Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:19 Ukraine zeigt erstes Seedrohnen-Duell überhaupt +++

13.09.2026, 00:01 Uhr

Im Schwarzen Meer hat es nach Angaben der ukrainischen Marine erstmals ein direktes Gefecht zwischen zwei unbemannten Booten gegeben. Ein Sargan-3000 soll demnach ein russisches Drohnenboot versenkt haben:

+++ 13:02 Russland greift ukrainischen Zug nahe der polnischen Grenze an +++

Russland hat nahe der polnischen Grenze nicht nur eine Tankstelle angegriffen (siehe Eintrag von 10:35 Uhr), sondern in der Region Wolhynien auch eine Lokomotive eines Personenzugs. Die Zugbesatzung sei rechtzeitig gewarnt worden, sodass niemand zu Schaden gekommen sei, meldet das staatliche ukrainische Eisenbahnunternehmen. Der Vorfall soll sich nur zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt abgespielt haben. Der von einer Drohne getroffene Zug befand sich auf der Fahrt in Richtung Warschau.

+++ 12:40 Ukraine soll russischen Lastwagen angegriffen haben - zwei tote Soldaten gemeldet +++

Der Chef des staatlichen russischen Atomenergiekonzerns, Alexej Lichatschow, wirft der Ukraine einen Angriff auf Diesel-Lastwagen nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja vor. Dabei seien zwei russische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden, erklärt Lichatschow. Die Ukraine gefährde damit gezielt die Sicherheit der von Russland besetzten Anlage, behauptet er. Treibstoff ist für Generatoren wichtig, die die Kühlung der Reaktoren bei einem Ausfall der externen Stromversorgung sichern. Der Angriff hat Lichatschow zufolge am Freitag stattgefunden.

+++ 11:57 Erfolgreiche ukrainische Gegenoffensive bei Lyman: ISW äußert sich +++

Das Institut für Kriegsstudien (ISW) äußert sich zu der ukrainischen Gegenoffensive nördlich von Lyman: "Die Erfolge der Ukraine bei der Beseitigung des russischen Vorstoßes in den vergangenen Monaten haben die Pläne des russischen Militärkommandos durchkreuzt, den 'Festungsgürtel' in der Oblast Donezk von den Gebieten um Lyman und Dobropillja aus umfassend einzukreisen", heißt es von der US-Denkfabrik. Die ukrainischen Streitkräfte hätten in den letzten Monaten den russischen Vorstoß nördlich von Lyman zurückgeschlagen und wehrten sich seit Langem gegen die russischen Versuche, Lyman selbst einzunehmen. "Angesichts der Beseitigung des Vorstoßes wird das russische Militärkommando seine Operationspläne für die südliche und nördliche Flanke des 'Festungsgürtels' wahrscheinlich neu bewerten müssen." Viele russische Militärblogger würden die Zerschlagung einräumen, so das ISW.

+++ 11:17 "Starke Nachfrage nach Rekrutierung" - Ukraine will Verbesserungen für ausländische Kämpfer +++

Ausländische Staatsangehörige und Staatenlose, die für die Ukraine kämpfen, sollen laut Verteidigungsministerium Verbesserungen bei der Legalisierung ihres Aufenthaltsstatus, beim sozialen Schutz und bei der Unterstützung ihrer Familien erhalten. Um diese Änderungen auszuarbeiten, habe eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe ihre erste Sitzung abgehalten, heißt es aus Kiew. Die stellvertretende Verteidigungsministerin Liubov Halan teilt mit: "Derzeit besteht sowohl innerhalb des ukrainischen Militärs als auch unter den ausländischen Freiwilligen selbst eine starke Nachfrage nach der Rekrutierung ausländischer Staatsangehöriger. Unsere Aufgabe ist es, transparente Rekrutierungsbedingungen und menschenwürdige Bedingungen für den Militärdienst zu gewährleisten. Ebenso wichtig ist es, dass ihre Familien Zugang zu den notwendigen Informationen haben und wissen, an wen sie sich wenden können, um Hilfe zu erhalten."

