Politik

Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 15:35 Medien: Revolutionsgarden haben Tanker in Straße von Hormus getroffen +++

07.03.2026, 00:01 Uhr

Die iranischen Revolutionsgarden haben staatlichen Medien zufolge einen Tanker in der Straße von Hormus getroffen. Das Schiff fahre unter der Flagge der Marshallinseln, heißt unter Berufung auf die Eliteeinheit.

+++ 15:16 Kuwait drosselt Ölförderung +++

Kuwait drosselt wegen der anhaltenden iranischen Angriffe und der Drohungen gegen die Schifffahrt in der Straße von Hormus vorsorglich seine Ölproduktion. Auch der Durchsatz der Raffinerien werde reduziert, teilt der staatliche Ölkonzern Kuwait Petroleum Corporation (KPC) mit. Dies sei Teil der Strategie zum Risikomanagement. Man sei bereit, die Förderung wieder hochzufahren, sobald die Lage dies zulasse.

+++ 14:58 Viele Touristen warten noch auf Rückflug +++

Immer mehr gestrandete Touristen sind aus der Nahost-Region zurück in Deutschland - viele warten aber noch auf einen Flug nach Hause. "Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luft-Korridore, die die Behörden freigeben", teilte Tui-Chef Sebastian Ebel mit. "Noch konnten leider nicht alle Gäste zurück nach Deutschland reisen, da Luft- und Seewege gesperrt sind." Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche wegen des seit einer Woche herrschenden Iran-Krieges festsitzen, gibt es noch nicht. Seit Dienstag landeten aber mehrere Linienflüge mit Urlaubern und Urlauberinnen auf deutschen Flughäfen. Auch von der Bundesregierung organisierte Sonderflüge brachten Menschen zurück aus der Krisenregion.

+++ 14:45 Türkei erwägt Stationierung von F-16-Jets auf Zypern +++

Die Türkei erwägt einem Insider zufolge die Stationierung von F-16-Kampfjets auf Zypern. Dies sei einer der Schritte, die angesichts der Ausweitung der Konflikte in der Region zum Schutz des türkischen Nordteils der Insel geprüft würden, sagt ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.

+++ 14:28 Hardliner attackieren Irans Präsident nach Entschuldigung +++

Irans Präsident Massud Peseschkian löst mit seiner Entschuldigung bei Nachbarstaaten für Angriffe im eigenen Land Kritik aus. Hardliner werfen ihm vor, Schwäche zu zeigen, den nationalen Stolz zu verletzen und dem Land zu schaden. Der Abgeordnete Dschalah Raschidi-Kutschi schrieb auf der Plattform X: "Mit allem Respekt, Herr Präsident, eine Entschuldigung wird ausgesprochen, wenn ein Fehler gemacht wurde (...) Aber wir haben keinen Fehler gemacht." Raschidi-Kutschi warf dem Präsidenten vor, seine Botschaft habe keinerlei Zeichen von Autorität gehabt und sei nur schwach gewesen - was Text, Ausdruck und Körpersprache betreffe.

Der den Hardlinern zugerechnete Parlamentarier Mohammad Manan-Raisi schrieb auf X: "Ihre befremdliche Entschuldigung bei den Nachbarländern hat allgemeines Bedauern ausgelöst (...) Die Angriffe unserer Streitkräfte geben keinerlei Anlass für eine derart erniedrigende Entschuldigung Ihrerseits." Manan-Raisi forderte Präsident Peseschkian auf, "sich umgehend beim Volk für diese erniedrigende Haltung" zu entschuldigen.

+++ 14:12 Arabische Liga plant morgen Notfallsitzung +++

Die Arabische Liga plant morgen eine Notfallsitzung zu den iranischen Angriffen unter anderem in der Golfregion. Die Sitzung per Video-Schalte sei am Sonntagmittag geplant, sagte der Vize-Generalsekretär Hussam Saki gegenüber dem staatlichen ägyptischen Fernsehsender Al-Kahera-News. Die staatliche Nachrichtenseite "Al-Ahram" berichtete, das Treffen komme auf Gesuch Saudi-Arabiens. Auch Saudi-Arabiens Staatsfernsehen berichtete von dem geplanten Treffen. Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen zwar oft einheitlich äußern, aber eher selten konkrete Schritte beschließen.

+++ 13:56 Lager von US-Ölfirma im Irak durch Drohnenangriff zerstört +++

Bei seinen Drohnen und Raketenangriffen auf US-Ziele im Irak hat der Iran auch Einrichtungen amerikanischer Unternehmen in der Ölbranche ins Visier genommen. Fotos zeigen ein völlig ausgebranntes Lager des Ölfelddienstleisters Halliburton. Mehrere US-Ölfirmen haben damit begonnen, ausländisches Personal aus dem Irak in das Nachbarland Kuwait zu bringen.

