Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:12 Viele Verletzte nach russischem Bombenangriff auf Saporischschja +++

14.03.2026, 00:01 Uhr

Bei einem Bombenangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und weitere 18 verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch zwei Minderjährige, teilte Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mit. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, unter den Trümmern der Wohnhäuser wird nach weiteren Menschen gesucht. Nach Angaben Fedorows wurden zwölf größere Wohnblocks und weitere zwölf private Wohnhäuser getroffen. Saporischschja liegt nur einige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Das russische Militär setzt daher gelenkte Gleitbomben gegen die Großstadt ein. Diese können von einem Flugzeug noch weit hinter der Front abgeworfen werden und segeln dann ins Zielgebiet. Russland hat während des inzwischen vier Jahre währenden Kriegs diese Art Bomben deutlich weiterentwickelt. Sie haben nun eine größere Reichweite und Sprengkraft.

+++ 20:27 Bericht: Drohne schlägt in Personenzug bei Sumy ein +++

Eine russische Drohne ist nach ukrainischen Angaben in einen Personenzug bei Sumy eingeschlagen. Das berichtet das Nachrichtenportal "Kordon.Media" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Demnach war der Zug unterwegs von Smorodyne nach Woroschba. Der Regionalzug sei an der Lok am hinteren Ende getroffen worden. Fahrgäste konnten dem Bericht nach unverletzt in Sicherheit gebracht werden.

+++ 19:43 BSW-Chefin will russisches Pipeline-Öl für PCK Schwedt +++

Nach der Entscheidung der USA für eine befristete Lockerung von Handelssperren für russisches Öl hat die Vorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht, Amira Mohamed Ali, die Rückkehr zu russischem Pipeline-Öl für die Raffinerie Schwedt in Brandenburg gefordert. "Natürlich sollten wir wieder das preiswerte russische Öl über die Druschba-Pipeline nach Schwedt importieren", sagte Mohamed Ali bei einem Parteitag des BSW Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin mit Blick auf die aktuell hohen Spritpreise. Ein solcher Schritt werde nicht nur der PCK-Raffinerie in Schwedt helfen, sondern die Sprit- und Heizpreise insgesamt senken. PCK verarbeitete früher nur russisches Öl aus der Pipeline Druschba. Wegen des Ukraine-Krieges entschied die Bundesregierung, ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten, die Raffinerie stellte auf andere Quellen um. Die Raffinerie versorgt Teile von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten. Auch der Flughafen BER bekommt Kraftstoff von der PCK. 

+++ 19:12 Orbán ruft zu "Friedensmarsch" auf: Ungarn werde keine "ukrainische Kolonie" +++

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán behauptet, die Ukraine erpresse Ungarn seit 19 Tagen, indem sie sich weigere, die Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline wieder aufzunehmen. Das berichtet "Ukrainska Pravda". Demnach meinte Orbán, die Ungarn könnten dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj während eines "Friedensmarsches" am morgigen Sonntag eine Botschaft übermitteln.

+++ 18:28 Bürgermeister: 32 Drohnen mit Ziel Moskau abgefangen +++

Die russische Flugabwehr hat dem Moskauer Bürgermeister zufolge im Tagesverlauf 32 ukrainische Drohnen abgefangen, die auf die Hauptstadt zusteuerten. Die Drohnen seien im Zeitraum von mittags bis abends abgeschossen worden, schreibt Sergej Sobjanin auf Telegram. Einsatzkräfte untersuchten die Trümmerteile.

+++ 17:43 EU verlängert Russland-Sanktionen um sechs Monate +++

Die EU verlängert Sanktionen gegen Personen und Organisationen, die Russlands Krieg gegen die Ukraine unterstützen, um sechs Monate. Die Strafmaßnahmen seien bis zum 15. September verlängert worden, teilt der EU-Rat mit. Gegen zwei Personen seien die Sanktionen aufgehoben worden.

