Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:54 ntv-Reporterin im Donbass: Was denken Menschen in der Frontregion? +++
Der Alltag im Donbass ist geprägt von Gewalt, Angst und Trauer. Doch sich der russischen Besatzung zu unterwerfen, kommt für viele trotzdem nicht infrage. ntv-Reporterin Kavita Sharma spricht mit Menschen in der Region.
+++ 13:54 Russland: Rücken in Donezk weiter vor +++
Russische Streitkräfte nehmen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ortschaft Karpiwka in der ostukrainischen Region Donezk ein. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA.
+++ 13:28 Slowakei droht Ukraine mit Stopp von Stromlieferungen +++
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico droht der Ukraine mit der Einstellung von Notstromlieferungen. Sollte das Nachbarland den Transit von Öl nicht am Montag wieder aufnehmen, werde er die entsprechenden slowakischen Unternehmen anweisen, die Stromlieferungen zu stoppen, sagt Fico. Hintergrund ist der Streit um die Durchleitung russischen Öls in die Slowakei.
+++ 12:49 Russischer Geheimdienst stuft Telegram als Gefahr ein +++
Moskaus Inlandsgeheimdienst FSB stuft die von Millionen Menschen in Russland genutzte Online-Plattform Telegram als Sicherheitsrisiko ein. Das russische Militär habe durch die Nutzung des Messengers an der Front im Kampf gegen die ukrainischen Truppen wiederholt das Leben von Soldaten gefährdet, teilt der FSB in Moskau mit. Demnach gebe es "zuverlässige Informationen darüber, dass die Streitkräfte und Geheimdienste der Ukraine in der Lage sind, innerhalb kürzester Zeit Informationen aus dem Messengerdienst Telegram abzurufen und für militärische Zwecke zu nutzen", heißt es in der Mitteilung. Die Vorwürfe des FSB schüren in Russland einmal mehr Befürchtungen, dass das extrem beliebte soziale Netzwerk in dem Land bald vollständig abgeschaltet werden könnte.
+++ 12:13 Polen will seine Ostgrenze mit Landminen sichern +++
Nach dem Austritt aus der Ottawa-Konvention wiederholt Polen seine Absicht, Antipersonen- und Panzerabwehrminen zur Sicherung seiner Ostgrenze zu Russland und Belarus einzusetzen. Vizeverteidigungsminister Pawel Zalewski sagt der Nachrichtenagentur AP, Minen seien ein wesentlicher Bestandteil der Verteidigungsstrategie an der Nato-Ostflanke. Zum Einsatz kommen sollen sie jedoch nur im Fall einer realistischen Bedrohung durch Russland. Die Ottawa-Konvention untersagt Antipersonenminen, wurde allerdings weder von Russland noch von den USA unterzeichnet.
+++ 11:35 Russland meldet ukrainischen Angriffsversuch in Region Tatarstan +++
Die russische staatliche Nachrichtenagentur TASS berichtet von einem ukrainischen Angriffsversuch in der Region Tatarstan. Mit Drohnen würden Produktionsanlagen in Almetjewsk ins Visier genommen. Weitere Details sind bislang nicht bekannt.
+++ 10:47 EVP-Chef Weber dringt auf mehr EU-Zusammenarbeit bei Verteidigung +++
Manfred Weber, Vorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP), fordert auf dem CDU-Parteitag mehr europäische Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Rüstung. Angesichts der Bedrohung durch Russland müsse die EU Militärfragen gemeinsam angehen, ähnlich wie beim Binnenmarkt oder der Euro-Zone. Die 1300 Kilometer lange Grenze Finnlands zu Russland nennt Weber als Beispiel: Schutzmaßnahmen gegen Drohnen und Raketen sollte nicht jedes Land allein tragen.
+++ 10:04 Nächtliche Angriffe: Russland trifft Odessa und weitere Städte +++
Russland hat mit einem Drohnenangriff in der vergangenen Nacht und am Morgen in der Ukraine offenbar mindestens 15 Menschen verletzt. Dem "Kyiv Independent" zufolge, war das Hauptziel die Region Odessa Oblast, wo Häuser, ein vierstöckiges Wohngebäude und Infrastruktur beschädigt wurden, zudem blieben Teile der Stadt ohne Strom, Wasser und Heizung. Weitere Angriffe trafen demnach die Städte Saporischschja, Sumy und Cherson. Insgesamt sollen 19 Orte betroffen sein.
+++ 08:26 Verletzte nach ukrainischem Angriff auf Republik Udmurtien +++
Bei einem ukrainischen Luftangriff auf die für ihre Rüstungsbetriebe bekannte russische Republik Udmurtien sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen verletzt worden. Drei Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilt in der Hauptstadt Ischwesk der regionale Gesundheitsminister der Republik, Sergej Bagin, bei Telegram mit. Laut nicht überprüfbaren Berichten in sozialen Netzwerken wurde ein für die Herstellung von Raketen der Typen Iskander und Oreschnik wichtiger Rüstungsbetrieb in der Stadt Wotkinsk rund 50 Kilometer nordöstlich von Ischewsk getroffen.