+++ 13:39 Linke fordert sichere Fluchtwege für Iraner nach Europa +++

Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat legale und sichere Fluchtmöglichkeiten nach Europa für schutzlos dem Krieg im Iran ausgesetzte Menschen verlangt. "Nachdem die Menschen in Iran Jahrzehnte unter einem brutalen Regime gelitten haben, bringt nun noch der massive Beschuss durch die USA und Israel die Zivilbevölkerung in große Gefahr", sagte Reichinnek dem "Spiegel". Auch umliegende Länder seien keineswegs sicher. "Es braucht sichere Fluchtwege nach Europa. Wir dürfen die Menschen in Iran und seinen Nachbarländern in dieser Situation nicht im Stich lassen."

+++ 13:35 Emirate melden Abschuss von mehr als 100 Drohnen und Raketen +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag nach eigenen Angaben 15 Raketen und 119 Drohnen abgefangen. Die Luftabwehrsysteme des Landes hätten 16 ballistische Raketen erkannt, von denen 15 abgefangen und zerstört worden seien, erklärte das Verteidigungsministerium des Landes. Eine Rakete sei ins Meer gestürzt. Zudem habe die Luftabwehr 121 Drohnen entdeckt, von denen 119 abgefangen worden seien. Zwei Drohnen seien über dem Staatsgebiet niedergegangen.

+++ 13:20 Israelische Armee ruft zu Evakuierung in Tyros auf +++

Die israelische Armee hat die Evakuierung mehrerer Gebäude in der libanesischen Hafenstadt Tyros angeordnet. Militärsprecher Avichai Andraee veröffentlichte einen entsprechenden Aufruf unter anderem in den sozialen Medien. Ein Angriff durch die israelische Armee auf die betreffenden Gebäude bestehe bald bevor. Die Bevölkerung solle mindestens 300 Meter Abstand halten.

Unterdessen veröffentlichte auch die mit dem Iran verbündete libanesische Hisbollah einen Evakuierungsaufruf für die nordisraelische Stadt Kiryat Shmona. "Alle Bewohner von Kiryat Shmona sind aufgefordert, die Stadt sofort zu verlassen", hieß es. Iraels Verteidigungsminister Israel Katz hatte die Bevölkerung im Norden dagegen wiederholt aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Das israelische Militär werde die Menschen schützen.

Israelische Medien berichten von Luftalarm in mehreren Orten im Norden Israels.

+++ 13:01 Ajatollahs dringen auf schnelle Wahl von neuem Obersten Führer +++

Im Iran dringen zwei einflussreiche Geistliche auf die rasche Ernennung eines neuen Obersten Führers. Dies sei notwendig, um die Angelegenheiten des Landes besser zu organisieren, zitieren staatliche Medien Großajatollah Naser Makarem Schirasi. Auch Großajatollah Hossein Nouri Hamedani fordert das zuständige Expertengremium zur Eile bei der Auswahl eines Nachfolgers von Ajatollah Ali Chamenei auf. Nach dem Tod Chameneis führt derzeit vorübergehend ein dreiköpfiger Rat die Amtsgeschäfte. Diese Konstellation dürfte - nach den Aufrufen der Geistlichen zu urteilen - zumindest in Teilen des klerikalen Führungszirkels auf Vorbehalte stoßen. US-Präsident Donald Trump hatte gefordert, die USA müssten bei der Wahl des Nachfolgers ein Wort mitreden, was Teheran zurückweist.

+++ 20.000 Seeleute sitzen fest +++

Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest. Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die "erhebliche psychische Belastung" hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.

+++ 12:45 BSW-Chefin nennt Trump "Kriegsverbrecher" +++

Die BSW-Bundesvorsitzende Amira Mohamed Ali fordert angesichts des Iran-Kriegs eine striktere Haltung Deutschlands gegenüber den USA. "Wenn wir sagen, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf, dann gilt das auch für die US-Basen", sagte Mohamed Ali auf einem Landesparteitag in Sachsen-Anhalt mit Blick auf die US-Basis in Ramstein.

Ähnlich wie Spanien müsse Deutschland den USA die Nutzung ihrer Basen im Iran-Krieg untersagen. Zudem sprach sie sich vehement gegen die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland aus. Damit werde auch Deutschland zur Zielscheibe, sagte die BSW-Vorsitzende. Zudem bezeichnete sie US-Präsident Donald Trump als "Kriegsverbrecher".

+++ 12:40 UN-Gesandte fordert Verhandlungen zwischen Israel und Libanon +++

Die für den Libanon zuständige UN-Gesandte Jeanine Hennis-Plasschaert rief unterdessen zu Gesprächen zwischen dem Libanon und Israel auf. Diese könnten "entscheidend" sein, um es "kommenden Generationen zu ersparen, immer wieder den gleichen Albtraum zu durchleben", erklärte sie. Die Gefechte im Libanon müssten aufhören, schrieb sie weiter und fügte an: "Zu viele Menschen drohen zu leiden."

+++ 12:27 Trump behauptet, Iran habe sich "ergeben", und droht mit neuen Angriffen +++

US-Präsident Trump hat auf seiner Plattform Truth Social gedroht, dass Iran noch heute "sehr hart getroffen" werde. Er kündigte weitere Angriffe auf neue Ziele an.

Trump behauptete, Iran habe sich entschuldigt und sich seinen Nachbarn im Nahen Osten "ergeben" sowie "versprochen, nicht mehr auf sie zu schießen". Dieses Versprechen sei "nur aufgrund des unerbittlichen US- und israelischen Angriffs" gemacht worden, so Trump.

