Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:08 Bericht: Störungen bei mehreren russischen Banking-Apps gemeldet +++
Bei den Apps mehrerer russischer Banken soll es im Laufe des Tages zu Störungen gekommen sein. Laut dem Online-Medium "Meduza" berichteten Kunden der Sberbank unter anderem von fehlgeschlagenen Überweisungen, sowie von Problemen bei Kartenzahlungen im Handel und beim Abheben von Bargeld am Automaten. Auch Kunden der VTB und der T-Bank hätten ähnliche Probleme gemeldet. Dem Bericht zufolge verzeichneten die Störungs-Websites Downdetector und Sboy.rf entsprechende Störungsmeldungen von Nutzern. Sberbank erklärte am Vormittag bei Telegram, dass alles wieder funktioniere, Schwierigkeiten bei der Nutzung der Dienste seien beseitigt worden.
+++ 21:28 Litauen stellt Ermittlungen zu Ostsee-Kabel ein +++
In Litauen stellt die Generalstaatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zu der Beschädigung eines Kommunikationskabels in der Ostsee im Jahr 2024 ein. Die Voruntersuchungen hätten ergeben, dass Litauen kein Schaden entstanden sei, da er sich der Vorfall in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens zugetragen habe, erklärt die Behörde. Zuvor sei die genaue Schadensstelle ermittelt worden. In Schweden und Finnland liefen die Untersuchungen aber weiter, heißt es. In jüngerer Zeit sind immer wieder Schäden an Kabeln und Leitungen in der Ostsee gemeldet worden, bei denen Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte in Verdacht gerieten.
+++ 20:44 Tote bei Angriff auf "Festungsgürtel"-Stadt +++
Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk werden nach Angaben des Gouverneurs der Region drei Menschen getötet und drei weitere verletzt. Die Angreifer hätten Bomben auf die Stadt abgeworfen, teilt Wadym Filaschkin mit. Kramatorsk gehört zum ukrainischen Festungsgürtel, bestehend aus Städten und sowie Hunderten von Kilometern Gräben und Minenfeldern. Die Stadt ist ein wichtiges Ziel beim langsamen Vormarsch der Invasionstruppen in der Region Donezk.
+++ 19:53 Ägypten gibt laut Selenskyj Getreide-Zusage +++
Von den russisch besetzten Gebieten in der Ukraine sollen künftig keine Getreideexporte mehr nach Ägypten gehen. Diese Zusage macht der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi laut seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in einem Gespräch. Gleichzeitig sei Ägypten daran interessiert, mehr Getreide aus der Ukraine zu importieren. Laut Selenskyj ging es auch um mögliche Kooperationen im Verteidigungsbereich und die Lage im Nahen Osten.
+++ 19:14 Russischer Staats-Messenger trifft auf Misstrauen +++
Der Kreml drängt die russische Bevölkerung zur Nutzung des staatlich geförderten Messengers MAX, stößt damit jedoch laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters häufig auf Skepsis und Ablehnung. "Ich versuche, ihn so wenig wie möglich zu benutzen", sagt etwa eine Moskauerin. Eine andere Nutzerin berichtet, sie sei gezwungen gewesen, den Messenger herunterzuladen, um das staatliche Dienstleistungsportal Gosuslugi nutzen zu können. Dieses ist für Pässe und andere Dokumente zuständig. Sie behalte die App aber nur für den Fall, dass alles andere abgeschaltet werde. Eine andere Frau erklärt: "Ich bitte meinen Freundeskreis, die App nicht zu installieren." Oppositionelle vermuten, dass die russischen Sicherheitsdienste Zugriff auf die Daten haben und diese mit künstlicher Intelligenz auswerten – zum Beispiel auf abweichende Meinungen. Offiziellen russischen Angaben zufolge ist ein nationaler Messenger notwendig, da feindliche Geheimdienste andere Anwendungen unterwandert hätten.
