Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:04 Trump zeigt sich interessiert an Treffen mit Putin und Xi - und macht unfassbare Aussage +++
US-Präsident Donald Trump zeigt sich offen für einen Dreiergipfel zur Ukraine mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping. "Ich würde das tun", sagt Trump in Washington. Laut "Wall Street Journal" hat Putin das Treffen vorgeschlagen, das am Rande des Apec-Gipfels in China im November stattfinden soll. Aus der Ukraine kommt scharfe Kritik, da Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht eingeladen ist. Trump sagt zudem, dass Russland in der Ukraine bislang gut zurechtgekommen sei. "Sie haben nicht besonders viel gemacht." Russland hat seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 in der Ukraine Kriegsverbrechen in unvorstellbarem Ausmaß begangen und dabei massenweise Zivilisten getötet.
+++ 21:33 Litauen: Abgestürzte Drohne hatte Sprengsatz und flog aus Polen ein +++
Eine in Nordosten Litauens abgestürzte Drohne ist nach Angaben der Regierung in Vilnius mit Sprengstoff bestückt gewesen. Der unbemannte Flugkörper, der am Sonntag im Bezirk Pasvalys explodierte, sei ukrainischer Herkunft gewesen und aus Polen in das baltische EU- und Nato-Land eingeflogen, sagt Regierungschef Mindaugas Sinkevicius nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. Daran gebe es keine Zweifel. Die Drohne war am Sonntagmorgen in den litauischen Luftraum eingedrungen und zu Boden gegangen. Die Explosion beschädigte nach Angaben der litauischen Behörden ein ziviles Fahrzeug. Verletzt wurde dabei niemand.
+++ 21:02 Ukraine meldet Weltpremiere: Drohne fliegt verwundeten Soldaten aus Kampfzone +++
Das ukrainische Militär meldet eine Weltpremiere an der Front: Erstmals soll ein verwundeter Soldat mit einer schweren Flugdrohne aus der Kampfzone gerettet worden sein. Eigentlich war die Drohne für etwas ganz anderes gebaut.
+++ 20:25 Schrecklicher russischer Angriff auf Charkiw - mehrere Kinder unter den Toten +++
Bei einem russischen Drohnenangriff sind Behördenangaben zufolge im ostukrainischen Gebiet Charkiw mindestens sechs Menschen getötet worden. "Unter den Toten sind drei Kinder", teilt der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Weitere 15 Menschen, darunter sieben Minderjährige, seien verletzt worden. Getroffen wurde demnach ein zentral gelegener Park in der Siedlung Nowa Wodolaha, etwa 30 Kilometer südwestlich der Gebietshauptstadt Charkiw.
+++ 19:49 Halten die USA jetzt auch noch eine große Anzahl Patriot-Raketen für die Ukraine zurück? +++
Das Medium Kyiv Independent berichtet unter Berufung auf Angaben von ukrainischen Regierungsvertretern und Militärangehörigen, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bislang noch nicht der Lieferung einer größeren Anzahl von Patriot-Flugabwehrraketen zugstimmt habe. In Kiew soll dies den Verdacht aufkommen lassen, die Waffen würden bewusst zurückgehalten, um Druck auf die Ukraine auszuüben. Patriot-Flugabwehrraketen sind fast die einzige Möglichkeit, um Russlands ballistische Raketen abzuwehren. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj habe gesagt, dass es bei der Bereitstellung "bestimmter Arten lebenswichtiger Lieferungen" zu Verzögerungen komme. Dem Bericht zufolge verwies er dabei auf das US-Verteidigungsministerium. Die Ukraine hatte zuletzt bereits von Einschränkungen bei Starlink und Starshield berichtet. Zudem sollen die USA teilweise keine Geheimdienstinformationen über russische Angriffe mit ballistischen Raketen bereitgestellt haben. Spekuliert wird, dass die Trump-Regierung die Ukraine unter Druck setzen will, damit diese den Widerstand gegen die russischen Invasoren aufgibt.
