Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:57 Matrose bei russischem Angriff auf Frachtschiff vor Odessa getötet +++

03.10.2026, 00:01 Uhr

Bei einem russischen Angriff auf einen Frachter im Hafen der ukrainischen Küstenstadt Odessa ist ein Besatzungsmitglied getötet worden. Drei weitere Matrosen wurden bei dem Angriff verletzt, wie die Hafenbehörden auf Telegram mitteilten. 13 weitere Mitglieder der Besatzung des unter liberianischer Flagge fahrenden Frachters wurden demnach in Sicherheit gebracht. Die Attacke wurde als weiterer gezielter Angriff Russlands auf die zivile Schifffahrt verurteilt. Zur Nationalität der Opfer des Angriffs wurden keine Angaben gemacht. Das russische Militär behauptete unterdessen, einen mit militärischen Gütern beladenen Frachter in Odessa angegriffen und beschädigt zu haben. Nach Lesart der russischen Militärs sind alle von ihnen angegriffenen Schiffe in ukrainischen Häfen mit militärischen Gütern beladen.

Anfang Juli begann das ukrainische Militär, Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer, die russisch kontrollierte Häfen anliefen, mit Drohnen anzugreifen. Über 300 Tanker und Frachter hat Kiew eigenen Angaben nach seitdem beschädigt. Im Gegenzug verstärkte Russland seine Angriffe auf ukrainische Häfen am Schwarzen Meer und an der Donau und ebenso auf Schiffe. Dies hat den Schiffsverkehr an den ukrainischen wie auch an den russischen Schwarzmeerhäfen weitgehend zum Erliegen gebracht.

+++ 17:05 Sicherheitsexperte Umbach: "Russland versucht mit Militärübung abzulenken" +++

Während in der Ukraine unvermittelt Raketen einschlagen, besucht Wladimir Putin eine Militärübung seiner Truppen. Sicherheitsexperte Frank Umbach sieht darin eine Art Ablenkungsmanöver: "Zumal russische Militärblogger massive Kritik an der offiziellen Propaganda geübt haben."

+++ 16:39 Selenskyj warnt USA vor chinesischer Starlink-Alternative +++

Die Bemühungen Chinas und Russlands um eine Alternative zu Elon Musks Satelliten-gestützten Internet schreiten nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj voran. "Wir wissen, dass China an Satelliten arbeitet und die Möglichkeit prüft, Russland mit einem ähnlichen Starlink-System zu unterstützen", sagte Selenskyj in einem Interview mit der "Financial Times". Dass System namens Rassvet werde "Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres" einsatzbereit sein. Er habe US-Präsident Donald Trump wiederholt gebeten, beteiligte chinesische Unternehmen zu sanktionieren.

+++ 15:45 "Putins neue Kriegsansage ist noch schlimmer" +++

Nach Informationen des ukrainischen Geheimdienstes soll Russlands Machthaber Putin erklärt haben, es gebe in dem Angriffskrieg keine Regeln mehr. Politikwissenschaftlerin Andrea Gawrich schätzt die möglichen Folgen ein.

+++ 15:22 Russland warnt Ausländer und Diplomaten vor weiteren Angriffen auf Kiew +++

Russland hat Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew erneut aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. Eine vorherige Warnung sei nicht von allen befolgt worden, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Damit sei jeder, der bleibe, einer "tödlichen Gefahr" durch "massive russische Vergeltungsschläge" ausgesetzt. Russland griff in den vergangenen Tagen mehrere Brücken über den Dnipro sowie Energieinfrastruktur an. In der

+++ 14:42 Russische Drohnen und Raketen: Moldau meldet Einschläge +++

Russische Drohnen sind nach offiziellen Angaben auf moldauischem Staatsgebiet eingeschlagen. "Fünf russische Luftangriffswaffen, darunter "Banderol"-Raketen und Drohnen, haben unseren Luftraum verletzt und sind auf unserem Boden explodiert", schrieb die moldauische Präsidentin Maia Sandu auf der Plattform X. Nach Armeeangaben waren Explosionen in Ortschaften im südöstlichen Teil Moldaus zu hören. Zu möglichen Opfern oder Schäden gab es keine Angaben. Im angrenzenden südukrainischen Odessa gab es zu den genannten Zeiten einen Luftalarm. Die Republik Moldau liegt zwischen der Ukraine und dem EU-Staat Rumänien. Mehrfach verletzten bereits russische Raketen und Drohnen den moldauischen Luftraum.