+++ 17:28 Ukraine meldet fünf Tote bei massiven russischen Angriffen +++

In der Ukraine sind bei massiven russischen Luftangriffen mindestens fünf Menschen getötet worden. Hauptziel der Angriffe sei die Energieinfrastruktur in der Region Kiew gewesen, schreibt Präsident Wolodymyr Selenskyj bei X. Es seien jedoch auch Wohngebäude, Schulen und Unternehmen beschädigt worden. Selenskyj zufolge richtete sich der Angriff mit rund 430 Drohnen und 68 Raketen auch gegen die Regionen Sumy, Charkiw, Dnipro und Mykolajiw. Die meisten Geschosse seien von der Flugabwehr abgefangen worden. "Russland wird versuchen, den Krieg im Nahen Osten auszunutzen, um hier in Europa, in der Ukraine, noch größere Zerstörung anzurichten", schrieb Selenskyj auf X. Er ruft die Verbündeten seines Landes auf, die Produktion wichtiger Flugabwehrwaffen zu erhöhen.

+++ 16:56 Ukrainischer Geheimdienst: Russische Kriegsschiffe nahe der Krim getroffen +++

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat eigenen Angaben nach zwei vom russischen Militär genutzte Schiffe angegriffen und beschädigt. Die Eisenbahnfähre "Slawjanin" sei außer Betrieb gesetzt, die "Avantgarde" beschädigt worden, teilte HUR bei Telegram mit. Beide Schiffe seien vorrangig im Pendelverkehr zwischen dem russischen Festland und der bereits seit 2014 von Moskau annektierten Halbinsel Krim eingesetzt worden und Teil der Militärlogistik gewesen, heißt es. Nach Angaben des HUR wurden mit den Schiffen Waffen, Militärtechnik und Munition transportiert. Demnach wurden die Schiffe im Rahmen eines Angriffs gegen den Schwarzmeerhafen Port Kawkas beschossen. Auch die Infrastruktur des Hafens selbst sei bei der Aktion beschädigt worden. Die vom HUR veröffentlichten Bilder deuten auf einen Drohnenangriff hin. Tatsächlich hatten am Morgen russische Behörden Schäden am Hafen und an einem Schiff eingeräumt, ohne Details zu nennen.

+++ 16:25 Belgiens Regierungschef fordert Ukraine-Verhandlungen der EU mit Russland +++

Belgiens Regierungschef Bart De Wever fordert Verhandlungen der Europäischen Union (EU) mit Russland über ein Ende des Ukraine-Kriegs. "Da wir nicht in der Lage sind, (den russischen Präsidenten Wladimir) Putin durch Waffenlieferungen an die Ukraine einzuschüchtern und wir ihn ohne die Unterstützung der Vereinigten Staaten wirtschaftlich nicht in die Knie zwingen können, bleibt nur noch eine Methode: einen Deal zu erzielen", sagte er der belgischen Zeitung "L'Echo". Russland in die Knie zu zwingen sei nur mit "100-prozentiger Unterstützung der Vereinigten Staaten" möglich, sagte De Wever. Sein Eindruck sei jedoch, dass die USA nicht voll und ganz auf der Seite der Ukraine stünden und manchmal "Putin näher" zu stehen schienen als Kiew. Der belgische Regierungschef fordert für die EU ein Mandat ihrer Mitgliedstaaten, um mit Russland zu verhandeln. "Ohne ein Mandat, um nach Moskau zu gehen und dort zu verhandeln, sitzen wir nicht am Verhandlungstisch, an dem die Amerikaner die Ukraine dazu drängen werden, einen Deal zu akzeptieren. Und ich kann jetzt schon sagen, dass es ein schlechtes Abkommen für uns sein wird", fuhr De Wever fort.

+++ 15:53 Russisches Gericht verurteilt fünf ukrainische Kriegsgefangene zu jahrelangen Haftstrafen +++

Ein russisches Gericht hat fünf ukrainische Kriegsgefangene, die während des ukrainischen Einmarsches in die Oblast Kursk gefangen genommen worden waren, zu Haftstrafen zwischen 15 und 18 Jahren verurteilt. Das teilt das russische Ermittlungskomitee mit, wie "Kyiv Independent" meldet. Vor diesen Verurteilungen gab es bereits ähnliche Prozesse gegen weitere ukrainische Soldaten, die nach der grenzüberschreitenden Operation Kiews im August 2024 in russische Gefangenschaft geraten waren. Dem Bericht zufolge rückten die ukrainischen Truppen in den ersten Monaten der Offensive bis zu 1.300 Quadratkilometer in russisches Territorium vor. Russland startete später eine Gegenoffensive in der Region, verstärkt durch rund 12.000 nordkoreanische Soldaten, und drängte die ukrainischen Streitkräfte schließlich aus den eroberten Gebieten zurück. Die Operation Kursk wurde zunächst für ihren Umfang und ihren Überraschungseffekt gelobt, aber Analysten sind sich hinsichtlich ihrer langfristigen strategischen Auswirkungen weiterhin uneins.

