Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:01 Ukraine reklamiert Angriff auf Rüstungsfabrik weit im Hinterland für sich +++
Die Ukraine hat laut Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Ölraffinerie und eine Rüstungsfabrik weit im russischen Hinterland angegriffen. Die ukrainische Armee habe eine Ölraffinerie in Tjumen und eine Fabrik in Kirow getroffen, die Komponenten für Geschosse herstelle, teilt Selenskyj bei X mit.
+++ 12:46 Ukraine meldet Todesopfer in Cherson +++
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Cherson ist ein Mann getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Das meldet das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf den Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Prokudin.
+++ 12:01 Russland beklagt acht Tote in Ferienlager in besetzter Region +++
Bei einem nächtlichen Angriff auf Ferienlager im russisch besetzten Teil der ukrainischen Region Saporischschja sind nach russischen Angaben acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien zwei Kinder, teilt der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki bei Telegram mit.
+++ 11:37 Geschasster ukrainischer Minister erhielt Anruf aus Rom +++
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat seinem ukrainischen Ex-Kollegen Mychajlo Fedorow nach dessen Entlassung einen Beraterposten angeboten. Der Vertraute von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lobte Fedorow in der Tageszeitung "La Repubblica" als ausgesprochen innovativen Politiker. Deshalb habe er ihn am Tag nach der Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj angerufen und gefragt: "Wann möchtest du nach Rom kommen, um als Berater mit mir zusammenzuarbeiten?" Konkret wurden die Pläne nach Crosettos Darstellung jedoch nicht. "Er war gerührt und hat verstanden, dass dies ein Zeichen meiner Wertschätzung und Freundschaft war." Crosetto ist eine der zentralen Figuren der rechten Regierungspartei Fratelli d'Italia.
+++ 10:57 "Russisches Amazon" räumt Standort in Jekaterinburg +++
Die Ukraine hat Russland erneut mit Hunderten Drohnen angegriffen. Der russische Online-Händler Wildberries evakuierte wieder Mitarbeiter, diesmal in Jekaterinburg. In sozialen Medien kursieren nicht überprüfbare Fotos und Videos, die vor Ort brennende Autos zeigen sollen. Das Unternehmen bestätigte, dass das Logistikzentrum in Jekaterinburg aus Sicherheitsgründen geräumt wurde. Es sei aber nicht beschädigt worden. In den vergangenen Tagen sind mehrfach Wildberries-Standorte getroffen worden.
+++ 10:19 Nord-Stream-Angeklagter wirft Deutschland Täuschung vor +++
Der Verteidiger des im Nord-Stream-Komplex angeklagten Ukrainers Serhij Kusnjezow erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesanwaltschaft. Im Auslieferungsverfahren habe die Karlsruher Behörde den italienischen Behörden den später erhobenen Vorwurf eines Kriegsverbrechens bewusst verschwiegen, behauptet der italienische Strafverteidiger Nicola Canestrini im Interview mit dem "Stern". Im Haftbefehl war demnach von verfassungsfeindlicher Sabotage die Rede. "Deutschland hat sich die Auslieferung meines Mandanten erschlichen", sagt Canestrini. Ein Ausgelieferter dürfe grundsätzlich nur wegen jener Taten verfolgt werden, für die der ausliefernde Staat seine Übergabe bewilligt habe. Die Bundesanwaltschaft vertritt laut Anklageschrift eine andere Rechtsauffassung.
+++ 09:35 Zahl der Todesopfer in Sumy steigt +++
Bei dem nächtlichen russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Sumy sind nach Angaben örtlicher Behörden drei Menschen getötet worden. Mindestens zwei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Leiter der städtischen Militärverwaltung bei Telegram mit. Zuvor hatten die Behörden zwei Todesopfern gemeldet.
+++ 08:50 Rumänien schießt weitere Drohne ab +++
Ein F-16-Kampfjet hat nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums eine weitere Drohne im nationalen Luftraum abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich in einem unbewohnten Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine, teilt das Ministerium mit. Damit hat das Nato-Land zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen eine Drohne abgeschossen, nachdem bereits zuvor der rumänische Luftraum mehrmals verletzt worden war. Die erste Drohne stammte rumänischen Ermittlern zufolge aus Russland.
+++ 08:05 Mitarbeiter aus Polen bei Angriff auf Rüstungstreffen in Kiew getötet +++
Ein Mitarbeiter eines polnischen Rüstungsunternehmens ist bei dem russischen Raketenangriff auf ein Branchentreffen am Freitag in Kiew ums Leben gekommen. Das meldet das Portal Ukrainska Pravda unter Berufung auf das polnische Medium Defence24.
+++ 07:21 Russischer Militärflugplatz soll schon wieder brennen +++
Der Militärflugplatz Engels-2 in der russischen Region Saratow steht in Flammen, wie das Portal Kyiv Indpendent unter Berufung auf Augenzeugen und Bildmaterial berichtet. Der Luftwaffenstützpunkt in Engels ist einer der größten in Russland. Von dort steigen immer wieder strategische Bomber auf, um Städte in der Ukraine mit Raketen zu beschießen. Die Ukraine hat Engels daher bereits mehrfach mit Drohnen attackiert - Medienberichten zufolge erst vergangene Woche.
+++ 06:38 Zehn Treffer in einer Woche auf "russisches Amazon" +++
Die ukrainische Armee hat in dieser Woche offenbar mindestens zehn Lager des russischen Online-Händlers Wildberries getroffen, wie die US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) bilanziert. Dies dürfte demnach zunehmend zu Unannehmlichkeiten für die Nutzer führen. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte erklärt, die Logistikzentren seien für die Lieferung von Drohnen-Bauteilen genutzt worden.