+++ 14:24 Putin bei Armeeübung "Center-2026" Russische Drohnen lassen glühendes Metall herabregnen +++

Drohnen fliegen über einen Truppenübungsplatz im russischen Tschebarkul. Die unbemannten Fluggeräte lassen glühendes Metall herabregnen – alles Teil der Militärübung "Center-2026". Vor Ort ist auch Kremlchef Putin.

+++ 14:03 Zeitung: Ukraine-Friedensgespräche sollen an großen Öl-Deal geknüpft werden +++

Die Gespräche der US-Regierung mit Russland über ein Ende des Krieges in der Ukraine haben sich einem Zeitungsbericht zufolge auf milliardenschwere Ölgeschäfte ausgeweitet. Von diesen würden Geschäftsleute mit Verbindungen zu den US-Verhandlungsführern Steve Witkoff und Jared Kushner profitieren, berichtet die "New York Times". Bei dem möglichen Deal, der von der Zustimmung der US-Regierung und des Kremls abhänge, gehe es um ein weltweites Netz aus Ölfeldern, Raffinerien und Tankstellen des russischen Energiekonzerns Lukoil. Zu der Gruppe, die das Geschäft anstrebe, gehören neben dem US-Milliardär Todd Boehly zwei Konzerne aus dem Nahen Osten, die bereits mit Kushner oder Witkoffs Familie Geschäfte getätigt hätten, so die Zeitung. Das Weiße Haus, das US-Finanzministerium und Lukoil reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

+++ 13:36 Ukraine: Mehr als 10 Quadratkilometer im Süden Charkiws zurückerobert +++

Ukrainische Soldaten der Grenzbrigade "Forpost" in der Region Charkiw haben in ihrem Verteidigungsabschnitt mehr als 10 Quadratkilometer Territorium wieder unter die Kontrolle der Ukraine gebracht. Das teilt der staatliche Grenzschutzdienst der Ukraine auf seinen Kanälen in den sozialen Medien mit. Während der Kampfhandlungen haben die militärischen Brigaden nach Angaben der Grenzschutzbeamten 118 russische Soldaten getötet und weitere sieben gefangen genommen. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.

+++ 13:02 Ukrainischer Generalstab meldet mehrere Treffer auf Militärinfrastruktur der russischen Armee +++

Einheiten der ukrainischen Streitkräfte haben eine Reihe wichtiger militärischer Objekte der russischen Besatzer getroffen. Das teilt der Generalstab der Ukraine auf Telegram und anderen sozialen Kanälen mit. Demnach landete das ukrainische Militär unter anderem Treffer auf einen russischen Startplatz für Angriffsdrohnen, ein russisches Waffenlager, eine Kommandozentrale der russischen Armee sowie eine Fährverbindungsstelle. Der Generalstab weist darauf hin, dass solche Angriffe die Fähigkeit der russischen Truppen zum Einsatz von Drohnen einschränken sollen.

+++ 12:27 ISW: Putins Behauptungen über russische Gebietsgewinne in der Ukraine sind realitätsfern +++

Putins Behauptung, Russland habe im September 2026 Gebietsgewinne an der Front erzielt, ist so realitätsfern, dass sie an Halluzinationen grenzt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Während Putin behaupte, die russischen Streitkräfte hätten im September 1301 Quadratkilometer an verschiedenen Stellungen in der Ukraine erobert, kommen die Analysten zu einer anderen Bilanz. Nach Angaben der ISW-Analysten, die sie belegen können, verzeichnete das russische Militär geringe Gebietsverluste im Monat September. "Putins absurde Behauptungen zeichnen weiterhin ein fiktives Bild der Lage am Schlachtfeld", so die ISW-Analysten. Nach eigenen Angaben können sie nicht beurteilen, ob Putin weiß, dass die von ihm vorgelegten Zahlen falsch sind, oder ob er fiktive Frontdaten akzeptiert, die ihm aufgrund der tief in der russischen militärischen Kommandostruktur verwurzelten Kultur des Lügens vorgelegt werden.