+++ 18:39 Moskau erneuert Donbass-Forderung +++
Die russische Regierung erneuert ihre Forderung, dass die Ukraine ihre Truppen aus noch von ihr kontrollierten Gebieten des Donbass abzieht. Dies würde eine Friedensvereinbarung ermöglichen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
+++ 18:00 Russische Einnahmen aus Öl und Gas brechen im Jahresvergleich ein +++
Die russischen Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft fallen im März im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 617 Milliarden Rubel (7,72 Milliarden Dollar). Dies geht aus Daten des Finanzministeriums hervor, die den Rückgang mit niedrigeren Ölpreisen und einem stärkeren Rubel begründen. Gegenüber dem Vormonat steigen die Einnahmen jedoch an. Da die Zahlen auf der Produktion im Februar basieren und damit vor dem durch den US-israelischen Krieg im Iran ausgelösten Ölpreisanstieg liegen, wird ab April wieder mit wachsenden Erlösen gerechnet. Die Einnahmen sind entscheidend für den russischen Staatshaushalt, der angesichts hoher Militärausgaben ein massives Defizit aufweist.
+++ 17:37 Nach Luftangriffen auf Charkiw erliegt 29-Jährige ihren Verletzungen +++
Durch die Angriffsserie auf die Großstadt Charkiw gibt es ein weiteres Todesopfer. Eine 29-jährige Frau sei Krankenhaus gestorben, nachdem sie am Nachmittag bei einem russischen Luftangriff auf Charkiw verletzt wurde, schreibt Gouverneur Oleg Synegubov. "Die Ärzte kämpften bis zuletzt um ihr Leben, doch ihre Verletzungen waren leider zu schwerwiegend."
+++ 17:26 Russische Angriffe treffen zahlreiche Wohnhäuser +++
Seit gestern Abend haben Russlands Angriffe zahlreiche Wohngebiete in ukrainischen Städten und Siedlungen getroffen. Allein in der Region Schytomyr wurden nach Angaben der Behörden 18 Gebäude zerstört, darunter neun Wohnhäuser. Mehr als 100 weitere Wohnhäuser seien beschädigt worden, heißt es. Eine Person kam ums Leben, zehn Menschen wurden verletzt. Zwei Menschen wurden den Rettungskräften zufolge aus den Trümmern geborgen. Bei Angriffen auf die Region Sumy wurden zudem drei Menschen getötet. Im Umland von Kiew wurde laut Behörden mindestens ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Neben Wohnhäusern und Verwaltungsgebäuden wurde in der Hauptstadtregion auch eine Tierklinik beschädigt, wobei 20 Tiere getötet wurden. Zudem kommt es durch die Angriffe nach Auskunft der Stromversorger unter anderem in Kiew zu Stromausfällen.
+++ 17:09 Charkiw erlebt womöglich heftigste Angriffsserie seit Kriegsbeginn +++
Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, spricht von der womöglich intensivsten Angriffsserie seit Kriegsbeginn. "Der russische Terror gegen die Einwohner von Charkiw dauert nun schon den zweiten Tag in Folge an", schreibt er am Mittag auf Telegram. Ihm zufolge gab es in der Stadt 37 Treffer von Drohnen, Raketen und Bomben, wodurch 25 Wohnhochhäuser und drei weitere Gebäude beschädigt wurden. Die Sirenen hätten ununterbrochen geheult, sagt Terechow. Die Einsatzkräfte arbeiteten am Limit. Am zynischsten sei, dass die Besatzer immer wieder dieselben Orte angreifen würden. Im Gebiet Charkiw kamen den Behörden zufolge binnen 24 Stunden mindestens zwei Menschen ums Leben, mehr als zwei Dutzend weitere wurden verletzt.
+++ 16:14 Kriewald: "Wir haben Shahed-Drohnen über uns gesehen" +++
Die Ukrainer müssen in den zurückliegenden Monaten einen außerordentlich kalten Winter überstehen, Russland greift immer kritische Infrastruktur an, Heizungen fallen aus. Das ist ist zwar nun überstanden, doch die Kreml-Truppen greifen verstärkt tagsüber an, berichtet ntv-Reporterin Nadja Kriewald.
+++ 16:05 Russische Tag-Angriffe haben laut Kiew mehrere Ziele +++
Die ukrainische Ministerpräsident Julija Swyrydenko wirft Russland vor, mit den häufiger auch tagsüber durchführten Angriffen auf die Ukraine gezielt die Zahl der zivilen Opfer erhöhen zu wollen, Angst zu verbreiten und die Infrastruktur zu beschädigen. Seit Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren hatte die Armeeführung Drohnen und Raketen zumeist nachts abfeuern lassen. In den vergangenen Wochen startete sie mehrfach Hunderte von Drohnen und Raketen am Tag.