+++ 10:35 Russland greift Ukraine direkt an der Nato-Grenze an +++

Laut Medienberichten hat Russland eine ukrainische Tankstelle an der Grenze zu Polen angegriffen. Dort soll es ein Feuer geben und mehrere Lastwagen in Flammen stehen. In der Nähe befindet sich der Grenzübergang Dorohusk-Jagodzin, einer der wichtigsten zwischen beiden Staaten. "Dies ist Putins Terror, der direkt an die Türen der EU und der NATO 'klopft'. Russische Barbaren stehen vor euren Toren, liebe Partner", schreibt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf X. Von der russischen Attacke war nach "Spiegel"-Informationen auch einer der engsten Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz betroffen: Günter Sautter, außen- und sicherheitspolitischer Berater im Kanzleramt. Gegen fünf Uhr morgens sei sein privat gecharterter Zug unweit der polnischen Grenze gestoppt und teilweise evakuiert worden.

+++ 10:06 Wichtige Zugverbindung fällt nach russischer Attacke weg +++

Russland greift verstärkt Personenzüge in der Ukraine an, wobei es sich um Kriegsverbrechen handelt. Nach einer erneuten Attacke in der Region Sumy zieht das staatliche Eisenbahnunternehmen Ukrzaliznytsia Konsequenzen. Zwischen den Städten Sumy und Konotop werden nun Busverbindungen statt Züge angeboten. "Wir sind uns bewusst, dass dies Unannehmlichkeiten für Fahrgäste mit sich bringt, die ihre Fahrten im Voraus geplant haben, doch die Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Die Regionalverwaltung von Sumy hat gemeinsam mit dem Staatlichen Notfalldienst eine Möglichkeit gefunden, Busverbindungen zwischen Sumy und Konotop anzubieten. Daher bleibt die Verbindung nach Sumy in multimodaler Form bestehen: Zug + Bus", teilt Ukrzaliznytsia laut Suspilne mit.

+++ 09:25 China und Indien wollen angeblich vermitteln +++

Chinas Staatschef Xi Jinping und der indische Ministerpräsident Narendra Modi bieten russischen Angaben zufolge ihre Vermittlung für Friedensgespräche zur Ukraine an. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüße diese Bereitschaft, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die drei Politiker nehmen am Wochenende am Brics-Gipfel in Delhi teil. Vergangene Friedensbemühungen von China und Indien hatten keinen Erfolg gebracht, beide Staaten ermöglichen Russland zudem mit ihren engen Wirtschaftsbeziehungen und anderer Unterstützung den Angriffskrieg gegen die Ukraine.

+++ 08:45 Ukraine greift Ölraffinerie an - Russland meldet Tote +++

Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind zwei Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet worden. Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein nahe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilt der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, bei Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden. Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden. Schon in der Vergangenheit hatte Kiew bei Gegenangriffen eine Ölraffinerie in Nischnekamsk getroffen. 

+++ 08:02 Trotz des russischen Angriffskrieges: Nur eine Städtepartnerschaft in Deutschland beendet +++

Trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und zunehmender hybrider Angriffe in Europa halten deutsche Städte und Gemeinden an ihren russischen Städtepartnerschaften fest. Das zeigt eine exklusive Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter rund 100 Kommunen mit russischen Partnerstädten. Demnach hat seit Beginn des Krieges nur eine Kommune die Städtepartnerschaft offiziell beendet. Alle anderen haben die Verbindungen nach eigenen Angaben ruhend gestellt. Offizielle Reisen, Empfänge und Austauschprogramme finden demnach nicht mehr statt. Formal bestehen die Partnerschaften jedoch fort.

+++ 07:15 Russlands "Fleischangriffe" sollen nicht mehr die gewünschte Wirkung haben +++

Der Kommandeur des 3. ukrainischen Armeekorps, Andrij Bilezkyj, sagt in einem Interview mit BBC Ukraine, die "Fleischangriffe" der Russen würden nicht mehr die gewünschte Wirkung zeigen. Bei solchen Attacken wird versucht, mit einer hohen Zahl an Infanteristen den Gegner zu überrennen. "Während vor einem Jahr der Einsatz einer riesigen Anzahl an Infanteristen den Russen Vorteile und an einigen Frontabschnitten sogar recht bedeutende Erfolge bescherte, hat diese Taktik nun dazu geführt, dass die Verluste der Russen an lebender Truppe ihre Rekrutierungszahlen für die Armee deutlich übersteigen", stellt Bilezkyj fest. Er erwartet dennoch, dass Russland weiter "Fleischangriffe" durchführen wird - denn die Streitkräfte hätten bislang schlicht keine neue Taktik entwickelt.