+++ 12:04 Klitschko: Verletzte nach russischem Treffer auf Kiewer Nordbrücke +++

Bei dem russischen Drohnenangriff auf die Nordbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew (siehe Eintrag 09:38 und 06:45) sind zwei Menschen verletzt worden. Das teilt der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Ein Verletzter wurde vor Ort medizinisch versorgt. Der andere wurde ins Krankenhaus eingeliefert und wird dort derzeit behandelt, so Klitschko.

+++ 11:33 Thiele: "Euphemistische" Ukraine-Einschätzungen schaden uns +++

Beobachter attestieren Russland Schwächen beim Vormarsch – bis hin zur fehlenden Fähigkeit, an mehreren Frontabschnitten gleichzeitig angreifen zu können. Sicherheitsexperte Ralph Thiele mahnt zur Vorsicht bei solchen Einschätzungen: "Mit diesen Ukraine-euphemistischen Beobachtungen schwächen wir uns selbst".

+++ 11:04 Bericht: Putin zögert über Teilnahme am G20-Gipfel +++

Ende September luden die USA den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum nächsten G20-Gipfel im Dezember in Miami ein. Zuletzt hatte Putin persönlich am G20-Gipfel in Osaka 2019 teilgenommen. Doch die Entscheidung, ob er die Einladung annimmt und am 14. bis 15. Dezember 2026 im Luxusresort Trump National Doral Miami im US-Bundesstaat Florida teilnimmt, will der russische Präsident erst kurz vor dem Treffen fällen: Das berichtet SkyNews unter Berufung auf einen hochrangigen russischen Beamten. Sollte Putin teilnehmen, wäre dies sein erster großer diplomatischer Gipfel im Westen seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine.

+++ 10:42 Bericht: Drohnenalarm über Litauen aufgehoben +++

Ein zuvor in Litauen ausgegebener Drohnenalarm wurde nun aufgehoben. Das berichtet SkyNews. Der Flughafen in der Hauptstadt Vilnius sei wieder geöffnet, nachdem er aufgrund des Vorfalls vorübergehend geschlossen worden war, teilt das nationale Krisenmanagementzentrum laut SkyNews mit. Als Reaktion auf den Alarm wurden auch NATO-Kampfflugzeuge alarmiert (siehe Eintrag 09:55).

+++ 10:17 Ukraine: Großbrände nach russischen Angriffen auf Dnipro +++

Russische Truppen haben die Metropole Dnipro im zentralen Osten der Ukraine angegriffen. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf Telegram-Mitteilungen von Oleksandr Hanzha, dem Leiter der Regionalverwaltung von Dnipropetrowsk. Die russischen Angriffe lösten Großbrände in einem Wohnhaus und in einem Geschäftszentrum in der viertgrößten Stadt der Ukraine aus. Mindestens vier Menschen, Frauen im Alter zwischen 55 und 88 Jahren, wurden bei den Angriffen verletzt, schreibt Hanza auf seinem Telegram-Kanal.

+++ 09:55 Bericht: Nato-Jets jagen unbefugtes Flugobjekt aus Belarus im Luftraum Litauens +++

Nachdem ein unbekanntes, unbemanntes Flugobjekt – vermutlich eine Drohne – entdeckt wurde, das aus Belarus in den litauischen Luftraum eingedrungen war, wurden Nato-Kampfflugzeuge in Litauen gestartet. Das teilt SkyNews mit. Der Flughafen Vilnius in der Hauptstadt des Landes wurde aufgrund des Vorfalls geschlossen. Den Einwohnern der Region wurde geraten, sich darauf vorzubereiten, bei Bedarf Schutz zu suchen, so SkyNews unter Berufung auf Angaben des nationalen Krisenmanagementzentrums. Litauen grenzt im Westen an die russische Enklave Kaliningrad und im Osten an Belarus.