+++ 15:16 "Flagge eines Staatsmörders gehisst" - Ukraine boykottiert auch Abschlussfeier der Paralympics +++

Die Ukraine wird auch die Abschlussfeier der Paralympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo boykottieren. Das bestätigt der Präsident des Nationalen Paralympischen Komitees der Ukraine, Valeriy Sushkevych, der Deutschen Presse-Agentur. "Nein, niemals. Da wird die Flagge eines Staatsmörders gehisst", sagte Sushkevych auf die Frage nach einer Teilnahme an der Schlusszeremonie an diesem Sonntag (20.30 Uhr). "Diese Paralympischen Spiele sind die schlimmsten in der Geschichte", sagte der 71-Jährige. Das russische Paralympische Komitee stehe gemeinsam mit der Armee. "Die russischen Goldmedaillengewinner haben ihre Medaillen Putin gewidmet - nicht dem Land oder dem russischen Volk. Das zeigt, dass die Sportler nicht nur ihr Land vertreten, sondern auch Terrorismus, Krieg und militärische Angriffe. Das ist schrecklich", sagte Sushkevych. 

+++ 14:41 Russischer Tanker treibt auf Malta zu +++

Wegen eines beschädigten Flüssiggas-Tankers aus Russland, der im Mittelmeer treibt, hat Malta einen Notfallplan in Kraft gesetzt. Der 277 Meter lange Tanker "Arctic Metagaz" werde möglicherweise am Sonntagabend oder Montag maltesische Gewässer erreichen, heißt es von dortigen Behörden. Beteiligt sind neben den Schifffahrtsbehörden auch das Außenministerium des EU-Landes sowie der Zivilschutz. Der Tanker war letzte Woche vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff angegriffen zu haben. Die libysche Küstenwache hatte zunächst berichtet, das Schiff sei untergegangen. Dann tauchten aber Fotos auf, die die "Arctic Metagaz" mit erheblicher Schlagseite zeigen. Die maltesischen Schifffahrtsbehörden warnen, der Gastanker könne zur Gefahr für andere Schiffe werden. Zudem drohen Umweltverschmutzungen.

+++ 13:59 Ukraine bekennt sich zu Angriff auf russische Ölraffinerie +++

Das ukrainische Militär bestätigt einen Angriff auf die Ölraffinerie Afipsky und einen Hafen in der südrussischen Region Krasnodar in der vergangenen Nacht. Beide Betriebe seien an der Versorgung der russischen Armee beteiligt, schreibt der Generalstab in Kiew. Ein Treffer habe einen Brand auf dem Betriebsgelände der Raffinerie verursacht. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt. Der Generalstab berichtet zudem von Schäden an der Hafeninfrastruktur von Port Kawkas. (Siehe Eintrag um 07:12 Uhr)

+++ 13:32 Bericht: Um Präsidentenresidenz in Sotchi soll Sicherheitszone errichtet werden +++

Um die russische Präsidentenresidenz Botscharow Ruchey in Sotschi soll einem Bericht zufolge eine Sicherheitszone von drei Quadratkilometern eingerichtet werden. Auf einem Portal für Regulierungsdokumente sei ein entsprechender Entwurf für eine Verordnung veröffentlicht worden, berichtet das unabhängige russische Exilmedium Meduza. In der Zone sind demnach keine Drohnenflüge, Hubschrauberlandeplätze oder Schießstände erlaubt. Auch das Ankern von Wasserfahrzeugen soll größtenteils verboten sein, zudem das Reparieren von Fahrzeugen und das Halten von Tieren. In der Residenz hatte Präsident Wladimir Putin in der Vergangenheit wiederholt Staatschefs empfangen, darunter US-Präsident George W. Bush. Anfang 2024 soll das Hauptgebäude laut einem Bericht des unabhängigen russischen Investigativ-Mediums "Proekt" abgerissen worden sein.