+++ 12:20 Huthis haben "Finger am Abzug" +++

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat bislang nicht in den Iran-Krieg eingegriffen. Ein hochrangiger politischer Vertreter der Gruppe erklärte nun gegenüber der "New York Times", dass sie bereit sei, in den Krieg einzutreten. In einem Telefoninterview äußerte Mohammed al-Bukhaiti: "Die Ausweitung des Konflikts auf andere Länder, einschließlich Jemen, ist nur eine Frage der Zeit, und unsere Finger sind am Abzug."

+++ 12:14 Einschläge in Jerusalem +++

Jerusalem wird von einer weiteren Angriffswelle aus dem Iran getroffen. Zunächst ertönte Luftalarm, später waren mindestens drei laute Explosionen zu hören. Kurze Zeit später hoben die Behörden den Luftalarm wieder auf. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.

Das iranische Militär teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna mit, die Marine habe eine "massive Welle von Drohnenangriffen" gegen "US-Militärstützpunkte" und auf Israel gestartet. Ziele seien unter anderem die Militärbasis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine weitere in Kuwait gewesen, außerdem eine "strategische Einrichtung" in Israel. Die iranischen Revolutionsgarden teilten später mit, auch der Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sei ins Visier genommen worden.

Das israelische Militär teilte mit, in den vergangenen 24 Stunden habe der Iran insgesamt elf Angriffe auf Israel ausgeführt. Am Freitag hatte Armeesprecher Nadav Shoshani von einer "merklichen Abnahme" der Angriffe aus dem Iran im Vergleich zum Kriegsbeginn am vergangenen Samstag gesprochen. Israel und die USA hätten "mehr als 60 Prozent" der iranischen Abschussrampen für Raketen zerstört.

+++ 12:03 Israel bestätigt Spezialkräfteeinsatz tief im Libanon +++

Die israelische Armee hat Berichte bestätigt, dass Spezialkräfte als "Teil der Aktivitäten" des Militärs im Libanon einen Einsatz durchgeführt haben, um Informationen zum seit 40 Jahren vermissten Kampfflieger Ron Arad zu finden. Allerdings seiem keine Informationen diesbezüglich gefunden worden. Israelische Soldaten seien nicht verletzt worden. Weitere Einzelheiten gab das Militär nicht bekannt.

Libanesische Medien hatten von mindestens 26 Toten auf libanesischer Seite im Zuge von heftigen Gefechten und Luftangriffen bei der Kommandoaktion in der ostlibanesischen Stadt Schith.

+++ 11:39 Revolutionsgarden greifen kurdische Kämpfer an +++

Eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs haben die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Kämpfer im irakischen Kurdengebiet angegriffen. Drei Ziele "separatistischer Gruppen" seien am Morgen getroffen worden, erklärten die Revolutionsgarden der islamischen Republik nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim. "Sollten separatistische Gruppen in der Region auch nur die geringste Handlung gegen die territoriale Integrität des Iran unternehmen, werden wir sie zerschlagen", erklärten die Revolutionsgarden demnach weiter.

Schon am Freitag hatte der Iran vor einem Eindringen kurdischer Kämpfer aus dem Irak in den Iran gewarnt. Der Verteidigungsrat drohte nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr für diesen Fall damit, "alle Einrichtungen" der Kurdenregion im Irak ins Visier zu nehmen.

+++ 11:32 Sucht Israel seit Jahrzehnten vermissten Piloten? Dutzende Tote bei Kommandoaktion +++

Israelischen und libanesischen Medienberichten landeten in der vergangenen Nacht israelische Kommandosoldaten in der Stadt Nabi Schith im Osten des Libanon. Demzufolge wurden die Israelischen Soldaten von Angehörigen libanesischer Sicherheitskräfte und der Hisbollah entdeckt, die das Feuer eröffneten. Um den Rückzug des Kommandos zu ermöglichen, führte das israelische Militär heftige Luftangriffe durch. Die Soldaten wurden offenbar mit Hubschraubern evakuiert. Israels Militär nahm nicht offiziell Stellung zu den Berichten. Der israelische Staatssender Kan berichtete über die Aktion unter Berufung auf libanesische Quellen und vermutete als Ziel der Mission, dass das Militär nach dem 40 Jahren im Libanon vermissten israelischen Kampfpiloten Ron Arad gesucht habe.

+++ 11:21 Zerstörung von Flughafen erschwert Chamenei-Beerdigung +++

Laut der DPA ist der Ausfall des Inlandsflughafens nach einem schweren Luftangriff in der Nacht einer der Gründe, warum die Beisetzung des vor einer Woche getöteten Religionsführers, Ajatollah Ali Chamenei, verschoben wurde. Chamenei soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Der Schrein im Nordosten des Landes ist für Schiiten ein Heiligtum. Eine Autofahrt in das rund 900 Kilometer entfernte Maschhad dauert rund zehn Stunden. Allerdings sind die Routen bekannt, und Fahrzeuge könnten gezielt angegriffen werden.