+++ 09:38 Weitere Verkehrssperrung nach russischem Treffer auf Kiewer Nordbrücke +++

Russland hat nach ukrainischen Angaben erneut eine wichtige Brücke in Kiew beschädigt. Die Nordbrücke über den Fluss Dnipro sei bei den jüngsten russischen Luftangriffen getroffen worden und jetzt für den Verkehr gesperrt, schreibt der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram (siehe Eintrag 06:45). Berichte über Opfer gab es nicht. In den vergangenen Tagen war schon die Südbrücke mehrmals von russischen Drohnen getroffen worden. Viele Einwohner der ukrainischen Hauptstadt leben östlich des Flusses und pendeln zur Arbeit auf die Westseite. Russland hat immer wieder betont, seine Angriffe seien nicht gegen die Zivilbevölkerung gerichtet.

+++ 08:59 Kiews Geheimdienst: Für Putin gelten keine Regeln mehr +++

Die bereits beschädigte Südbrücke in der Hauptstadt Kiew wird erneut von einer russischen Kampfdrohne getroffen. Zudem greift Russland die großen Ballungszentren Kiew, Charkiw und Odessa verstärkt an. Währenddessen warnt Selenskyj und stützt sich auf Geheimdienstberichte: Putin spreche davon, es gäbe "keine Regeln mehr".

+++ 08:27 Parlamentswahl in Lettland hat begonnen +++

In Lettland haben die Parlamentswahlen begonnen. Sicherheit und Verteidigung sind die wichtigsten Themen für die Wählerinnen und Wähler. Trotz Zugewinnen für populistische und Protestparteien wird erwartet, dass bei der Wahl der proeuropäische und proukrainische Kurs des baltischen Staates mit 1,8 Millionen Einwohnern bestätigt wird. In Umfragen führt die Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs. Lettland fürchtet wie die anderen baltischen Staaten Litauen und Estland, von Russland ins Visier genommen zu werden, da Präsident Wladimir Putin sie als Teil der russischen "Einflusssphäre" betrachtet. Seit 2004 sind die drei ehemaligen Sowjetrepubliken nicht nur Mitglieder der EU, sondern auch der Nato.

+++ 08:13 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.538.950 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1560. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 45 Artilleriesysteme und 1645 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.391 Panzer, 50.637 Artilleriesysteme, 1683 Flugabwehrsysteme und 441 Flugzeuge, 355 Hubschrauber, 544.498 Drohnen, 35 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen – wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:32 ISW: Keine Vorstöße an der Front in der Ukraine +++

Weder die ukrainischen noch die russischen Streitkräfte erzielten in den vergangenen 24 Stunden Vorstöße an der Front in der Ukraine. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Zunehmend gäbe es Tage, in denen sich die Front in der Ukraine zu einem zähen Stellungskrieg entwickele. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 06:45 Klitschko: Russen landen Treffer auf Nordbrücke in Kiew +++

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben russische Drohnen die Nordbrücke getroffen. Vitali Klitschko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, meldet den Treffer auf seinem Telegram-Kanal. Die Rettungskräfte seien auf dem Weg zum Einsatzort. "Auf der Nordbrücke sind die Fahrbahn und das Oberleitungsnetz beschädigt. Der Verkehr über die Brücke vom linken zum rechten Ufer ist derzeit gesperrt", so der Kiewer Bürgermeister. Schon an den vergangenen Tagen hatte das russische Militär eine Brücke über den Fluss Dnipro getroffen. Die Südbrücke ist seitdem vollständig gesperrt, was zu Chaos im Stadtverkehr geführt hatte.

+++ 06:17 Bericht: Russland hält Militärmanöver mit Belarus, China und Pakistan im Südural ab +++

In der Region Tscheljabinsk im Südural fand in den vergangenen Tagen das große Militärmanöver "Center-2026" der russischen Armee statt. Das berichtet Ukrainska Prawda unter Berufung auf russische Quellen. Demnach haben 47.000 Soldaten in der Region und in den Gewässern des Kaspischen Meeres unter anderem geübt, wie sie "äußere Aggressionen" abwehren oder "eine Sicherheitszone" auf dem Territorium eines benachbarten zentralasiatischen Staates errichten können. Zudem wurden laut dem Bericht neue Waffen ausprobiert. Zur Eröffnung am 28. September hielt der russische Präsident Wladimir Putin eine Rede vor den teilnehmenden Truppen. Neben russischen Soldaten nehmen auch Soldaten aus Belarus, China und Pakistan an der Übung teil, so Ukrainska Prawda. Das Manöver dauere noch bis zum 3. Oktober an.

