Politik

Drohung mit DauerdemosFedorow fordert nach Rauswurf sein altes Amt zurück

23.07.2026, 20:03 Uhr
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Der 35-jährige Mychajlo Fedorow war gerade einmal sechs Monate im Amt. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Nach der Entlassung des ukrainischen Verteidigungsministers drohen dessen Anhänger mit andauernden Demonstrationen. Fedorow selbst lehnt alle ihm angebotenen Alternativposten ab. Der geschasste Ressortchef will nur auf seinen alten Posten zurück.

Vor dem Hintergrund neu angekündigter Proteste besteht der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf seiner Rückkehr ins Amt. "Heute gibt es im Staat nur drei Posten, außer auf dem Schlachtfeld, die den Kriegsverlauf real beeinflussen: der Präsident der Ukraine, der Verteidigungsminister und der Oberkommandierende der Streitkräfte", sagte Fedorow Journalisten. Er sei deshalb mit keinem anderen Amt als dem des Verteidigungsministers einverstanden.

Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz bestätigt, Fedorow mehrere Positionen angeboten zu haben, darunter die eines Vizeregierungschefs für militärische Innovationen. Fedorow wurde im Rahmen eines Regierungsumbaus vergangene Woche entlassen. Mehrere Tausend Demonstranten in Kiew und anderen Städten forderten daraufhin seine Wiedereinsetzung und die Entlassung von Armeechef Olexander Syrskyj. Der zweiten Forderung kam Selenskyj am Dienstag nach. Doch die Organisatoren der Proteste wollen auch Fedorow zurück und drohen anderenfalls mit Dauerdemos, die am Freitag starten sollen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Mit Fedorow wurde der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn entlassen. Der 35-Jährige war gerade einmal sechs Monate im Amt.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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