+++ 11:18 Iran meldet schwere Schäden und Tote nach Angriffswelle +++

Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land. Betroffen seien unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes. Mindestens acht Menschen seien allein am Samstag getötet worden. Ein Mitarbeiter der Provinzregierung im zentraliranischen Isfahan sprach von "acht Bürgern, die als Märtyrer gestorben" seien.  

Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwaz und das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt. Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es bislang nicht.  Bei neuen israelischen Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden.

Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib war auch der Inlandsflughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. Medienberichte zeigen Brände und große Schäden an dem Flughafen. Die Autobahn, die dorthin führt, ist demnach blockiert. Auch Militäranlangen in Teheran sowie in Zentral-, West- und Nordwestiran seien attackiert worden.

+++ 11:13 Chaos in Dubai: Flughafen schließt erneut +++

Nach dem Abfangen eines offenbar iranischen Geschosses über dem international bedeutsamen Flughafenstandort Dubai ist erneut vorübergehend der Flugbetrieb eingestellt worden. Das staatliche Medienbüro in Dubai gab zunächst die "vorläufige" Schließung für die "Sicherheit der Passagiere, des Flughafenpersonals und der Crews der Fluggesellschaften" bekannt, später gab der Flughafenbetreiber im Onlinedienst X die Teil-Wiederaufnahme des Betriebs der Flughäfen mit den Kürzeln DXB und DWC bekannt.

Dubai ist der weltweit am meisten für internationale Verbindungen genutzte Flughafen. Die Behörden des Golfstaates hatten auf X zunächst mitgeteilt, aus Sicherheitsgründen sei der gesamte Betrieb am Flughafen "vorübergehend ausgesetzt worden." Ein Augenzeuge sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel.

+++ 10:52 50 Kampfjets, 100 Raketen: Wie Israel Chameneis Bunker zerstört haben will +++

Das israelische Militär hat neue Angaben, Videos und eine Simulation veröffentlicht, die zeigen sollen, wie das geistliche Oberhaupt des Iran vor einer Woche getötet wurde.

+++ 10:28 Hunderte Kreuzfahrtpassagiere in Frankfurt eingetroffen +++

Weitere in der Nahost-Region gestrandete Urlauber sind zurück in Deutschland. Weitere 640 Gäste des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 4" seien am Flughafen Frankfurt/Main gelandet, teilte ein Sprecher von Tui Cruises mit. Demnach hat das Unternehmen zwei Maschinen gechartert, die die Urlauber aus Omans Hauptstadt Maskat ausgeflogen haben.

"Mittlerweile sind über 2.000 Gäste der "Mein Schiff 4" zurück in der Heimat", sagte der Sprecher. Ihm zufolge sind rund 2.500 Menschen an Bord des Schiffes gewesen. Früheren Angaben zufolge liegen von Tui Cruises die Kreuzfahrtschiffe "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" mit einer Kapazität für insgesamt gut 5.000 Reisende wegen des Iran-Krieges in der Region fest.

+++ 10:21 Mindestens 16 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon +++

Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen laut Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet und 35 weitere verletzt worden. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, teilt das Gesundheitsministerium weiter mit. Die Attacke galt der Stadt Nabi Schith im Osten des Landes. Seit dem jüngsten Wiederaufflammen der Kämpfe ist dies einer der Angriffe mit den meisten Toten. Insgesamt sind seit Montag bei israelischen Angriffen im Libanon mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Auslöser der schweren Bombardements war der Beschuss Israels mit Raketen und Drohnen durch die Hisbollah im Libanon.

+++ 10:18 Israel startet neue Angriffswelle +++

Israels Militär hat nach eigenen Angaben eine breite Welle von Angriffen begonnen, die sich gegen die "Infrastruktur des iranischen Regimes" in Teheran und der Stadt Isfahan. Iranische Medien berichteten von Explosionen in Isfahan.

Zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, mehr als 80 seiner Kampfjets hätten in der Nacht Ziele in Teheran und an weiteren Orten in Zentraliran angegriffen.

+++ 10:04 Revolutionsgarden greifen Tanker in der Straße von Hormus an +++

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen weiteren Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen. Das Schiff "Prima" sei am Morgen von einer Drohne getroffen worden, teilten die Revolutionsgarden der Islamischen Republik laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit. Der Tanker habe "wiederholte Warnungen" der Revolutionsgarden zur Sperrung der Meerenge im Persischen Golf ignoriert.

Der Vorfall ereignete sich eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs. Die Revolutionsgarden hatten nach Beginn des Krieges die Sperrung der Straße von Hormus verkündet, die für den weltweiten Verkehr von Containerschiffen und Tankern bedeutend ist. Schon am Freitag hatte das iranische Staatsfernsehen von einem Brand auf einem Schiff infolge von Beschuss berichtet. Ein iranischer Militärsprecher sprach von einem Brand auf einem US-Öltanker.

+++ 09:50 Trump macht absurde Angaben zu Erfolg der US-Angriffe +++

Der Iran hat keine Armee mehr? Auf einer Skala von null bis zehn liegt der Erfolg der US-Angriffe bei zwölf bis 15? Während der Krieg mit unverminderter Härte weitergeht, sorgt US-Präsident Donald Trump mit absurden Ausführungen für Schlagzeilen.