+++ 06:29 Tests der großen Flugabwehr-Hoffnung der Ukraine sollen bald beginnen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in einem Interview, die Ukraine wolle bis Ende Dezember mit den Tests für das Flugabwehrsystem Freyja beginnen. Dieses soll auch ballistische Raketen eliminieren können und damit eine Alternative zum US-Patriot-System werden, bei dem es an Raketen mangelt. Freyja wird in Zusammenarbeit der Ukraine mit westlichen Partnern entwickelt.

+++ 05:42 Polen plädiert für Nato-Manöver nahe Kaliningrad +++

Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski hat vorgeschlagen, die Nato solle ihre Militärübungen in der Nähe von Kaliningrad intensivieren, damit Russland einen Teil seiner Truppen aus der Ukraine dorthin verlegen müsse. Das sagte er während eines Treffens in Kiew, berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Suspilne. Seinen Angaben zufolge gibt es in der Region Kaliningrad "praktisch keine Truppen", und dies sollte man ausnutzen. "Putin weiß also, oder geht davon aus, dass die NATO ein friedliches Bündnis ist und wir ihre lokale Schwäche nicht ausnutzen werden. Und vielleicht ist das ein Fehler", bemerkt der polnische Außenminister.

+++ 04:59 Merz reist zu EU-Arktis-Gipfel nach Finnland +++

Bundeskanzler Friedrich Merz reist heute zu einem EU-Arktis-Gipfel nach Finnland. An dem zweitägigen Treffen in Rovaniemi nehmen auf Einladung des finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo die Staats- und Regierungschefs mehrerer EU-Länder sowie Vertreter der EU-Institutionen teil. Bei dem Gipfel soll über eine Neuausrichtung der europäischen Arktispolitik beraten werden, unter anderem in den Bereichen Sicherheit, Infrastruktur und Nachhaltigkeit. Eine überarbeitete EU-Arktisstrategie soll noch in diesem Herbst vorgestellt werden. Durch neu eröffnete Seewege infolge des Klimawandels ist das geostrategische Interesse an der Arktis deutlich gewachsen. Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine nahmen die Spannungen in der Region zu. 

+++ 03:59 Libyen dementiert Erlaubnis für ukrainische Nutzung von Stützpunkt +++

Libyens Regierung hat einen US-Medienbericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Ohne die Ukraine namentlich zu nennen, erklärt Libyens Verteidigungsministerium, es habe "Kenntnis von den in einem Presseartikel enthaltenen Behauptungen erhalten". Es weise "kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung" dieses Stützpunkts ermöglichen würde. Dies gelte auch für die Nutzung "eines anderen staatlichen Armeestandorts für die Ausführung von Angriffen oder militärischen Einsätzen jeglicher Art außerhalb des Rahmens der souveränen Missionen des libyschen Staates". In der Erklärung beruft sich das Verteidigungsministerium des nordafrikanischen Landes auf einen US-Bericht, "wonach der Armeestützpunkt in Misrata als Ausgangspunkt für die Ausführung militärischer Einsätze gegen externe Parteien oder Interessen genutzt" worden sei. 

+++ 02:53 Ukrainische Armee: Russischer Stützpunkt am rechten Ufer des Flusses Oskil schrumpft +++

Die ukrainische Armee übt in der Nähe des Dorfes Dworitschna in der Region Charkiw laut der Nachrichtenagentur Ukrinform einen effektiven Druck auf die Russen aus. Der aktuelle Schwerpunkt liegt demnach auf der Reduzierung des russischen Stützpunktes am rechten Ufer des Flusses Oskil. Viktor Trehubow, Presseoffizier der ukrainischen Streitkräfte, berichtet dies im Fernsehen, als er Fragen zur Lage in Richtung Kupiansk, Borowa und Dworitschna beantwortet. "Die Lage im Gebiet um Borowa ist recht stabil. Was Dworitschna betrifft, so verlieren die Russen dort allmählich an Boden. Sie stehen unter erheblichem Druck. Leider sprechen wir noch nicht von der Befreiung Dworitschnas selbst, sondern vielmehr von der Reduzierung des russischen Stützpunktes am rechten Ufer des Flusses Oskil", sagt er laut dem Bericht. 