+++ 06:03 Österreich lehnt schnellen EU-Beitritt der Ukraine ab +++
Österreich spricht sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union aus. Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übt auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte", sagte Bauer der "Welt am Sonntag". "Ein Turbo-Beitritt auf Antrag - das geht natürlich nicht." Man habe die Pflicht, die Aufnahmefähigkeit der EU sorgfältig zu bedenken, führte sie aus. "Ein Beitritt der Ukraine mit 39 Millionen Menschen und einer komplett anders ausgeprägten Agrarstruktur würde die EU maßgeblich verändern." Zudem warnte sie vor einer "Zweiklassen-Gesellschaft" bei der Aufnahme.
+++ 04:06 Ukraine greift Ziele in Belgorod an +++
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht Lagerhäuser und Energieinfrastruktur im russischen Belgorod angegriffen. Auch aus dem Gebiet Rostow wurden laut der ukrainischen Seite "Kyiv Independent" mehrere Explosionen und großflächige Brände gemeldet. Laut regionalen Behörden wurden bei den Angriffen in Belgorod ein Wohngebäude, eine Gasleitung und nicht näher bezeichnete Gewerbeimmobilien beschädigt. Videoaufnahmen sollen Brände und Explosionen in der ganzen Stadt zeigen.
+++ 01:25 Selenskyj spricht über Bau von Drohnen mit ukrainischer Technologie in den USA +++
Drohnen mit ukrainischer Technologie sollen in einer Fabrik in den USA hergestellt werden. "Wir werden eine große Fabrik in den USA bauen", sagt der ukrainische Präsident Selenskyj in einem auf X veröffentlichten Interview mit der Trump-nahen Bloggerin Laura Loomer. Ein mit den USA getroffenes Drohnen-Abkommen sei ein Gewinn für beide Seiten. Aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen in Washington heißt es jedoch, die Einzelheiten des Abkommens würden noch ausgearbeitet.
+++ 23:34 Tote nach russischem Drohnenschlag auf Sumy +++
Bei russischen Drohnenangriffen auf die nordostukrainische Stadt Sumy sind mindestens zwei Männer getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilt der Bürgermeister der Großstadt, Artem Kobsar, bei Telegram mit. Bei den Angriffen seien eine Tankstelle, das Dach eines Mehrfamilienwohnhauses und ein nicht genanntes Infrastrukturobjekt beschädigt worden. Russische Truppen sind etwa 20 Kilometer von Sumy entfernt.
+++ 22:14 Ukraine will 2027 Drohnen-Reichweite mehr als verdoppeln +++
In einem Interview kündigt Wolodymyr Selenskyj an, dass die Ukraine im Jahr 2027 über Drohnen mit einer Reichweite von 5000 bis 10.000 Kilometer verfügen werde. Das sagt Selenskyj in einem Interview mit Laura Loomer, einer rechtsextremen US-Bloggerin, die für ihre Unterstützung von Donald Trump bekannt ist. Ukrainische Streitkräfte setzen Selenskyj zufolge derzeit Drohnen mit einer Reichweite von über 3000 Kilometern ein. So habe beispielsweise im Juli eine FP-1-Drohne diese Strecke bei einem Angriff auf die Ölraffinerie in Omsk zurückgelegt. "In diesem Jahr werden es 4000 Kilometer sein", sagt Selenskyj. "Nächstes Jahr zwischen 5000 und 10.000."
+++ 21:38 Selenskyj offen für Friedensvertrags-Unterzeichnung im Weißen Haus +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, er sei bereit, ein mögliches Friedensabkommen mit Russland auch in den USA zu unterzeichnen. Im Gespräch mit Influencerin und Trump-Unterstützerin Laura Loomer, sagt er auf die Frage, ob er ein mögliches Friedensabkommen auch im Weißen Haus unterzeichnen würde: "Ja, ich bin bereit. Ich habe Präsident Trump immer gesagt, dass ich bereit bin, in die USA zu kommen, ins Oval Office oder nach Mar-a-Lago. Es hängt von Präsident Trump ab." Es ginge bei einem Friedensabkommen allerdings nicht darum, wo es unterzeichnet werde, sondern wann es unterzeichnet werde.
+++ 21:08 Selenskyj: Russische Raketenangriffe binnen 48 Stunden möglich +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet in den kommenden 48 Stunden mit neuen russischen Raketenangriffen auf die Ukraine. Ein solcher Angriff könne noch am Freitag erfolgen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Zudem gehe aus Geheimdienstinformationen hervor, dass Russland in den kommenden Monaten eine Aufstockung seiner Truppen beabsichtige.
+++ 20:46 Russland stellt sich gegen zweite Amtszeit für UN-Menschenrechtskommissar +++
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk stößt vor einer für Freitag geplanten Abstimmung über eine zweite vierjährige Amtszeit auf Widerstand aus Moskau. Neben Russland lehnen auch Israel und die USA eine Verlängerung um volle vier Jahre ab, wie mehrere Insider sagen. Türk hat sowohl den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und das Vorgehen Israels im Gazastreifen kritisiert. UN-Generalsekretär Antonio Guterres, der im Dezember aus dem Amt scheidet, hatte den Österreicher für eine weitere volle Amtszeit vorgeschlagen. Türks Mandat endet im Oktober. Russland hat jedoch einen Gegenentwurf eingereicht, der eine Verlängerung nur bis Ende 2026 vorsieht. Zur Begründung heißt es von der russischen UN-Vertretung, eine Ernennung für vier Jahre nehme dem künftigen Generalsekretär die Möglichkeit, diesen wichtigen Posten selbst zu besetzen.
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