+++ 09:31 Flugbetrieb in Dubai wieder aufgenommen +++

Die Fluglinie Emirates nimmt nach eigenen Angaben ihren Flugbetrieb in Dubai wieder auf. Am Morgen waren alle Flüge nach einem, wie es offiziell hieß, „kleinen Zwischenfall“ ausgesetzt worden. Offiziellen Angaben zufolge waren Trümmer nach dem erfolgreichen Abschuss einer iranischen Drohne auf das Rollfeld gestürzt.  

+++ 09:04 Irans Präsident entschuldigt sich bei angegriffenen Nachbarländern +++

Eine Woche nach dem Beginn des Kriegs mit Israel und den USA hat der iranische Präsident Massud Peseschkian eine Einschränkung der Angriffe auf andere Staaten in der Region angekündigt. Die Interimsführung des Iran habe "beschlossen, dass keine weiteren Angriffe auf Nachbarländer ausgeführt und keine Raketen abgefeuert werden, es sei denn, ein Angriff auf den Iran geht von diesen Ländern aus", sagte Peseschkian in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlen Ansprache.

Peseschkian entschuldigte sich zudem "bei den Nachbarländern, die vom Iran angegriffen wurden". Seit Kriegsbeginn wurden bei iranischen Angriffen in den Golfstaaten 13 Menschen getötet, darunter ein elfjähriges Mädchen in einem Wohngebiet in Kuwait. Mit Blick auf Israel und die USA gab Peseschkian sich kämpferisch. "Die Feinde müssen ihren Wunsch nach der Kapitulation des iranischen Volks mit ins Grab nehmen", sagte der Präsident.

+++ 08:51 Emirates setzt Flüge aus – Geschoss über Dubais Flughafen abgefangen +++

Über dem Flughafen von Dubai hat die Luftabwehr offenbar ein Geschoss abgefangen. Ein Augenzeuge sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel. Dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate zufolge attackierte der Iran erneut den Golfstaat. Die Fluglinie Emirates setzte bis auf Weiteres alle Flüge von und nach Dubai aus.

Auf dem Flugüberwachungsportal Flightradar24 war zu sehen, dass mehrere Flugzeuge sich über dem Flughafen von Dubai im Kreis bewegten und offenbar Warteschleifen flogen. Die emiratische Regierung schrieb auf X von einem "geringfügigen Zwischenfall infolge herabfallender Trümmer nach einer Abfangaktion", niemand sei verletzt worden. Zugleich dementierte sie "in Online-Netzwerken kursierende Informationen über Zwischenfälle am internationalen Flughafen von Dubai".

+++ 08:32 Schiffe geben sich als chinesisch aus, um Irans Angriffen zu entgehen +++

Aus Angst vor iranischen Angriffen im Persischen Golf geben sich offenbar manche Schiffe mithilfe ihrer Funksignale als chinesisch aus. Laut einer Analyse der "Financial Times" haben mindestens zehn Schiffe in dieser Woche ihre Angaben für das Identifikationssystem AIS auf "chinesischer Eigner", "komplett chinesische Besatzung" oder "chinesische Besatzungsmitglieder an Bord" geändert. Die Zeitung beruft sich auf Daten von MarineTraffic, einem Anbieter von AIS-Daten.

Derzeit sind laut "FT" rund 1000 Schiffe im Golf und der Umgebung eingeschlossen. Der Schiffsversicherer Lloyd's schätzt den Gesamtwert der Schiffe und ihrer Fracht auf etwa 25 Milliarden Dollar. Iran setzte zuletzt seine Angriffe auf Schiffe fort - nicht nur auf solche, die die enge Straße von Hormus passieren, sondern bis zur Küste von Kuwait, wo am Mittwoch ein leerer Tanker von einer Drohne getroffen wurde.

Als weitere Schutzmaßnahme manipulieren einige Schiffe ihre GPS-Signale, um lenkbare Waffen in die Irre zu führen. Auf Schifffahrtsdaten-Plattformen erscheinen diese Einheiten deshalb "gestapelt" am selben Punkt, erklärte laut "FT" die Analysefirma TankerTrackers.com. Einige wenige Schiffe wagten zuletzt die Passage der Straße von Hormus mit ausgeschaltetem AIS-Signal.

+++ 08:08 Israel greift Imam Hussein Universität in Teheran an +++

Israel hat nach Armeeangaben mit mehr als 80 Kampfjets Angriffe auf den Iran geflogen. Das Militär erklärte dazu, die Flugzeuge hätten "eine zusätzliche Angriffswelle auf Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes" ausgeführt. Im Visier der Luftangriffe waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen. Unter mehreren Zielen in der Hauptstadt Teheran war nach Angaben der israelischen Armee auch die Imam Hussein Universität, die den Revolutionsgarden zugerechnet wird.

+++ 08:01 Iran meldet "Welle von Drohnenangriffen" auf Israel und US-Militär +++

Die Marine des Iran hat nach Armeeangaben am Samstagmorgen Israel und US-Militärstützpunkte in zwei Golfstaaten mit massiven Drohnenangriffen ins Visier genommen. Die Armee schrieb in einer Mitteilung von einer "massiven Welle von Drohnenangriffen", wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete.