+++ 19:14 "Dirty Dancing" im All - Verlagert sich der Ukraine-Krieg? +++
Ein russischer Militärsatellit soll seit Wochen einen Satelliten der finnischen Firma Iceye bedrängen. Dieser liefert der Ukraine wichtige Aufklärungsdaten vom Schlachtfeld. Militärexperte Ralph Thiele spricht von "Dirty Dancing" im All und warnt: "Der Weltraum ist mittlerweile eine Art Manöverraum geworden."
+++ 18:43 Im Kampf bewährt: Ukraine fährt Produktion von Geschütztürmen hoch +++
Die Ukraine fährt die Produktion von Geschütztürmen hoch, die sich im Kampf gegen Shahed-Drohnen als "äußerst wirksam erwiesen haben", wie Präsident Wolodymyr Selenskyj es in sozialen Netzwerken nennt. "Wir stocken die Bestellungen auf, und es ist wichtig, alle Prozesse – organisatorische, finanzielle und produktionsbezogene – so weit wie möglich zu beschleunigen. Es wurden Anweisungen erteilt, mit den baltischen Staaten hinsichtlich der Unterstützung unserer Logistik in Kontakt zu treten."
+++ 18:04 Experte: Mittelmacht Russland braucht amerikanische Hilfe - Europäer sollen sich fügen +++
Der Politikwissenschaftler Thomas Jäger schreibt auf X zu einem möglichen Dreiertreffen zwischen den USA, Russland und China: "Ohne China kann Putin den Krieg schon lange nicht mehr führen. Um ihn erfolgreich abzuschließen, braucht die Mittelmacht Russland amerikanische Hilfe. Trump ist allem Anschein nach dazu bereit." Der Vorschlag sei, dass europäische Staaten sich diesen drei Ländern fügten.
+++ 17:26 Selenskyj: Starlink und Starshield an Frontabschnitten immer noch gedrosselt +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtet unter Berufung auf Angaben von Armeechef Mychajlo Drapaty, dass es immer noch Einschränkungen bei Starlink und Starshield gebe. "Leider müssen wir feststellen, dass die Geräte an verschiedenen Frontabschnitten bei Geschwindigkeiten von 130 bis 161 Kilometern pro Stunde ausfallen. Dies behindert unsere Logistik an der Front und schränkt den Einsatz verschiedener Drohnentypen ein, vor allem von Mittelstrecken-Angriffsdrohnen und Abfangjägern für 'Shaheds'", schreibt Selenskyj auf X. "Heute muss dies auf allen Ebenen erneut bei unseren Partnern zur Sprache gebracht werden. Geschwindigkeit ist entscheidend für den Schutz von Menschenleben."
+++ 16:53 Ukraine hält überhaupt nichts von möglichem Dreiergipfel der USA mit Russland und China +++
Die Regierung in Kiew kritisiert einen womöglich geplanten Ukraine-Dreiergipfel der Staatschefs von Russland, den USA und China. Ein solches Treffen würde lediglich Kreml-Chef Wladimir Putin "ermutigen, diesen Krieg fortzusetzen", erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Putin "kann den Krieg weder gewinnen noch will er ihn beenden". Der Kremlchef strebt laut einem US-Zeitungsbericht ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen an - ohne Beteiligung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
+++ 16:18 Rubio: Haben der Ukraine keine Informationen vorenthalten +++
US-Außenminister Marco Rubio weist Anschuldigungen aus der Ukraine über zurückgehaltene Informationen zurück. "Es gab keine Unterbrechung", sagt er vor Reportern in Usbekistan. Er zeigt sich vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj irritiert. Selenskyj hatte heute beklagt, abermals nicht von den Partnern seines Landes vor russischen Angriffen vorgewarnt worden zu sein. Rubio zeigt sich darüber unwissend. Zugleich sagt er, es habe "vor einigen Nächten ein Softwareproblem" beim ukrainischen Frühwarnsystem gegeben. Daraufhin habe das für Europa zuständige US-Militärkommando Eucom den Sachverhalt untersucht.
