufolge nutzt die Ukraine Starlink-Terminals auf den Hornet-Drohnen, um elektronischen Störmaßnahmen durch die russische Seite zu entgehen. "Es handelt sich um eine Hightech-Kampfdrohne, die potenziell einfach herzustellen ist und sich durch hohe Design- und Fertigungsqualität sowie hervorragende Flugeigenschaften und Steuerbarkeit auszeichnet", so Defense Express.

"Die ukrainische Angriffskampagne mittlerer Reichweite unterbricht russische Transportwege in der besetzten Ukraine und dürfte die russische Logistik erheblich erschweren", stellte das Institut für Kriegsstudien (ISW) fest. Die Unterbrechung der russischen Nachschubwege habe zu einer Kettenreaktion auf dem Schlachtfeld geführt und den Vormarsch der Russen gebremst.

Quelle: ntv.de, rog

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