Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:58 Russland zieht Wehrpflichtige ein – "nicht für Einsatz in Ukraine" +++

02.10.2026, 00:01 Uhr

Russland will von Oktober bis Dezember rund 120.000 Wehrpflichtige zum Militärdienst einziehen und versichert erneut, dass sie nicht in der Ukraine eingesetzt werden. Der "Kyiv Independent" berichtet unter Berufung auf den russischen Generalstab, die Rekruten würden ab dem 10. Oktober zu ihren Einsatzorten gebracht. Ähnliche Zusicherungen hatte Moskau bereits 2022 gemacht, später aber eingeräumt, dass Wehrpflichtige doch in die Ukraine geschickt worden waren. Auch für die jüngste Einberufung dokumentieren Menschenrechtsgruppen und unabhängige Reporter Fälle, in denen Wehrpflichtige unter Druck gesetzt worden sein sollen, Militärverträge zu unterschreiben.

+++ 06:22 Bürgermeister: Russische Luftangriffe treffen erneut Brücke in Kiew +++

Russische Luftangriffe haben nach ukrainischen Angaben erneut die Südbrücke in Kiew getroffen. Dies teilt der Bürgermeister Witali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bereits am Vortag hatten russische Drohnenangriffe auf eine Schule und die Brücke über den Fluss Dnipro Brände in der Hauptstadt ausgelöst.

+++ 05:40 Industrieanlagen in Wolgograd nach Drohnenangriff in Flammen +++

Die Ukraine greift nach russischen Angaben Industrieanlagen in der Stadt Wolgograd mit Drohnen an. Dabei ist ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen und eine Person wurde verletzt, teilt Gouverneur Andrej Botscharow bei Telegram mit. Der Brand sei inzwischen gelöscht. Welche Anlagen genau Ziel des Angriffs waren, ließ der Gouverneur offen. In Wolgograd befindet sich eine große Ölraffinerie.

+++ 04:45 Putin: Hätte nach Russland-Wahl Friedensgespräche geführt +++

Die Ukraine hat nach Auslegung von Kremlchef Wladimir Putin mit Drohnenangriffen während der Wahl zur russischen Staatsduma den Weg zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen erschwert. Moskau sei bereit gewesen, die Verhandlungen zur Ukraine am 21. September, einen Tag nach den Wahlen zur Staatsduma, wieder aufzunehmen, sagt Putin in Moskau. Russland bleibe angeblich bereit, Verhandlungen aufzunehmen. "Aber natürlich zu Bedingungen, die auch für die Russische Föderation, für unser Volk und für das russische Volk akzeptabel sind", betont Putin.

+++ 03:11 "Diplomatisches Missverständnis": Kiew bemüht sich um Beilegung des Südkorea-Streits +++

Die Ukraine arbeitet ukrainischen Medienberichten zufolge an der Beilegung eines diplomatischen Streits mit Südkorea. Der Auslöser für die Unstimmigkeiten zwischen den Ländern war die öffentliche Bekanntgabe der Übergabe von zwei nordkoreanischen Kriegsgefangenen an Südkorea durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das südkoreanische Präsidialamt fordert eine Entschuldigung und pocht auf die vereinbarte Geheimhaltung der Aktion. "Ich möchte dies nicht als Zwischenfall bezeichnen. Sagen wir, es ist ein diplomatisches Missverständnis", sagt Außenminister Andrij Sybiha einem Bericht des Nachrichtenportals nv.ua zufolge. Er hoffe, dass die Situation in naher Zukunft gelöst werde. Nordkorea unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Soldaten.

+++ 02:06 Putin: Bei "günstigem Szenario" gehen Vermögenswerte an Firmen zurück +++

Der russische Präsident Wladimir Putin sagt, westliche Unternehmen könnten ihre Vermögenswerte in Russland zurückerhalten, sollte sich "ein günstiges Szenario" ergeben. Putin bezieht sich auf die Entscheidung des russischen Staates, eine Reihe europäischer Unternehmen unter eine von Moskau als "vorübergehende externe Verwaltung" bezeichnete Aufsicht zu stellen. Russland habe aber nichts verstaatlicht, so Putin. "Ja, wir stellen bestimmte Unternehmen unter externe Verwaltung. Aber in einigen europäischen Ländern habe man einfach riesige russische Firmen beschlagnahmt, etwa in Deutschland.

+++ 00:19 Merz: In der Ukraine steht auch die Sicherheit Europas auf dem Spiel +++

Bundeskanzler Friedrich Merz wirft Russland die Bedrohung Europas vor. "Heute ist unsere kontinentale Friedensordnung durch den gewalttätigen Revisionismus aus Russland herausgefordert", sagt er beim Besuch des deutsch-niederländischen Korps in Münster. Moskau habe einen mörderischen Krieg in der Ukraine entfesselt und missachte und verachte Recht und Ordnung. "In der Ukraine steht auch die Sicherheit unseres Teils Europas, in dem wir leben, auf dem Spiel", betont der Kanzler. Deshalb sei man bereit für eine diplomatische Lösung, auch wenn Moskau nicht an den Verhandlungstisch kommen wolle. Deshalb unterstütze man aber die Ukraine auch gemeinsam in der Nato und "mit aller Kraft".