+++ 07:45 Russische Verluste: Kiew nennt neue Opferzahlen +++
Die Ukraine hat aktualisierte Angaben zu den russischen Verlusten im Krieg veröffentlicht. Dem Generalstab in Kiew zufolge sind innerhalb von 24 Stunden etwa 1010 russische Soldaten getötet oder schwer verwundet worden. Seit Beginn der Invasion summieren sich die Verluste demnach auf mehr als 1,25 Millionen Soldaten. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen nicht.
+++ 06:23 Putin gibt Geheimdienst freie Hand zur Internet-Abschaltung +++
Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, das dem Inlandsgeheimdienst weitreichende Befugnisse zur Abschaltung von Internet- und Mobilfunkzugängen einzelner Personen einräumt. Das berichtet der "Kyiv Independent". Das Gesetz wird von den Behörden als Maßnahme zur Abwehr von Sicherheitsbedrohungen und möglichen Angriffen dargestellt. Es verpflichtet Telekommunikationsanbieter, auf Anweisung des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) den Zugang von Betroffenen zu mobilen und häuslichen Internetdiensten zu kappen. Zugleich werden die Anbieter laut dem unabhängigen russischen Medium Astra von rechtlicher Verantwortung freigestellt. Die Neuregelung ermöglicht es den Behörden, Personen überall in den von Moskau kontrollierten Gebieten – einschließlich der besetzten Teile der Ukraine – vom Netz abzuschneiden.
+++ 03:27 Drohnen richten Schäden in Odessa an +++
Die Hafenstadt Odessa wird in der Nacht erneut zum Ziel russischer Drohnenangriffe. Der Leiter der Militärverwaltung, Serhyij Lysak, berichtet auf Telegram von Schäden an der Infrastruktur. Auch vier Wohnhäuser und eine Bildungseinrichtung seien getroffen worden.
+++ 00:43 Ukrainische Drohnen treffen offenbar russische Raketenfabrik +++
Ukrainische Drohnen haben nach Angaben des Gouverneurs Alexander Bretschalow eine Anlage in der russischen Region Udmurtien getroffen. Es gebe Schäden und Verletzte, sagt Bretschalow in einem Video auf Telegram. Laut ukrainischen Medien galt der Angriff das Maschinenbauwerk von Wodkinsk, einem Zentrum der russischen Rüstungsindustrie. Der "Kyiv Independent" spricht von einer der wichtigsten Raketenfabriken des Landes. Dort werden unter anderem die häufig in der Ukraine eingesetzen Iskander-Raketen und Interkontinentalraketen gefertigt. Es wird zudem vermutet, dass auch die neuartige russische Mittelstreckenrakete Oreschnik dort gebaut wird. Wodkinsk liegt mehr als 1300 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
+++ 23:22 Ungarn droht mit Blockade von riesigem Ukraine-Darlehen +++
Ungarn droht überraschend, ein milliardenschweres Darlehen an die Ukraine nicht freizugeben. "Wir blockieren das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine, bis der Öltransit nach Ungarn über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen wird", schreibt der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf X. Die Druschba-Pipeline ist nach ukrainischen Angaben durch russische Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Ungarn und auch die Slowakei beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern. Die Ölversorgung beider Länder ist weitestgehend von der Pipeline abhängig. Eigentlich gab es in der EU bereits eine Einigung darauf, der Ukraine über zwei Jahre bis zu 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Damit die ersten Gelder ausgezahlt werden können, muss nun nur noch der Rat der Mitgliedstaaten zustimmen, was eigentlich als Formalie gilt. Die Abstimmung ist nun aber verschoben.
+++ 22:06 Ukraine: Haben russische Luftabwehr im Wert von 75 Millionen Dollar zerstört +++
Die ukrainischen Unmanned Systems Forces (USF) haben drei russische TOR-M1-Luftabwehrsysteme im Gesamtwert von 75 Millionen Dollar zerstört, wie USF-Chef Robert "Madyar" Brovdi mitteilte. "Alle drei TORs befinden sich im besetzten Teil der Region Saporischschja. Die Operation wurde gleichzeitig von den Birds des 1. Separaten Zentrums der Unmanned Systems Forces durchgeführt", sagt Brovdi und teilte auf Telegram ein Video der mehr als 90 Sekunden dauernden Operation. Das TOR-M1 ist ein Kurzstrecken-Luftabwehrsystem, das mehrere Ziele gleichzeitig mit einer maximalen Reichweite von 12 Kilometern erkennen und bekämpfen kann. Die Kosten pro Einheit werden auf 25 Millionen US-Dollar geschätzt.