+++ 01:48 Selenskyj nennt EU-Streit über Oligarchen-Sanktionen "selbstzerstörerisch" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Europäische Union dafür kritisiert, dass sie bisher keine Einigung über die Verlängerung der Sanktionen gegen russische Oligarchen und Unternehmen erzielt hat. In einer Rede nennt er dies laut dem "Kyiv Independent" "unmoralisch und selbstzerstörerisch". Die EU hat bis zum 15. September Zeit, ihre Sanktionen gegen mehr als 3000, vorwiegend russische Organisationen und Einzelpersonen zu verlängern. Am 11. September scheiterte sie jedoch erneut mit der Genehmigung der Verlängerung. Die Maßnahmen waren zuletzt am 14. März verlängert worden. Die Slowakei blockiert das Abkommen und fordert eine Aufhebung der Sanktionen gegen die russischen Oligarchen Michail Fridman und Alischer Usmanow.

+++ 00:33 "Historische Seeschlacht": Kiews Marine zeigt Gefecht zweier Drohnenboote +++

Im vermutlich ersten Zusammentreffen zweier Marine-Drohnen überhaupt hat das unbemannte russische Boot gegen sein ukrainisches Gegenstück nach Kiewer Darstellung den Kürzeren gezogen. Wie die ukrainische Marine auf Telegram mitteilte, habe die Aufklärung eine russische Marine-Drohne in einem nicht genannten Abschnitt des Schwarzen Meeres entdeckt. Eine daraufhin in Marsch gesetzte Marine-Drohne habe sich an das russische Boot heran manövriert und dieses mit seinem überschweren Maschinengewehr beschossen und versenkt. "Dies ist die erste Seeschlacht in der Geschichte zwischen unbemannten Booten", schrieb die ukrainische Marine zu dem Zwischenfall. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das Beschuss und Zerstörung eines nicht identifizierbaren Kleinbootes zeigt.

+++ 23:16 Ukrainische Tennisspielerin: Wohnung durch Angriff zerstört +++

Das Apartment der ukrainischen Tennisspielerin Dajana Jastremska in Odessa ist nach ihren Angaben durch einen russischen Angriff zerstört worden. Die 26-Jährige veröffentlicht bei Instagram Bilder und Videos, die ein brennendes Haus zeigen. "So sieht die "russische Welt" aus: Ein direkter Treffer eines Kalibr-Marschflugkörpers", schreibt Jastremska dazu. Das Einzige, was übrig geblieben sei, sei ein Handtuch aus Roland Garros von den French Open. "Ein Stück Tenniswelt überlebte eine russische Rakete. Unser Zuhause nicht", schreibt sie. Jastremska richtet sich direkt an die Frauen-Profiorganisation WTA und den Weltverband ITF. "Seht euch diese Bilder mit unseren Augen an. Das ist die wahre Bedeutung eurer "Neutralität" - aus ukrainischer Sicht." Russische Tennisprofis dürfen mit neutralem Status an internationalen Turnieren teilnehmen. Ukrainische Spielerinnen und Spieler geben russischen Gegnern nach dem Match im Regelfall nicht die Hand.

+++ 22:13 "Unmöglich": Kreml lehnt Putin-Selenskyj-Treffen in Miami ab +++

Russland schließt ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim diesjährigen G20-Gipfel in den USA aus. "Das ist unmöglich", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Neu Delhi. Er bekräftigt die russische Position, dass eine solche Begegnung nur in Moskau stattfinden könne: "Es gibt eine Bereitschaft, ihn in Moskau zu treffen", sagt Peskow über Selenskyj.

+++ 21:26 Selenskyj-Vertrauter rechnet mit Dreiergesprächen im Oktober +++

Die Ukraine erwartet im kommenden Monat eine Fortsetzung der Friedensverhandlungen unter Vermittlung der USA. "Wir bereiten uns vor, auf Oktober", sagt der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow. Er erklärt, dass damit Unterredungen im Dreierformat gemeint sind. Ein genaues Datum oder den Ort der Treffen nennt er jedoch nicht.

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