+++ 23:06 Rutte: Putin scheitert auf dem Schlachtfeld - und bei Einschüchterung +++

Nato-Generalsekretär Mark Rutte ruft angesichts russischer Provokationen zu Gelassenheit und einer fortgesetzten Unterstützung der Ukraine auf. "Bleiben Sie ruhig, machen Sie weiter und unterstützen Sie die Ukraine weiterhin", sagt Rutte bei einem Besuch in Münster. Russland teste die Nato in ganz Europa mit Luftraumverletzungen, Sabotage und hybriden Angriffen. "Wir sehen zwar keinen unmittelbaren militärischen Angriff auf die Nato, aber wir müssen darauf vorbereitet sein, dass Russlands Kampagne feindseliger Aktionen gegen die Verbündeten andauern wird", erklärt der Nato-Chef. An die Adresse des russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet, sagt Rutte: "Er scheitert auf dem Schlachtfeld, und er scheitert dabei, uns einzuschüchtern."

+++ 22:10 Putin kündigt an: Russland besetzt Donbass in spätestens anderthalb Jahren +++

Kremlchef Wladimir Putin kündigt die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren an. Zugleich gehe er davon aus, "dass dies angesichts des Vormarsches unserer Truppen viel früher geschehen wird", sagt Putin beim internationalen Waldai-Diskussionsforum in Moskau. Demnach verbleiben aktuell etwa elf Prozent der Region unter ukrainischer Kontrolle. Er wirft zudem Kiew vor, sinnlos Menschen für den Kampf um das ukrainische Staatsgebiet zu opfern. "Wenn der Verlust dieser Gebiete unvermeidlich ist, macht es dann Sinn, daran festzuhalten und dafür Menschen, ihre Sicherheit und ihr Leben zu opfern?", fragt der Präsident. Putin hatte in der Vergangenheit immer wieder ukrainische Orte wie Swjatohirsk oder Kupjansk für erobert erklärt, die weiterhin zum Teil recht deutlich unter ukrainischer Kontrolle stehen. Zuletzt hatten ukrainische Einheiten im Donezker Gebiet bei Lyman sogar Geländegewinne erzielt und Dutzende Quadratkilometer zurückgeholt. Zudem sind es vor allem russische Soldaten in großer Zahl, der in der Ukraine sterben oder verletzt werden. Experten sehen die deshalb Möglichkeit, dass der Kreml demnächst erneut Soldaten im großen Stil mobilisieren könnte.

+++ 21:27 Russischer Militärhelikopter soll abgestürzt sein - drei Crewmitglieder wohl tot +++

Unbestätigten Berichten zufolge soll ein russischer Militärhelikopter im Bezirk Anninsky in der Region Woronesch abgestürzt sein. Die drei Crewmitglieder sollen dabei gestorben sein, heißt es in Telegramkanälen. Es soll sich um einen Helikopter des Typs Mi-8 handeln. Die Region Woronesch befindet sich direkt an der Grenze zur Ukraine. Über den Grund des Absturzes ist bisher nichts bekannt.  

+++ 20:53 Russische Drohnen treffen Kiews Südbrücke am Dnipro +++

Drohnen schlagen nahe der Südbrücke in Kiew ein und legen den Verkehr zeitweise lahm. Verkehr und Metro werden vorübergehend gestoppt. Aufnahmen zeigen Rauch und Schäden. Kritische Schäden an der Brücke oder Verletzte melden die Behörden zunächst nicht.

+++ 20:25 Ukraine setzt erstmals neu entwickelte Rakete FP-7 ein - was getroffen wurde, bleibt ein Geheimnis +++

Die in der Ukraine entwickelte ballistische Rakete FP-7 ist erstmals im Kampf gegen Russland eingesetzt worden, erklärt Präsident Selenskyj. "Ukrainische taktische ballistische Rakete. FP-7. Erster Kampfeinsatz. Danke für das Ergebnis. Als Nächstes: die Produktion. Ruhm der Ukraine!", sagt Selenskyj, ohne weitere Details zu nennen. Auf die Frage, was die Rakete getroffen habe, antwortet Selenskyjs Kommunikationsberater gegenüber dem "Kyiv Independent": "Das sagen wir nicht." Die vom führenden ukrainischen Rüstungskonzern Fire Point hergestellte ballistische Rakete FP-7 ist laut Herstellerangaben für eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern und einen 200 Kilogramm schweren Sprengkopf ausgelegt. Die FP-7 basiert auf dem Abfangraketenmodell 48N6 aus der Sowjetzeit, das in den Luftabwehrsystemen S-300 und S-400 zum Einsatz kommt, nutzt jedoch moderne Komponenten und Fertigungstechniken."  

+++ 19:46 Putin gesteht Erfolge der Ukraine ein: Raffinerie-Angriffe kosten Russland ein Prozent BIP +++

Die ukrainischen Angriffe auf Ölraffinerien kosten Russland nach den Worten von Präsident Wladimir Putin ein Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Ukraine habe mit diesen Angriffen "ihre Ziele teilweise erreicht", sagt Putin auf dem Waldai-Forum in Moskau. Russland reagiere nun entsprechend. Putin zufolge hat die Ukraine zudem mehr als 100 russische Schiffe im Schwarzen Meer beschädigt. Vorschläge, die Angriffe dort einzustellen, lehnt er ab. 

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