+++ 12:39 Zahl ukrainischer Männer in Deutschland deutlich gestiegen +++

Innerhalb eines Jahres hat die Zahl der ukrainischen Männer im Alter zwischen 18 und 63 Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. Das meldet die "Welt am Sonntag" und verweist auf Daten aus dem Ausländerzentralregister des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Demnach hielten sich zum Stichtag am 9. März insgesamt 1.340.362 Personen in Deutschland auf, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg eingereist waren. Darunter befanden sich 349.520 Männer und 500.393 Frauen im Alter zwischen 18 und 63 Jahren. Dies seien rund 52.000 Männer mehr als ein Jahr zuvor, schreibt die Zeitung. Derweil habe sich die Zahl der Frauen im selben Zeitraum um knapp 24.000 erhöht. Der Anstieg bei den Männern hängt mit einer Lockerung der Ausreisebestimmungen zusammen. Im August hatte die ukrainische Regierung ein Ausreiseverbot für junge Männer zwischen 18 und 22 Jahren aufgehoben.

+++ 12:07 Ukraine erlebt drittstärkste Luftangriffe seit Jahresbeginn +++

Den Daten des ukrainischen Militärs zufolge hat die Ukraine letzte Nacht die drittstärksten russischen Luftangriffe seit Jahresbeginn erlebt. Die Luftstreitkräfte registrierten 430 Drohnen, 55 Marschflugkörper und 13 Raketen. Abgewehrt werden konnten nach vorläufigen Angaben 402 Drohnen und 58 Raketen oder Marschflugkörper. Aktuell laufen neue Luftangriffe auf die Ukraine: Das Militär warnt vor Drohnen und Gleitbomben. In der Hauptstadt Kiew sowie fast der gesamten östlichen Hälfte der Ukraine herrscht Luftalarm.

++ 11:28 Ukraine: Nahverkehrszug von Drohne getroffen +++

In der Region Charkiw ist ein Nahverkehrszug laut ukrainischen Angaben von einer Drohne getroffen worden. Der Lokführer und sein Assistent seien verletzt worden, schreibt der Vize-Ministerpräsident der Ukraine, Oleksiy Kuleba, auf Telegram. Die Fahrgäste seien unverletzt geblieben.

+++ 10:46 Polen versetzte Flugabwehr letzte Nacht in Alarmbereitschaft +++

Die massiven russischen Angriffe auf die Ukraine haben letzte Nacht das Militär im Nachbarland Polen zu Einsätzen über dem eigenen Luftraum veranlasst. Diese seien von Nato-Partnern - der deutschen und der spanischen Luftwaffe - unterstützt worden, teilt das operative Kommando der polnischen Streitkräfte mit. Aufgrund von Aktivitäten der russischen Luftstreitkräfte stiegen demnach Kampfjets und ein Frühwarnflugzeug auf, außerdem wurden die bodengestützten Luftverteidigungs- und Radaraufklärungssysteme in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Den Angaben zufolge handelte es sich um eine Vorsichtsmaßnahme zur Sicherung des Luftraums – insbesondere in Regionen, die an gefährdete Gebiete angrenzen. Es sei keine Verletzung des polnischen Luftraums festgestellt worden, teilt das Militär weiter mit. Die Einsätze seien beendet und alle Systeme wieder im normalen Betriebsmodus.

+++ 09:35 Selenskyj mahnt verstärkte Raketenproduktion in Europa an +++

Die Energieinfrastruktur der Region Kiew war nach Angaben des ukrainischen Präsidenten das Hauptziel der russischen Angriffe in der vergangenen Nacht. Ihm zufolge gab es aber auch direkte Treffer oder Schäden an Wohnhäusern, Schulen und zivilen Unternehmen. Neben der Hauptstadtregion hätten die Angriffe auch die Regionen Sumy, Charkiw, Dnipro und Mykolajiw getroffen. Selenskyj appelliert an die europäischen Partner-Länder der Ukraine, die Produktion von Flugabwehrraketen auszubauen sowie von allen Systemen, die "wirklich Leben schützen". Europa sei dazu in der Lage, sagt er. "Unsere Vereinbarungen zur Steigerung der Produktion von Flugabwehrraketen sind ein entscheidender Schritt, und dieser Schritt erfordert hundertprozentige Aufmerksamkeit. Auch könnten vereinbarte Raketenlieferungen nicht warten, betont Selenskyj. Russland wird versuchen, den Krieg im Nahen Osten auszunutzen, um hier in Europa, in der Ukraine, noch größere Zerstörung anzurichten."