+++ 15:34 Wird wegen Starshield bald gegen US-Präsident Donald Trump ermittelt? +++
Der republikanische Repräsentantenhaus-Abgeordnete Brian Fitzpatrick will diejenigen, die das Starshield-System der Ukraine eingeschränkt haben, zur Verantwortung ziehen. Auf X schreibt er: "Ich werde Präsident Selenskyj versichern, dass jeder, der versucht, den Einsatz von 'Starshield' für die Ukraine einzuschränken, umfassend untersucht und zur vollen Rechenschaft gezogen wird - einschließlich öffentlicher Anhörungen zur parlamentarischen Kontrolle sowie sofortiger harter und strafender Haushaltskürzungen für jede verantwortliche Behörde oder jeden Behördenleiter." Starshield basiert auf Starlink, beides gehört zur Firma SpaceX von Elon Musk. Dieser hatte mitgeteilt, Starshield stehe unter Kontrolle der US-Regierung. Fitzpatrick setzt sich auch für eine parteiübergreifende Initiative für ein Gesetz ein, mit dem jeder Kauf russischen Öls verboten werden soll.
+++ 14:54 Von der Außenwelt abgeschnitten: Ukraine plant Massenevakuierung aus Oleschky +++
Die Ukraine will laut dem Menschenrechtsbeauftragten des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinets, bis zu 6000 Menschen aus dem Gebiet der Stadt Oleschky evakuieren. "Wir verhandeln täglich, damit die Menschen das Gebiet verlassen können", heißt es von Lubinets auf Telegram. Oleschky befindet sich direkt an der Front im von Russland besetzten Teil der ukrainischen Region Cherson. In den vergangenen Wochen hatte die Ukraine gemeldet, dass die Stadt von der Außenwelt abgeschnitten sei. Schon seit Monaten habe es keine Nahrungsmittellieferungen dorthin gegeben. "Eine Evakuierung aus den besetzten Gebieten zu organisieren, ist nicht einfach. Ukrainische staatliche Behörden haben dort keinen freien Zugang. Wenn sich Menschen an das Büro des Ombudsmanns wenden, prüfen wir jeden einzelnen Fall, kontrollieren die Dokumente, suchen nach einer Route und verhandeln mit der russischen Seite", heißt es von Lubinets.
+++ 14:17 Umfrage: Mehrheit der Ukrainer gegen Abzug aus dem Donbass im Austausch für Sicherheitsgarantien +++
Die Mehrheit der Ukrainerinnen und Ukrainer lehnt einen Abzug des ukrainischen Militärs aus dem Donbass ab. Das geht aus einer Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) hervor. Demnach sagten 61 Prozent der Befragten, dass sie gegen einen Abzug der Truppen im Austausch für Sicherheitsgarantien seitens der USA und Europas sind. Nur 7 Prozent würden einer solchen Bedingung ohne Weiteres zustimmen. Die Umfrage wurde nach Institutsangaben vom 8. bis 16. Oktober durchgeführt. Demnach gebe es keine signifikanten Veränderungen zu einer ähnlichen Befragung im Juli und August.
+++ 13:47 Kremlsprecher: Beendigung des Kriegs ohne Einbeziehung der Ukraine "wohl kaum möglich" +++
Kremlsprecher Dmitri Peskow hält nach eigenen Angaben eine Beendigung des Ukraine-Kriegs nicht für möglich ohne Beteiligung der Ukraine. "Eine endgültige Beilegung des Krieges in der Ukraine ist ohne die Einbeziehung einer Partei von Kiewer Seite wohl kaum möglich", sagt Peskow. Damit reagiert der Kremlsprecher auf die Frage eines Reporters während seines täglichen Briefings, ob er Berichte bestätigen könne, wonach Russland für den kommenden Monat einen Dreiergipfel mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping vorgeschlagen habe - mit dem Ziel, ein Ende des Krieges in der Ukraine zu erörtern, ohne dass die Ukraine daran beteiligt wäre.