+++ 05:40 "Völlig unnötige Katastrophe": Wadephul will Waffenstillstand für Schwarzes Meer +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat weitere diplomatische Initiativen zur Aufhebung der Blockade von Getreideexporten über das Schwarze Meer angemahnt. "Wir dürfen eben nicht immer noch mehr Hunger, Not und Konflikt in der Welt riskieren, nur durch diesen schrecklichen Krieg Russlands gegen die Ukraine", sagt Wadephul. Zumindest für das Schwarze Meer müsse jetzt ein Waffenstillstand erreicht werden, um wieder zivile Schiffstransporte zu ermöglichen, forderte der Bundesaußenminister. "Die Zeit drängt, der Hunger naht", sagt Wadephul. "Und es droht natürlich, dass dieses Getreide verfällt, dass es verdirbt." Falls dies geschehe, wäre dies "eine weitere völlig unnötige Katastrophe".

+++ 04:19 Bericht: Bund leitet Reprivatisierung des Gaskonzerns Sefe ein +++

Die Bundesregierung treibt die Reprivatisierung des verstaatlichten Gaskonzerns Sefe einem Medienbericht zufolge voran. Das Bundeswirtschaftsministerium habe Kanzleien aufgerufen, sich für die rechtliche Beratung des Vorhabens zu bewerben, berichtete die "Börsen-Zeitung" am Freitag unter Berufung auf Ausschreibungsunterlagen. Der Zuschlag solle bis spätestens zum 1. November erteilt werden. Zugleich bewerben sich dem Bericht zufolge Investmentbanken bei der staatlichen Förderbank KfW um Mandate für die Privatisierung. Der Bund hatte die ehemalige Gazprom-Tochter nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit rund sechs Milliarden Euro gerettet und verstaatlicht. Auf diesen Betrag werde der Wert des Unternehmens mit Sitz in Berlin nun geschätzt. Dass Sefe wieder privatisiert werden solle, war grundsätzlich auch in der Regierungskoalition vereinbart.

+++ 02:28 Putin beobachtet Ural-Manöver mit China, Belarus und Pakistan +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat der Agentur Interfax zufolge ein Militärmanöver in der Ural-Region beobachtet, bei dem auch Truppen aus China, Belarus und Pakistan im Einsatz gewesen seien. Bei der Übung seien zudem russische strategische Bomber im Einsatz gewesen. Der Kreml bezeichnete das Manöver der Agentur Tass zufolge als routinemäßig.

+++ 00:55 Seeblockade: Ukrainische Agrarexporte haben sich halbiert +++

Aufgrund der durch Russland blockierten Schwarzmeerhäfen haben sich die ukrainischen Agrarexporte mehr als halbiert. "Das bedeutet, dass wir im laufenden Wirtschaftsjahr (2026/2027) etwa 30 Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (rund 26 Milliarden Euro) nicht exportieren können", sagt Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj Journalisten gemäß einer Meldung von Interfax-Ukraine. Im September seien die Exporte auf 2,4 Millionen Tonnen oder 46 Prozent der geplanten Ausfuhren gefallen. Davon waren 1,4 Millionen Tonnen Getreide.

+++ 23:41 Militär: Ukrainer legen russischen Mehrfachraketenwerfer lahm +++

Das ukrainische Militär will einen russischen Mehrfachraketenwerfer getroffen und zerstört haben. Das teilt das 413. Regiment der Streitkräfte der Ukraine der Einheit "Raid" in sozialen Netzwerken mit. Es handle sich um ein Mehrfachraketenwerfersystem BM-27 "Hurricane", dass die Kreml-Kräfte in der besetzten Region Saporischschja stationiert hätten, heißt es. Dieses schieße 220-Millimeter-Raketen ab.