+++ 15:43 Russland überzieht Ukraine auch am helllichten Tage mit massiven Luftangriffen +++
Das russische Militär hat die Ukraine am Karfreitag bei einem schweren Luftangriff mit Raketen und Drohnen überzogen. In verschiedenen Regionen der Ukraine wurden den Behörden zufolge mindestens sechs Menschen getötet und weitere verletzt. "Hunderte Shahed-Kampfdrohnen und Dutzende Raketen gegen unsere Städte und Gemeinden", schreibt Präsident Wolodymyr Selenskyj. Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte das russische Militär über Nacht und tagsüber mehr als 500 Drohnen und 37 Raketen ein. Demnach wurde der Großteil der Flugkörper rechtzeitig abgefangen. Dennoch habe es an 20 Orten Einschläge gegeben. Als Vorsichtsmaßnahme ließ die polnische Armee zudem einer Mitteilung zufolge eigene Abfangjäger aufsteigen. Verletzungen des polnischen Luftraums habe es jedoch nicht gegeben. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 15:20 FSB will ukrainischen Bombenanschlag auf hochrangigen Beamten vereitelt haben +++
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB teilt mit, einen vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU geplanten Bombenanschlag auf einen hochrangigen Beamten der Strafverfolgungsbehörden in Moskau vereitelt zu haben. Der Sprengsatz habe sich im Stauraum eines Elektrorollers befunden, der nahe des Eingangs eines Geschäftszentrums geparkt gewesen sei, erklärt der FSB laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Der ukrainische Geheimdienst habe geplant, die Bombe aus der Ferne zu zünden, während die Zielperson das Center besucht. Der SBU hat sich dazu bislang nicht geäußert.
+++ 14:53 Insider: Russische Ölraffinerie stellt Betrieb teilweise ein +++
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff muss die russische Ölraffinerie Nowo-Ufimsk Insidern zufolge eine ihrer größten Rohöldestillationsanlagen abschalten. Der Angriff habe ein Feuer an der Anlage ausgelöst, die für etwa 28 Prozent der Gesamtkapazität der Raffinerie stehe, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Der Gouverneur der Republik Baschkortostan, Radij Chabirow, teilt mit, mehrere ukrainische Drohnen seien in der Nähe von Ölraffinerien in der Stadt Ufa abgeschossen worden. Trümmerteile seien in ein Industriegebiet gefallen. Den Namen der betroffenen Raffinerie nennt er nicht. Zuvor verkündete der ukrainische Generalstab den Angriff auf eine Raffinerie in Ufa (Siehe Eintrag um 13:05 Uhr).
+++ 14:21 Moskau: Russischer Kampfjet auf der Krim abgestürzt +++
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt mit, dass ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 bei einem Übungsflug auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim abgestürzt sei. Die Besatzung habe sich mit dem Schleudersitz retten können, teilt das Ministerium weiter mit. Nach diesen Angaben habe die Maschine keine Munition an Bord gehabt, meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Auf der Krim hat Russland mehrere Luftwaffenstützpunkte, auf denen ukrainische Angriffe bereits Flugzeuge wie auch Flugabwehranlagen getroffen haben. Den Russen fehle auf der Krim ein SU-30-Flugzeug, kommentiert die ukrainische Armee auf ihrem Telegram-Kanal und ergänzt, dass ihr Kampf gegen die russische Luftwaffe weitergehe. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 13:51 DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie +++
Jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bereits in die Wertschöpfungskette der Verteidigungsindustrie eingebunden. Besonders hoch sei der Anteil mit 36 Prozent im Fahrzeugbau, zitierte die "Wirtschaftswoche" aus einer Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Demnach sehen fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen Chancen für das eigene Geschäftsmodell in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Von den über alle Industriebranchen hinweg betrachtet 17 Prozent der Unternehmen in der militärischen Wertschöpfungskette sind der Befragung zufolge längst nicht alle Betriebe auf Rüstungsgüter spezialisiert. Lediglich 2,5 Prozent aller Industriebetriebe produzieren demnach explizit militärische Güter, 6,9 Prozent fertigen sogenannte Dual-Use-Produkte - also Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Weitere 7,6 Prozent sehen sich als Zulieferer der Branche.