Unter den Zielen seien die US-Basis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ein weiterer US-Stützpunkt in Kuwait gewesen. Zudem hätten sich die Drohnenangriffe gegen eine "strategische Einrichtung" in Israel gerichtet.

+++ 07:44 Saudi-Arabien in Gesprächen mit Iran über Eindämmung des Kriegs +++

Saudi-Arabien hat einem Bericht zufolge Gespräche mit Iran verstärkt, um den Konflikt im Nahen Osten einzudämmen. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf mehrere europäische Regierungsquellen. Der Krieg hat für die arabischen Golfstaaten bereits massive wirtschaftliche Auswirkungen.

Bloomberg zufolge nutzen saudische Offizielle in den letzten Tagen verstärkt diplomatische Kanäle zu Iran, um Spannungen abzubauen und eine Verschärfung des Konflikts zu verhindern. Mehrere regionale und europäische Länder unterstützen diese Bemühungen.

Die Gespräche zwischen Saudi-Arabien und Iran umfassen sowohl Vertreter aus dem Sicherheitsapparat als auch Diplomaten. Bislang zeigt Iran dem Bericht zufolge jedoch keine Bereitschaft, Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts mit den USA und Israel aufzunehmen.

+++ 07:28 "Wir warten darauf" - Revolutionsgarden fordern USA in der Straße von Hormus heraus +++

Die iranischen Revolutionsgarden fordern die USA einem Bericht staatlicher Medien zufolge heraus, Öltanker mit Marineschiffen durch die Straße von Hormus zu eskortieren. "Der Iran begrüßt die Eskorte von Öltankern und die Anwesenheit von US-Streitkräften bei der Durchquerung der Straße von Hormus ausdrücklich. Wir warten darauf", sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Alimohammad Naini. "Wir empfehlen den Amerikanern, sich vor jeder Entscheidung an den Brand des amerikanischen Supertankers Bridgeton im Jahr 1987 und an die kürzlich angegriffenen Öltanker zu erinnern." Trump hatte am Dienstag gesagt, die US-Marine könne bei Bedarf Öltanker durch die Straße von Hormus eskortieren. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Samstag wurden mindestens neun Schiffe angegriffen.

+++ 07:09 "Super-GAU" für Softpower-Strategie der Golfstaaten +++

Aus Sicht des Islamwissenschaftlers Sebastian Sons geht mit dem Iran-Krieg und dessen Folgen ein Reputationsverlust der Golfstaaten im Sport einher. "Das ist ein Super-GAU und ein absoluter Albtraum - vor allem, was ihr Image als Zentrum des globalen Sports angeht", sagte Sons der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Durch den Krieg infolge der Angriffe der USA und Israels kam es zu Verschiebungen, Absagen und Komplikationen im internationalen Sport. In der Formel 1 wurden beispielsweise Reifentests in Bahrain abgebrochen, in der katarischen Liga Spiele auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch das "Finalissima" zwischen Argentinien und Spanien, das in Katars Hauptstadt Doha ausgetragen werden soll, steht auf der Kippe. "Ein Großteil ihrer Soft Power und ihrer globalen Marketingstrategie beruht darauf, dass sie als neue Akteure im Sport ernst- und wahrgenommen werden", erklärte Sons. "Dass sie jetzt Sportveranstaltungen absagen müssen, ist für die 'Marke Golf' reputations- und geschäftsschädigend."

+++ 06:57 US-Verteidigungsminister spielt russische Hilfe für Iran herunter +++

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte sich in einem Interview unbesorgt angesichts von Berichten darüber, dass Russland dem Iran im Kampf gegen die USA und deren Verbündete mit Geheimdienstinformationen hilft. In der Sendung "60 Minutes" des Senders CBS bestätigte Hegseth entsprechende Berichte nicht, sagte aber, dass das US-Militär die Situation voll unter Kontrolle habe und betonte die Überlegenheit der eigenen Informationsbeschaffung. "Unsere Kommandeure wissen über alles Bescheid", sagte Hegseth. "Wir haben die besten Geheimdienste der Welt." Und weiter: "Wir machen uns keine Sorgen darüber."

In der für ihn typischen martialischen Ausdrucksweise sagte der ehemalige TV-Moderator: "Die einzigen, die sich Sorgen machen müssen im Moment, sind Iraner, die glauben, sie werden leben."

+++ 06:48 US-Regierung ruft Notfall aus für Waffenlieferung an Israel auf +++

Das US-Außenministerium hat einen Notfall im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran ausgerufen, um ohne Genehmigung des Kongresses mehr als 20.000 Bomben im Wert von nahezu 660 Millionen Dollar an Israel verkaufen zu können. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter.

Die Erklärung des Außenministeriums, die am Freitagabend veröffentlicht wurde, besagt, dass Außenminister Marco Rubio festgestellt hat, dass "ein Notfall vorliegt, der den sofortigen Verkauf" an Israel erfordert. Dies ist das erste Mal, dass die Trump-Administration einen Notfall gemäß dem Arms Export Control Act erklärt hat, um Waffenverkäufe an Israel zu genehmigen.