+++ 13:14 Nach Anschlagsversuch auf Starlink-Station: Litauen verstärkt Schutzmaßnahmen +++
Litauen verstärkt nach Angaben von Ministerpräsident Mindaugas Sinkevičius die Sicherheitsvorkehrungen an kritischer Infrastruktur. Auslöser ist ein versuchter Brandanschlag auf eine Starlink-Basisstation am Rande der Hauptstadt Vilnius. Die Behörden werten den Vorfall als Sabotageakt, der mit Russland in Verbindung steht.
+++ 12:53 Kiew warnt: Gipfel von USA, Russland und China würde Krieg verlängern +++
Ein Gipfeltreffen zwischen Russland, China und den USA würde Moskau laut dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha zu einer Verlängerung des Krieges ermutigen. Kiew setze stattdessen auf ein trilaterales Treffen mit den USA und Russland, um den Krieg auf diplomatischem Weg zu beenden. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge schlägt der russische Staatschef Wladimir Putin für den kommenden Monat einen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping vor. Dabei wolle der russische Präsident über ein Ende des Krieges zu Bedingungen verhandeln, die Moskau begünstigen.
+++ 12:26 Tote nach russischem Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt +++
Bei einem russischen Raketenangriff sind in der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien verletzt worden, teilt der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Der Angriff galt demnach einem nicht näher bezeichneten Industrieunternehmen. Die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj ist knapp 70 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt.
+++ 11:54 Selenskyj: Starlink-Drosselung und schleppende Patriot-Lieferungen sollen Ukraine zu Kapitulation bewegen +++
Nach Auffassung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj versuchen die USA, die Ukraine durch Einschränkungen bei der Starlink-Geschwindigkeit sowie durch Verzögerungen bei der Lieferung von Abfangraketen für Patriot-Systeme zu einer Kapitulation zu drängen. Das sagte der ukrainische Staatschef in einem Interview mit "Bloomberg". "Wir stehen nun vor gefährlichen Tagen im Vorfeld der Wahlen (in den USA). Mein Vorschlag lautete: Wir greifen keine russischen Dieselanlagen an, und im Gegenzug liefert ihr uns Raketen für Patriot-Systeme, um unsere Einrichtungen zu schützen. Doch sie wollen lediglich, dass wir die Angriffe auf die Dieselanlagen einstellen. Und falls wir sie dennoch angreifen, drohen sie damit, uns den Zugang zu bestimmten Dingen zu kappen", sagte Selenskyj. Die Drosselung der Starlink-Internetgeschwindigkeit, die für die ukrainischen Truppen von entscheidender Bedeutung sei, und die Verzögerung der Lieferungen von Patriot-Abfangraketen erschwere die Abwehr russischer Angriffe. "Ich glaube, es wurden Schritte unternommen, um die Ukraine zur Kapitulation zu bewegen", so Selenskyj.
+++ 11:10 Putin befördert Finanzminister Siluanow zu Vize-Ministerpräsident +++
Finanzminister Anton Siluanow wird im Zuge der Regierungsumbildung in Russland befördert und zusätzlich zu seinem seit 2011 gehaltenen Amt auch einer von mehreren Vize-Ministerpräsidenten. Der Kreml teilt mit, Präsident Wladimir Putin habe die offiziell von Ministerpräsident Michail Mischustin vorgeschlagene Personalie gebilligt. Russland sucht derzeit angesichts eines steigenden Haushaltsdefizits nach neuen Einnahmequellen. Die Kabinettsumbildung folgt auf die Parlamentswahlen im September, bei denen die Abgeordneten der Staatsduma neu gewählt wurden.
