Politik

Auseinandersetzungen an Grenze 1400 Migranten verzichten auf US-Einreise

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Mexikos Nationalgarde setzte vor wenigen Tagen Tränengas gegen die Migranten ein.

(Foto: REUTERS)

Mit Tränengas stoppen Sicherheitskräfte mittelamerikanische Migranten an der mexikanischen Grenze. Die Weiterreise in die USA bleibt ihnen damit verwehrt. Die rund 1400 Menschen wollen nun einen anderen Weg einschlagen.

Nach Auseinandersetzungen zwischen Migranten und Sicherheitskräften hat sich die Situation an der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala etwas entspannt. Rund 1400 Mittelamerikaner, die am Wochenende auf dem Weg in Richtung USA an Mexikos Südgrenze angelangt waren, hätten inzwischen entschieden, Asyl oder andere Aufenthaltsgenehmigungen in Mexiko zu beantragen, erklärte der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard bei einer Pressekonferenz.

Weitere rund 1000 Menschen hätten gebeten, zurück in ihre Heimat geschickt zu werden. 110 von ihnen seien bereits per Flugzeug zurück nach Honduras gebracht worden, sagte Ebrard. Rund 400 Menschen hielten sich noch auf der guatemaltekischen Seite der Grenze auf.

Zwischen Samstag und Montag waren etwa 3500 mehrheitliche honduranische Migranten auf der Flucht vor Armut und Gewalt an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko angekommen. Mexiko erklärte, ihnen die Durchreise zur Grenze mit den USA zu verweigern. Rund 500 Migranten überquerten nach Angaben der mexikanischen Einwanderungsbehörde illegal den Grenzfluss Suchiate. Etwa 400 von ihnen wurden demnach festgenommen. Der Rest konnte in Mexiko entkommen oder kehrte um.

Es kam auch zu Steinwürfen durch Migranten und den Einsatz von Tränengas durch Mexikos Nationalgarde. Dabei sei niemand verletzt worden, sagte Ebrard. Die Sicherheitskräfte hätten sich korrekt verhalten.

Bei den großen Gruppen gemeinsam reisender Mittelamerikaner handelte es sich um die erste sogenannte Migranten-Karawane des neuen Jahres. Ende 2018 waren gleich mehrere solche "Karawanen" bis zur Südgrenze der USA gelangt und dort zu einem Politikum geworden. US-Präsident Donald Trump drohte Mexiko mit Strafzöllen, wenn es nicht mehr gegen die illegale Migration unternehme. Nach einer Vereinbarung der beiden Länder vom vergangenen Juni setzte Mexiko Tausende Soldaten seiner Nationalgarde an den Grenzen ein. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die USA sank seitdem deutlich.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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