+++ 06:32 Flughafen in Teheran in Flammen +++

Bei neuen Angriffswellen auf den Iran wurde unter anderem der zu Tehran gehörende Flughafen Mehrabad stark getroffen. Irans staatliche Medien verbreiteten nach den jüngsten Angriffen Aufnahmen von enormen Bränden am Flughafen Mehrabad in der Hauptstadt. Im Gegenzug griff der Iran Israel erneut mit Raketen an. Diese wurden abgefangen. Zudem versuchte der Iran mit Drohnen ein Ölfeld in Saudi-Arabien zu attackieren. Es seien sechs in Richtung des riesigen Ölfelds Schaiba gestartete Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit. 

+++ 06:21 Klingbeil macht USA und Israel Vorwürfe +++

Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil hat den USA und Israel vorgeworfen, sich vor ihren Luftangriffen auf den Iran nicht ausreichend um eine Verhandlungslösung bemüht zu haben. "Die Frage ist doch, ob tatsächlich alle Möglichkeiten, die das Völkerrecht bietet, vorher ausgeschöpft wurden, um die Atompläne Irans zu stoppen", sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich denke, man hätte auf der Grundlage des Völkerrechts mehr Schritte gehen müssen."

"Ich weine der Mullah-Führungsriege, die durch die Angriffe getötet wurde, keine Träne nach", betonte Klingbeil. "Dieses Regime ist ein Terrorregime, das Israel und die ganze Region bedroht, die eigene Bevölkerung unterdrückt und Zehntausende ermordet hat." Die Frage sei aber, ob die Bedrohungen durch Luftangriffe dauerhaft beseitigt würden. "Ich habe da Zweifel. Deshalb finde ich, man hätte vorher stärker auf Verhandlungen setzen müssen."

+++ 06:10 Indien und Sri Lanka gewähren iranischen Kriegsschiffen Schutz +++

Indien hat einem iranischen Kriegsschiff wegen eines Motorschadens Medienberichten zufolge das Anlegen erlaubt. Die "IRIS Lavan" und ihre 183 Besatzungsmitglieder befinden sich laut indischen Medien seit Mittwoch in der südwestlichen Hafenstadt Kochi. Demzufolge bat die iranische Seite habe darum, das Schiff aufzunehmen, um technische Probleme beheben zu können. Die Anfrage erfolgte am 28. Februar, also am ersten Tag der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran.

Unklar ist, ob das Schiff ebenfalls an einer von Indien im Februar veranstalteten Flottenschau teilgenommen hatte. Daran hatte sich die vom US-Militär später vor Sri Lanka versenkte Fregatte beteiligt. Einen Tag nach dem Angriff auf die Fregatte gestattete die sri-lankische Regierung einem anderen iranischen Kriegsschiff aus humanitären Gründen das Anlegen. Das Schiff "IRIS Bushehr" bat nach Angaben der Regierung um die Erlaubnis, in einem sri-lankischen Hafen ankern zu dürfen. Die 208 Besatzungsmitglieder wurden demnach in die Hauptstadt Colombo gebracht. Das Schiff hatte Medienberichten zufolge einen technischen Schaden.

+++ 06:02 US-Militär: seit Kriegsbeginn mehr als 3000 Ziele im Iran angegriffen +++

+++ 05:54 Israels Botschafter sieht Deutschland "existenziell" durch Iran bedroht +++

Im Zuge des Iran-Krieges sieht der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, auch Deutschland "existenziell" durch die Führung in Teheran bedroht. Bundeskanzler Merz sei "bewusst, dass die iranischen Terror-Proxies und ihre ballistischen Raketen auch Europa bedrohen", sagte Prosor im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Die Situation ist ernst", warnte Prosor. "Die Mullahs haben wiederholt bewiesen, dass sie Terror als politisches Mittel einsetzen." Für Anschläge auf jüdische und israelische Einrichtungen nutze die Führung in Teheran "ihr Netzwerk in der organisierten Kriminalität in Europa". Die Bundesregierung und die Länder hätten auf diese Bedrohungslage aber "schnell und entschieden" reagiert.

Den Kanzler lobte Prosor für seinen Umgang mit der Lage. "Ich ziehe meinen Hut vor der Führungsstärke von Bundeskanzler Friedrich Merz", sagte Prosor. Merz könnte "es sich leicht machen und das Thema versuchen, so gut es geht zu ignorieren". Stattdessen stelle Merz sich jedoch der Debatte und formuliere "eine klare Haltung, die sowohl moralisch richtig als auch im Interesse Deutschlands" sei. Sollten sich die Machtverhältnisse im Iran infolge des Krieges verändern, könnte Deutschland aus Prosors Sicht eine wichtige Rolle zukommen.

+++ 05:17 Israels Armee meldet weiteren Raketenangriff des Irans +++

Auch eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran feuert die Islamische Republik weiter Raketen auf Israel. In der Nacht meldet die israelische Armee einen weiteren Angriff aus dem Iran, die Luftabwehr ist im Einsatz. 