+++ 10:48 Selenskyj: Erneut "keine frühzeitige Warnung" vor Raketenangriffen auf Kiew +++
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihr Umland nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der vergangenen Nacht mit 16 ballistischen Raketen angegriffen. Die Angriffe seien in mehreren Wellen erfolgt, erklärte Selenskyj in Onlinediensten. Erneut sei "keine frühzeitige Warnung unserer Partner" erfolgt, beklagte er. Ziel der russischen Angriffe waren Selenskyj zufolge Energieanlagen in Kiew und der umliegenden Region. Die Äußerungen Selenskyjs fallen in einen Streit mit den USA über die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an die Ukraine. Selenskyj zufolge hatte die ukrainische Armee "drei Tage lang während ballistischer Raketenangriffe" keinen Zugriff auf US-Geheimdienstinformationen. US-Außenminister Marco Rubio widersprach der Darstellung.
+++ 10:20 ntv-Korrespondent Munz: Gipfel mit Trump, Putin und Xi ist "schon wahrscheinlich" +++
Den von US-Präsident Donald Trump anvisierten Gipfel mit Wladimir Putin und Xi Jinping zur Ukraine hält ntv-Korrespondent Rainer Munz für möglich. "Die große Frage ist aber: 'Was will der Kreml eigentlich wirklich?", betont er.
+++ 09:44 Russland: Haben Frachter mit Militärladung bei Odessa attackiert +++
Russland hat nach eigenen Angaben erneut ein Schiff im Schwarzen Meer attackiert. Der Angriff habe einem Frachter mit Militärgütern an Bord gegolten, teilt das Verteidigungsministerium mit. Das Schiff habe sich südwestlich der Hafenstadt Odessa befunden.
+++ 09:12 Agenturen: Putin will Posten in der Regierung neu besetzen +++
In Russland steht Agenturberichten zufolge eine Regierungsumbildung an. Präsident Wladimir Putin habe die von Ministerpräsident Michail Mischustin vorgeschlagene Maßnahme gebilligt, melden Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Kreml. Die neuen, noch nicht namentlich bekannten Kandidaten sollten dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden, teilte das Präsidialamt weiter mit. Weitere Einzelheiten werden zunächst nicht genannt. Putin verfügt über weitreichende Befugnisse, und das Parlament wird von seiner Partei Einiges Russland kontrolliert.
+++ 08:45 US-Außenminister Rubio bestätigt Gespräch zwischen Trump und Putin über Gipfeltreffen mit Xi +++
US-Außenminister Marco Rubio hat ein Gespräch zwischen Russlands Staatschef Wladimir Putin und Donald Trump bestätigt. Auf die Frage nach einer möglichen Begegnung zwischen dem US-Präsidenten, Putin und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping erklärte Rubio: "Es ist über ein Treffen geredet worden." Er wisse nicht, ob dies bereits endgültig vereinbart worden sei. Trump habe sich jedoch klar ausgedrückt. "Er möchte, dass der Krieg in der Ukraine und Russland endet", betont Rubio vor Journalisten bei einem Besuch in Usbekistan. Er ruft die Ukraine und Russland dazu auf, sich auf ein Ende ihres Krieges zu konzentrieren.
+++ 08:03 Russland meldet schweren Angriff auf Kiew +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau einen schweren Angriff auf Ziele in Kiew und in der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt verübt. Die Attacken hätten sich gegen militärisch-industrielle Anlagen, Lagerstätten für Marschflugkörper und Drohnen sowie Rechenzentren gerichtet, teilt das Verteidigungsministerium mit.