+++ 13:25 Schweden beschlagnahmt mutmaßlichen russischen Schattenflotten-Tanker +++
Die schwedische Küstenwache hat in der Ostsee einen mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehörenden Öltanker beschlagnahmt. Das Schiff "Flora 1" stehe im Verdacht, einen zwölf Kilometer langen Ölteppich vor der Insel Gotland verursacht zu haben, teilte die Behörde mit. Der Tanker sei vor der südschwedischen Küste festgesetzt worden. Die Küstenwache leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine Umweltstraftat ein. Das ausgelaufene Öl werde voraussichtlich nicht die Küste erreichen. Den Angaben zufolge steht das Schiff auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Unter welcher Flagge es fährt, sei jedoch unklar. Daten des Dienstes MarineTraffic zufolge war die "Flora 1" im russischen Hafen Primorsk mit unbekanntem Ziel ausgelaufen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 13:05 Ukraine greift russische Ölraffinerie tief im Landesinneren an +++
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie in der Stadt Ufa angegriffen. Dadurch sei in der Anlage ein Feuer ausgebrochen, teilt der ukrainische Generalstab über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ufa liegt mehr als 1400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
+++ 12:43 Selenskyj: Lage an der Front beste seit zehn Monaten +++
Für die Ukraine ist die Lage an der Front nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj die beste in den vergangenen zehn Monaten. Die ukrainischen Truppen hätten im vergangenen Monat eine russische Offensive vereitelt, teilt sein Präsidialamt mit. Allerdings würden nun die russischen Streitkräfte ihre Angriffe verstärken. Er beruft sich auf Daten der ukrainischen und britischen Geheimdienste. Zudem habe er US-Unterhändler nach Kiew eingeladen und "positive Signale" erhalten, erklärt er weiter.
+++ 11:47 Munz: Bezahlung russischer Freiwilliger kostet Unsummen +++
Russland leidet unter der schwachen wirtschaftlichen Lage im Land. Dass der Kreml solche Berichte in Staatsmedien zulässt, könnte darauf hindeuten, dass allmählich Kräfte die Oberhand gewinnen, die den Krieg in der Ukraine beenden wollen, berichtet Russland-Korrespondent Rainer Munz.
+++ 11:22 Ukraine: Massive russische Luftangriffe mit neuer Taktik +++
Russland überzieht die Ukraine nach Angaben der dortigen Luftwaffe seit Donnerstagabend mit einer anhaltenden Welle von Luftangriffen. Eine große Anzahl feindlicher Drohnen befinde sich im ukrainischen Luftraum, teilt die Luftwaffe mit. Dabei setze Moskau auf eine neue Taktik und suche nach Wegen, die ukrainische Luftabwehr zu durchdringen. "Wir sehen, dass der Feind neue Routen, ständig modernisierte Drohnen und neue Taktiken einsetzt", sagt Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im staatlichen Fernsehen. In den vergangenen 24 Stunden habe Russland mehr als 400 Langstreckendrohnen sowie zehn ballistische Raketen abgefeuert. Letztere seien vor allem auf Gebiete nahe der Front gerichtet gewesen. Es ist das zweite Mal in dieser Woche, dass Russland auf einen nächtlichen Drohnenbeschuss schwere Angriffe am Tag folgen lässt.
+++ 11:04 Putin-Vertrauter Medwedew erwartet keinen Nato-Austritt der USA +++
Der Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, rechnet nicht mit einem Austritt der USA aus der Nato. Die Regierung in Washington könnte jedoch symbolische Schritte unternehmen und etwa die Zahl der in anderen Nato-Staaten stationierten US-Truppen reduzieren, erklärt der ehemalige russische Präsident. Die offenkundigen Spaltungen innerhalb der Nato könnten zu Veränderungen der EU führen. "Die EU ist nicht länger nur eine Wirtschaftsunion. Sie kann sich ziemlich schnell in ein vollwertiges Militärbündnis verwandeln, das Russland offen feindlich gegenübersteht und in gewisser Weise schlimmer ist als die Nato." Daher müsse Moskau seine "tolerante Haltung" gegenüber einem möglichen EU-Beitritt der Ukraine aufgeben. Medwedew gilt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin.