+++ 08:59 Erste Bilder zeigen Schäden nach nächtlichem Großangriff +++

Browary in der Region Kiew ist eine der Städte, die in der Nacht zum Ziel russischer Angriffe geworden sind. Erste Bilder aus Browary zeigen Brände und zerstörte Gebäude. Es habe einen Raketenangriff gegeben, sagt Bürgermeister Ihor Sapozhko. Mindestens zwei Menschen seien getötet und vier weitere verletzt worden.

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Der Angriff trifft die Stadt Browary mitten in der Nacht. (Foto: REUTERS)
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Feuerwehrleute bei Löscharbeiten am Morgen. (Foto: REUTERS)
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Mehrere Gebäude sind beschädigt. (Foto: REUTERS)
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Zudem gibt es Opfer. (Foto: REUTERS)
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Dieses Bild ist aus Kiew. Über der Stadt ist eine Explosion zu sehen. Die Flugabwehr war laut Bürgermeister Vitali Klitschko in der Nacht aktiv. (Foto: REUTERS)
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Dieses Bild aus Kiew soll die Explosion einer Rakete zeigen, während die Hauptstadtregion angegriffen wird. (Foto: REUTERS)

+++ 08:23 Russland feuert Dutzende Marschflugkörper und Hunderte Drohnen auf Ukraine - Großangriff auf Region Kiew +++

Russland hat die Ukraine letzte Nacht erneut massiv mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen. Die ukrainischen Luftstreitkräfte teilen am Morgen mit, sie hätten seit dem Abend 58 Raketen und Marschflugkörper sowie 402 Drohnen abgewehrt. Insgesamt seien 498 Luftangriffsmittel registriert worden. Genannt werden 13 Raketen vom Typ Iskander-M/S-400, 25 Marschflugkörper vom Typ Kalibr und 24 Marschflugkörper vom Typ X-101 sowie zwei Schiffsabwehrraketen vom Typ Zirkon, vier Lenkflugkörper vom Typ X-59/69 und 430 Drohnen. Dem Militär zufolge gab es mindestens sechs Raketentreffer, sowie 28 Drohneneinschläge. Zu vier weiteren Raketen würden noch Informationen geprüft, heißt es. Hauptziel war demnach die Region Kiew. Dort wurden laut den örtlichen Behörden mindestens vier Menschen getötet und 15 weitere verletzt.

+++ 07:53 Zahl der Opfer in Region Kiew gestiegen +++

In der Region Kiew ist die Zahl der Opfer nach russischen Angriffen gestiegen. Gouverneur Mykola Kalashnyk bestätigt am Morgen mindestens vier Tote und 15 Verletzte. Drei der Verletzten seien in einem kritischen Zustand, schreibt er bei Telegram. Zudem spricht er von mehr als 30 beschädigten Gebäuden, darunter Wohnhäuser, Betriebe, Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, Schulen und ein Kindergarten.

+++ 07:36 Russisches Chemiewerk soll erneut attackiert worden sein +++

Das Chemiewerk in der russischen Stadt Toljatti in der Region Samara soll in der Nacht erneut von ukrainischen Drohnen angegriffen worden sein. Das berichten mehrere ukrainische und russische Telegram-Kanäle und berufen sich auf Anwohner. Beim Kanal Astra heißt es, das Werk sei bereits am Mittwoch angegriffen worden.  

+++ 07:12 Ölraffiniere und Hafen in Südrussland anscheinend von Drohnen angegriffen +++

Die ukrainischen Streitkräfte sollen erneut Ziele in Südrussland angegriffen haben. Nach Behördenangaben aus der Oblast Krasnodar brach in der Ölraffinerie Afipsky ein Feuer aus. Dieses sei durch herabfallende Drohnenteile ausgelöst worden. Betroffen seien technische Anlagen, heißt es. Bisher werden keine Verletzte gemeldet. Die Raffinerie war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur. Auch der russische Port Kawkas an der Straße von Kertsch wurde nach Behördenangaben von Drohnen attackiert. Demnach wurden drei Menschen verletzt und ein Serviceschiff und die Pieranlage wurden beschädigt. Der Hafen wird für den Umschlag von Getreide und Flüssiggas genutzt. Auch ukrainische Open-Source-Gruppen berichten von dem Brand in der Ölraffinerie. Ein offizielles Statement von ukrainischer Seite liegt bisher nicht vor.