+++ 07:39 Trump behauptet: "Selenskyj will diesen Krieg gar nicht beenden" +++
US-Präsident Donald Trump wirft dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, er habe Russlands Krieg gegen die Ukraine nie beenden wollen. "Selenskyj nimmt russische Dieselraffinerien ins Visier - wohl wissend, dass diese Angriffe den weltweiten Dieselmarkt, einschließlich des Marktes in den Vereinigten Staaten, schwer beeinträchtigen. Landwirte, Viehzüchter und Unternehmen aller Art leiden massenhaft darunter; dennoch liefert Russland weiterhin Millionen Barrel Diesel zu niedrigen Preisen an den Weltmarkt", schrieb Trump auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social. Selenskyj kümmere das nicht, behauptet der US-Präsident weiter. "Und ehrlich gesagt: Angesichts all der Gelder, die er - wie allgemein bekannt ist - von Europa erhält, und die ihm auch der korrupte Joe Biden in der Vergangenheit hat zukommen lassen, will er diesen Krieg gar nicht beenden - und wollte das wahrscheinlich auch nie."
+++ 07:01 Putins Gipfeltreffen "wäre der Albtraum für die Ukraine" +++
Wladimir Putin will über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln - und zwar mit Donald Trump und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj seien derweil "auf einen Tiefpunkt gesunken", erklärt ntv-Reporterin Kavita Sharma.
+++ Klitschko: Ein Mensch bei russischen Luftangriffen auf ukrainische Hauptstadt Kiew getötet +++
Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko ein Mensch ums Leben gekommen. Wie Klitschko bei Telegram weiter mitteilt, wurden zwei weitere Personen nach dem Angriff verletzt. Zudem seien bei dem Angriff eine medizinische Einrichtung und ein Nichtwohngebäude beschädigt worden.
+++ 04:34 Russische Rakete trifft U-Bahnstation in Kiew +++
Bei den russischen Raketenangriffen auf Kiew in der Nacht ist eine U-Bahnstation beschädigt worden. Bürgermeister Klitschko bestätigte den Tod einer 21-Jährigen. In der Nähe der Station links des Dnipro seien auch Schienen zerstört worden, so Klitschko. Im Stadtteil Solomyanski wurden außerdem drei Menschen verletzt, als Trümmerteile auf ein Hochhaus fielen. Russland hatte mehrere ballistische Raketen auf die stadt abgefeuert.
+++ 02:51 Bericht: Putin schlägt Trump und Xi Ukraine-Gipfel vor +++
Der russische Präsident Wladimir Putin schlägt laut einem Zeitungsbericht ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vor, um ein Ende des Ukraine-Krieges zugunsten Moskaus auszuhandeln. Das Treffen solle im kommenden Monat stattfinden, meldet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeiter. Der Vorschlag gehe auf ein Telefonat zwischen Putin und Trump vom 9. Oktober zurück. Bei dem Gespräch sei zudem eine Vereinbarung getroffen worden, dass die USA russischen Diesel kaufen und dessen Verkauf auf dem Weltmarkt erleichtern sollen.
+++ 01:25 Angriff mit ballistischen Raketen: Mindestens eine Tote in Kiew +++
Russland greift Kiew am späen Abend mit ballistischen Raketen an. Es gibt Verletzte und mindestens eine Tote, wie die Militärverwaltung meldet. Nach Informationen des Online-Magazins Ukrajinska Prawda soll es sich bei einer der Getöteten um eine 21-jährige Frau handeln. Militärblogger und andere Kanäle berichten von mindestens acht ballistischen Raketen, die in der Hauptstadt eingeschlagen seien. Unter den getroffenen Gebäuden ist laut Bürgermeister Vitali Klitschko auch eine medizinische Einrichtung.
+++ 23:41 Trump: Ich will Moskau am Verhandlungstisch halten +++
US-Präsident Donald Trump begründet die Aussetzung von Sanktionen gegen Russland damit, dass er Russland am Verhandlungstisch halten wolle. "Meine Entscheidung ist eine sehr einfache", schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Ich bin dabei, einen Frieden im Krieg zwischen Russland und der Ukraine auszuhandeln, und möchte nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch vertreiben würde." Am Freitag hatte Trump die Aussetzung der Sanktionen noch mit einem nationalem Sicherheitsinteresse der USA begründet. Analysten zufolge hätten die Sanktionen die Spritpreise in den USA vor den US-Zwischenwahlen Anfang November weiter in die Höhe treiben und damit potenzielle Wähler von Trumps republikanischer Partei verschrecken können.