+++ 22:28 Selenskyj sicher: Putin wird Angriffe wegen US-Zwischenwahlen intensivieren +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass Russland die Angriffe auf die Ukraine vor den US-Zwischenwahlen verstärken wird. "Putins Taktik besteht darin, den Konflikt so weit wie möglich zu eskalieren, und genau das tut er. Und angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen unter Trump wird er dies noch verstärken", so Selenskyj in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El País". "Der Kreml will, dass die Ukrainer die Hauptstadt verlassen." Schon zu Kriegsbeginn im Jahr 2022 sei dies der Plan von Putin gewesen, "um zu zeigen, dass man ohne Hauptstadt kein Land hat", ist Selenskyj überzeugt. "Sie (die Russen, Anm. d. Red.) greifen an, um die Stadt lahmzulegen und die Menschen daran zu hindern, zur Schule oder zur Arbeit zu gehen, weil ihre Kinder wegen all dieser Angriffe nicht in den Unterricht oder in den Kindergarten gehen können. Sie versuchen, die Ukraine ins Chaos zu stürzen."

+++ 21:50 Geheimdienst: Russland bereitet Sabotage in EU vor +++

Russische Geheimdienste seien beauftragt worden, ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Europäischen Union und der Nato-Staaten zu verstärken. Davon ist der ukrainische Geheimdienst GUR überzeugt. Einer Mitteilung zufolge sollen die russischen Geheimdienste hybride Operationen vorbereiten, die darauf abzielen, die Hilfe für die Ukraine zu untergraben und die Fähigkeiten des Verteidigungsbündnisses zu schwächen. Russische Agenten sollen dabei auch Sabotageaktionen durchführen, heißt es. Vor allem militärische Einrichtungen, kritische Infrastruktur und Kommunikationssysteme stünden im Fokus des Kreml. Der GUR habe seine Partner in der EU und den Nato-Staaten bereits über die Erkenntnisse informiert.

+++ 21:21 "Keine Regeln mehr": Tote und Verletzte bei russischem Luftangriff auf Charkiw +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 28 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilt der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow mit. Möglicherweise befänden sich noch weitere Opfer unter den Trümmern getroffener Wohnhäuser. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft dem russischen Militär vor, auf Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin die Städte der Ukraine zu zerstören. "Aus Geheimdienstinformationen und von einigen Personen aus Putins Umfeld wissen wir, dass Putin Anfang September gesagt hat: 'Jetzt gibt es keine Regeln mehr'", so Selenskyj. Russland habe die Ukraine nicht besetzen können. "Deshalb führen sie nun massive Angriffe durch und töten in großem Umfang."

+++ 20:55 EU zahlt Ukraine Milliardensumme aus +++

Die Ukraine bekommt von der EU weitere Finanzhilfen in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro. "Mit der heutigen Auszahlung tragen wir dazu bei, die finanzielle Stabilität der Ukraine zu sichern und Investitionen zu unterstützen, die die Grundlage für ihren künftigen Wiederaufbau schaffen werden", teilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Das Land setze trotz des andauernden russischen Angriffskriegs weiter umfassende Reformen um. Zuletzt hatten in Brüssel Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Aufregung gesorgt, wonach es für dieses Jahr eine neue Finanzierungslücke in der Ukraine im Umfang von 27 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 24 Mrd. Euro) gebe. Nach Gesprächen teilte die EU dann allerdings am Donnerstag gemeinsam mit der Ukraine mit, dass Mittel identifiziert worden seien, um den Haushalts- und Verteidigungsbedarf des Landes für 2026 zu decken.

+++ 20:12 Bangen vor dem Winter: "Russland will Kiew unbewohnbar machen" +++

Die russische Armee nimmt neben der Energieversorgung auch zunehmend Tankstellen oder Supermärkte ins Visier. Politikjournalist Denis Trubetskoy lebt in Kiew und erlebt die Angriffe regelmäßig mit. Für ihn ist klar: Kiew soll zerbombt und das Leben der Zivilbevölkerung erschwert werden.

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