+++ 10:45 Bericht: Fünf Verletzte bei russischem Drohnenangriff auf Minibus in Cherson +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Cherson wurden am Morgen offenbar fünf Menschen verletzt. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform mit Verweis auf die Militärverwaltung der Region. Demnach wurde um 8:30 Uhr ein Minibus getroffen. Die Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden.
+++ 10:16 Ukrainische Großstadt Charkiw unter Dauerbeschuss +++
Die ostukrainische Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wird nach Behördenangaben seit mehr als einem Tag von ständigen russischen Luftangriffen überzogen. In der Nacht auf Freitag habe es vier Raketenangriffe gegeben, schrieb der Militärgouverneur des Gebietes Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram. Auch Drohnen wurden eingesetzt. Die Polizei berichtete morgens von fünf Verletzten und Schäden an Wohnhäusern und Bürogebäuden. Schon am Donnerstag griff die russische Armee Charkiw immer wieder mit Kampfdrohnen an. In der Stadt herrschte fast rund um die Uhr Luftalarm. Ukrainische Rettungskräfte sprachen von russischen Drohnen des iranischen Bautyps Shahed mit schnellem Jetantrieb. Deren Flugzeit von Russland bis Charkiw sei so kurz, dass eine Abwehr schwierig sei. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine, die vor dem Krieg 1,4 Millionen Einwohner zählte, liegt nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
+++ 09:45 Ukrainischer Generalstab meldet 63 russische Luftangriffe +++
Im Laufe des vergangenen Tages gab es offenbar 230 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Russland habe unter anderem 63 Luftangriffe durchgeführt und 9058 Kamikaze-Drohnen eingesetzt.
+++ 09:13 Schwache Nachfrage: Russische Dienstleister streichen viele Stellen +++
Die russischen Dienstleister haben im März so viele Stellen abgebaut wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Grund dafür waren Kostensenkungen und eine schwache Nachfrage, wie aus einer Unternehmensumfrage hervorging. Der Sektor schrumpfte zudem zum ersten Mal seit sechs Monaten. Der Einkaufsmanagerindex des Finanzdienstleisters S&P Global für den Dienstleistungssektor fiel auf 49,5 Punkte, von 51,3 Zählern im Februar. Damit rutschte das Barometer unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Das Neugeschäft stagnierte nach vier Monaten des Wachstums weitgehend. Einige Firmen verwiesen auf eine geringere Kaufkraft der Kunden, eine größere Unsicherheit und Auftragsverluste im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten. Auch die russische Privatwirtschaft insgesamt schrumpfte. Der Einkaufsmanagerindex, der Dienstleister und Industrie zusammenfasst, fiel auf 48,8 von 50,8 Punkten.
+++ 08:39 Gouverneur: Ein Toter bei russischem Angriff in Region Sumy +++
Bei einem russischen Angriff in der Region Sumy ist offenbar eine Person getötet worden. Das berichtet das Portal "Ukrainska Pravda" mit Verweis auf den Gouverneur Oleh Hryhorov. Demnach wurden drei Menschen verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Unter ihnen sei eine 29-jährige Frau in kritischem Zustand.
+++ 08:02 Bekommt die Nordseeküste einen weiteren Militärhafen? +++
Die Deutsche Marine prüft, ob an der Nordseeküste ein weiterer Militärhafen eingerichtet werden soll. Wo genau dieser entstehen könnte, ist nach dpa-Informationen noch offen. Als Favoriten gelten die Häfen in Emden und Bremerhaven, wo bereits jetzt militärische Güter etwa bei Truppentransporten und Verlegeübungen umgeschlagen werden. Sowohl der Bremer Senat als auch die Staatskanzlei in Hannover sprechen sich für ihre jeweiligen Häfen als neue Marinestützpunkte aus. An der Nordseeküste verfügt die Marine bislang nur in Wilhelmshaven über einen eigenen Hafen - den Marinestützpunkt Heppenser Groden.