+++ 22:19 Bessent weist Selenskyjs Vorwurf zu Starlink-Einschränkungen zurück +++
US-Finanzminister Scott Bessent kritisiert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wegen dessen Aussagen über Einschränkungen der Satellitenkommunikation scharf. Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio hätten erklärt, dass niemand in der US-Regierung diese veranlasst habe, sagt Bessent in der NBC-Sendung "Meet the Press". "Ich halte es für sehr leichtsinnig von Präsident Selenskyj, eine solche Anschuldigung zu erheben." Selenskyj hatte zuvor in derselben Sendung erklärt, die US-Regierung habe SpaceX angewiesen, die Nutzung der Satellitendienste Starlink und Starshield in der Ukraine einzuschränken.
+++ 21:18 Türkei will von Diesel-Deal zwischen Trump und Putin profitieren +++
Die Türkei will nach Angaben ihres Energieministers Alparslan Bayraktar einen Teil der Diesellieferungen aus einem Abkommen zwischen den USA und Russland beziehen. "Durch die Gespräche, die wir geführt haben, werden wir einen Teil dieses Dieselkraftstoffs in die Türkei bringen", sagt Bayraktar dem Sender Kanal 7, wie Reuters berichtet. Einzelheiten zu Mengen oder Lieferterminen nennt er nicht. Bayraktar bezeichnet das Abkommen als wichtig für die Energiesicherheit der Türkei. Russland habe in den vergangenen Monaten Beschränkungen für Dieselausfuhren verhängt und nun eine Vereinbarung mit US-Präsident Donald Trump geschlossen. Die Türkei deckt einen Teil ihres Energiebedarfs durch Importe aus Russland und bemüht sich zugleich um eine breitere Aufstellung ihrer Versorgung.
+++ 20:23 Rechtsextreme greifen Historiker vor Vortrag in Lwiw an +++
Eine Gruppe von etwa 20 Männern hat nach Angaben der ukrainischen Organisation "Soziale Bewegung" den Kriegsveteranen und Historiker Wladyslaw Starodubzew im Zentrum von Lwiw angegriffen und geschlagen. Das ukrainische Nachrichtenportal NV beschreibt die Angreifer als rechtsextreme Aktivisten. Der Übergriff habe sich kurz vor einem geplanten Vortrag vor dem Büro der Organisation nahe der Iwan-Franko-Universität ereignet. Starodubzew sollte über die Geschichte linker Bewegungen in Lwiw sprechen, insbesondere über die Ursprünge der Arbeiter- und sozialistischen Bewegungen in Galizien vor der Sowjetherrschaft. Nach Angaben der Organisation befand sich auch der frühere Stadtrat von Lwiw, Ihor Scholtys, in der Gruppe. Eine Beteiligung an den Schlägen geht aus dem Bericht nicht hervor.
+++ 19:28 Selenskyj: US-Regierung veranlasste Einschränkungen bei Satellitenkommunikation +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht die US-Regierung für Einschränkungen bei der Nutzung der SpaceX-Satellitendienste Starlink und Starshield verantwortlich. "Es war eine Nachricht der amerikanischen Regierung, diese Geschwindigkeit zu begrenzen, und technisch gesehen hat SpaceX das getan", sagt er in der NBC-Sendung "Meet the Press". Von welcher Stelle die Anweisung gekommen sei, wisse er nicht. Die Einschränkungen seien weiterhin in Kraft. Die Beschränkung beeinträchtigt den Einsatz ukrainischer Abfangdrohnen. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag bestritten, die Einschränkungen angeordnet zu haben. Auch US-Außenminister Marco Rubio erklärt, die Trump-Regierung habe nichts mit der Einschränkung des Betriebs von Starlink in der Ukraine zu tun, siehe folgender Eintrag.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.