+++ 06:31 Grünen-Chefin Brantner: Durchfahrt russischer Schattentanker stoppen +++

Nach der Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl verlangt Grünen-Chefin Franziska Brantner ein härteres europäisches Vorgehen gegen russische Tanker. Russland exportiere einen Großteil seines Öls auf Schiffen seiner Schattenflotte, die täglich Nord- und Ostsee passierten, sagt sie. Wenn Kanzler Friedrich Merz es ernst meine mit seiner Kritik an der Lockerung der Aktionen, müsse er jetzt aktiv werden, fordert Brantner. "Deutschland und Europa müssen jetzt die eigenen Hebel gegen Putins Kriegskasse bedienen und die Durchfahrt der Schattentanker durch unsere Gewässer stoppen." 

+++ 06:02 Merz will EU-Einreiseverbot für russische Soldaten +++

Bundeskanzler Friedrich Merz und die Staats- und Regierungschefs aus Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Schweden fordern die Prüfung eines EU-Einreiseverbots für russische Soldaten, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt sind oder waren. Die mögliche Einreise von Kämpfern in den Schengen-Raum stelle ein schwerwiegendes Risiko für die innere Sicherheit dar, heißt es in einem Brief der Politiker an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa. Die Personen könnten demnach etwa Gewaltdelikte verüben, in kriminellen Netzwerken oder extremistischen Bewegungen tätig werden oder feindliche Aktivitäten Russlands unterstützen. Als besonders groß wird die Gefahr angesehen, weil sich unter ihnen mehr als 180.000 verurteilte Straftäter befinden, die aus russischen Gefängnissen rekrutiert wurden.

+++ 05:29 Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Region Kiew +++

Bei russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind den Behörden zufolge zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden, teilt der regionale Militärverwaltungschef Mykola Kalaschnyk am frühen Samstagmorgen bei Telegram mit. Die beiden Toten wurden demnach aus dem Bezirk Browary gemeldet.

+++ 04:54 Selenskyj: Iran darf nicht mit Russland kooperieren +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut den iranischen Schah-Sohn und Oppositionsvertreter Reza Pahlavi getroffen. Die Ukraine wünsche sich "einen freien Iran", der "nicht mit Russland kooperieren wird", sagt Selenskyj nach dem Treffen. Es sei wichtig, dass die Führung der Islamischen Republik "keinen Nutzen" aus dem Iran-Krieg ziehe und das iranische Volk sein Schicksal selbst bestimmen könne.

+++ 04:02 "Arroganz eines Millionärs": Wagenknecht attackiert Merz wegen russischem Öl-Embargo +++

Nachdem die USA Sanktionen gegen russisches Öl teilweise ausgesetzt haben, fordert BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht, dass die Bundesregierung wieder Öl aus Russland einkauft. "Wenn die USA russisches Öl kaufen, die aufgrund eigener Förderung weit weniger abhängig sind, sollte es Deutschland spätestens jetzt auch tun", sagt Wagenknecht den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dass Bundeskanzler Friedrich Merz diese Entscheidung kritisiere, "während die Bürger an den Tankstellen verzweifeln", sei "die kalte Arroganz eines Multimillionärs, der solche Sorgen nicht hat", spottet Wagenknecht. "Wir sollten über Schwedt wieder russisches Öl beziehen und einen Spritpreisdeckel von 1,50 Euro einführen."

+++ 03:24 Gouverneure beklagen gegenseitige nächtliche Angriffe +++

In der Region Saporischschja seien vier Menschen bei einem russischen Angriff verletzt worden, beklagt der Gouverneur Iwan Fedorow. Gleichzeitig meldet der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, dass bei einem ukrainischen Angriff auf ein dortiges Dorf ein Bewohner getötet worden sei. 

+++ 02:28 Gouverneur der Region Dnipropetrowsk meldet tödlichen Angriff +++

Neue russische Angriffe in der Ukraine: Olexander Ganscha, Gouverneur der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk, meldet auf Telegram, dass eine Person getötet und mindestens sechs Menschen verletzt worden seien. Die Oblast Dnipropetrowsk liegt im Südosten der Ukraine. Sie ist ein zentraler wirtschaftlicher und industrieller Knotenpunkt des Landes und wird vom Fluss Dnipro durchquert. 

