Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:13 Selenskyj reist heute nach London +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute Großbritannien erwartet. Premierminister Andy Burnham werde Selenskyj am Regierungssitz in der Londoner Downing Street empfangen, um die "felsenfeste Unterstützung" Großbritanniens für die Ukraine zu bekräftigen, teilt die britische Regierung in der Nacht mit. Konkret soll es unter anderem um die beschleunigte Lieferung wichtiger Luftabwehrraketen gehen. Dies sei Teil "dringender Unterstützung in den kommenden Wochen". Großbritannien werde die Unterstützung für die Ukraine noch weiter verstärken, heißt es in der Mitteilung der Regierung weiter. Burnham habe die zuständigen Kabinettsmitglieder bereits gebeten, "weitere Sanktions-, Militärhilfe- und Finanzpakete auszuarbeiten, um in den kommenden Wochen dringende Unterstützung zu leisten, und die Lieferung wichtiger Luftabwehrraketen zu beschleunigen".
+++ 22:46 "Wieder keine Vorwarnung" - Selenskyj kritisiert erneut USA nach russischem Angriff auf Kiew +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert nach einem erneuten russischen Angriff auf Kiew mit ballistischen Raketen, von den USA nicht informiert worden zu sein. "Wieder einmal gab es keine Vorwarnungen unserer Partner. Das Hauptziel ist die Energieinfrastruktur", schreibt Selenskyj in einem Post zusammen mit einem Foto vom Einschlagsort in den sozialen Medien. Das Ziel des Angriffs sei ein Heizkraftwerk gewesen - eines der wichtigsten für die Wärmeversorgung der ukrainischen Hauptstadt. "Leider gab es Treffer. Auch ein Wohngebäude wurde beschädigt; derzeit löschen Einsatzkräfte dort einen Brand. Unsere Systeme hatten die Raketen bereits auf ihrem Weg nach Kiew erfasst", so der ukrainische Staatschef. "Nach Erkenntnissen unserer Geheimdienste bereiten die Russen weitere Starts ballistischer Raketen vor. Die Fakten zeigen, dass die Russen es nicht für nötig halten, sich an die Aussagen des US-Präsidenten zu halten." Es sei "absolut ungerecht", so Selenskyj weiter, dass die Energieinfrastruktur zerstört werde, "ohne dass die Ukraine auch nur eine Warnung vor den Starts ballistischer Raketen erhält". Es sei wichtig, "dass Amerika tatsächlich sieht, was geschieht und wer dafür verantwortlich ist, dass der Krieg andauert".
+++ 22:16 US-Journalist Gershkovich fordert vom Westen mehr Einsatz für politische Gefangene +++
Der bei einem Gefangenenaustausch aus russischer Haft entlassene US-Journalist Evan Gershkovich ruft die westlichen Staaten zu einem stärkeren Einsatz für Opfer von Justizwillkür auf. Eine Amnestie, die Freilassung von politischen Gefangenen und ukrainischen Zivilisten in Russland müsse Teil einer Friedenslösung in Moskaus Angriffskrieg sein, sagte der 34 Jahre alte Journalist der US-Zeitung "Wall Street Journal" im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er hoffe, dass die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner bei den Verhandlungen mit Russland auch das Thema der politischen Gefangenen und inhaftierten ukrainischen Zivilisten zur Sprache bringen, sagte er. "Zu Sowjetzeiten war der Westen aggressiver und hat beständiger die Freiheit politischer Gefangener gefordert", sagte er. Gershkovich selbst kam 2024 gemeinsam mit anderen Gefangenen frei, darunter prominente Kremlgegner. Im Gegenzug ließ die Bundesregierung auch den als "Tiergarten-Mörder" bekannten russischen Agenten Wadim Krassikow frei.
+++ 21:44 Selenskyj: Haben den USA Vorschläge für weitere Treffen zur Beendigung des Krieges gemacht +++
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj steht sein Land "in ständigem Austausch mit der amerikanischen Seite". Das sagte der ukrainische Staatschef in seiner abendlichen Ansprache. Die Ukraine habe den USA Vorschläge für weitere Treffen im Rahmen der Verhandlungen zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges übermittelt und sei zu einem Treffen in den kommenden Tagen bereit. "Unsere Teams stehen im Gespräch. Und wir müssen auf den Frieden hinarbeiten. Wir müssen die richtigen Wege für unser Handeln finden. Die Ukraine ist zu Treffen bereit", so Selenskyj. "Die Ukraine hat den Vorschlag des amerikanischen Präsidenten für einen 'Energie-Waffenstillstand' unterstützt. Auch Russland muss Teil dieser Vereinbarung sein."
+++ 21:13 Trump: Putin und Selenskyj wollen beide Kriegsende, aber "sie wissen nur nicht wie" +++
Donald Trump glaubt, dass der russische Machthaber Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Krieg beenden wollten, aber nicht wüssten, wie sie dies erreichen könnten. Das sagte der US-Präsident im Gespräch mit Journalisten, wie "Ukrainska Pravda" meldet. Trump wurde demnach gefragt, worauf sich seine Überzeugung stütze, dass "Putin den Krieg stärker beenden will als Selenskyj". Der US-Amerikaner antwortete: "Allein durch das Aushandeln von Deals. Deals abzuschließen ist das, was ich mein ganzes Leben lang getan habe. Ich glaube, Putin will es wahrscheinlich … Ich glaube, beide wollen, dass es endet." Es herrsche "viel Hass zwischen den beiden", so Trump. "Beide wollen ein Ende. Sie wissen nur nicht, wie sie dahin gelangen sollen. Wir werden sie dahin bringen."
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