+++ 07:21 Bericht: 600.000 Landminen entschärft +++
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs haben Einheiten des Staatlichen Katastrophenschutzdienstes (SES) der Ukraine laut einem Medienbericht eine Fläche von fast 200.000 Hektar (circa 2000 Quadratkilometer) von Landminen geräumt. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den SES. Demnach haben die Einheiten rund 600.000 Sprengsätze entschärft.
+++ 06:21 Behörden: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine +++
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt worden. In der südöstlichen Region Cherson habe Russland mit "Artillerie, Granatwerfern und Drohnen" angegriffen, erklärte die regionale Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Ein 42-jähriger Mann sei getötet worden, als eine Drohne ein ziviles Fahrzeug getroffen habe. Bei Luftangriffen und Artilleriebeschuss seien außerdem 16 Menschen verletzt worden. In der nördlich der Hauptstadt Kiew gelegenen Region Tschernihiw habe eine ballistische Rakete Gebäude eines Unternehmens getroffen, erklärte derweil die zuständige Militärverwaltung. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden.
+++ 05:31 Kreml telefoniert mit Iran: Straße von Hormus "für uns offen" +++
Die Straße von Hormus ist nach Angaben des Kreml-Beraters Juri Uschakow für Russland nicht gesperrt. "Sie ist für uns offen", sagt Uschakow nach Angaben der russischen Agentur Interfax im Staatsfernsehen. Die Agentur Tass berichtet, Außenminister Sergej Lawrow habe mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert. Themen seien die Lage in Nahost und die Situation in der Straße von Hormus gewesen.
+++ 04:20 Sicherheitsexperte: Putin hat Deutschland im Visier +++
Deutschland sei Putins wahres Angriffsziel, warnt Erkki Koort, Direktor des Instituts für Innere Sicherheit an der Estnischen Akademie für Sicherheitswissenschaften. "Was nützen Angriffe auf die Grenzgebiete zwischen Russland und der Nato, ohne zuvor den strategischen Rücken zu neutralisieren? Und dieser Rücken liegt in Deutschland", zitiert ihn die polnische Zeitschrift "Wprost". Wer die Nato schwächen wolle, müsse ihr logistisches Zentrum treffen, argumentiert der Sicherheitsexperte.
+++ 02:46 Vance reist kurz vor Parlamentswahl zu Ukraine-Kritiker Orban +++
US-Vizepräsident JD Vance wird kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn in das osteuropäische Land reisen und Ministerpräsident Viktor Orban treffen. Der Besuch des Stellvertreters von US-Präsident Donald Trump ist für kommenden Dienstag und Mittwoch geplant, wie das Weiße Haus mitteilt. Die Parlamentswahl in Ungarn ist am 12. April. Die US-Regierung hatte schon im Februar Wahlkampfhilfe für Orban geleistet, der im Ukraine-Krieg einen russlandfreundlichen Kurs fährt.
+++ 00:48 Russische Drohnenangriffe rund um Charkiw +++
Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, meldet zahlreiche russische Drohnenangriffe auf seine Stadt. Sie hätten den ganzen Tag angehalten, schreibt Terechow auf Telegram. Demnach gab es Angriffe auf vier Stadtteile der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Sie hätten mehrere Brände ausgelöst. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden, darunter ein achtjähriges Mädchen. Nach Behördenangaben schlugen mindestens 20 Drohnen in der Stadt ein. Weiter südlich in der Stadt Saporischschja beschädigten russische Drohnen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow ein Hochhaus und ein Unternehmen.
+++ 22:51 Melania Trump soll verschleppten ukrainischen Kindern geholfen haben +++
Das Weiße Haus kündigt die Rückkehr von sieben ukrainischen Minderjährigen aus Russland in ihre Heimat an. Die First Lady, Melania Trump, habe sich dafür eingesetzt, heißt es in einer Mitteilung. Demnach war es das vierte Mal, dass sie die Rückkehr von Kindern zu ihren Familien vorangetrieben hat. "Ich bin ermutigt, dass beide Seiten weiterhin zur Zusammenarbeit bereit sind und die Sicherheit und das Wohlergehen der Kinder über diesen abscheulichen Krieg stellen", erklärt sie. Im letzten Jahr wandte sich Melania Trump in einem Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und forderte die Rückkehr ukrainischer Kinder, die während des Krieges nach Russland verschleppt worden waren.
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