+++ 00:18 Macron stellt Friedensabsichten Russlands infrage +++

Es sei seltsam zu sehen, wie Russland zu einer Feuerpause im Nahen Osten aufrufe, während es seit mehr als einem Jahr hartnäckig jede vorgeschlagene Waffenruhe für die Ukraine ablehne, sagt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris. Er meint über Russland: "Es verteidigt den Frieden nicht, nirgendwo." Russland glaube vielleicht, dass der Iran-Krieg ihm eine Verschnaufpause geben werde, doch da täusche es sich. Er wolle auch daran erinnern, dass Russland ein strategischer Partner des Irans sei. Auf russischem Boden würden Drohnen iranischer Herkunft hergestellt. "Alle wissen, dass der ukrainische Himmel leider ein Testfeld für die iranischen Drohnen war, die heute im Golf und auf einige unserer Verbündeten fallen."

+++ 23:49 EU-Ratspräsident: Lockerung der Öl-Sanktionen "sehr besorgniserregend" +++

EU-Ratspräsident António Costa nennt die befristete Lockerung von Handelssperren für russisches Öl der USA "sehr besorgniserregend". Die einseitige Entscheidung der Vereinigten Staaten habe Auswirkungen auf die europäische Sicherheit, schreibt der Portugiese auf X. Zunehmender wirtschaftlicher Druck auf Russland sei entscheidend dafür, dass das Land ernsthafte Verhandlungen über einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine akzeptiere. "Sanktionen zu lockern erhöht die russischen Ressourcen für den Angriffskrieg gegen die Ukraine", kritisiert er. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagt, die Brüsseler Behörde sei weiterhin überzeugt, dass die Preisobergrenze für Öl und die Sanktionen gegen Russland zielgerichtet seien. Sie bleiben auch in der aktuellen Phase mit schwankenden Ölpreisen bestehen. "Russland sollte auf keinen Fall vom Krieg im Iran profitieren.

+++ 22:15 Russland fühlt sich atomar von Finnland bedroht - Präsident Stubb stellt Lage klar +++

Angesichts der Kritik aus Russland an einer geplanten Aufhebung der Beschränkungen für Atomwaffen in Finnland hat der finnische Präsident Alexander Stubb versichert, dass sein Land "in Friedenszeiten" keine Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet erlauben werde. "Niemand hat vorgeschlagen, dass Finnland in Friedenszeiten Atomwaffen auf sein Staatsgebiet bringen oder deren Transit ermöglichen soll", sagt Stubb nach einem Treffen mit Fraktionschefs im Parlament in Helsinki. "Das ist das Grundprinzip, dem wir sicherlich treu bleiben werden." Anfang März hatte die finnische Regierung angekündigt, ein Gesetz zur Einschränkung für Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet aufzuheben. Die Gesetzesänderung werde es ermöglichen, künftig "Atomwaffen nach Finnland zu bringen oder in Finnland zu transportieren, zu liefern oder zu besitzen, wenn dies mit der militärischen Verteidigung Finnlands in Verbindung steht", sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen damals dazu. Der Kreml reagierte umgehend. Er stufte die Pläne als Bedrohung für Russland ein und drohte mit Konsequenzen. 

+++ 21:56 Mitschuld an Massenermordung bei Isjum? Ukraine identifiziert 13 Kollaborateure +++

Die Staatsanwaltschaft der Region Charkiw hat 13 prorussische Kollaborateure identifiziert, denen Kriegsverbrechen in Isjum im Jahr 2022 vorgeworfen werden, wie Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko mitteilt. "Sie dachten, die Besatzung würde ihre Gesichter verbergen, aber sie haben sich getäuscht", schreibt Kravchenko auf Telegram. Isjum ist eine Stadt in der Region Charkiw mit 45.000 Einwohnern vor der Invasion. Sie war vom 1. April bis zum 10. September 2022 von russischen Truppen besetzt. Nach der Befreiung wurden insgesamt 447 Leichen aus einem Massengrab exhumiert, berichtete der Staatliche Notfalldienst am 25. September 2022. Bis auf 22 Leichen handelte es sich bei allen um Zivilisten. Der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synyehubov, sagte damals, dass die meisten Leichen "Anzeichen eines gewaltsamen Todes" aufwiesen und 30 von ihnen Spuren von Folter trugen. Laut Kravchenkos Bericht flohen die Kollaborateure - elf Soldaten des 2. russischen Armeekorps, ein Stellvertreter der von Russland kontrollierten sogenannten Volksrepublik Luhansk sowie der Leiter der "Union der Kameraleute" der sogenannten Volksrepublik Donezk - im Jahr 2014 nach Russland. 

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