+++ 05:06 Trump fordert von US-Rüstungsindustrie höhere Produktion +++

Angesichts des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump die Rüstungsindustrie zu einer deutlich höheren Produktion gedrängt. Er teilt nach einem Treffen mit Branchenvertretern im Weißen Haus mit, die Konzerne hätten "zugesagt, die Produktion von Waffen der 'exquisiten Klasse' zu vervierfachen". Welche Art von Waffen Trump damit meint, ist bisher unklar.

+++ 04:48 Iranische Agentur meldet Angriff auf Flughafen in Teheran +++

Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldet in der Nacht einen Angriff auf den Flughafen Mehrabad in Teheran. Der Mehrabad International Airport wird primär für Inlandsflüge und militärische Zwecke genutzt.

+++ 04:10 Saudi-Arabien fängt Rakete und sechs Drohnen ab +++

Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge eine Rakete abgefangen, die auf einen Luftwaffenstützpunkt zielte, auf dem US-Soldaten stationiert sind. "Eine ballistische Rakete, die in Richtung des Luftwaffenstützpunkts Prince Sultan" südöstlich der Hauptstadt Riad abgefeuert worden war, sei "abgefangen und zerstört" worden, teilt das saudi-arabische Verteidigungsministerium am Samstagmorgen im Onlinedienst X mit.

+++ 02:31 Drei Unifil-Soldaten bei Beschuss im Libanon verletzt +++

Infolge der Kämpfe im Libanon zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz sind drei Soldaten der UN-Beobachtermission Unifil in ihrem Stützpunkt verletzt worden. Ein Schwerverletzter sei zur Behandlung in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut gebracht worden, die beiden anderen Verletzten würden in einer Unifil-Einrichtung behandelt, teilt die Mission der Vereinten Nationen mit. Ein Brand auf dem Stützpunkt im Südwesten des Libanons sei gelöscht worden.

+++ 01:49 Deutschland stellt rund 100 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereit +++

Die Bundesregierung stellt weitere knapp 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für den Nahen Osten bereit. Das kündigt Außenminister Johann Wadephul an. "Wir sehen gerade im Libanon eine neue Dynamik und eine Dramatik mit vielen Binnengeflüchteten", sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul. Man wolle in der gesamten Region Hilfe vor Ort leisten. "Die Situation, die durch den Krieg entsteht, ist teilweise dramatisch", sagt der CDU-Politiker. "Deshalb müssen wir auch darauf achten, dass aus vielen Binnenvertriebenen nicht eine neue Fluchtwelle entsteht."

+++ 00:50 Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz zweifelt an Trump-Vorgehen +++

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, vermisst einen klaren Plan der US-Regierung für den Iran-Krieg: "Negativ überrascht hat mich, dass die amerikanische Regierung weiterhin keinen halbwegs verlässlichen Plan kommunizieren kann, was das Ziel der Intervention im Iran ist", sagt Ischinger im "Stern". "Das Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn man ohne klaren Plan, der auch mit den Verbündeten geteilt wird, in solche Operationen hineinstolpert."

+++ 23:40 Trump bei Zeremonie für im Iran getötete US-Soldaten +++

US-Präsident Donald Trump nimmt an diesem Samstag an einem Militärritual für sechs im Iran-Krieg getötete US-Soldatinnen und Soldaten teil. Die sterblichen Überreste der fünf Männer und einer Frau werden auf eine Luftwaffenbasis in Dover im US-Bundesstaat Delaware überführt. Die Militärangehörigen waren bei einem Drohnenangriff in Port Schuaiba in Kuwait getötet worden.

+++ 23:06 USA stellen Rückversicherung für Schiffsverkehr in Golfregion bereit +++

Die USA stellen eine Rückversicherung von bis zu 20 Milliarden Dollar für die Schifffahrt in der Golfregion bereit. Damit soll das Vertrauen der Reedereien, die Öl und Erdgas transportieren, während des Krieges gegen den Iran gestärkt werden, teilt die US-Entwicklungsbank DFC mit. Das Programm konzentriere sich zunächst auf Fracht- sowie Kasko- und Maschinenversicherungen für Schiffe, die bestimmte Kriterien erfüllen.

+++ 22:17 Hunderttausende Menschen im Nahen Osten auf der Flucht +++

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein. Sowohl im Libanon als auch im Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit. Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten.

+++ 22:08 Irak meldet Raketenangriffe auf Flughafen von Bagdad, Explosionen in Erbil +++

Der Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach offiziellen Angaben mit Raketen angegriffen worden. Auf den Airport seien mehrere Raketen gefeuert worden, erklärt die irakische Regierung. Ein Sicherheitsvertreter teilt der Nachrichtenagentur AFP mit, zwei Raketen seien auf dem Gelände des nahe dem Flughafen gelegenen US-Militärstützpunkts Camp Victory eingeschlagen. Opfer gibt es demnach nicht. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe Saraja Awlijaa al-Dam (Wächter des Blutes), die nach eigenen Angaben zu einem pro-iranischen Netzwerk gehört. Unterdessen wurde die Stadt Erbil von Explosionen erschüttert, wie ein AFP-Reporter vor Ort berichtet. Aus Sicherheitskreisen heißt es, über der Stadt seien Drohnen abgefangen worden, deren Trümmer nahe eines Hotels niedergegangen seien. Erbil ist die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak.

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