+++ 21:39 Ungarn blockiert Milliarden-Darlehen an die Ukraine +++
Ungarn kündigt an, das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der Europäischen Union an die Ukraine blockieren zu wollen, bis die russischen Öllieferungen über die beschädigte Druschba-Pipeline wieder aufgenommen werden. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen der Ukraine und Ungarn und nur wenige Tage vor dem vierten Jahrestag der Invasion Russlands. "Wir blockieren das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine, bis der Öltransit nach Ungarn über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen wird", erklärt der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf X. Das Ukraine-Unterstützungsdarlehen, das im Dezember 2025 vorläufig genehmigt wurde, deckt zwei Drittel des Bedarfs der Ukraine für 2026 und 2027 ab und sieht 30 Milliarden Euro (36 Milliarden US-Dollar) für die Haushaltsunterstützung und 60 Milliarden Euro (71 Milliarden US-Dollar) für militärische Zwecke vor.
+++ 20:51 Bericht: Thailand wird zum Handelsdrehkreuz für russische Drohnen +++
Thailand ist laut einem Bericht von Bloomberg News zu einer zunehmend wichtigen Transitroute für in China hergestellte Drohnen mit Ziel Russland geworden. Von Bloomberg ausgewertete Handelsdaten zeigen, dass Thailands Drohnenexporte nach Russland seit 2022 stark angestiegen sind, was zeitlich mit einem Anstieg der Drohnenimporte aus China einhergeht, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin die vollständige Invasion der Ukraine begonnen hatte. In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 importierte Russland Drohnen im Wert von 125 Millionen US-Dollar aus Thailand – achtmal mehr als im Vorjahr – was 88 Prozent der gesamten Drohnenexporte Thailands ausmacht. Im gleichen Zeitraum exportierte China Drohnen im Wert von 186 Millionen US-Dollar nach Thailand, was fast den gesamten Importen dieses Landes entspricht. Bloomberg identifizierte das in Bangkok ansässige Unternehmen Skyhub Technologies Ltd. als Thailands zweitgrößten Importeur chinesischer unbemannter Luftfahrzeuge. Obwohl Skyhub in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung tritt, importierte das Unternehmen laut Handelsdaten auf Versandebene im Jahr 2025 Drohnen im Wert von 25 Millionen US-Dollar. Die Drohnen wurden Berichten zufolge von Autel Robotics, einem der größten Hersteller Chinas, geliefert. Aus den in dem Bericht zitierten Handelsdokumenten geht hervor, dass die Lieferungen fast 1000 Einheiten umfassten, die dem Modellcode von Autels EVO Max 4T entsprachen – einer Drohne, die ursprünglich für den zivilen Gebrauch vermarktet wurde, aber Berichten zufolge für den Einsatz auf dem Schlachtfeld in der Ukraine angepasst wurde.
+++ 19:53 Selenskyj: Haben bei Gegenoffensive im Süden 300 Quadratkilometer befreit +++
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass seine Armee kürzlich große Gebiete im Süden der Ukraine befreit habe, obwohl Washington und Moskau Kiew unter Druck setzen, weitere Regionen abzutreten, um den Krieg zu beenden. Selbst vor dem Hintergrund der von den USA geführten Gespräche zur Beendigung des Konflikts habe die Armee Kiews Gebiete von den einfallenden russischen Streitkräften zurückerobert, sagt Selenskyj in einem Exklusivinterview mit AFP im Präsidentenpalast in Kiew. "Ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen", sagt Selenskyj, "aber heute kann ich vor allem unserer Armee - allen Verteidigungskräften - gratulieren, denn bis heute wurden 300 Quadratkilometer befreit."
+++ 19:22 USA verlängern Ausnahme von Öl-Sanktionen für Serbien +++
Die USA verlängern die Ausnahmen bei Sanktionen gegen die serbische Firma NIS in russischem Besitz bis zum 20. März. Dies gebe dem Balkanstaat einen weiteren Monat Zeit, Rohöl zu importieren, meldet der staatliche serbische Fernsehsender RTS. Hintergrund ist, dass sich Serbien ebenso wie Ungarn und die Slowakei neue Quellen für Äl-Importe suchen müssen, da Einfuhren aus Russland unter Sanktionen fallen.
+++ 18:52 Ukraine-Botschafter: Noch über 100 deutsche Firmen machen Geschäfte mit Russland +++
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, kritisiert, dass noch immer deutsche Firmen in Russland aktiv sind. Es gebe noch genug Unternehmen, die in Russland Geschäfte machen, sagt Makeiev im Deutschlandfunk. Diese würden dort weiterhin Geld verdienen und mit Steuern auf die Einnahmen die russische Armee finanzieren. Der Botschafter spricht von "über 100 deutschen Firmen". "Business ist etwas, was leider immer noch mit diesem verbrecherischen Russland für möglich gehalten wird in Europa", sagt Makeiev. Er ruft dazu auf, die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland zu kappen und die dort noch aktiven europäischen Firmen dazu zu bringen, dass sie Russland verlassen.
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